Bücher-Datenbank
Informationen & HilfeForumLoginPartnerKontaktImpressumRechtliche Hinweise
Schlagwort-Index
Personen-Index
Orte-Index
Zur gesamten Bücher-Datenbank
  Bücher & Textdatenbank
 Belletristik
 Geschichte
 Philosophie
 Psychologie
Webdesign @ Pixel-Partisan.de
Projekte:
Der 1. Weltkrieg
Online-Bibel
Das Spiel der Liebe
Lifestyle Webkatalog

Schnellsuche: Bedeutung - Altertum - Athen - Mars - Quirinus - Grundbesitz
Hut - Fuchs - Bildnis - Ceres - Consus - Furrina - Parilia - Gott

Schlagwort: Fest


Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
FestanzugFestbankettFestbestimmten
FestbindenFestbratenFeste
FestemFestenFester
FestereFesterenFesterer
FestesFestesteFestesten
FestfeierFestgebautenFestgebauter
FestgebendenFestgeberFestgeblieben
FestgebundenFestgedichtFestgefahren
FestgefuegtenFestgegruendetemFestgegruendeten
FestgegründeteFestgegründetenFestgehalten
FestgehalteneFestgehaltenenFestgehaltener
FestgehaltnenFestgelageFestgelegt
FestgemachtFestgenommenFestgenossen
FestgenossenschaftFestgesandtschaftFestgeschlossen
FestgeschlosseneFestgeschlossenenFestgeschlossener
FestgesetztFestgesetzteFestgesetzten
FestgesetztesFestgestelltFestgestellte
FestgestelltemFestgestelltenFestgewand
FestgewordenesFestgewurzeltFestgezogen
FesthaeltFesthalteFesthalten
FesthaltendFesthaltendeFesthaltenden
FesthaltensFesthaltungFesthielt
FesthieltenFesthältFestigen
FestigkeitFestiglichFestigte
FestjubelFestkantatenFestklänge
FestlaendischeFestlaendischenFestland
FestlandeFestlandesFestlandholz
FestlandsFestlegtenFestlich
FestlicheFestlichenFestlichkeit
FestlichkeitenFestliedFestlieder
FestländischeFestländischenFestmachen
FestmahlFestnahmFestnahme
FestnehmenFestnehmungFesto
FestordnerFestordnungFestplatz
FestplatzeFestpompFestschrift
FestsetzenFestsetzendeFestsetzenden
FestsetztFestsetzteFestsetzten
FestsetzungFestsetzungenFestsieger
FestsitzenFestspieleFestspielen
FeststandFeststehenFeststehende
FeststehendenFeststehensFeststeht
FeststellenFeststellendenFeststellt
FeststellteFeststelltenFeststellung
FeststimmungFestständeFesttafel
FesttagFesttageFesttagen
FesttagsgeschenkFesttagsmahlzeitFestung
FestungenFestungsFestungsaehnlich
FestungsaehnlichenFestungsanlagenFestungsartig
FestungsbesatzungFestungsketteFestungskommandanten
FestungskriegFestungskämpfeFestungsmaessig
FestungsmauerFestungsmauernFestungsnetz
FestungswerkeFestusFestverbündeten
FestverzeichnisFestvorstellungFestwerden
FestzuegeFestzugFestzuge
FestzuhaltenFestzuheftenFestzuklammern
FestzulegenFestzunehmenFestzusetzen
FestzustellenFestzustellenden

Seite 1 von 44     1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 
Religion
...tadtgoetter eingeladen, in Rom eine neue Staette sich zu bereiten. Den urspruenglichen Goetterkreis, wie er in Rom vor jeder Beruehrung mit den Griechen sich gestaltet hat, lernen wir kennen aus dem Verzeichnis der oeffentlichen und benannten Festtage (feriae publicae) der roemischen Gemeinde, das in dem Kalender derselben erhalten und ohne Frage die aelteste aller aus dem roemischen Altertum auf uns gekommenen Urkunden ist. Den Vorrang in demselben nehmen die Goetter Jupiter und Mars n...

...n Altertum auf uns gekommenen Urkunden ist. Den Vorrang in demselben nehmen die Goetter Jupiter und Mars nebst dem Doppelgaenger des letzteren, dem Quirinus, ein. Dem Jupiter sind alle Vollmondstage (idus) heilig, ausserdem die saemtlichen Weinfeste und verschiedene andere, spaeter noch zu erwaehnende Tage; seinem Widerspiel, dem "boesen Jovis" (Vediovis), ist der 21. Mai (agonalia) gewidmet. Dem Mars dagegen gehoert das Neujahr des 1. Maerz und ueberhaupt das grosse Kriegerfest in diesem, von dem Gotte selbst benannten Monat, das, eingeleitet durch das Pferderennen (equirria) am 27. Februar, im Maerz selbst an den Tagen des Schildschmiedens (equirria oeder Mamuralia, 14. Maerz), des Waffentanzes auf der Dingstaette (...

