| | Religion | ...tadtgoetter eingeladen, in Rom eine neue
Staette sich zu bereiten.
Den urspruenglichen Goetterkreis, wie er in Rom vor jeder Beruehrung mit
den Griechen sich gestaltet hat, lernen wir kennen aus dem Verzeichnis der
oeffentlichen und benannten Festtage (feriae publicae) der roemischen Gemeinde,
das in dem Kalender derselben erhalten und ohne Frage die aelteste aller aus dem
roemischen Altertum auf uns gekommenen Urkunden ist. Den Vorrang in demselben
nehmen die Goetter Jupiter und Mars n...
...n Altertum auf uns gekommenen Urkunden ist. Den Vorrang in demselben
nehmen die Goetter Jupiter und Mars nebst dem Doppelgaenger des letzteren, dem
Quirinus, ein. Dem Jupiter sind alle Vollmondstage (idus) heilig, ausserdem die
saemtlichen Weinfeste und verschiedene andere, spaeter noch zu erwaehnende Tage;
seinem Widerspiel, dem "boesen Jovis" (Vediovis), ist der 21. Mai (agonalia)
gewidmet. Dem Mars dagegen gehoert das Neujahr des 1. Maerz und ueberhaupt das
grosse Kriegerfest in diesem, von dem Gotte selbst benannten Monat, das,
eingeleitet durch das Pferderennen (equirria) am 27. Februar, im Maerz selbst an
den Tagen des Schildschmiedens (equirria oeder Mamuralia, 14. Maerz), des
Waffentanzes auf der Dingstaette (...
...childschmiedens (equirria oeder Mamuralia, 14. Maerz), des
Waffentanzes auf der Dingstaette (quinquatrus, 19. Maerz) und der Drommetenweihe
(tubilustrium, 23. Maerz) seine Hochtage hatte. Wie, wenn ein Krieg zu fuehren
war, derselbe mit diesem Feste begann, so folgte nach Beendigung des Feldzuges
im Herbst wiederum eine Marsfeier, das Fest der Waffenweihe (armilustrium, 19.
Oktober). Dem zweiten Mars endlich, dem Quirinus, war der 17. Februar
(Quirinalia) eigen. Unter den uebrigen Festtagen nehmen die auf den Acker- und
Weinbau bezueglichen die erste Stelle ein, woneben die Hirtenfeste eine
untergeordnete Rolle spielen. Hierher gehoert vor allem die grosse Reihe der
Fruehlingsfeste im April, wo am 15. der Tellus, das ist der naehrenden Erde
(fordicidia, Opfer der traechtigen Kuh), und am 19. der Ceres, das ist der
Goettin des sprossenden Wachstums (Cerialia), dann am 21. der befruchtenden
Herdengoettin Pales (Parilia), ...
...aaten, dem Roste (Robigus: Robigalia)
Opfer dargebracht werden. Ebenso wird nach vollendeter Arbeit und gluecklich
eingebrachtem Feldersegen dem Gott und der Goettin des Einbringens und der
Ernte, dem Consus (von condere) und der Ops ein Doppelfest gefeiert: zunaechst
unmittelbar nach vollbrachtem Schnitt (21. August, Consualia; 25. August,
Opiconsiva), sodann im Mittwinter, wo der Segen der Speicher vor allem offenbar
wird (15. Dezember, Consualia; 19. Dezember, Opalia), zwischen welche...
... August, Consualia; 25. August,
Opiconsiva), sodann im Mittwinter, wo der Segen der Speicher vor allem offenbar
wird (15. Dezember, Consualia; 19. Dezember, Opalia), zwischen welchen letzteren
beiden Feiertagen die sinnige Anschauung der alten Festordner das Fest der
Aussaat (Saturnalia von Sa‰turnus oder Saturnus, 17. Dezember), einschaltete.
Gleichermassen wird das Most- oder Heilefest (meditrinalia, 11. Oktober), so
benannt, weil man dem jungen Most heilende Kraft beilegte, dem Jovis als dem
Weingott nach vollendeter Lese dargebracht, waehrend die urspruengliche
Beziehung des dritten Weinfestes (Vinalia, 19. August) nicht klar ist. Zu diesen
Festen kommen weiter am Jahresschluss das Wolfsfest (Lupercalia, 17. Februar)
der Hirten zu Ehren des guten Gottes, des Faunus, und das Grenzsteinfest
(Terminalia, 23. Februar) der Ackerbauer, ferner das zweitaegige sommerliche
Hainfest (Lucaria, 19., 21. Juli) das den Waldgoettern (Silvani) gegolten haben
mag, die Quellfeier (Fontinalia, 13. Oktober) und das Fest des kuerzesten Tages,
der die neue Sonne herauffuehrt (An-geronalia, Divalia, 21. Dezember).
