| | Der Schut -> | ...gewöhnen; darum geschah der Wurf
ganz in derselben Weise, wie derjenige Israd's gewesen war. Ich wollte die Weide nicht treffen,
sondern nur Richtung nehmen. Darum flog das Beil weit links von der Esche vorüber und bohrte
sich dort in den weichen Boden ein.
»O Himmel!« lachte unser Führer. »Du willst die Wette gewinnen, Effendi?«
»Ja,« sagte ich ernsthaft.
Trotzdem geriethen die beiden nächsten Probewürfe scheinbar noch schlechter, als der erste. Aber
ich ließ mich mit Vergnügen von Israd ausl...
...ischer Art und Weise werfen, wenn ich treffen sollte. Ich holte aus,
wirbelte den Czakan um den Kopf und ertheilte ihm jene rotirende Bewegung, welche beim
Billardspiel als "Effect" bezeichnet wird. Das Beil sauste, sich um sich selbst drehend, am Boden
hin, stieg empor, senkte sich dann plötzlich wieder nieder und fuhr in den Stamm der Esche, in
welchem es sitzen blieb.
Meine Gefährten jubelten laut auf. Israd aber sagte, indem er mit dem Kopf schüttelte:
»Welch ein Zufall, Effendi! Es ist kau...
...wird.«
»Herr, das wäre ein Wunder!«
»Nach den bisherigen sechs Würfen ist mir die Waffe so handgerecht, daß ich gar nicht fehlen
kann. Ich werde nun erst jetzt dem Czakan die richtige Doppeldrehung geben, und Du wirst
sehen, daß er, sobald er am Boden aufgestiegen ist, ganz plötzlich, wie mit einem Ruck, eine
dreifache Schnelligkeit erhält. Paß einmal auf!«
Der Wurf gelang in der vorausgesagten Weise. Das Beil wirbelte an der Erde hin, stieg langsam
empor und flog dann mit plötzlich vermehrter...
...mal auf!«
Der Wurf gelang in der vorausgesagten Weise. Das Beil wirbelte an der Erde hin, stieg langsam
empor und flog dann mit plötzlich vermehrter Schnelligkeit wieder abwärts und auf die Weide zu.
Im nächsten Augenblick lag der erwähnte Ast am Boden.
»Geh hin und sieh nach!« sagte ich. »Er wird genau eine Handbreit vom Stamm abgeschnitten
sein, und zwar scharf, wie mit dem Messer, denn die Schneide des Beiles hat ihn getroffen.«
Israd machte ein so verblüfftes Gesicht, daß ich hellauf lachen... | | |
| | Der Schut -> |
Wir schlichen an der Vorderseite des Hauses hin, wo alle Fenster verschlossen waren, und bogen
dann nach derjenigen Giebelseite ab, welche die Stallungen enthielt. Dort standen junge Fichten,
die mit ihren unteren Ästen fast den Boden berührten. Zwischen ihnen und dem Hause war nur ein
schmaler Raum zum Gehen frei.
Von da aus führte uns der Schäfer nach der hinteren Seite des Gebäudes, an welcher entlang wir
hinschlichen. Es war keine Spur von Halef zu bemerken; doch war ich d...
...rohen Gesichtszügen, jedenfalls der Wirth. An der
Wand zu meiner rechten Hand lehnten die beiden Aladschy. Die Gewehre dieser Leute waren in
der Ecke an hölzernen Haken aufgehängt. Die Blicke aller Fünf richteten sich auf - Halef, welcher
auf dem Boden lag, an Händen und Füßen gebunden. Die Gesichter seiner Feinde weissagten
nichts Gutes. Manach el Barscha schien das Verhör zu führen. Er befand sich jedenfalls in
zorniger Erregung, denn er sprach so laut, daß ich jede Silbe verstehen konnte.
»S...
...rscha schien das Verhör zu führen. Er befand sich jedenfalls in
zorniger Erregung, denn er sprach so laut, daß ich jede Silbe verstehen konnte.
»Siehst Du Etwas, Sihdi?« fragte Omar.
»Ja,« antwortete ich leise. »Der Hadschi liegt gebunden auf dem Boden und wird jetzt eben
verhört. Kommt her! Sobald ich den Laden zertrümmere, helft Ihr mit und streckt dann die
Mündungen Eurer Gewehre hinein. Der Laden muß aber im Nu in Stücke gehen, damit sie nicht
Zeit finden, sich an Halef zu vergreifen, ehe w...