...childschmiedens (equirria oeder Mamuralia, 14. Maerz), des Waffentanzes auf der Dingstaette (quinquatrus, 19. Maerz) und der Drommetenweihe (tubilustrium, 23. Maerz) seine Hochtage hatte. Wie, wenn ein Krieg zu fuehren war, derselbe mit diesem Feste begann, so folgte nach Beendigung des Feldzuges im Herbst wiederum eine Marsfeier, das Fest der Waffenweihe (armilustrium, 19. Oktober). Dem zweiten Mars endlich, dem Quirinus, war der 17. Februar (Quirinalia) eigen. Unter den uebrigen Festtagen nehmen die auf den Acker- und Weinbau bezueglichen die erste Stelle ein, woneben die Hirtenfeste eine untergeordnete Rolle spielen. Hierher gehoert vor allem die grosse Reihe der Fruehlingsfeste im April, wo am 15. der Tellus, das ist der naehrenden Erde (fordicidia, Opfer der traechtigen Kuh), und am 19. der Ceres, das ist der Goettin des sprossenden Wachstums (Cerialia), dann am 21. der befruchtenden Herdengoettin Pales (Parilia), ...

...aaten, dem Roste (Robigus: Robigalia) Opfer dargebracht werden. Ebenso wird nach vollendeter Arbeit und gluecklich eingebrachtem Feldersegen dem Gott und der Goettin des Einbringens und der Ernte, dem Consus (von condere) und der Ops ein Doppelfest gefeiert: zunaechst unmittelbar nach vollbrachtem Schnitt (21. August, Consualia; 25. August, Opiconsiva), sodann im Mittwinter, wo der Segen der Speicher vor allem offenbar wird (15. Dezember, Consualia; 19. Dezember, Opalia), zwischen welche...

... August, Consualia; 25. August, Opiconsiva), sodann im Mittwinter, wo der Segen der Speicher vor allem offenbar wird (15. Dezember, Consualia; 19. Dezember, Opalia), zwischen welchen letzteren beiden Feiertagen die sinnige Anschauung der alten Festordner das Fest der Aussaat (Saturnalia von Sa‰turnus oder Saturnus, 17. Dezember), einschaltete. Gleichermassen wird das Most- oder Heilefest (meditrinalia, 11. Oktober), so benannt, weil man dem jungen Most heilende Kraft beilegte, dem Jovis als dem Weingott nach vollendeter Lese dargebracht, waehrend die urspruengliche Beziehung des dritten Weinfestes (Vinalia, 19. August) nicht klar ist. Zu diesen Festen kommen weiter am Jahresschluss das Wolfsfest (Lupercalia, 17. Februar) der Hirten zu Ehren des guten Gottes, des Faunus, und das Grenzsteinfest (Terminalia, 23. Februar) der Ackerbauer, ferner das zweitaegige sommerliche Hainfest (Lucaria, 19., 21. Juli) das den Waldgoettern (Silvani) gegolten haben mag, die Quellfeier (Fontinalia, 13. Oktober) und das Fest des kuerzesten Tages, der die neue Sonne herauffuehrt (An-geronalia, Divalia, 21. Dezember). Von nicht geringer Bedeutung sind ferner, wie das fuer die Hafenstadt Latiums sich nicht anders erwarten laesst, die Schifferfeste der Gottheiten der See (Neptunalia, 23. Juli), des Hafens (Portunalia, 17. August) und des Tiberstromes (Volturnalia, 27. August). Handwerk und Kunst dagegen sind in diesem Goetterkreis nur vertreten durch den Gott des Feuers und der Schmie...

...nalia, 27. August). Handwerk und Kunst dagegen sind in diesem Goetterkreis nur vertreten durch den Gott des Feuers und der Schmiedekunst, den Vulcanus, welchem ausser dem nach seinem Namen benannten Tag (Volcanalia, 23. August) auch das zweite Fest der Drommetenweihe (tubilustrium, 23. Mai) gewidmet ist, und allenfalls noch durch das Fest der Carmentis (Carmentalia, 11., 15. Januar), welche wohl urspruenglich als die Goettin der Zauberformel und des Liedes und nur folgeweise als Schuetzerin der Geburten verehrt ward. Dem haeuslichen und Familienleben ueberhaupt galten das Fest der Goettin des Hauses und der Geister der Vorratskammer, der Vesta und der Penaten (Vestalia, 9. Juni); das Fest der Geburtsgoettin ^1 (Matralia, 11. Juni), das Fest des Kindersegens, dem Liber und der Libera gewidmet (Liberalia, 17. Maerz), das Fest der abgeschiedenen Geister (Feralia, 21. Februar) und die dreitaegige Gespensterfeier (Lemuria, 9., 11., 13. Mai), waehrend auf die buergerlichen Verhaeltnisse sich die beiden uebrigens fuer uns nicht klaren Festtage der Koenigsflucht (Regifugium, 24. Februar) und der Volksflucht (Poplifugia, 5. Juli), von denen wenigstens der letzte Tag dem Jupiter zugeeignet war, und das Fest der sieben Berge (Agonia oder Septimontium, 11. Dezember) bezogen. Auch dem Gott des Anfangs, dem Janus, war ein eigener Tag (agonia, 9. Januar) gewidmet. Einige andere Tage, der der Furrina (25. Juli) und der dem Jupiter und der Acca Larentia...

