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Schlagwort: Feuer


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Fünftes Capitel
...üßten dann mehre sein, und im Gleichgewicht stets die entgegenstehenden, Philosophie Schülerbibliothek und keines unter ihnen ein unbegrenztes. Denn wenn auch irgendwie die Kraft des einen Körpers geringer ist als die des andern, z.B. wenn, das Feuer als begrenzt, die Luft als unbegrenzt gesetzt, ein Theil Feuer ein gleiches Theil Luft um ein gewisses Maß an Kraft übertrifft, nur daß dieses Maß ein durch Zahl ausdrückbares ist: so ist dennoch ersichtlich, daß der unbegrenzte Körper überwältigen und aufzehren wird den begrenzten. Daß aber jeder Bestandth...

...ebt nämlich Einige, die dieß das Unbegrenzte sein lassen, und nicht Luft oder Wasser, damit nicht das Uebrige zu Grunde gehe unter ihrem Unbegrenzten. Denn diese Dinge stehen zu einander im Gegensatz, z.B. die Luft ist kalt, das Wasser naß, das Feuer warm; wäre also Eines von ihnen unendlich, so wäre es geschehen um das Uebrige. So aber sagen sie, es sei ein anderes, vor und über diesen. Es kann aber kein solches sein, nicht nur als Unbegrenztes (denn hierüber gilt ein gleiches von allem zus...

...s von allem zusammen, der Luft, dem Wasser und jedem andern), sondern, weil es gar keinen solchen empfindbaren Körper außer den sogenannten Elementen giebt. Denn woraus jedes Ding ist, darein wird es auch aufgelöst; so daß also hier außer Luft, Feuer, Erde und Wasser noch ein anderes sein müßte. Aber auch weder Feuer noch irgend ein anderes der Elemente kann ein unbegrenztes sein. Ueberhaupt nämlich und unabhängig von der Unbegrenztheit eines unter ihnen, kann unmöglich das All, auch wenn es begrenzt wäre, eines derselben sein oder werden, wie Heraklit sagt...

...deres der Elemente kann ein unbegrenztes sein. Ueberhaupt nämlich und unabhängig von der Unbegrenztheit eines unter ihnen, kann unmöglich das All, auch wenn es begrenzt wäre, eines derselben sein oder werden, wie Heraklit sagt: Alles werde einst Feuer. Dasselbe gilt auch von dem Einen, wie es außerhalb der Elemente die Naturforscher bestehen lassen. Denn alles verwandelt sich aus dem Gegentheil in das Gegentheil, wie aus Warmem in Kaltes. Es muß aber im Allgemeinen noch aus Folgendem zugese...

...egrenzten Körpers, ist hieraus klar. Es ist allem sinnlich Wahrnehmbaren wesentlich, irgendwo zu sein, und es hat seinen Ort jedes Ding. Und der nämliche ist der Ort des Theils und des Ganzen, z.B. der ganzen Erde und der einzelnen Scholle, des Feuers und des Funkens.Wenn nun also der Körper ein gleichartiger ist, so wird er entweder unbeweglich sein, oder stets bewegt werden. Allein dieß ist unmöglich. Denn worin soll hier das Oben und Unten, und jedes räumliche Verhältniß bestehen? Ich me...

...urch Berührung. Sodann sind entweder begrenzt seine Bestandtheile oder unbegrenzt in ihrer Formbestimmung. Begrenzt nun können sie nicht sein. Denn es müssen, wenn nicht alle, doch einige unbegrenzt sein, wenn das Ganze unbegrenzt ist, z.B. das Feuer oder das Wasser. Untergang aber ist so etwas seinem Gegentheile, wie zuvor gesagt. Darum auch hat keiner von den Naturforschern das Eine und Unbegrenzte Feuer sein lassen oder Erde; sondern entweder Wasser, oder Luft, oder das Mittlere zwischen ihnen, weil der Ort von jenen beiden sich als ein bestimmter zeigte, diese aber sich gleichgültig verhalten hinsichtlich des Oben und Unten. - Sind sie aber u...

...ht, indem es sich feststellt, eben so wird auch, wenn man irgend einen Theil von ihm nimmt, dieser auf sich beruhen. Denn von dem Ganzen und dem Theile sind gleichartig die Orte; z.B. von der ganzen Erde und der Scholle das Unten, und von allem Feuer und dem Funken das Oben. So daß, wenn des Unbegrenzten Ort in sich selbst ist, auch des Theiles Ort derselbe sein und dieser also feststehen würde in sich selbst. Ueberhaupt aber erhellt, daß es unstatthaft ist, zugleich einen unbegrenzten Körpe...
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Fünftes Capitel
Winnetou in Fesseln ->
... Sam. Er kam und raunte uns leise zu: »Sie nähern sich, und zwar wieder auf beiden Seiten, wie ich gehört habe. Legt kein Holz mehr an! Wir müssen dafür sorgen, daß, wenn die Flamme verlöscht, noch eine Glut übrig bleibt, an welcher die Roten das Feuer rasch wieder entzünden können.« Wir schichteten den Holzvorrat, den wir noch hatten, so rund um das Feuer auf, daß dann diese Glut keinen Schein werfen und unser Verschwinden vorzeitig verraten konnte. Als dies geschehen war, mußte ein jeder von uns mehr oder weniger Schauspieler sein. Wir wußten fünfzig Apachen in unmittelbarster Nähe und durften es...

