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Schlagwort: Bruder | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 10 von 47 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 | | | 29 | | "Warum so hart! - sprach zum Diamanten einst die Küchen-Kohle; sind wir denn nicht Nah-Verwandte?'' -
Warum so weich? Oh meine Brüder, also frage ich euch: seid ihr denn nicht - meine Brüder?
Warum so weich, so weichend und nachgebend? Warum ist so viel Leugnung, Verleugnung in eurem Herzen? So wenig Schicksal in eurem Blicke?
Und wollt ihr nicht Schicksale sein und Unerbittliche: wie könntet ihr mit mir - siegen?
Und wenn eure Härte nicht blitzen und sc | | |
| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...benutzen. Diese Gelegenheit schien jetzt sich zu bieten. Der armenische Hof war
der Schauplatz einer der entsetzlichsten Familientragoedien geworden, die die
Geschichte verzeichnet. Der alte Koenig der Iberer, Pharasmanes, unternahm es,
seinen Bruder, den Koenig von Armenien Mithradates, vom Thron zu stossen und
seinen eigenen Sohn Rhadamistos an dessen Stelle zu setzen. Unter dem Vorwande
eines Zerwuerfnisses mit dem Vater erschien Rhadamistos bei seinem Oheim und
Schwiegervater und knuep...
...er erschien Rhadamistos bei seinem Oheim und
Schwiegervater und knuepfte mit angesehenen Armeniern Verhandlungen in jenem
Sinne an. Nachdem er sich eines Anhangs versichert hatte, ueberzog Pharasmanes
im Jahre 52 unter nichtigen Vorwaenden den Bruder mit Krieg und brachte auch das
Land in seine oder vielmehr seines Sohnes Gewalt. Mithradates stellte sich unter
den Schutz der roemischen Besatzung des Kastells Gorneae ^31. Diese anzugreifen
wagte Rhadamistos nicht; aber der Kommandant Caeliu...
...herkoenig, in der Voraussetzung, dass die roemische
Regierung sich nicht beeifern werde, fuer den Koenig Rhadamistos einzutreten,
den Moment fuer geeignet, seine alten Ansprueche auf Armenien wieder
aufzunehmen. Er belehnte mit Armenien seinen Bruder Tiridates, und die
einrueckenden parthischen Truppen bemaechtigten sich fast ohne Schwertstreich
der beiden Hauptstaedte Tigranokerta und Artaxata und des ganzen Landes. Als
Rhadamistos einen Versuch machte, den Preis seiner Bluttaten festzuha... | | |
| | Der Schut -> | ...cht erfahren, aus welcher Stadt Frankreich's Du eigentlich
stammst?«
»Aus Marseille. Die regen Beziehungen, in denen mein Haus zu der Levante stand, veranlaßten
mich später, nach der Türkei zu gehen. Wir hatten eine Filiale in Algier, welche mein Bruder eines
drohenden Verlustes wegen persönlich besuchen mußte. Er war der Chef des Marseiller Hauses.
Die Ausgleichung der Differenz war nur unter Mitwirkung seines Sohnes möglich, und er ließ
denselben nachkommen. Nach einiger Zeit erhielt ich die S...
...egen persönlich besuchen mußte. Er war der Chef des Marseiller Hauses.
Die Ausgleichung der Differenz war nur unter Mitwirkung seines Sohnes möglich, und er ließ
denselben nachkommen. Nach einiger Zeit erhielt ich die Schreckensnachricht, daß mein Bruder in
Blidah ermordet worden sei.«
»Von wem?«
»Des Mordes verdächtig war ein armenischer Händler, welcher aber vergeblich verfolgt wurde.
Paul, so hieß mein Neffe, brach selbst auf, um diesen Menschen aufzusuchen, ist aber nie
zurückgekehrt.«
»Wa...
...»Des Mordes verdächtig war ein armenischer Händler, welcher aber vergeblich verfolgt wurde.