... Dezember) bezogen. Auch dem Gott des Anfangs, dem Janus, war ein eigener Tag (agonia, 9. Januar) gewidmet. Einige andere Tage, der der Furrina (25. Juli) und der dem Jupiter und der Acca Larentia gewidmete der Larentalien, vielleicht ein Larenfest (23. Dezember), sind ihrem Wesen nach verschollen. ----------------------------------------------- ^1 Das ist allem Anschein nach das urspruengliche Wesen der "Morgenmutter" oder Mater matuta; wobei man sich wohl daran zu erinnern hat, dass, w...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 1. Buch ->
Bis zur Abschaffung des roemischen Koenigtums ->
12. Kapitel
Die Ansiedlungen der Latiner ->
Natuerliche Festen der latinischen Ebene sind auch die Spitzen der letzten Auslaeufer der Sabinergebirge, wo aus solchen Gauburgen spaeter die ansehnlichen Staedte Tibur und Praeneste hervorgingen. Auch Labici, Gabii und Nomentum in der Ebene zwischen dem Alba...

...h gezaehlt worden sind, ist nicht ueberliefert und nicht mehr auszumachen. Wie bei den aehnlichen Eidgenossenschaften zum Beispiel der Boeoter und der Ionier die Pamboeotien und Panionien, war der Mittelpunkt dieser Vereinigung das "latinische Fest" (feriae Latinae), an welchem auf dem "Berg von Alba" (mons Albanus, Monte Cavo) an einem alljaehrlich von dem Vorstand dafuer fest gesetzten Tage dem "latinischen Gott" (Iuppiter Latiaris) von dem gesamten Stamm ein Stieropfer dargebracht ward. Zu dem Opferschmaus hatte jede teilnehmende Gemeinde nach festem Satz ein Gewisses an Vieh, Milch und Kaese zu liefern und dagegen von dem Opferbraten ein Stueck zu empfangen. Diese Gebraeuche dauerten fort bis in die spaete Zeit und sind wohlbekannt; ueber die wichtigeren rechtlichen Wirkungen dieser Ver...

... Gebraeuche dauerten fort bis in die spaete Zeit und sind wohlbekannt; ueber die wichtigeren rechtlichen Wirkungen dieser Verbindung dagegen vermoegen wir fast nur Mutmassungen aufzustellen. Seit aeltester Zeit schlossen sich an das religioese Fest auf dem Berg von Alba auch Versammlungen der Vertreter der einzelnen Gemeinden auf der benachbarten latinischen Dingstaette am Quell der Ferentina (bei Marino); und ueberhaupt kann eine solche Eidgenossenschaft nicht gedacht werden ohne eine g...

...folge zu leisten, oder dass es ihr umgekehrt verwehrt war, auf eigene Hand einen Krieg selbst gegen ein Bundesmitglied zu beginnen. Dagegen finden sich Spuren, dass waehrend der latinischen Feier, aehnlich wie waehrend der hellenischen Bundesfeste, ein Gottesfriede in ganz Latium galt ^4 und wahrscheinlich in dieser Zeit auch die verfehdeten Staemme einander sicheres Geleit zugestanden. Noch weniger ist es moeglich, den Umfang der Vorrechte des fuehrenden Gaues zu bestimmen; nur soviel...

...r nicht latinischen die Mitgliedschaft gewaehrt - sein Gegenbild in Griechenland ist nicht die delphische Amphiktyonie, sondern die boeotische oder aetolische Eidgenossenschaft. ----------------------------------------------- ^4 Das latinische Fest wird geradezu Waffenstillstand" (indutiae Macr. Sat. 1, 16; ekecheriai Dion. Hal. 4, 49) genannt, und es war nicht erlaubt, waehrend desselben einen Krieg zu beginnen (Macr. a.a.O.). ^5 Die oft in alter und neuer Zeit aufgestellte Behauptung, d...

...s sie mit der materiellen Macht sich vereinigte, fuer die hegemonischen Ansprueche Roms eine Handhabe gewaehrte. Von eigentlichen Zeugnissen kann bei einer Frage, wie diese ist, ueberall kaum die Rede sein; und am wenigsten reichen Stellen wie Fest. v. praetor p. 241 und Dion. Hal. 3, 10 aus, um Alba zum latinischen Athen zu stempeln. Diese allgemeinen Umrisse muessen genuegen; ein jeder Versuch, die Linien schaerfer zu ziehen, wuerde das Bild nur verfaelschen. Das mannigfache Spiel, ...

