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Schlagwort: Beispiel | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 14 von 51 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 | | | 8. Kapitel - Kleinasien -> | ...ihre Grabstadt, war dies nicht; die beiden
alten griechischen Kuestenstaedte Amisos und das einst ueber das Schwarze Meer
gebietende Sinope waren koenigliche Residenzen geworden, und auch den wenigen
von Mithradates angelegten Ortschaften, zum Beispiel Eupatoria, wird schwerlich
griechische Politie gegeben worden sein. Hier aber war, wie schon frueher
ausgefuehrt ward, die roemische Eroberung zugleich die Hellenisierung; Pompeius
organisierte die Provinz in der Weise, dass er die elf Hauptor...
...nen nur zwei Staedte hatten, die schon genannte Hauptstadt und
Tyana; und diese Ordnung ist hier im Grossen und Ganzen so wenig veraendert
worden wie in Aegypten, wenn auch einzelne Ortschaften spaeterhin griechisches
Stadtrecht empfingen, zum Beispiel Kaiser Marcus aus dem kappadokischen Dorf, in
dem seine Gemahlin gestorben war, die Stadt Faustinopolis machte. Griechisch
freilich sprachen die Kappadokier jetzt; aber die Studierenden aus Kappadokien
hatten auswaerts viel zu leiden wegen ihr... | | |
| | 8. Kapitel - Kleinasien -> | ...iche und
aeusserliche Hellenisierung, wie die Nachbarschaft, die Handelsbeziehungen, der
von den Einwanderern uebernommene phrygische Kultus, das Soeldnertum sie im
Gefolge hatten, wird in Galatien nicht viel spaeter eingetreten sein als zum
Beispiel in dem benachbarten Kappadokien. Der Gegensatz ist anderer Art: die
keltische und die hellenische Invasion haben in Kleinasien konkurriert, und zu
dem nationalen Gegensatz ist der Stachel der rivalisierenden Eroberung
hinzugetreten. Scharf tra...
...hmte Verzeichnis der der Gemeinde Ankyra gemachten Leistungen
aus Tiberius' Zeit (CIG 4039) bezeichnet die galatischen Gemeinden gewoehnlich
mit ethnos, zuweilen mit polis. Spaeter verschwindet jene Benennung; aber in der
vollen Titulatur, zum Beispiel der Inschrift CIG 4011 aus dem zweiten
Jahrhundert, fuehrt Ankyra immer noch den Volksnamen: /e/ m/e/tropolis t/e/s
Galatias Sebast/e/ Tekt/o/sag/o/n Agkyra.
^11 Nach Pausanias (10, 36, 1) heisst bei den Galatai yper PHrygias
ph/o/n/e/ t/e/ e... | | |
| | 8. Kapitel - Kleinasien -> | ...Bodenkultur wie auf der Industrie und dem Handel. Die Gunst der Natur ist
insbesondere den Kuestenlandschaften in reichstem Masse zuteil geworden, und
vielfach zeigt es sich, mit wie emsigem Fleiss auch unter schwierigeren
Verhaeltnis sen, zum Beispiel in dem felsigen Tal des Eurymedon in Pamphylien
von den Buergern von Selge, jedes irgend brauchbare Bodenstueck ausgenutzt ward.
Die Erzeugnisse der kleinasiatischen Industrie sind zu zahlreich und zu
mannigfaltig, um bei den einzelnen zu verw...
...elsverkehr ruhte in Kleinasien hauptsaechlich auf der eigenen Produktion.
Der grosse auslaendische Import und Export Syriens und Aegyptens war hier in der
Hauptsache ausgeschlossen, wenn auch aus den oestlichen Laendern mancherlei
Artikel, zum Beispiel durch die galatischen Haendler eine betraechtliche Zahl
von Sklaven nach Kleinasien eingefuehrt wurden ^33. Aber wenn die roemischen
Kaufleute hier, wie es scheint, in jeder grossen und kleinen Stadt, selbst in
Orten wie Ilion und Assos in Mys... | | |
| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | | ...enzen wahrscheinlich.