...sicht gesagt, daß
Du schnell aufbrechen würdest, um ihnen zu folgen.«
»Der Scheïtan hole diesen Effendi! Wir werden ihm die Sohlen zerfleischen, damit er weiß, was
ich heute empfunden habe. Ich kann kaum stehen.«
Er ließ sich neben Halef auf den Boden nieder.
»Wie aber habt Ihr erfahren, wo der Treska-Konak liegt?« erkundigte sich Manach weiter.
»Wir haben gefragt; das versteht sich ja ganz von selbst.«
»Und warum bist Du uns allein nachgeritten? Warum blieben die Andern zurück?«
Halef war do... | | |
| | Unter den Comanchen -> | ...nicht meine Büchse, weil in derselben die Skizze stak, sondern das alte, geladene
Doppelgewehr, welches neben To-kei-chun lag, richtete den Lauf desselben kerzengerade
empor und drückte ab. Einige Sekunden später schlug etwas hart neben uns in den Boden. Der
Besitzer des kostbaren Knopfes fuhr hinzu und grub ihn mit Hilfe seines Messers aus der
Erde.
»Uff, er ist's!«
Während alle den wunderbaren Gegenstand betrachteten, legte ich den zweiten Knopf auf die
Mündung des zweiten Laufes und richtet...
...hrend alle den wunderbaren Gegenstand betrachteten, legte ich den zweiten Knopf auf die
Mündung des zweiten Laufes und richtete das Gewehr empor. Der Schuß krachte und
jedermann blickte in die Höhe. Da stieß Bob einen lauten Schrei aus, sprang vom Boden auf
und rieb sich, auf einem Beine umherspringend, die Achsel.
»Oh, ah, Massa mich treffen, Nigger Bob auf Achsel schießen!«
Der Knopf war ihm wirklich auf die Schulter gefallen und lag neben ihm am Boden. Der
Häuptling hob ihn auf und steckte die beiden wiedererlangten Wertobjekte mit einer Miene zu
sich, in welcher der feste Entschluß lag, sie nicht wieder in die Sonne werfen zu lassen.
Dieses kleine Taschenspielerstückchen machte, so leicht es ...
...
sie waren wirklich oben gewesen, sonst hätte der eine nicht so tief in die Erde geschlagen und
der andere dem Schwarzen, der vor Schmerzen die fürchterlichsten Gesichter schnitt, eine so
respektable Beule verursacht. Die Häuptlinge saßen still am Boden, sichtlich nicht wissend,
wie sie sich jetzt zu benehmen hätten, und ihre Umgebung wartete mit Spannung der Dinge,
die nun kommen würden. Ich versuchte, die Spannung in einer allerdings etwas gewagten
Weise zu lösen. Neben To-kei-chun lag noch di... | | |
| | Am Hancockberg -> | ..., jedoch
Winnetou nahm ihn mir aus der Hand.
»Der Häuptling der Apachen ist der Führer,« sagte er. »Mein Bruder komme hinter ihm.«
Es war ausgemacht worden, daß die Unsrigen uns in solchen Zwischenräumen folgen sollten,
daß, nachdem das Seil den Boden erreicht hatte, sich nur je vier auf einmal an demselben
befanden. Winnetou trat an. Ich ließ ihn bis zum ersten Vorsprunge kommen und folgte dann.
Mir folgte Fred. Es ging viel schneller bergab, als wir gedacht hatten, da wir uns kaum halten
kon...
...s, blickte in die Höhe und
stieß einen lauten Warnungsruf aus.
»Vorwärts, Winnetou!« rief ich. »Es ist sonst Alles verloren!«
Die Männer oben merkten, was unten vorging, und ließen das Seil schnell laufen. Eine halbe
Minute später hatten wir den Boden erreicht, zu gleicher Zeit aber blitzten uns aus der Spalte
einige Schüsse entgegen. Winnetou stürzte zu Boden.
Ich blieb vor Schreck halten.
»Winnetou, mein Freund,« rief ich, »hat eine Kugel getroffen?«
»Winnetou wird sterben,« antwortete er.
Da erfaßte mich eine Wut, welcher ich nicht zu widerstehen vermochte. Soeben langte Walker
hinter mir an.
»Wi...