... Bild nur verfaelschen. Das mannigfache Spiel, wie die aeltesten politischen Atome, die Gaue, sich in Latium gesucht und geflohen haben moegen, ist ohne berichtfaehige Zeugen voruebergegangen, und es muss genuegen, das Eine und Bleibende darin festzuhalten, dass sie in einem gemeinschaftlichen Mittelpunkt zwar nicht ihre Einheitlichkeit aufgaben, aber doch das Gefuehl der nationalen Zusammengehoerigkeit hegten und steigerten und damit den Fortschritt vorbereiteten von dem kantonalen Part...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 1. Buch ->
Bis zur Abschaffung des roemischen Koenigtums ->
03. Kapitel
Kunst und Wissenschaft
Die Entwicklung der Kunst und namentlich der Dichtkunst steht im Altertum im engsten Zusammenhang mit der Entwicklung der Volksfeste. Das schon in der vorigen Epoche wesentlich unter griechischem Einfluss, zunaechst als ausserordentliche Feier, geordnete Dankfest der roemischen Gemeinde, die "grossen" oder "roemischen Spiele", nahm waehrend der gegenwaertigen an Dauer wie an Mannigfaltigkeit der Belustigungen zu. Urspruenglich beschraenkt auf die Dauer eines Tages wurde das Fest nach der gluecklichen Beendigung der drei grossen Revolutionen von 245, 260 und 387 (509, 494 und 367) jedesmal um einen Tag verlaengert und hatte am Ende dieser Periode also bereits eine viertaegige Dauer ^1. Wichtiger noch war es, dass das Fest wahrscheinlich mit Einsetzung der von Haus aus mit der Ausrichtung und Ueberwachung desselben betrauten kurulischen Aedilitaet (387 367) seinen ausserordentlichen Charakter und damit seine Beziehung auf ein bestimmtes Feldherrngeluebde verlor ...

...ichen Charakter und damit seine Beziehung auf ein bestimmtes Feldherrngeluebde verlor und in die Reihe der ordentlichen, jaehrlich wiederkehrenden als erstes unter allen eintrat. Indes blieb die Regierung beharrlich dabei, das eigentliche Schaufest, namentlich das Hauptstueck, das Wagenrennen, nicht mehr als einmal am Schluss des Festes stattfinden zu lassen; an den uebrigen Tagen war es wohl zunaechst der Menge ueberlassen, sich selber ein Fest zu geben, obwohl Musikanten, Taenzer, Seilgaenger, Taschenspieler, Possenreisser und dergleichen Leute mehr nicht verfehlt haben werden, gedungen oder nicht gedungen, dabei sich einzufinden. Aber um das Jahr 390 (364) trat eine wichtige Veraen...

...chen Leute mehr nicht verfehlt haben werden, gedungen oder nicht gedungen, dabei sich einzufinden. Aber um das Jahr 390 (364) trat eine wichtige Veraenderung ein, welche mit der vielleicht gleichzeitig erfolgten Fixierung und Verlaengerung des Festes in Zusammenhang stehen wird: man schlug von Staats wegen waehrend der ersten drei Tage im Rennplatz ein Brettergeruest auf und sorgte fuer angemessene Vorstellungen auf demselben zur Unterhaltung der Menge. Um indes nicht auf diesem Wege z...

...ts wegen waehrend der ersten drei Tage im Rennplatz ein Brettergeruest auf und sorgte fuer angemessene Vorstellungen auf demselben zur Unterhaltung der Menge. Um indes nicht auf diesem Wege zu weit gefuehrt zu werden, wurde fuer die Kosten des Festes eine feste Summe von 200000 Assen (14500 Taler) ein fuer allemal aus der Staatskasse ausgeworfen und diese ist auch bis auf die Punischen Kriege nicht gesteigert worden; den etwaigen Mehrbetrag mussten die Aedilen, welche diese Summe zu verwenden hatten...

...schen Dichtern. ------------------------------------------------------- ^1 Was Dionys (6, 95; vgl. B. G. Niebuhr, Roemische Geschichte. Bd. 2, S. 40) und, schoepfend aus einer anderen Dionysischen Stelle, Plutarch (Cam. 42) von dem latinischen Fest berichtet, ist, wie ausser anderen Gruenden schlagend die Vergleichung der letzteren Stelle mit Liv. 6, 42 (F. W. Ritschl, Parerga zu Plautus und Terentius. Leipzig 1845. Bd. 1, S. 313) zeigt, vielmehr von den roemischen Spielen zu verstehen; ...

...3) zeigt, vielmehr von den roemischen Spielen zu verstehen; Dionys hat, und zwar nach seiner Gewohnheit im Verkehrten beharrlich, den Ausdruck ludi maximi missverstanden. Uebrigens gab es auch eine Ueberlieferung, wonach der Ursprung des Volksfestes, statt wie gewoehnlich auf die Besiegung der Latiner durch den ersten Tarquinius, vielmehr auf die Besiegung der Latiner am Regiller See zurueckgefuehrt ward (Cic. div. 1, 26, 55; Dion. Hal. 7, 71). Dass die wichtigen, an der letzten Stelle ...