Paul, so hieß mein Neffe, brach selbst auf, um diesen Menschen aufzusuchen, ist aber nie
zurückgekehrt.«
»Was wurde aus dem Geschäft in Marseille?«
»Mein Bruder hatte damals eine verheirathete Tochter, wie jetzt ich; auf deren Mann ging das
Geschäft über.«
»Und Du hast nie wieder von Deinem Neffen Paul und von dem Mörder Deines Bruders gehört?«
»Nein. Wir haben Briefe über Briefe geschrieben, der Schwiegersohn meines Bruders ist selbst
nach Algerien, nach Blidah gereist, aber alle Mühen sind vergeblich gewesen.«
»Was würdest Du thun, wenn Du den Mörder träfest und er Dich nun um eine Stelle in Deinem
Comptoir bäte?«
»So würde er eine Stelle bekommen, aber in der Hö... | | |
| | »Schöner Tag« | ...ist groß,« antwortete ich. »Sie beschämt mich fast, denn ich kann dieses Geschenk nicht
erwidern.«
»Du hast uns bereits soviel gegeben, daß wir dir gar nicht dafür danken können, nämlich wiederholt das
Leben Intschu tschunas und Winnetous, meines Bruders. Beide waren wiederholt in deine Hand gegeben,
ohne daß du sie tötetest. Heut wieder konntest du Intschu tschuna das Leben nehmen, ohne daß du dafür
bestraft worden wärest; du hast es aber nicht getan. Dafür sind dir unsere Herzen zugewendet, und...
...derholt in deine Hand gegeben,
ohne daß du sie tötetest. Heut wieder konntest du Intschu tschuna das Leben nehmen, ohne daß du dafür
bestraft worden wärest; du hast es aber nicht getan. Dafür sind dir unsere Herzen zugewendet, und du sollst
unser Bruder sein, wenn du es unsern Kriegern erlaubst, dich als solchen zu betrachten.«
»Wenn das geschieht, so ist mein größter Wunsch erfüllt. Intschu tschuna ist ein sehr berühmter Häuptling
und Krieger, und Winnetou habe ich gleich vom ersten Augenblicke ...
...ieht, so ist mein größter Wunsch erfüllt. Intschu tschuna ist ein sehr berühmter Häuptling
und Krieger, und Winnetou habe ich gleich vom ersten Augenblicke an lieb gehabt. Es ist mir nicht nur
eine große Ehre, sondern eine ebenso große Freude, der Bruder solcher Männer genannt zu werden. Ich
wünsche nur, daß meine Gefährten auch daran teilnehmen dürfen.«
»Wenn sie wollen, wird man sie so betrachten, als ob sie als Apachen geboren worden seien.«
»Wir danken euch dafür. Also du selbst hast diesen P...
...ahrheit sagen.«
»Eure Krieger hatten den gefangenen Kiowas alles abgenommen, was sie bei sich hatten?«
»Ja.«
»Auch meinen drei Kameraden?«
»Ja.«
»Warum da mir nicht auch? Man hat den Inhalt meiner Taschen nicht angerührt.«
»Weil Winnetou, mein Bruder, es so befohlen hatte.« | | |
| | »Schöner Tag« -> | ...pachen damit einverstanden?«
»Howgh, howgh, howgh!« lautete dreimal die freudige Antwort aller Anwesenden.
»So mögen Old Shatterhand und Winnetou herbei zum Sarge treten und ihr Blut in das Wasser der
Brüderschaft tropfen lassen!«
Also eine Blutsbruderschaft, eine richtige, wirkliche Blutsbruderschaft, von der ich so oft gelesen hatte! Sie
kommt bei vielen wilden oder halbwilden Völkerschaften vor und wird dadurch geschlossen, daß die
beiden Betreffenden entweder Blut von sich mischen und dann trinken oder daß das Blut des Einen von
dem ...
...r weit besser gefielen als die Weißen, mit denen ich es in der letzten Zeit zu tun gehabt hatte.
Um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen, muß ich hier eine Bemerkung machen. Es kommt auch bei
uns vor, daß von abenteuerlich gestimmten Leuten Blutsbruderschaften in ähnlicher Weise oder wohl gar
mit absonderlichen, auf Aberglauben beruhenden Zeremonien geschlossen werden. Solchen Bruderschaften
schreibt man ganz außerordentliche, geheimnisvolle Wirkungen zu, unter anderm auch die, daß beide
Brüder in demselben Augenblicke sterben müssen. Wenn z. B. der eine, schwächere, kränkliche, nach
Italien reist und dort an der Cholera stir... | | |
| | »Schöner Tag« -> | ...s, was ich mir verdient habe, wäre mir nach
beendetem Werke ausgezahlt worden.«
»Und nun kommst du um dieses Geld?«
»Ja.«
»Ist es viel?«
»Für meine Verhältnisse sehr viel.«
Er schwieg eine Weile; dann sagte er:
»Es tut mir sehr leid, daß mein Bruder durch uns solchen Schaden erlitten hat. Du bist nicht reich?«
»An allem andern reich, aber in Beziehung auf das Geld bin ich ein armer Teufel.«
»Wie lange hättet ihr noch zu messen gehabt, um zu Ende zu kommen?«
»Nur einige Tage.«
»Uff! Hätte ic...