...ch gar nicht. Zwei der Wilden
fielen von den Schüssen Freds, und den Dritten schlug ich noch nieder. Mittlerweile kamen
immer mehrere der Unsrigen herab; ihnen konnte ich die Indsmen überlassen. Ich wandte
mich zu Winnetou und kniete neben ihm am Boden nieder.
»Wo ist mein Bruder getroffen?« fragte ich.
»Ntságe tche - hier in der Brust,« antwortete er leise, die Linke auf die rechte Seite der Brust
legend, welche sich von seinem Blute rötete.
Ich riß das Messer heraus und schnitt ihm die Santi... | | |
| | Am Ohr des Manitou -> | ...en, Kanten, Höhlungen, Altane und andere Abweichungen von der lotrechten Linie
zeigten, auf denen und in denen sich nach und nach ein kräftiger Baum- und Strauchwuchs nebst anderem
Kräuter-, Stauden-, Gras- und Moosgrün angesammelt hatte. Auch der Boden des Kessels war mit
grünender Vegetation bedeckt, doch machte ich in Beziehung auf diese Vegetation sofort zwei in die
Augen fallende Beobachtungen. Nämlich es schien hier ein Pflanzenwuchs ursprünglich nicht beabsichtigt
zu sein, denn es gab da ...
...iner
dünnen, angewehten Erdschicht nährten, mit den Wurzeln aber nicht in die Tiefe konnten oder dort keine
Nahrung fanden. Und in der Tat, als ich später hinunterkam und nachschaute, fand ich, daß, so weit die
Ellipse reichte, ihr ursprünglicher Boden so dicht, daß keine Pflanze einzudringen vermochte, mit starken
Steinplatten belegt war, auf denen sich im Lauf der Zeit eine Schicht von Humuserde gebildet hatte, von
welcher sich das später entstandene Baum- und Strauchwerk durch die Seitenwurze...
...f der Zeit eine Schicht von Humuserde gebildet hatte, von
welcher sich das später entstandene Baum- und Strauchwerk durch die Seitenwurzeln ernährte.
Pfahlwurzeln gab es nicht. Daher die Verdorrung sämtlicher Wipfel!
Wozu einst diese Belegung des Bodens mit Platten? Das war die erste Frage, die ein aufmerksamer und
vorsichtiger Beobachter hier zu beantworten hatte.
Die andere in die Augen fallende Beobachtung war die, daß ein Drittel dieser Vegetation vollständig
unberührt zu sein schien, währe...
...an den Anspruch erhob, für einen scharfen und zuverlässigen Beobachter zu gelten.
Und nun kommt die Hauptsache, die von allerhöchstem Interesse ist. Wenigstens war sie das für mich. Es
gab nämlich auf dem sonst vollständig ebenen, ellipsenförmigen Boden des Felsenkessels zwei ziemlich
bedeutende, künstlich hergestellte Erhöhungen, welche ganz das Aussehen hatten, als ob der Kessel einst in
der Absicht hergestellt worden sei, ihn mit Wasser zu füllen und also eine Art von See zu bilden, aus dem
d...
...Absicht hergestellt worden sei, ihn mit Wasser zu füllen und also eine Art von See zu bilden, aus dem
die beiden Erhöhungen als Inseln hervorschauten. Im Lauf der Jahrhunderte hatte sich das zu- und
abfließende Wasser so tief eingefressen, daß der Boden des Bassins erreicht und dieses einfach durch
Auslaufen und späteres Versiegen des Wassers trocken geworden war.
Diese Beobachtung an sich hätte weiter nichts ergeben, als daß in uralter Zeit hier Menschen vorhanden
gewesen seien, welche in Bezie... | | |
| | Ackerbau, Gewerbe und Verkehr | ...ondern die
Abtretung eines Teils, gewoehnlich eines Drittels ihrer Feldmark, wo dann
regelmaessig roemische Bauernhoefe entstanden. Viele Voelker haben gesiegt und
erobert wie die Roemer; aber keines hat gleich dem roemischen den erkaempften
Boden also im Schweisse seines Angesichts sich zu eigen gemacht und was die
Lanze gewonnen hatte, mit der Pflugschar zum zweitenmal erworben. Was der Krieg
gewinnt, kann der Krieg wieder entreissen, aber nicht also die Eroberung, die
der Pflueger ma...