Von nicht geringer Bedeutung sind ferner, wie das fuer die Hafenstadt
Latiums sich nicht anders erwarten laesst, die Schifferfeste der Gottheiten der
See (Neptunalia, 23. Juli), des Hafens (Portunalia, 17. August) und des
Tiberstromes (Volturnalia, 27. August). Handwerk und Kunst dagegen sind in
diesem Goetterkreis nur vertreten durch den Gott des Feuers und der
Schmie...
...nalia, 27. August). Handwerk und Kunst dagegen sind in
diesem Goetterkreis nur vertreten durch den Gott des Feuers und der
Schmiedekunst, den Vulcanus, welchem ausser dem nach seinem Namen benannten Tag
(Volcanalia, 23. August) auch das zweite Fest der Drommetenweihe (tubilustrium,
23. Mai) gewidmet ist, und allenfalls noch durch das Fest der Carmentis
(Carmentalia, 11., 15. Januar), welche wohl urspruenglich als die Goettin der
Zauberformel und des Liedes und nur folgeweise als Schuetzerin der Geburten
verehrt ward.
Dem haeuslichen und Familienleben ueberhaupt galten das Fest der Goettin
des Hauses und der Geister der Vorratskammer, der Vesta und der Penaten
(Vestalia, 9. Juni); das Fest der Geburtsgoettin ^1 (Matralia, 11. Juni), das
Fest des Kindersegens, dem Liber und der Libera gewidmet (Liberalia, 17. Maerz),
das Fest der abgeschiedenen Geister (Feralia, 21. Februar) und die dreitaegige
Gespensterfeier (Lemuria, 9., 11., 13. Mai), waehrend auf die buergerlichen
Verhaeltnisse sich die beiden uebrigens fuer uns nicht klaren Festtage der
Koenigsflucht (Regifugium, 24. Februar) und der Volksflucht (Poplifugia, 5.
Juli), von denen wenigstens der letzte Tag dem Jupiter zugeeignet war, und das
Fest der sieben Berge (Agonia oder Septimontium, 11. Dezember) bezogen. Auch dem
Gott des Anfangs, dem Janus, war ein eigener Tag (agonia, 9. Januar) gewidmet.
Einige andere Tage, der der Furrina (25. Juli) und der dem Jupiter und der Acca
Larentia...
... Dezember) bezogen. Auch dem
Gott des Anfangs, dem Janus, war ein eigener Tag (agonia, 9. Januar) gewidmet.
Einige andere Tage, der der Furrina (25. Juli) und der dem Jupiter und der Acca
Larentia gewidmete der Larentalien, vielleicht ein Larenfest (23. Dezember),
sind ihrem Wesen nach verschollen.
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^1 Das ist allem Anschein nach das urspruengliche Wesen der "Morgenmutter"
oder Mater matuta; wobei man sich wohl daran zu erinnern hat, dass, w... | | |
| | Die Ansiedlungen der Latiner -> |
Natuerliche Festen der latinischen Ebene sind auch die Spitzen der letzten
Auslaeufer der Sabinergebirge, wo aus solchen Gauburgen spaeter die ansehnlichen
Staedte Tibur und Praeneste hervorgingen. Auch Labici, Gabii und Nomentum in der
Ebene zwischen dem Alba...
...h gezaehlt worden sind, ist nicht
ueberliefert und nicht mehr auszumachen. Wie bei den aehnlichen
Eidgenossenschaften zum Beispiel der Boeoter und der Ionier die Pamboeotien und
Panionien, war der Mittelpunkt dieser Vereinigung das "latinische Fest" (feriae
Latinae), an welchem auf dem "Berg von Alba" (mons Albanus, Monte Cavo) an einem
alljaehrlich von dem Vorstand dafuer fest gesetzten Tage dem "latinischen Gott"
(Iuppiter Latiaris) von dem gesamten Stamm ein Stieropfer dargebracht ward. Zu
dem Opferschmaus hatte jede teilnehmende Gemeinde nach festem Satz ein Gewisses
an Vieh, Milch und Kaese zu liefern und dagegen von dem Opferbraten ein Stueck
zu empfangen. Diese Gebraeuche dauerten fort bis in die spaete Zeit und sind
wohlbekannt; ueber die wichtigeren rechtlichen Wirkungen dieser Ver...