Was fuer Herrscher auf sie gefolgt sind, ist fraglich. Die baktrisch-indischen
Herrscher griechischen Namens gehoeren ueberwiegend, vielleicht saemtlich der
voraugustischen Epoche an; auch manche einheimischen Namens, zum Beispiel Maues
und Azes, fallen nach Sprache und Schrift (zum Beispiel der Form des m S2) vor
diese Zeit. Dagegen sind die Muenzen der Koenige Kozulokadphises und
Ooemokadphises und diejenigen der Sakerkoenige, des Kanerku und seiner
Nachfolger, welche alle namentlich durch den bis dahin in der indischen Praegung... | | |
| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...r Politik ueber die Auflehnung des Orients hat er noch erlebt.
Was die Klugheit des Greises erreicht hatte, verdarb sofort der Unverstand
des Nachfolgers. Abgesehen davon, dass er verstaendige Einrichtungen des
Tiberius rueckgaengig machte, zum Beispiel das eingezogene Koenigreich Kommagene
wiederherstellte, goennte sein toerichter Neid dem toten Kaiser den erreichten
Erfolg nicht; den tuechtigen Statthalter von Syrien wie den neuen Koenig von
Armenien lud er zur Verantwortung nach Rom vor, s...
...atte, ins Exil.
Selbstverstaendlich griff die parthische Regierung zu und nahm das herrenlose
Armenien wiederum in Besitz ^28. Claudius hatte, als er im Jahre 41 zur
Regierung kam, die getane Arbeit von neuem zu beginnen. Er verfuhr nach dem
Beispiel des Tiberius. Mithradates, aus dem Exil zurueckgerufen, wurde wieder
eingesetzt und angewiesen, mit Hilfe seines Bruders sich Armeniens zu
bemaechtigen. Der damals zwischen den drei Soehnen des Koenigs Artabanos III.
gefuehrte Bruderkrieg im P... | | |
| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...nachbarten Reichstatthaltern ueberhaupt.
Wenige Jahre spaeter begegnen wir seinem Sohn ^90 Septimios Odaenathos in der
gleichen, ja im Rang noch gesteigerten erbfuerstlichen Stellung ^91.
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^88 Zum Beispiel Archon, Grammateus, Proedros, Syndikos, Dekaprotoi.
^89 Dies lehrt die Inschrift von Palmyra CIG 4491, 4492 = Waddington 2600 =
Vogue 22, diesem Hairanes im Jahre 251 gesetzt von einem Soldaten der in Arabien
stehenden Legion. Sein Titel ist gr...
...n Amtstitel, sondern eine Angabe der
Rangklasse; so steht vir consularis nicht selten hinter dem Namen ganz wie vir
clarissimus (CIL X., p. 1117 und sonst) und findet sich o lamprotatos ypatikos
neben und vor verschiedenartigen Amtstiteln, zum Beispiel dem des Prokonsuls von
Afrika (CIG 2979 wo lamprotatos fehlt), des kaiserlichen Legaten von Pontus und
Bithynien (CIG 3747 3748, 3771) und von Palaestina (CIG 4151), des Statthalters
von Lykien und Pamphylien (CIG 4272); erst in nachkonstantin... | | |
| | 10. Kapitel - Syrien und das Nabataeerland -> | ...
Orient und im parthischen Babylonien; in den Provinzen Syrien und Kappadokien
praegte die roemische Regierung Silber, abweichend von der Reichswaehrung, auf
die Sorten und auf den Fuss des Nachbarreiches. Die syrische Fabrikation selbst,
zum Beispiel von Leinen und Seide, ist eben durch den Import der gleichartigen
babylonischen Handelsartikel angeregt worden, und wie diese, so sind auch die
Leder- und die Pelzwaren, die Salben, die Spezereien, die Sklaven des Orients
waehrend der Kaiserze...
