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Schlagwort: Arterie | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 1 | | | Fünfter Abschnitt -> | ...ommen, dass Gott eine vernünftige
Seele geschaffen und sie mit dem Körper in der angegebenen Weise
verbunden hatte.
Damit man sehen kann, wie ich diesen Gegenstand
behandelt habe, will ich hier die Erklärung von der
Bewegung des Herzens und der Arterien geben. Da
diese Bewegung die erste und allgemeinste ist, die
man bei den Thieren bemerkt, so kann man daraus
leicht das Nöthige für die übrigen Bewegungen abnehmen,
um das Folgende besser zu verstehen, wird
es gut sein, wenn die, welche mit de...
...echten Seite, welche mit zwei sehr starken
Röhren oder Adern in Verbindung stellt, d.h. mit der
Hohlvene, der Hauptempfängerin des Blutes und
gleichsam des Stammes des Baumes, von dem die übrigen
Venen des Körpers Zweige vorstellen, und mit
der Arterienvene, welche diesen schlechten Namen erhalten
hat, weil sie wirklich eine Arterie ist, die vom
Herzen ausgeht und sich dann in mehrere Zweige
theilt, die sich in den Lungen verbreiten. Alsdann
mögen sie sich die Kammer auf der linken Seite öffnen
lassen, mit der ebenfalls zwei Röhren verbunden
sind, ebenso gross oder noch gr...
...nn in mehrere Zweige
theilt, die sich in den Lungen verbreiten. Alsdann
mögen sie sich die Kammer auf der linken Seite öffnen
lassen, mit der ebenfalls zwei Röhren verbunden
sind, ebenso gross oder noch grösser als die vorigen,
nämlich die Venenarterie, - auch ein schlechter Name,
da sie nur eine Vene ist, die von den Lungen kommt,
wo sie sich in mehrere Zweige theilt und mit den
Venen der Arterienvene und mit den Verzweigungen
der Luftröhre sich verbindet, durch welche die eingeathmete
Luft eintritt, - und die grosse Arterie, welche
von dem Herzen ans ihre Zweige durch den ganzen
Körper vertheilt. Ich möchte auch, dass die Leser sich
elf kleine Häute zeigen liessen, die wie ebenso viele
kleine Thüren die vier Löcher dieser zwei Höhlen öffnen
und schliessen. Drei da...
...
und schliessen. Drei davon sind bei dem Eintritt
der Hohlvene so gestellt, dass sie den Abfluss des in
derselben enthaltenen Blutes in die rechte Herzkammer
nicht hindern, aber seinen Rücktritt hemmen; drei
andere befinden sich am Eintritt der Arterienvene,
welche, umgekehrt gestellt, das Blut zwar in die Lungen
abfliessen, aber das Lungenblut nicht zurückkehren
lassen. Ebenso lassen am Eintritt der Venenarterie
zwei andere Häute das Blut aus der Lunge in die linke
Herzkammer eintreten, aber stellen sich seinem Rücklauf
entgegen, und drei am Eintritt der grossen Arterie
lassen das Blut aus dem Herzen aus-, aber nicht wieder
eintreten. Der Grund für diese Zahl der Häute ist,
dass die Oeffnung der Venenarterie an der betreffenden
Stelle oval ist und daher mit zwei Häuten genügend
verschlossen werden kann, während die übrigen,
welche rund sind, dazu dreier bedürfen. Die Leser
mögen sich ausserdem zeigen lassen, wie die grosse
Arterie und die Arterienvene von viel festerem und
härterem Stoffe sind als die Venenarterie und die
Hohlvene, und dass die letzteren vor ihrem Eintritt in
das Herz sich ausweiten und zwei Beutel, die sogenannten
Herzohren, bilden, die im Fleische dem Herzen
ähnlich sind, und dass es im Herzen immer wärmer
als an den ändern Stellen des...
...t, die man
tropfenweise in ein sehr heisses Gefäss fallen lässt.
Mit Rücksicht hierauf brauche ich zur Erklärung
der Herzbewegung nur zu sagen, dass, wenn seine
Höhlen leer vom Blute sind, solches aus der Hohlvene
in die rechte und aus der Venenarterie in die linke
Kammer eintritt, da diese Adern immer davon angefüllt
sind, und ihre nach dem Herzen zu mündenden
Oeffnungen es davon nicht abschliessen können. Sobald
aber ein Blutstropfen in jede dieser Höhlen eingetreten
ist, welche Tropfen bei...
...en weiteren Eintritt von Blut in das Herz. Indem jene
Blutstropfen in ihrer Verdünnung fortfahren, drücken
und öffnen sie die sechs anderen kleinen Thüren am
Eingange der Adern, treten durch diese heraus und
blähen dadurch alle Verzweigungen der Arterienvene
und der grossen Arterie beinahe gleichzeitig mit dem
Herzen auf. Dies sinkt gleich darauf, wie auch die Arterien,
wieder zusammen, weil das eingetretene Blut
sich abkühlt; ihre sechs kleinen Thüren schliessen
sich, und die fünf der Hohlvenen und Venenarterie
öffnen sich wieder und lassen wieder zwei neue
Blutstropfen hindurch, die sofort wieder das Herz und
die Arterien aufblähen, wie das erste Mal. Weil das
Blut vor seinem Eintritt in das Herz die beiden Beutel,
welche man seine Ohren nennt, durchläuft, so ist
dadurch die Bewegung des Herzens der ihrigen entgegengesetzt;
sie sinken zusammen, während jenes sic... | | |
| | Fünfter Abschnitt -> |
Fragt man aber, weshalb das Venenblut sich nicht
erschöpfe, da es doch ununterbrochen in das Herz
fliesse, und weshalb die Arterien nicht davon überfüllt
werden, weil alles Blut aus dem Herzen in sie
abfliesst, so bedarf es nur der Antwort, die schon ein
englischer Arzt gegeben hat, der in rühmlicherWeise
das Eis hier gebrochen und zuerst gelehrt hat, dass es
am Ende der Arterien kleine Gänge giebt, durch
welche das von dem Herzen empfangene Blut in die
kleinen Zweige der Venen übertritt, von wo es sich
sofort wieder nach dem Herzen wendet, so dass die
Blutbewegung ein fortwährender Kreislauf ist. Er
zeigt dies deutlic...