... Gebraeuche dauerten fort bis in die spaete Zeit und sind
wohlbekannt; ueber die wichtigeren rechtlichen Wirkungen dieser Verbindung
dagegen vermoegen wir fast nur Mutmassungen aufzustellen. Seit aeltester Zeit
schlossen sich an das religioese Fest auf dem Berg von Alba auch Versammlungen
der Vertreter der einzelnen Gemeinden auf der benachbarten latinischen
Dingstaette am Quell der Ferentina (bei Marino); und ueberhaupt kann eine solche
Eidgenossenschaft nicht gedacht werden ohne eine g...
...folge zu
leisten, oder dass es ihr umgekehrt verwehrt war, auf eigene Hand einen Krieg
selbst gegen ein Bundesmitglied zu beginnen. Dagegen finden sich Spuren, dass
waehrend der latinischen Feier, aehnlich wie waehrend der hellenischen
Bundesfeste, ein Gottesfriede in ganz Latium galt ^4 und wahrscheinlich in
dieser Zeit auch die verfehdeten Staemme einander sicheres Geleit zugestanden.
Noch weniger ist es moeglich, den Umfang der Vorrechte des fuehrenden Gaues zu
bestimmen; nur soviel...
...r nicht latinischen die Mitgliedschaft gewaehrt -
sein Gegenbild in Griechenland ist nicht die delphische Amphiktyonie, sondern
die boeotische oder aetolische Eidgenossenschaft.
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^4 Das latinische Fest wird geradezu Waffenstillstand" (indutiae Macr. Sat.
1, 16; ekecheriai Dion. Hal. 4, 49) genannt, und es war nicht erlaubt, waehrend
desselben einen Krieg zu beginnen (Macr. a.a.O.).
^5 Die oft in alter und neuer Zeit aufgestellte Behauptung, d...
...s sie mit der materiellen Macht sich vereinigte, fuer die
hegemonischen Ansprueche Roms eine Handhabe gewaehrte. Von eigentlichen
Zeugnissen kann bei einer Frage, wie diese ist, ueberall kaum die Rede sein; und
am wenigsten reichen Stellen wie Fest. v. praetor p. 241 und Dion. Hal. 3, 10
aus, um Alba zum latinischen Athen zu stempeln.
Diese allgemeinen Umrisse muessen genuegen; ein jeder Versuch, die Linien
schaerfer zu ziehen, wuerde das Bild nur verfaelschen. Das mannigfache Spiel,
...
... Bild nur verfaelschen. Das mannigfache Spiel,
wie die aeltesten politischen Atome, die Gaue, sich in Latium gesucht und
geflohen haben moegen, ist ohne berichtfaehige Zeugen voruebergegangen, und es
muss genuegen, das Eine und Bleibende darin festzuhalten, dass sie in einem
gemeinschaftlichen Mittelpunkt zwar nicht ihre Einheitlichkeit aufgaben, aber
doch das Gefuehl der nationalen Zusammengehoerigkeit hegten und steigerten und
damit den Fortschritt vorbereiteten von dem kantonalen Part... | | |
| | Kunst und Wissenschaft | Die Entwicklung der Kunst und namentlich der Dichtkunst steht im Altertum
im engsten Zusammenhang mit der Entwicklung der Volksfeste. Das schon in der
vorigen Epoche wesentlich unter griechischem Einfluss, zunaechst als
ausserordentliche Feier, geordnete Dankfest der roemischen Gemeinde, die
"grossen" oder "roemischen Spiele", nahm waehrend der gegenwaertigen an Dauer
wie an Mannigfaltigkeit der Belustigungen zu. Urspruenglich beschraenkt auf die
Dauer eines Tages wurde das Fest nach der gluecklichen Beendigung der drei
grossen Revolutionen von 245, 260 und 387 (509, 494 und 367) jedesmal um einen
Tag verlaengert und hatte am Ende dieser Periode also bereits eine viertaegige
Dauer ^1. Wichtiger noch war es, dass das Fest wahrscheinlich mit Einsetzung der
von Haus aus mit der Ausrichtung und Ueberwachung desselben betrauten
kurulischen Aedilitaet (387 367) seinen ausserordentlichen Charakter und damit
seine Beziehung auf ein bestimmtes Feldherrngeluebde verlor ...
...ichen Charakter und damit
seine Beziehung auf ein bestimmtes Feldherrngeluebde verlor und in die Reihe der
ordentlichen, jaehrlich wiederkehrenden als erstes unter allen eintrat. Indes
blieb die Regierung beharrlich dabei, das eigentliche Schaufest, namentlich das
Hauptstueck, das Wagenrennen, nicht mehr als einmal am Schluss des Festes
stattfinden zu lassen; an den uebrigen Tagen war es wohl zunaechst der Menge
ueberlassen, sich selber ein Fest zu geben, obwohl Musikanten, Taenzer,
Seilgaenger, Taschenspieler, Possenreisser und dergleichen Leute mehr nicht
verfehlt haben werden, gedungen oder nicht gedungen, dabei sich einzufinden.