...tte, mit der Pflugschar zum zweitenmal erworben. Was der Krieg
gewinnt, kann der Krieg wieder entreissen, aber nicht also die Eroberung, die
der Pflueger macht; wenn die Roemer viele Schlachten verloren, aber kaum je bei
dem Frieden roemischen Boden abgetreten haben, so verdanken sie dies dem zaehen
Festhalten der Bauern an ihrem Acker und Eigen. In der Beherrschung der Erde
liegt die Kraft des Mannes und des Staates; die Groesse Roms ist gebaut auf die
ausgedehnteste und unmittelbarste H...
...sie dies dem zaehen
Festhalten der Bauern an ihrem Acker und Eigen. In der Beherrschung der Erde
liegt die Kraft des Mannes und des Staates; die Groesse Roms ist gebaut auf die
ausgedehnteste und unmittelbarste Herrschaft der Buerger ueber den Boden und auf
die geschlossene Einheit dieser also festgegruendeten Bauernschaft.
Dass in aeltester Zeit das Ackerland gemeinschaftlich, wahrscheinlich nach
den einzelnen Geschlechtsgenossenschaften, bestellt und erst der Ertrag unter
die einzelnen...
...nerlich
zusammenhaengen und auch spaeterhin in Rom noch das Zusammenwohnen und
Wirtschaften der Mitbesitzer sehr haeufig vorkam ^1. Selbst die roemische
Rechtsueberlieferung weiss noch zu berichten, dass das Vermoegen anfaenglich in
Vieh und Bodenbenutzung bestand und erst spaeter das Land unter die Buerger zu
Sondereigentum aufgeteilt ward ^2. Besseres Zeugnis dafuer gewaehrt die aelteste
Bezeichnung des Vermoegens als "Viehstand" (pecunia) oder "Sklaven- und
Viehstand" (familia pecuni... | | |
| | Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit -> | ...
noch eine besondere Anfrage an den Senat. Scipio Nasica versuchte noch einmal,
die Forderungen der Vernunft und der Ehre geltend zu machen; es war vergebens.
Der Senat befahl dem Feldherrn, die Stadt Karthago und die Aussenstadt Magalia
dem Boden gleich zu machen, desgleichen alle Ortschaften, die es bis zuletzt mit
Karthago gehalten; sodann ueber den Boden Karthagos den Pflug zu fuehren, um der
Existenz der Stadt in Form Rechtens ein Ende zu machen, und Grund und Boden auf
ewige Zeiten zu verwuenschen, also dass weder Haus noch Kornfeld je dort
entstehen moege. Es geschah wie befohlen war. Siebzehn Tage brannten die Ruinen;
als vor kurzem die Ueberreste der karthagischen Stadtmauer aufgegraben wurden,
fand...
...thagos, mit
Ausnahme eines an Utica verschenkten Striches, und das der uebrigen zerstoerten
Ortschaften ward roemisches Domanialland, welches man durch Verpachtung
verwertete. Die uebrigen Ortschaften verloren gleichfalls dem Rechte nach ihr
Bodeneigentum und ihre staedtischen Freiheiten; doch wurde ihnen ihr Acker und
ihre Verfassung bis auf weitere Anordnung der roemischen Regierung vorlaeufig
als widerruflicher Besitz gelassen und zahlten die Gemeinden fuer die Nutzung
des roemisch g...
...nd ihre staedtischen Freiheiten; doch wurde ihnen ihr Acker und
ihre Verfassung bis auf weitere Anordnung der roemischen Regierung vorlaeufig
als widerruflicher Besitz gelassen und zahlten die Gemeinden fuer die Nutzung
des roemisch gewordenen Bodens jaehrlich nach Rom eine ein fuer allemal
normierte Abgabe (stipendium), welche sie dann ihrerseits mittels einer
Vermoegenssteuer von den einzelnen Abgabepflichtigen wiedereinzogen. Die
eigentlichen Gewinner aber bei dieser Zerstoerung der er... | | |
| | Ackerbau, Gewerbe und Verkehr -> | ...stens sieben Scheffel zum mittleren Gewicht von 150 Pfund (= 1050 Pfund),
welche durch die Schaelung sich auf etwa vier Scheffel reduzieren. Also liefert
der Spelt, verglichen mit dem Weizen, im Bruttoertrag mehr als doppelte, bei
gleich gutem Boden vielleicht dreifache Ernte, dem spezifischen Gewicht nach
aber vor der Enthuelsung nicht viel ueber, nach der Enthuelsung (als Kern")
weniger als die Haelfte. Nicht aus Versehen, wie behauptet worden ist, sondern
weil es zweckmaessig ist, bei ...