...n sie nicht zugleich den Arm darüber sehr stark
einschnüren. Denn offenbar kann die massige Unterbindung
des Armes die Rückkehr des in demselben
befindlichen Blutes durch die Venen nach dem Herzen
verhindern, aber nicht, dass neues Blut aus den
Arterien hinzukomme, da diese unter den Venen liegen
und ihre härtere Haut sich weniger zusammendrücken
lässt. Also wird dadurch das von dem Herzen
kommende Blut stärker nach dem Arm getrieben, als
es von dort durch die Venen nach dem Herzen drängt.
Da...
...getrieben, als
es von dort durch die Venen nach dem Herzen drängt.
Da nun dieses Blut durch einen Schnitt in die Vene
ans dem Arme herausfliesst, so muss es nothwendig
den Zugang unterhalb des Bandes haben, d.h. am
Ende des Armes, wo es von der Arterie aus eintreten
kann. Dieser Arzt beweist auch die Bewegung des
Blutes durch die kleinen Häute, welche sich längs der
Venen so gestellt befinden, dass das Blut nicht aus
der Mitte des Körpers nach dessen Enden, sondern
nur von da nach den Lungen ...
...
Venen so gestellt befinden, dass das Blut nicht aus
der Mitte des Körpers nach dessen Enden, sondern
nur von da nach den Lungen fliessen kann. Ebendasselbe
folgt aus dem Umstande, dass das ganze Blut in
kurzer Zeit durch eine einzige geöffnete Arterie ausfliessen
kann, wenn sie auch in der Nähe des Herzens
stark unterbunden und zwischen dem Herzen und dem
Bande geöffnet wird, da man dann das daraus fliessende
Blut durchaus nicht von anderwärts ableiten
kann.
Es giebt indess noch manche ande...
... fliessende
Blut durchaus nicht von anderwärts ableiten
kann.
Es giebt indess noch manche andere Umstände,
welche bestätigen, dass die von mir angegebene Ursache
des Blutumlaufs die wahre ist. So kann erstens
der Unterschied des Venen- von dem Arterienblut nur
davon kommen, dass dieses bei seinem Durchgang
durch das Herz verdünnt und gleichsam destillirt worden
und deshalb feiner, lebendiger und heisser bei seinem
Ausgange ist, d.h. in den Arterien, als vor seinem
Eintritt, d.h. in den Venen. Bei genauerer Beobachtung
zeigt sich dieser Unterschied nur in der Nähe des
Herzens und nicht in den davon entfernten Stellen.
Ferner zeigt die Härte der Haut bei der Arterienvene
und der grossen Arterie deutlich, dass das Blut gegen
sie mit grösserer Stärke als gegen die Venen pocht.
Und weshalb wären die linke Herzkammer und die
grosse Arterie weiter und geräumiger als die rechte
und die Arterienvene, wenn nicht das Blut der Venenarterie,
was von dem Herzen nur in die Lunge
gegangen ist, feiner wäre und sich mehr und leichter
verdünnte als das, was unmittelbar aus der Hohlvene
kommt? Und wie könnten die Aerzte den Puls benutzen,
wenn sie nicht wüssten, dass das Blut nach seinem...
...en; ebenso durch die Frucht im
Mutterleibe, welche die Lungen nicht gebrauchen
kann und deshalb eine Oeffnung hat, durch welche
das Blut der Hohlvene in die linke Herzkammer
fliesst, und eine Ader, die es, ohne durch die Lunge zu
gehen, aus der Arterienvene in die grosse Arterie
überführt. Wie sollte ferner die Verdünnung im
Magen vor sich gehen, wenn das Herz nicht durch die
Arterien Wärme und zugleich einzelne wirksamere
Bestandtheile des Blutes hinsendete, welche die Auflösung
der in den Magen gelangten Fleischspeisen unterstützen?
Ist nicht der Vorgang, welcher den Saft
dieser Speisen in Blut umwandelt, leicht zu versteh...
...dem
Durchgänge durch das Herz destillirt wird? Bedarf
es etwas Weiteres, um die Entstehung und Unterhaltung
der verschiedenen Säfte des Körpers zu erklären,
als die Kraft, mit der das Blut bei seiner Verdünnung
von dem Herzen nach den Enden der Arterien
treibt, wobei einzelne Theile desselben in den Gliedern
haften bleiben und andere vertreiben, an deren
Stelle sie treten, und dass je nach der Lage, Gestalt
und Grösse der Poren, welche sie treffen, ein Theil
sich eher hier wie dorthin zieht, ...
...ern die Bewegung
verleihen, ohne dass es dazu einer anderen Ursache
als des Blutes bedarf, dessen beweglichste und
durchdringendste Theile am meisten zur Bildung dieser
Geister geeignet sind und eher nach dem Gehirn
als anderswohin drängen. Die Arterien, welche sie
dahin führen, gehen vom Herzen aus gerade dahin,
und nach den Regeln der Mechanik, welches die der
Natur sind, müssen, wenn mehrere Stoffe nach einer
Richtung drängen, wo sie nicht alle Platz haben, wie
dies mit dem Blute nach dess... | | |
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