Aber um das Jahr 390 (364) trat eine wichtige Veraen...
...chen Leute mehr nicht
verfehlt haben werden, gedungen oder nicht gedungen, dabei sich einzufinden.
Aber um das Jahr 390 (364) trat eine wichtige Veraenderung ein, welche mit der
vielleicht gleichzeitig erfolgten Fixierung und Verlaengerung des Festes in
Zusammenhang stehen wird: man schlug von Staats wegen waehrend der ersten drei
Tage im Rennplatz ein Brettergeruest auf und sorgte fuer angemessene
Vorstellungen auf demselben zur Unterhaltung der Menge. Um indes nicht auf
diesem Wege z...
...ts wegen waehrend der ersten drei
Tage im Rennplatz ein Brettergeruest auf und sorgte fuer angemessene
Vorstellungen auf demselben zur Unterhaltung der Menge. Um indes nicht auf
diesem Wege zu weit gefuehrt zu werden, wurde fuer die Kosten des Festes eine
feste Summe von 200000 Assen (14500 Taler) ein fuer allemal aus der Staatskasse
ausgeworfen und diese ist auch bis auf die Punischen Kriege nicht gesteigert
worden; den etwaigen Mehrbetrag mussten die Aedilen, welche diese Summe zu
verwenden hatten...
...schen Dichtern.
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^1 Was Dionys (6, 95; vgl. B. G. Niebuhr, Roemische Geschichte. Bd. 2, S.
40) und, schoepfend aus einer anderen Dionysischen Stelle, Plutarch (Cam. 42)
von dem latinischen Fest berichtet, ist, wie ausser anderen Gruenden schlagend
die Vergleichung der letzteren Stelle mit Liv. 6, 42 (F. W. Ritschl, Parerga zu
Plautus und Terentius. Leipzig 1845. Bd. 1, S. 313) zeigt, vielmehr von den
roemischen Spielen zu verstehen; ...
...3) zeigt, vielmehr von den
roemischen Spielen zu verstehen; Dionys hat, und zwar nach seiner Gewohnheit im
Verkehrten beharrlich, den Ausdruck ludi maximi missverstanden.
Uebrigens gab es auch eine Ueberlieferung, wonach der Ursprung des
Volksfestes, statt wie gewoehnlich auf die Besiegung der Latiner durch den
ersten Tarquinius, vielmehr auf die Besiegung der Latiner am Regiller See
zurueckgefuehrt ward (Cic. div. 1, 26, 55; Dion. Hal. 7, 71). Dass die
wichtigen, an der letzten Stelle ...
...ten Tarquinius, vielmehr auf die Besiegung der Latiner am Regiller See
zurueckgefuehrt ward (Cic. div. 1, 26, 55; Dion. Hal. 7, 71). Dass die
wichtigen, an der letzten Stelle aus Fabius aufbehaltenen Angaben in der Tat auf
das gewoehnliche Dankfest und nicht auf eine besondere Votivfeierlichkeit gehen,
zeigt die ausdrueckliche Hinweisung auf die jaehrliche Wiederkehr der Feier und
die genau mit der Angabe bei dem falschen Asconius (Ps. Ascon. p. 142 Or.)
stimmende Kostensumme.
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| | Das Tagebuch des Verführers -> | ...blich,
es ist ein seliger Genuß, die frische Luft
einzuatmen. Sie geht langsamer, fast wird sie von den
leisen Lüften getragen, wie eine Wolke, wie ein
Traum... Weht etwas stärker, in längern Zügen!... Sie
sammelt sich, die Arme legen sich fester um die
Brust, sie hüllt sie vorsichtiger ein, damit ihr unbescheidenen
Burschen ihr nicht zu nahe kommt... Ja,
alle Anfechtung macht den Menschen schöner. Jedes
Mädchen müßte sich in den Zephyr verlieben; denn
kein Mann versteht es wie e...
...en, und der Wind erfrischt
einen und fühlt die Frucht der Lippen, die am besten
kalt genossen sein will... Wie sie lachen und schwatzen – und der Wind trägt ihre Worte weg – und sie lachen
wieder und beugen sich vor dem Winde, halten
den Hut fest und gehen vorsichtiger... Ruhig, ruhig,
ihr Winde, daß die jungen Mädchen nicht ungeduldig
werden, uns zürnen oder sich vor uns fürchten! – –
Recht so, resolut und gewaltig, das rechte Bein vor
dem linken... Wie sieht sie sich keck und mutig...