...en Ansetzungen auszugehen, ist die oben aufgestellte Berechnung auf
Weizen gestellt worden; sie durfte es, weil sie, auf Spelt uebertragen, nicht
wesentlich abweicht und der Ertrag eher faellt als steigt. Der Spelt ist
genuegsamer in bezug auf Boden und Klima und weniger Gefahren ausgesetzt als der
Weizen; aber der letztere liefert im ganzen, namentlich wenn man die nicht
unbetraechtlichen Enthuelsungskosten in Anschlag bringt, einen hoeheren
Reinertrag (nach fuenfzigjaehrigem Durchschnit...
...t, einen hoeheren
Reinertrag (nach fuenfzigjaehrigem Durchschnitt stellt in der Gegend von
Frankenthal in Rheinbayern sich der Malter Weizen auf 11 Gulden 3 Kreuzer, der
Malter Spelt auf 4 Gulden 30 Kreuzer), und wie in Sueddeutschland, wo der Boden
ihn zulaesst, der Weizenbau vorgezogen wird, und ueberhaupt bei vorschreitender
Kultur dieser den Speltbau zu verdraengen pflegt, so ist auch der gleichartige
Uebergang der italischen Landwirtschaft vom Spelt- zum Weizenbau unleugbar ein
For... | | |
| | Der Hannibalische Krieg von Cannae bis Zama -> | ...stigten den Aufstand. Indes Scipio genas schneller als man gemeint hatte und dämpfte mit Gewandtheit den Soldatentumult; worauf auch die Gemeinden, die bei der Nationalerhebung vorangegangen waren, alsbald niedergeworfen wurden, ehe die Insurrektion Boden gewann. Da es also auch damit nichts und Gades doch auf die Länge nicht zu halten war, befahl die karthagische Regierung dem Mago zusammenzuraffen, was dort an Schiffen, Truppen und Geld sich vorfinde, und damit womöglich dem Krieg in Italien eine a...
...rtraute Beschirmung der Heimat gegen neue Invasion seinen Göttern anheimstellen. Unbehindert verließ der letzte von Hamilkars Söhnen die Halbinsel. Nach seinem Abzug ergab sich auch Gades, die älteste und letzte Besitzung der Phöniker auf spanischem Boden, unter günstigen Bedingungen den neuen Herren. Spanien war nach dreizehnjährigem Kampfe aus einer karthagischen in eine römische Provinz verwandelt worden, in der zwar noch jahrhundertelang die stets besiegte und nie überwundene Insurrektion den Kam...
...nschwanden; gegen Hannibals italische Bundesgenossen, die Kampaner, Apuler, Samniten, Brettier, die weder wie die römischen Festungen in Unteritalien sich selber genügten noch von Hannibals schwachem Heer hinreichend gedeckt werden konnten, jährlich Boden zu gewinnen; endlich mittels der von Marcus Marcellus begründeten Kriegsweise das Talent der Offiziere zu entwickeln und die Überlegenheit des römischen Fußvolks in vollem Umfange ins Spiel zu bringen. Hannibal durfte wohl noch auf Siege hoffen, abe... | | |
| | Die stillste Stunde | ...rrin.
Und so geschah's, - denn Alles muss ich euch sagen, dass euer Herz sich nicht verhärte gegen den plötzlich Scheidenden!
Kennt ihr den Schrecken des Einschlafenden? -
Bis in die Zehen hinein erschrickt er, darob, dass ihm der Boden weicht und der Traum beginnt.
Dieses sage ich euch zum Gleichniss. Gestern, zur stillsten Stunde, wich mir der Boden: der Traum begann.
Der Zeiger rückte, die Uhr meines Lebens holte Athem - nie hörte ich solche Stille um mich: also dass mein Herz erschrak.
Dann sprach es ohne Stimme zu mir: "Du weisst es, Zarathustra?'' -
Und ich schrie vo...
... aber du bist nicht reif für deine Früchte!
So musst du wieder in die Einsamkeit: denn du sollst noch mürbe werden.'' -
Und wieder lachte es und floh: dann wurde es stille um mich wie mit einer zwiefachen Stille. Ich aber lag am Boden, und der Schweiss floss mir von den Gliedern.
- Nun hörtet ihr Alles, und warum ich in meine Einsamkeit zurück muss. Nichts verschwieg ich euch, meine Freunde.
Aber auch diess hörtet ihr von mir, wer immer noch aller Menschen Ve... | | |
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