...ten Tarquinius, vielmehr auf die Besiegung der Latiner am Regiller See zurueckgefuehrt ward (Cic. div. 1, 26, 55; Dion. Hal. 7, 71). Dass die wichtigen, an der letzten Stelle aus Fabius aufbehaltenen Angaben in der Tat auf das gewoehnliche Dankfest und nicht auf eine besondere Votivfeierlichkeit gehen, zeigt die ausdrueckliche Hinweisung auf die jaehrliche Wiederkehr der Feier und die genau mit der Angabe bei dem falschen Asconius (Ps. Ascon. p. 142 Or.) stimmende Kostensumme.
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 2. Buch ->
09. Kapitel
Das Tagebuch des Verführers ->
...blich, es ist ein seliger Genuß, die frische Luft einzuatmen. Sie geht langsamer, fast wird sie von den leisen Lüften getragen, wie eine Wolke, wie ein Traum... Weht etwas stärker, in längern Zügen!... Sie sammelt sich, die Arme legen sich fester um die Brust, sie hüllt sie vorsichtiger ein, damit ihr unbescheidenen Burschen ihr nicht zu nahe kommt... Ja, alle Anfechtung macht den Menschen schöner. Jedes Mädchen müßte sich in den Zephyr verlieben; denn kein Mann versteht es wie e...

...en, und der Wind erfrischt einen und fühlt die Frucht der Lippen, die am besten kalt genossen sein will... Wie sie lachen und schwatzen – und der Wind trägt ihre Worte weg – und sie lachen wieder und beugen sich vor dem Winde, halten den Hut fest und gehen vorsichtiger... Ruhig, ruhig, ihr Winde, daß die jungen Mädchen nicht ungeduldig werden, uns zürnen oder sich vor uns fürchten! – – Recht so, resolut und gewaltig, das rechte Bein vor dem linken... Wie sieht sie sich keck und mutig...

...itzt noch den Liebesmantel, der viele verbergen kann... Blast etwas kräftiger!... Sieh, da kommt eine Freundin, die sie grüßen müssen. Sie sieht sie zum erstenmal nach ihrer Verlobung... Aufgepaßt, der Wind will den Hut entführen, halt ihn fest, beuge den Kopf etwas... Wirklich fatal, sie konnten die Freundin nicht grüßen, konnten sie nicht mit der überlegenen Miene grüßen, die eine Braut immer andern jungen Mädchen gegenüber annimmt... Blast nun etwas weniger... Jetzt kommen die...

...ich fatal, sie konnten die Freundin nicht grüßen, konnten sie nicht mit der überlegenen Miene grüßen, die eine Braut immer andern jungen Mädchen gegenüber annimmt... Blast nun etwas weniger... Jetzt kommen die schönen Tage... wie sie sich so fest an den Geliebten hält, sie sieht ihn an, freut sich feiner und ist selig im Gedanken an die Zukunft... O, mein Mädchen, du machst zu viel aus ihm... Oder hat er es nicht mir und dem Winde zu danken, daß er so kräftig und gesund aussieht? U...

...u danken, daß er so kräftig und gesund aussieht? Und hast du selber es nicht auch mir und den linden Lüften zu danken, daß du so lebensfroh, so sehnsuchtsvoll, so ahnungsvoll bist? – – – Das ist ein Paar, das für einander bestimmt ist. Wie fest, wie sicher treten sie auf, sie vertrauen einander ganz. Ihre Bewegungen sind nicht leicht und graziös, sie tanzen nicht miteinander, nein ihre Lebensanschauung heißt: Das Leben eine Wanderschaft. Und sie scheinen in der That prädestiniert z...
Philosophie ->
Kierkegaard, Sören ->
Entweder-Oder ->
2. Erster Teil ->
Das Tagebuch des Verführers
Der Schut ->
...pft hatte, so war an Appetit natürlich gar nicht zu denken. Jetzt sah ich, daß Halef sich ganz vergebliche Mühe gab, die Wurst aufzuschneiden. Er säbelte und säbelte, kam aber mit dem Messer nicht hindurch. »Was gibt es denn?« »O, sie ist gar zu fest!« antwortete er. »Fest? Du meinst doch wohl zu hart?« »Nein, hart ist sie nicht, aber ungeheuer fest.« »Ob vielleicht ein kleiner Knochen mit hineingerathen ist? Versuche es nebenan!« Er setzte das Messer an einer andern Stelle an, und nun ging es leicht. Er roch an das abgeschnittene Stück, machte ein verklärtes Gesicht, nickte mir triumphirend...

...? Versuche es nebenan!« Er setzte das Messer an einer andern Stelle an, und nun ging es leicht. Er roch an das abgeschnittene Stück, machte ein verklärtes Gesicht, nickte mir triumphirend zu und biß hinein. Er biß und biß, er hielt mit den Zähnen fest und zog mit beiden Händen - vergeblich! »Allah 'l Allah! Diese Wurst ist wie ein Ochsenfell!« rief er aus. »Aber dieser Geruch! Dieser Geschmack! Ich muß durch, und ich komme durch!« Er biß und zerrte aus Leibeskräften, und endlich gelang es. Die...
Belletristik ->
May, Karl ->
Der Schut
Der Schut ->
...usammenprall mit dem Goldfuchs hatte meinen sonst so verständigen Rappen wild gemacht. Er wieherte zornig und setzte hinter dem dahinstürmenden Missethäter her, so daß ich nur zu thun hatte, mich wieder zurecht zu setzen und wenigstens den Czakan festzuhalten. Das war das erste Mal, daß es Rih unternahm, mit mir durchzugehen, und er that es denn auch so nachdrücklich, daß ich an der Bucht wie im Flug vorüberschoß. Schüsse krachten - Menschen brüllten - ein Czakan wirbelte mir hart an der Nase ...