...keine Schule der Bleichgesichter besucht habe, weiß ich doch, daß solche Gegenstände einen hohen
Wert besitzen, und darum gab ich den Befehl, sie sorgfältig aufzubewahren. Wir haben sie mit hierher
gebracht und gut aufgehoben. Ich werde sie meinem Bruder Old Shatterhand wiedergeben.«
»Ich danke dir. Ich nehme dieses Geschenk von dir an, obgleich es mir direkt nun keinen Nutzen bringt. Es
ist mir aber sehr lieb, daß ich die Instrumente wieder abliefern kann.«
»Nutzen also bringen sie dir nicht?«
...
...bewegte, wie ich später erfuhr, in seinem Herzen einen Gedanken von solchem Edelmute, wie ein Weißer
ihn wohl nie gefaßt, am allerwenigsten aber ausgeführt haben würde. Nach einiger Zeit stand er auf und
sagte:
»Wir wollen heimkehren. Mein weißer Bruder ist durch uns geschädigt worden. Winnetou wird für Ersatz
dieses Verlustes sorgen. Zunächst aber mußt du dich bei uns vollends erholen.«
Wir gingen nach dem Pueblo zurück, in welchem wir vier Weiße heut zum erstenmal als freie Männer
schliefen. A... | | |
| | »Schöner Tag« -> | ...er euch versprochen
worden ist.«
Ich sah ihm staunend und wortlos in das Gesicht. Scherzte er? Nein; solchen Spaß treibt ein
Indianerhäuptling nicht. Oder sollte dies wieder eine Prüfung sein? Auch dies war unwahrscheinlich.
»Mein junger, weißer Bruder sagt nichts,« fuhr er fort. »Ist ihm mein Anerbieten nicht willkommen?«
»Sogar außerordentlich willkommen! Aber ich kann nicht glauben, daß du im Ernste sprichst.«
»Warum nicht?«
»Ich soll das vollenden, was du an meinen weißen Mitarbeitern mit d...
...hrend deiner Arbeit zu beschützen und dir bei derselben behilflich zu sein. Dann bringen uns diese
dreißig Mann so weit nach dem Osten, bis wir sichere Pfade finden und mit dem Kanoe des Dampfes nach
St. Louis fahren können.«
»Was sagt mein roter Bruder? Habe ich ihn richtig verstanden? Er will nach dem Osten?«
»Ja, mit dir, ich, Winnetou und Nscho-tschi.«
»Nscho-tschi auch?«
»Meine Tochter auch. Sie möchte gern die großen Wohnplätze der Bleichgesichter sehen und so lange
dortbleiben, bis sie g...
...ze der Bleichgesichter sehen und so lange
dortbleiben, bis sie ganz so geworden ist wie eine weiße Squaw.«
Ich mochte wohl kein sehr geistreiches Gesicht zu diesen Worten machen, denn er fügte, mich lächelnd
ansehend, hinzu:
»Mein junger, weißer Bruder scheint überrascht zu sein. Hat er vielleicht etwas dagegen, daß wir ihn
begleiten? Er mag es aufrichtig sagen!«
»Etwas dagegen? Wie könnte ich! Ich freue mich im Gegenteil außerordentlich darüber! Unter eurer
Begleitung komme ich ohne Gefahr nac... | | |
| | »Schöner Tag« -> |
»Uff, uff! Was denkt mein junger, weißer Bruder von Intschu tschuna und Winnetou, den Häuptlingen der
Apachen! Ich habe dir vorhin doch gesagt, daß die roten Männer viele Orte kennen, an denen Gold zu
finden ist. Es gibt Berge, welche mit goldenen Adern durchzogen sind, und Täler, in denen der
...
...würde ich ihr mehr Gold zurücklassen, als sie für diese lange Zeit nötig hat. Nur die Ungastlichkeit der
Bleichgesichter zwingt uns, die Fundorte des goldenen Staubes aufzusuchen, sonst aber beachten und
benützen wir sie nie. Wann wird mein junger Bruder zum Aufbruche fertig sein?«
»Zu jeder Zeit, sobald es euch beliebt.«
»So wollen wir nicht zögern, denn es ist die Zeit des späten Herbstes, auf welchen schnell der Winter folgt.
Ein roter Krieger braucht selbst für einen so weiten Ritt keine Vork...