...itzt noch
den Liebesmantel, der viele verbergen kann... Blast
etwas kräftiger!... Sieh, da kommt eine Freundin, die
sie grüßen müssen. Sie sieht sie zum erstenmal nach
ihrer Verlobung... Aufgepaßt, der Wind will den Hut
entführen, halt ihn fest, beuge den Kopf etwas...
Wirklich fatal, sie konnten die Freundin nicht grüßen,
konnten sie nicht mit der überlegenen Miene grüßen,
die eine Braut immer andern jungen Mädchen gegenüber
annimmt... Blast nun etwas weniger... Jetzt kommen
die...
...ich fatal, sie konnten die Freundin nicht grüßen,
konnten sie nicht mit der überlegenen Miene grüßen,
die eine Braut immer andern jungen Mädchen gegenüber
annimmt... Blast nun etwas weniger... Jetzt kommen
die schönen Tage... wie sie sich so fest an den
Geliebten hält, sie sieht ihn an, freut sich feiner und
ist selig im Gedanken an die Zukunft... O, mein Mädchen,
du machst zu viel aus ihm... Oder hat er es nicht
mir und dem Winde zu danken, daß er so kräftig und
gesund aussieht? U...
...u danken, daß er so kräftig und
gesund aussieht? Und hast du selber es nicht auch mir
und den linden Lüften zu danken, daß du so lebensfroh,
so sehnsuchtsvoll, so ahnungsvoll bist? – – –
Das ist ein Paar, das für einander bestimmt ist.
Wie fest, wie sicher treten sie auf, sie vertrauen
einander ganz. Ihre Bewegungen sind nicht leicht und
graziös, sie tanzen nicht miteinander, nein ihre Lebensanschauung
heißt: Das Leben eine Wanderschaft.
Und sie scheinen in der That prädestiniert z... | | |
| | Der Schut -> | ...pft hatte, so war an Appetit natürlich gar nicht zu denken. Jetzt sah ich,
daß Halef sich ganz vergebliche Mühe gab, die Wurst aufzuschneiden. Er säbelte und säbelte, kam
aber mit dem Messer nicht hindurch.
»Was gibt es denn?«
»O, sie ist gar zu fest!« antwortete er.
»Fest? Du meinst doch wohl zu hart?«
»Nein, hart ist sie nicht, aber ungeheuer fest.«
»Ob vielleicht ein kleiner Knochen mit hineingerathen ist? Versuche es nebenan!«
Er setzte das Messer an einer andern Stelle an, und nun ging es leicht. Er roch an das
abgeschnittene Stück, machte ein verklärtes Gesicht, nickte mir triumphirend...
...? Versuche es nebenan!«
Er setzte das Messer an einer andern Stelle an, und nun ging es leicht. Er roch an das
abgeschnittene Stück, machte ein verklärtes Gesicht, nickte mir triumphirend zu und biß hinein.
Er biß und biß, er hielt mit den Zähnen fest und zog mit beiden Händen - vergeblich!
»Allah 'l Allah! Diese Wurst ist wie ein Ochsenfell!« rief er aus. »Aber dieser Geruch! Dieser
Geschmack! Ich muß durch, und ich komme durch!«
Er biß und zerrte aus Leibeskräften, und endlich gelang es. Die... | | |
| | Der Schut -> | ...usammenprall mit
dem Goldfuchs hatte meinen sonst so verständigen Rappen wild gemacht. Er wieherte zornig und
setzte hinter dem dahinstürmenden Missethäter her, so daß ich nur zu thun hatte, mich
wieder zurecht zu setzen und wenigstens den Czakan festzuhalten.
Das war das erste Mal, daß es Rih unternahm, mit mir durchzugehen, und er that es denn auch so
nachdrücklich, daß ich an der Bucht wie im Flug vorüberschoß. Schüsse krachten - Menschen
brüllten - ein Czakan wirbelte mir hart an der Nase ...
...ach hinten, um den Rappen zu bezwingen. Darüber konnte ich auf nichts Anderes achten -
ein Krach, ein Schrei - der Lord schlug einen Purzelbaum aus dem Sattel zur Erde herab - mein
Rappe war mit ihm und dem Goldfuchs zusammengerannt. Heute bin ich fest überzeugt, daß dies
in der Absicht des Rappen gelegen hatte. Er hatte nun seinerseits dem Fuchs einen Stoß versetzen
wollen.
Sein Zweck war erreicht. Er wieherte abermals und gehorchte nun ganz willig dem Zügel. Mir
aber war es nicht so wohl zu ...
...te.
»Wo sind die Gewehre?« fragte er, indem er fast noch im Galoppiren aus dem Sattel sprang.