...ach hinten, um den Rappen zu bezwingen. Darüber konnte ich auf nichts Anderes achten - ein Krach, ein Schrei - der Lord schlug einen Purzelbaum aus dem Sattel zur Erde herab - mein Rappe war mit ihm und dem Goldfuchs zusammengerannt. Heute bin ich fest überzeugt, daß dies in der Absicht des Rappen gelegen hatte. Er hatte nun seinerseits dem Fuchs einen Stoß versetzen wollen. Sein Zweck war erreicht. Er wieherte abermals und gehorchte nun ganz willig dem Zügel. Mir aber war es nicht so wohl zu ...

...te. »Wo sind die Gewehre?« fragte er, indem er fast noch im Galoppiren aus dem Sattel sprang. »Sihdi, wo hast Du sie?« Natürlich hatte ich keine Zeit zur Erklärung, denn die Aladschy brauchten nur noch vier Sekunden, um uns zu erreichen. »Steht fest! Schießt!« rief ich laut und dann hatte ich nur noch Zeit, dem Hadschi mit der Linken den Säbel aus der Scheide zu reißen. In der Rechten den Czakan, so sprang ich an die Straßenseite zum Felsen, um Rückendeckung zu bekommen. Als ich mich umdrehte...

...en Säbel aus der Scheide zu reißen. In der Rechten den Czakan, so sprang ich an die Straßenseite zum Felsen, um Rückendeckung zu bekommen. Als ich mich umdrehte, schnellten beide Aladschy mit den Bewegungen wilder Thiere auf mich los. Ihre Czakans fest in den Fäusten, hielten sie mit den linken Händen die Pistolen auf mich gerichtet und drückten auf kaum zwölf oder dreizehn Schritt Entfernung ab. Ich warf mich zu Boden. Die Kugeln prallten über mir gegen den Felsen. Da sie abermals schießen wür...

...Da sie abermals schießen würden, denn ihre Pistolen konnten zweiläufig sein, darum stand ich nicht an derselben Stelle wieder auf, sondern ich schnellte mich augenblicklich so weit wie möglich an der Felswand hin, indem ich jedoch Säbel und Czakan fest in den Händen behielt - - richtig! Wieder zwei Schüsse, die mich abermals nicht trafen; dann fuhr ich empor. Zwischen den ersten zwei und den letzten beiden Schüssen war kaum eine Sekunde vergangen. Die Aladschy waren zu hitzig. Aber nun warfen s...
Belletristik ->
May, Karl ->
Der Schut
Die Empoerung der italischen Untertanen und die Sulpicische Revolution ->
...senschaften durchgefuehrt hatten; es ist indes nicht unwahrscheinlich, dass die Marser, die Paeligner, vielleicht sogar die Samniten und Lucaner damals noch in ihrer alten, wenn auch politisch bedeutungslos gewordenen, zum Teil wohl auf blosse Fest- und Opfergemeinschaft zurueckgefuehrten Gemeindebuenden zusammenstanden. Immer fand die beginnende Insurrektion jetzt noch an diesen Verbaenden einen Stuetzpunkt; wer aber konnte sagen, wie bald die Roemer ebendarum dazu schreiten wuerden, au...

... munizipale Aristokratie auch jetzt noch Hand in Hand ging mit der hauptsaechlichen Regierung. Danach ist es auch leicht erklaerlich, dass in den aufstaendischen Distrikten einzelne Gemeinden und in den aufstaendischen Gemeinden Minoritaeten festhielten an dem roemischen Buendnis; wie zum Beispiel die Vestinerstadt Pinna fuer Rom eine schwere Belagerung aushielt und ein im Hirpinerland gebildetes Loyalistenkorps unter Minatus Magius von Aeclanum die roemischen Operationen in Kampanien ...

...nis; wie zum Beispiel die Vestinerstadt Pinna fuer Rom eine schwere Belagerung aushielt und ein im Hirpinerland gebildetes Loyalistenkorps unter Minatus Magius von Aeclanum die roemischen Operationen in Kampanien unterstuetzte. Endlich hielten fest an Rom die am besten gestellten bundesgenoessischen Gemeinden, in Kampanien, Nola und Nuceria, und die griechischen Seestaedte Neapolis und Rhegion, desgleichen wenigstens die meisten latinischen Kolonien, wie zum Beispiel Alba und Aesernia - ...

...urch die besseren Rechts, innerhalb jeder Gemeinde aber die Buergerschaft durch die Munizipalaristokratie in Untertaenigkeit gehalten. Erst jetzt, unter dem unvergleichlich schlechten Regiment der Oligarchie, erprobte es sich vollstaendig, wie fest und gewaltig die Staatsmaenner des vierten und fuenften Jahrhunderts ihre Werksteine ineinandergefuegt hatten; auch diese Sturmflut hielt der vielfach erschuetterte Bau noch aus. Freilich war damit, dass die besser gestellten Staedte nicht auf...