...che, vornehmlich apamenische Kaufleute nicht bloss in
ganz Italien ansaessig, sondern ebenso in allen groesseren Emporien des
Okzidents, in Salonae in Dalmatien, Apulum in Dakien, Malaca in Spanien, vor
allem aber in Gallien und Germanien, zum Beispiel in Bordeaux, Lyon, Paris,
Orleans, Trier, so dass wie die Juden so auch diese syrischen Christen nach
ihren Gebraeuchen leben und in ihren Konventen sich ihres Griechischen bedienen
^18. Nur auf dieser Grundlage werden die frueher geschilderte... | | |
| | 10. Kapitel - Syrien und das Nabataeerland -> | ...r von Leuke Kome ueber Petra nach Gaza laufenden, von den Roemern
ueberwachten Karawanenstrasse ^30. Die Fuersten des Nabataeerreiches bedienen
sich, aehnlich wie die Gemeinde Palmyra, fuer die Beamten griechischer
Aemterbezeichnungen, wie zum Beispiel des Eparchen- und des Strategentitels.
Wenn unter Tiberius die durch die Roemer bewirkte gute Ordnung Syriens und die
durch die militaerische Besetzung herbeigefuehrte Sicherheit der Ernten ruehmend
hervorgehoben wird, so ist dies zunaechst zu...
...hnt, so koennen dies nur roemische sein; auch passt fuer das Heer des
Nabataeerkoenigs der Centurio nicht und ist die Steuerreform ganz die roemische.
Dass ein Klientelstaat in das Gebiet der Reichssteuer eingezogen wird, kommt
auch sonst, zum Beispiel in den Alpengegenden vor. Die Strasse von Petra nach
Gaza erwaehnt Plinius nat. 6, 28, 144.
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| | 10. Kapitel - Syrien und das Nabataeerland -> | ... die unvermeidliche Uniform sind." Die oestliche und
suedliche Abdachung des Hauran weist ungefaehr dreihundert derartige veroedete
Staedte und Doerfer auf, waehrend dort jetzt nur fuenf neue Ortschaften
vorhanden sind; einzelne von jenen, zum Beispiel Busan, zaehlen bis 800 ein- bis
zweistoeckige Haeuser, durchaus aus Basalt gebaut, mit wohlgefuegten, ohne
Zement verbundenen Quadermauern, meist ornamentierten, oft auch mit Inschriften
versehenen Tueren, die flache Decke gebildet durch Stein...
...
Staedtewueste zum Weideland geworden ist, von den Beduinen im Stande gehalten
werden, um daraus im Sommer ihre Herden zu traenken. Die Bauweise und die
Kunstuebung haben wohl einzelne Ueberreste der aelteren orientalischen Weise
bewahrt, zum Beispiel die haeufige Grabform des mit einer Pyramide gekroenten
Wuerfels, vielleicht auch die oft dem Grabmal beigefuegten, noch heute in ganz
Syrien haeufigen Taubentuerme, ist aber, im ganzen genommen, die gewoehnliche
griechische der Kaiserzeit. Nu... | | |
| | 12. Kapitel - Aegypten -> | ...gehuetet, an den Grundlagen der alten Landesreligion zu
ruetteln, und nur, die aelteren nationalen Anschauungen und Heiligtuemer mit den
schmiegsamen Gestalten des griechischen Olymp verquickend, sie aeusserlich
einigermassen hellenisiert, zum Beispiel den griechischen Gott der Unterwelt,
den Pluton, unter dem bis dahin wenig genannten aegyptischen Goetternamen
Sarapis in den Landeskultus eingefuehrt und auf diesen dann den alten Osiriskult
allmaehlich uebertragen ^43. So spielten die echt a...
...s er ein Aegypter
war; denn dieses Volk treibt zwar mit Leidenschaft das Versemachen, aber die
ernste Redekunst (o spoydaios Erm/e/s) ist bei ihnen nicht zu Hause". Die
merkwuerdige Wiederaufnahme der griechischen Poesie in Aegypten, der zum
Beispiel das Epos des Nonnos angehoert, liegt jenseits der Grenzen unserer
Darstellung.
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