»Sihdi, wo hast Du sie?«
Natürlich hatte ich keine Zeit zur Erklärung, denn die Aladschy brauchten nur noch vier
Sekunden, um uns zu erreichen.
»Steht fest! Schießt!« rief ich laut und dann hatte ich nur noch Zeit, dem Hadschi mit der Linken
den Säbel aus der Scheide zu reißen. In der Rechten den Czakan, so sprang ich an die
Straßenseite zum Felsen, um Rückendeckung zu bekommen. Als ich mich umdrehte...
...en Säbel aus der Scheide zu reißen. In der Rechten den Czakan, so sprang ich an die
Straßenseite zum Felsen, um Rückendeckung zu bekommen. Als ich mich umdrehte, schnellten
beide Aladschy mit den Bewegungen wilder Thiere auf mich los. Ihre Czakans fest in den Fäusten,
hielten sie mit den linken Händen die Pistolen auf mich gerichtet und drückten auf kaum zwölf
oder dreizehn Schritt Entfernung ab. Ich warf mich zu Boden. Die Kugeln prallten über mir gegen
den Felsen. Da sie abermals schießen wür...
...Da sie abermals schießen würden, denn ihre Pistolen konnten zweiläufig sein, darum
stand ich nicht an derselben Stelle wieder auf, sondern ich schnellte mich augenblicklich so weit
wie möglich an der Felswand hin, indem ich jedoch Säbel und Czakan fest in den Händen behielt -
- richtig! Wieder zwei Schüsse, die mich abermals nicht trafen; dann fuhr ich empor.
Zwischen den ersten zwei und den letzten beiden Schüssen war kaum eine Sekunde vergangen.
Die Aladschy waren zu hitzig. Aber nun warfen s... | | |
| | Die Empoerung der italischen Untertanen und die Sulpicische Revolution -> | ...senschaften durchgefuehrt hatten; es ist indes
nicht unwahrscheinlich, dass die Marser, die Paeligner, vielleicht sogar die
Samniten und Lucaner damals noch in ihrer alten, wenn auch politisch
bedeutungslos gewordenen, zum Teil wohl auf blosse Fest- und Opfergemeinschaft
zurueckgefuehrten Gemeindebuenden zusammenstanden. Immer fand die beginnende
Insurrektion jetzt noch an diesen Verbaenden einen Stuetzpunkt; wer aber konnte
sagen, wie bald die Roemer ebendarum dazu schreiten wuerden, au...
... munizipale
Aristokratie auch jetzt noch Hand in Hand ging mit der hauptsaechlichen
Regierung. Danach ist es auch leicht erklaerlich, dass in den aufstaendischen
Distrikten einzelne Gemeinden und in den aufstaendischen Gemeinden Minoritaeten
festhielten an dem roemischen Buendnis; wie zum Beispiel die Vestinerstadt Pinna
fuer Rom eine schwere Belagerung aushielt und ein im Hirpinerland gebildetes
Loyalistenkorps unter Minatus Magius von Aeclanum die roemischen Operationen in
Kampanien ...
...nis; wie zum Beispiel die Vestinerstadt Pinna
fuer Rom eine schwere Belagerung aushielt und ein im Hirpinerland gebildetes
Loyalistenkorps unter Minatus Magius von Aeclanum die roemischen Operationen in
Kampanien unterstuetzte. Endlich hielten fest an Rom die am besten gestellten
bundesgenoessischen Gemeinden, in Kampanien, Nola und Nuceria, und die
griechischen Seestaedte Neapolis und Rhegion, desgleichen wenigstens die meisten
latinischen Kolonien, wie zum Beispiel Alba und Aesernia - ...
...urch die besseren Rechts, innerhalb jeder Gemeinde aber die Buergerschaft durch
die Munizipalaristokratie in Untertaenigkeit gehalten. Erst jetzt, unter dem
unvergleichlich schlechten Regiment der Oligarchie, erprobte es sich
vollstaendig, wie fest und gewaltig die Staatsmaenner des vierten und fuenften
Jahrhunderts ihre Werksteine ineinandergefuegt hatten; auch diese Sturmflut
hielt der vielfach erschuetterte Bau noch aus. Freilich war damit, dass die
besser gestellten Staedte nicht auf...