...r zur Stadt Italia, deren Buergerrecht den Buergern saemtlicher insurgierter Gemeinden erteilt ward; hier wurden in entsprechender Groesse Markt und Rathaus abgesteckt. Ein Senat von fuenfhundert Mitgliedern erhielt den Auftrag, die Verfassung festzustellen, und die Oberleitung des Kriegswesens. Nach seiner Anordnung erlas die Buergerschaft aus den Maennern senatorischen Ranges zwei Konsuln und zwoelf Praetoren, die ebenwie Roms zwei Konsuln und sechs Praetoren die hoechste Amtsgewalt in...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
07. Kapitel
Glaube und Sitte ->
...slustbarkeiten während dieser Epoche wurde bereits gedacht. Zu Anfang derselben ward, abgesehen von einigen unbedeutenden, mehr den religiösen Zeremonien beizuzählenden Wettrennen und Wettfahrten, nur im Monat September ein einziges allgemeines Volksfest von viertägiger Dauer und mit einem fest bestimmten Kostenmaximum abgehalten; am Schlusse derselben hatte dieses Volksfest wenigstens schon sechstägige Dauer und wurden überdies daneben zu Anfang April das Fest der Göttermutter oder die sogenannten megalensischen, gegen Ende April das Ceres- und das Flora-, im Juni das Apollo-, im November das Plebejerfest und wahrscheinlich alle diese bereits mehrtägig gefeiert. Dazu kamen die zahlreichen Instaurationen, bei denen die fromme Skrupulosität vermutlich oft bloß als Vorwand diente, und die unaufhörlichen außerordentlichen Volksfeste, unter denen die schon erwähnten Schmäuse von den Gelöbniszehnten (2., 391), die Götterschmäuse, die Triumphal- und die Leichenfeste und vor allem die Festlichkeiten hervortreten, welche nach dem Abschluß eines der längeren, durch die etruskisch-römische Religion abgegrenzten Zeiträume, der sogenannten Saecula, zuerst im Jahre 505 (249), gefeiert wurden. Gleichzeitig mehrten sich die Hausfeste. Während des Zweiten Punischen Krieges kamen unter den Vornehmen die schon erwähnten Schmausereien an dem Einzugstag der Göttermutter auf (seit 550 204), unter den geringeren Leuten die ähnlichen Saturnalien (seit 537 217); beide unter dem Einfluß ...

...des Zweiten Punischen Krieges kamen unter den Vornehmen die schon erwähnten Schmausereien an dem Einzugstag der Göttermutter auf (seit 550 204), unter den geringeren Leuten die ähnlichen Saturnalien (seit 537 217); beide unter dem Einfluß der fortan festverbündeten Gewalten des fremden Pfaffen und des fremden Kochs. Man war ganz nahe an dem idealen Zustand, daß jeder Tagedieb wußte, wo er jeden Tag verderben konnte; und das in einer Gemeinde, wo sonst für jeden einzelnen wie für alle zusammen die Tä...

...ßte, wo er jeden Tag verderben konnte; und das in einer Gemeinde, wo sonst für jeden einzelnen wie für alle zusammen die Tätigkeit Lebenszweck und das müßige Geniefeen von der Sitte wie vom Gesetz geächtet gewesen war! Dabei machten innerhalb dieser Festlichkeiten die schlechten und demoralisierenden Elemente mehr und mehr sich geltend. Den Glanz- und Schlußpunkt der Volksfeste bildeten freilich nach wie vor noch die Wettfahrten; und ein Dichter dieser Zeit schildert sehr anschaulich die Spannung, womit die Augen der Menge an dem Konsul hingen, wenn er den Wagen das Zeichen zum Abfahren zu geben im Begriff war. Aber die b...

...einer Frau den Scheidebrief zu, weil sie einem Leichenspiel beigewohnt hatte; die Regierung setzte es durch, daß die Überführung der ausländischen Bestien nach Rom durch Bürgerbeschluß untersagt ward und hielt mit Strenge darauf, daß bei den Gemeindefesten keine Gladiatoren erschienen. Allein auch hier fehlte ihr doch sei es die rechte Macht oder die rechte Energie; es gelang zwar, wie es scheint, die Tierhetzen niederzuhalten, aber das Auftreten von Fechterpaaren bei Privatfesten, namentlich bei Leichenfeiern, ward nicht unterdrückt. Noch weniger war es zu verhindern, daß das Publikum dem Tragöden den Komödianten, dem Komödianten den Seiltänzer, dem Seiltänzer den Fechter vorzog und die Schaubühne sich mit Vorliebe in dem ...

...er den Fechter vorzog und die Schaubühne sich mit Vorliebe in dem Schmutze des hellenischen Lebens herumtrieb. Was von bildenden Elementen in den szenischen und musischen Spielen enthalten war, gab man von vornherein preis; die Absicht der römischen Festgeber ging ganz und gar nicht darauf, durch die Macht der Poesie die gesamte Zuschauerschaft wenn auch nur vorübergehend auf die Höhe der Empfindung der Besten zu erheben, wie es die griechische Bühne in ihrer Blütezeit tat, oder einem ausgewählten K...