...s auch du dazu bereit wärest.«
»Ich bin bereit. Es ist nichts nötig, als kurz zu sagen, was wir mitzunehmen haben, wie viele Pferde und - -«
»Das wird Winnetou besorgen,« unterbrach er mich. »Er hat schon an alles gedacht, und mein junger,
weißer Bruder braucht sich um nichts zu sorgen.«
Wir verließen das Stockwerk, in welchem wir uns befanden, und kehrten nach oben zurück. Als ich in
meine Wohnung treten wollte, kam Sam Hawkens heraus.
»Ich habe Euch etwas Neues mitzuteilen, Sir,« sagte er freu... | | |
| | »Schöner Tag« -> |
»Meine roten Brüder mögen das Loch zumachen, denn so lange es offen steht, darf ich nichts sagen!«
Als diese Aufforderung befolgt worden war, holte er tief Atem, als ob er sich sehr angegriffen fühle, und
rief dann:
»Euer roter Medizinbruder hat falsch gesehen, denn es wird grad das Gegenteil von dem geschehen, was er
sagte. Ich habe alles erfahren, was uns die nächsten Wochen bringen; aber es ist mir verboten, es
mitzuteilen. Nur einiges darf ich berichten. Ich habe Gewehre in dem Lo...
...t. Der Medizinmann ist geschlagen; er läßt sich nicht sehen und nicht hören.«
Winnetou ließ seine Augen mit einem stillen und doch vielsagenden Blicke auf uns ruhen. Sein Vater war
weniger schweigsam; er trat zu uns und sagte zu Sam:
»Mein weißer Bruder ist ein kluger Mann; er hat den Worten unsers Medizinmannes die Kraft genommen,
und er besitzt einen Rock, in welchem wichtige Weissagungen stecken. Dieser kostbare Rock wird berühmt
werden von einem großen Wasser bis zum andern. Aber Sam Hawkens ...
... war, wie ich schon wußte und es sich
auch im Verlaufe unserer Reise zeigte, eine ausgezeichnete und auch ausdauernde Reiterin. Ebenso gut
wußte sie ihre Waffen zu handhaben. Wer uns begegnet wäre, ohne sie zu kennen, hätte sie für einen
jüngeren Bruder Winnetous halten müssen; einem schärferen Auge aber konnte die frauenhafte Weichheit
ihrer Gesichtszüge und Körperformen nicht entgehen. Sie war schön, wirklich schön, selbst trotz ihres
männlichen Anzuges und ihrer männlichen Art, zu reiten, schö... | | |
| | »Schöner Tag« -> | ...h geirrt haben,« sagte Intschu tschuna. »Bei einem flackernden Feuer sind solche
Täuschungen sehr leicht möglich.«
»Sollte mich wundern; glaube, die zwei Augen ganz gewiß gesehen zu haben.«
»Der Wind wird zwei Blätter umgedreht haben; mein weißer Bruder hat da ihre untere Seite gesehen,
welche heller ist, und sie für Augen gehalten.«
»Das wäre allerdings möglich; habe also Blätter totgeschossen - hihihihi!«
Er lachte in seiner Weise in sich hinein. Winnetou betrachtete die Sache nicht von dieser...
... sie für Augen gehalten.«
»Das wäre allerdings möglich; habe also Blätter totgeschossen - hihihihi!«
Er lachte in seiner Weise in sich hinein. Winnetou betrachtete die Sache nicht von dieser spaßhaften Seite,
sondern sagte in ernstem Tone:
»Mein Bruder Sam hat auf jeden Fall einen Fehler begangen, vor welchem er sich später stets hüten mag!«
»Einen Fehler? - Ich? - Wieso?«
»Es durfte nicht geschossen werden.«
»Nicht? Das wäre! Wenn ein Spion im Busche steckt, so habe ich das Recht, ihm eine Kug...
...
ihn ziele; er erkennt daraus, daß er bemerkt worden ist, und wird eine schnelle Bewegung machen, um von
der Mündung meines Gewehrs wegzukommen. Die Kugel geht dann fehl, und der Mann verschwindet in
der Nacht.«
»Ja, ja; aber was hätte mein roter Bruder denn an meiner Stelle getan?«
»Entweder den Knieschuß angewendet oder mich still von hier entfernt, um dem Späher auf einem
Umwege in den Rücken zu kommen.«
Der Knieschuß ist der schwierigste Schuß, den es gibt. Viele, viele Westmänner, die sonst... | | |
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