...r zur Stadt Italia, deren Buergerrecht den
Buergern saemtlicher insurgierter Gemeinden erteilt ward; hier wurden in
entsprechender Groesse Markt und Rathaus abgesteckt. Ein Senat von fuenfhundert
Mitgliedern erhielt den Auftrag, die Verfassung festzustellen, und die
Oberleitung des Kriegswesens. Nach seiner Anordnung erlas die Buergerschaft aus
den Maennern senatorischen Ranges zwei Konsuln und zwoelf Praetoren, die ebenwie
Roms zwei Konsuln und sechs Praetoren die hoechste Amtsgewalt in... | | |
| | Glaube und Sitte -> | ...slustbarkeiten während dieser Epoche wurde bereits gedacht. Zu Anfang derselben ward, abgesehen von einigen unbedeutenden, mehr den religiösen Zeremonien beizuzählenden Wettrennen und Wettfahrten, nur im Monat September ein einziges allgemeines Volksfest von viertägiger Dauer und mit einem fest bestimmten Kostenmaximum abgehalten; am Schlusse derselben hatte dieses Volksfest wenigstens schon sechstägige Dauer und wurden überdies daneben zu Anfang April das Fest der Göttermutter oder die sogenannten megalensischen, gegen Ende April das Ceres- und das Flora-, im Juni das Apollo-, im November das Plebejerfest und wahrscheinlich alle diese bereits mehrtägig gefeiert. Dazu kamen die zahlreichen Instaurationen, bei denen die fromme Skrupulosität vermutlich oft bloß als Vorwand diente, und die unaufhörlichen außerordentlichen Volksfeste, unter denen die schon erwähnten Schmäuse von den Gelöbniszehnten (2., 391), die Götterschmäuse, die Triumphal- und die Leichenfeste und vor allem die Festlichkeiten hervortreten, welche nach dem Abschluß eines der längeren, durch die etruskisch-römische Religion abgegrenzten Zeiträume, der sogenannten Saecula, zuerst im Jahre 505 (249), gefeiert wurden. Gleichzeitig mehrten sich die Hausfeste. Während des Zweiten Punischen Krieges kamen unter den Vornehmen die schon erwähnten Schmausereien an dem Einzugstag der Göttermutter auf (seit 550 204), unter den geringeren Leuten die ähnlichen Saturnalien (seit 537 217); beide unter dem Einfluß ...
...des Zweiten Punischen Krieges kamen unter den Vornehmen die schon erwähnten Schmausereien an dem Einzugstag der Göttermutter auf (seit 550 204), unter den geringeren Leuten die ähnlichen Saturnalien (seit 537 217); beide unter dem Einfluß der fortan festverbündeten Gewalten des fremden Pfaffen und des fremden Kochs. Man war ganz nahe an dem idealen Zustand, daß jeder Tagedieb wußte, wo er jeden Tag verderben konnte; und das in einer Gemeinde, wo sonst für jeden einzelnen wie für alle zusammen die Tä...
...ßte, wo er jeden Tag verderben konnte; und das in einer Gemeinde, wo sonst für jeden einzelnen wie für alle zusammen die Tätigkeit Lebenszweck und das müßige Geniefeen von der Sitte wie vom Gesetz geächtet gewesen war! Dabei machten innerhalb dieser Festlichkeiten die schlechten und demoralisierenden Elemente mehr und mehr sich geltend. Den Glanz- und Schlußpunkt der Volksfeste bildeten freilich nach wie vor noch die Wettfahrten; und ein Dichter dieser Zeit schildert sehr anschaulich die Spannung, womit die Augen der Menge an dem Konsul hingen, wenn er den Wagen das Zeichen zum Abfahren zu geben im Begriff war. Aber die b...
...einer Frau den Scheidebrief zu, weil sie einem Leichenspiel beigewohnt hatte; die Regierung setzte es durch, daß die Überführung der ausländischen Bestien nach Rom durch Bürgerbeschluß untersagt ward und hielt mit Strenge darauf, daß bei den Gemeindefesten keine Gladiatoren erschienen. Allein auch hier fehlte ihr doch sei es die rechte Macht oder die rechte Energie; es gelang zwar, wie es scheint, die Tierhetzen niederzuhalten, aber das Auftreten von Fechterpaaren bei Privatfesten, namentlich bei Leichenfeiern, ward nicht unterdrückt. Noch weniger war es zu verhindern, daß das Publikum dem Tragöden den Komödianten, dem Komödianten den Seiltänzer, dem Seiltänzer den Fechter vorzog und die Schaubühne sich mit Vorliebe in dem ...
...er den Fechter vorzog und die Schaubühne sich mit Vorliebe in dem Schmutze des hellenischen Lebens herumtrieb. Was von bildenden Elementen in den szenischen und musischen Spielen enthalten war, gab man von vornherein preis; die Absicht der römischen Festgeber ging ganz und gar nicht darauf, durch die Macht der Poesie die gesamte Zuschauerschaft wenn auch nur vorübergehend auf die Höhe der Empfindung der Besten zu erheben, wie es die griechische Bühne in ihrer Blütezeit tat, oder einem ausgewählten K...