... Die eingeklammerten Verse sind ein späterer, erst nach Erbauung des ersten römischen Basars (570 184) eingelegter Zusatz. Mit dem Geschäft des Bäckers (pistor, wörtlich Müller) war in dieser Zeit Delikatessenverkauf und Kneipgelegenheit verbunden (Fest. v. alicariae p. 7 Müller; Plaut. Capt. 160; Poen. 1, 2, 54; Trin. 407). Dasselbe gilt von den Fleischern. Leucadia Oppia mag ein schlechtes Haus gehalten haben.
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 3. Buch ->
13. Kapitel
Ausser Dienst
...ich diente diesem alten Gotte bis zu seiner letzten Stunde. Nun aber bin ich ausser Dienst, ohne Herrn, und doch nicht frei, auch keine Stunde mehr lustig, es sei denn in Erinnerungen. Dazu stieg ich in diese Berge, dass ich endlich wieder ein Fest mir machte, wie es einem alten Papste und Kirchen-Vater zukommt: denn wisse, ich bin der letzte Papst! - ein Fest frommer Erinnerungen und Gottesdienste. Nun aber ist er selber todt, der frömmste Mensch, jener Heilige im Walde, der seinen Gott beständig mit Singen und Brummen lobte. Ihn selber fand ich nicht mehr, als ich seine Hütte fand, ...

...e Hand des alten Papstes und betrachtete sie lange mit Bewunderung. "Siehe da, du Ehrwürdiger, sagte er dann, welche schöne und lange Hand! Das ist die Hand eines Solchen, der immer Segen ausgetheilt hat. Nun aber hält sie Den fest, welchen du suchst, mich, Zarathustra. Ich bin's, der gottlose Zarathustra, der da spricht: wer ist gottloser als ich, dass ich mich seiner Unterweisung freue?'' - Also sprach Zarathustra und durchbohrte mit seinen Blicken die Gedanken und Hin...

...enn ich liebe alle frommen Menschen. Aber jetzt ruft mich eilig ein Nothschrei weg von dir. In meinem Bereiche soll mir Niemand zu Schaden kommen; meine Höhle ist ein guter Hafen. Und am liebsten möchte ich jedweden Traurigen wieder auf festes Land und feste Beine stellen. Wer aber nähme dir deine Schwermuth von der Schulter? Dazu bin ich zu schwach. Lange, wahrlich, möchten wir warten, bis dir Einer deinen Gott wieder aufweckt. Dieser alte Gott nämlich lebt nicht mehr: der ist gr&...
Philosophie ->
Nietzsche, Friedrich ->
Also sprach Zarathustra ->
D. Vierter und letzter Theil ->
06. Ausser Dienst
Boden- und Geldwirtschaft der roemischen Kaiserzeit ->
...ng der grossen Vermoegen herbeigefuehrt und eine gewisse, allerdings in hohem Grade bedenkliche Schranke gegen die Akkumulation des Grossvermoegens und insbesondere des Grosseigentums gebildet haben. Sehr verstaendig hielt die Regierung daran fest, der faktischen Konzentrierung des Grundbesitzes die rechtliche Geschlossenheit nicht zu gewaehren; die Gesetzgebung hielt unentwegt durch alle Krisen und allen Verfall an dem Grundsatze fest, dass der Grundbesitz dem Verkehr nicht auf die Dauer entzogen werden kann, und gibt sich nicht dazu her, der Deszendenz den Grundbesitz des Aszendenten fuer die Zukunft zu sichern. Dass dieser bei weitem nicht in ihrem vollen Inhalt gewuerdig...

...r angewandt, um den Stadtgemeinden die oekonomische Existenz dauernd zu sichern. Diese allerdings sind fuer ihre Ausgaben in republikanischer wie in der Kaiserzeit in erster Reihe angewiesen auf die Liegenschaften, von denen sie entweder einen festen Zins beziehen oder die sie geradezu als Eigentuemer im Wege der Verpachtung verwerten; und ein betraechtlicher Teil des Bodeneigentums im ganzen Reich steht also im Eigentum der staedtischen Gemeinden oder auch der einzelnen, an diese sich...

...n. Den sehr verschlungenen Wegen, auf denen die Umwandlung des Privateigentums des Prinzeps in Krongut herbeigefuehrt worden ist, kann hier nicht nachgegangen werden; rechtlich und tatsaechlich stellt sich dies Verhaeltnis schon unter Augustus fest und ist wahrscheinlich zunaechst daraus hervorgegangen, dass er Aegypten rechtlich als Nachfolger der Ptolemaeer uebernahm und der hier uralte Begriff des fuer Rechnung des Landesherrn bewirtschafteten Bodeneigentums sich dann auf das gesamte ...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 8. Buch ->
Boden- und Geldwirtschaft der roemischen Kaiserzeit

Seite 1 von 44     1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 


Schlagwort-Index
abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
Personen-Index
abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
Orte-Index
abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
Häufige Suchbegriffe:
Pferderennen ascon (2)
poplifugia (1)
Der Hut Festgedicht (1)
festtag mars (1)
Feriae Latinae (1)
fest terminalia (1)
Athen Altertum Grundbesitz (1)