...
Die eingeklammerten Verse sind ein späterer, erst nach Erbauung des ersten römischen Basars (570 184) eingelegter Zusatz.
Mit dem Geschäft des Bäckers (pistor, wörtlich Müller) war in dieser Zeit Delikatessenverkauf und Kneipgelegenheit verbunden (Fest. v. alicariae p. 7 Müller; Plaut. Capt. 160; Poen. 1, 2, 54; Trin. 407). Dasselbe gilt von den Fleischern. Leucadia Oppia mag ein schlechtes Haus gehalten haben.
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| | Ausser Dienst | ...ich diente diesem alten Gotte bis zu seiner letzten Stunde.
Nun aber bin ich ausser Dienst, ohne Herrn, und doch nicht frei, auch keine Stunde mehr lustig, es sei denn in Erinnerungen.
Dazu stieg ich in diese Berge, dass ich endlich wieder ein Fest mir machte, wie es einem alten Papste und Kirchen-Vater zukommt: denn wisse, ich bin der letzte Papst! - ein Fest frommer Erinnerungen und Gottesdienste.
Nun aber ist er selber todt, der frömmste Mensch, jener Heilige im Walde, der seinen Gott beständig mit Singen und Brummen lobte.
Ihn selber fand ich nicht mehr, als ich seine Hütte fand, ...
...e Hand des alten Papstes und betrachtete sie lange mit Bewunderung.
"Siehe da, du Ehrwürdiger, sagte er dann, welche schöne und lange Hand! Das ist die Hand eines Solchen, der immer Segen ausgetheilt hat. Nun aber hält sie Den fest, welchen du suchst, mich, Zarathustra.
Ich bin's, der gottlose Zarathustra, der da spricht: wer ist gottloser als ich, dass ich mich seiner Unterweisung freue?'' -
Also sprach Zarathustra und durchbohrte mit seinen Blicken die Gedanken und Hin...
...enn ich liebe alle frommen Menschen. Aber jetzt ruft mich eilig ein Nothschrei weg von dir.
In meinem Bereiche soll mir Niemand zu Schaden kommen; meine Höhle ist ein guter Hafen. Und am liebsten möchte ich jedweden Traurigen wieder auf festes Land und feste Beine stellen.
Wer aber nähme dir deine Schwermuth von der Schulter? Dazu bin ich zu schwach. Lange, wahrlich, möchten wir warten, bis dir Einer deinen Gott wieder aufweckt.
Dieser alte Gott nämlich lebt nicht mehr: der ist gr&... | | |
| | Boden- und Geldwirtschaft der roemischen Kaiserzeit -> | ...ng der grossen Vermoegen
herbeigefuehrt und eine gewisse, allerdings in hohem Grade bedenkliche Schranke
gegen die Akkumulation des Grossvermoegens und insbesondere des Grosseigentums
gebildet haben.
Sehr verstaendig hielt die Regierung daran fest, der faktischen
Konzentrierung des Grundbesitzes die rechtliche Geschlossenheit nicht zu
gewaehren; die Gesetzgebung hielt unentwegt durch alle Krisen und allen Verfall
an dem Grundsatze fest, dass der Grundbesitz dem Verkehr nicht auf die Dauer
entzogen werden kann, und gibt sich nicht dazu her, der Deszendenz den
Grundbesitz des Aszendenten fuer die Zukunft zu sichern. Dass dieser bei weitem
nicht in ihrem vollen Inhalt gewuerdig...
...r angewandt, um den
Stadtgemeinden die oekonomische Existenz dauernd zu sichern. Diese allerdings
sind fuer ihre Ausgaben in republikanischer wie in der Kaiserzeit in erster
Reihe angewiesen auf die Liegenschaften, von denen sie entweder einen festen
Zins beziehen oder die sie geradezu als Eigentuemer im Wege der Verpachtung
verwerten; und ein betraechtlicher Teil des Bodeneigentums im ganzen Reich steht
also im Eigentum der staedtischen Gemeinden oder auch der einzelnen, an diese
sich...
...n. Den sehr verschlungenen Wegen, auf denen die
Umwandlung des Privateigentums des Prinzeps in Krongut herbeigefuehrt worden
ist, kann hier nicht nachgegangen werden; rechtlich und tatsaechlich stellt sich
dies Verhaeltnis schon unter Augustus fest und ist wahrscheinlich zunaechst
daraus hervorgegangen, dass er Aegypten rechtlich als Nachfolger der Ptolemaeer
uebernahm und der hier uralte Begriff des fuer Rechnung des Landesherrn
bewirtschafteten Bodeneigentums sich dann auf das gesamte ... | | |
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