...d ich lachte möglichst lustig über seine Scherze. Als in dieser Weise über eine halbe Stunde vergangen war, hatten wir die Ueberzeugung, daß der Ueberfall nach dem Einschlafen erfolgen solle, denn sonst wäre er nun längst unternommen worden. Das Feuer war ziemlich niedergebrannt, und ich hielt es für geraten, die Entscheidung nicht länger zu verzögern. Darum gähnte ich einige Male, dehnte mich und sagte: »Ich bin müde und möchte schlafen. Ihr nicht auch, Sam Hawkens?« »Habe nichts dagegen; we...

... es für geraten, die Entscheidung nicht länger zu verzögern. Darum gähnte ich einige Male, dehnte mich und sagte: »Ich bin müde und möchte schlafen. Ihr nicht auch, Sam Hawkens?« »Habe nichts dagegen; werde es auch so machen,« antwortete er. »Das Feuer geht aus. Gute Nacht!« »Gute Nacht!« sagten auch Stone und Parker; dann rückten wir möglichst weit, aber so, daß es nicht auffallen konnte, vom Feuer weg und streckten uns da aus. Die Flamme wurde kleiner und kleiner, bis sie ganz erlosch; nur die Asche glühte noch; ihr Schein konnte aber wegen des aufgeschichteten Holzes nicht zu uns dringen. Wir lagen alle vollständig im Dunkeln. Jetzt galt ...

...mt, kann dies für ihn leicht Verletzungen oder gar den Tod nach sich ziehen.« »Well, habt recht! Aber, damit uns da kein Kiowa zuvorkommt, wollen wir ein Stückchen avancieren, damit wir dann gleich die Ersten sind. Kommt!« Wir postierten uns dem Feuer mehrere Schritte näher und warteten nun in größter Spannung auf das Kampfgeschrei der Apachen, denn daß sie den Angriff ohne dieses nicht unternehmen würden, stand zu erwarten. Es ist ihre Gewohnheit, daß der Anführer durch einen Schrei das Zeiche...
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3. Winnetou in Fesseln
Viertes Capitel
... sich hat, von diesem sagen wir, es bewege sich von Natur. Darum bewegt das ganze Thier zwar von Natur sich selbst. Der Körper jedoch kann sowohl von Natur als wider die Natur bewegt werden. Wider die Natur: z.B. das Irdische nach oben, und das Feuer nach unten. Ferner die Theile der Thiere werden oftmals wider die Natur bewegt: wider ihre Lage und wider ihre Arten der Bewegung. Und am meisten ist, daß von etwas bewegt wird das sich Bewegende, in demjenigen was wider die Natur bewegt wird, ...

... selbst, ist unmöglich. Denn etwas dem Leben Angehöriges ist dieß und dem Beseelten Eigenthümliches. Und auch stellen müßte es sich selbst können; z.B. wenn etwas sich selbst Ursache des Gehens ist, so auch des Nichtgehens. Also wenn es bei dem Feuer selbst stehen sollte, sich nach oben zu bewegen, so offenbar auch bei ihm, nach unten. Unbegründet auch wäre es, daß die Dinge nur in Bezug auf Eine Bewegung sich von selbst bewegten, wenn sie sich selbst bewegten. Ferner, wie kann etwas Stetig...

...endwo ist, wenn es den Anfang zu so etwas in sich hat, und nicht nebenbei. Denn es kann wohl das Nämliche auch eine Größe haben und Beschaffenheit, aber so, daß sie als Anderes einem Anderen anhängt, und nicht an und für sich vorhanden ist. Das Feuer nun und die Erde werden bewegt von etwas: durch Gewalt, wenn wider die Natur; von Natur aber, wenn nach ihren Wirksamkeiten hin als der Möglichkeit nach seiende. Da aber das der Möglichkeit nach mehrerlei bedeutet, so ist dieß Grund, daß es nic...

...nn wider die Natur; von Natur aber, wenn nach ihren Wirksamkeiten hin als der Möglichkeit nach seiende. Da aber das der Möglichkeit nach mehrerlei bedeutet, so ist dieß Grund, daß es nicht offenbar ist, von was dergleichen bewegt wird; z.B. das Feuer nach oben und die Erde nach unten. Es ist aber der Möglichkeit nach auf andere Weise der Lernende wissend, und der schon Besitzende aber nicht Anschauende. Stets aber, wenn zusammen das Thun und das zum Leiden Geeignete sind, wird bisweilen der...

... schaut an; oder er wird sich befinden in dem Gegentheile, nämlich der Unwissenheit. Auf gleiche Weise verhält dieses sich auch bei dem Natürlichen. Das Kalte nämlich ist der Möglichkeit nach ein Warmes; wenn aber es übergeht, so ist es bereits Feuer, und brennt, dafern nichts hindert oder im Wege steht. Eben so verhält es sich auch in Bezug auf das Schwere und Leichte. Das Leichte nämlich entsteht aus Schwerem, wie aus Wasser Luft. Dieses nämlich war der Möglichkeit nach zuerst, und ist be...
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Viertes Capitel
Der Schut ->
...rmten im Galopp quer über unser Gesichtsfeld. Sie hatten Eile, weil der Alim den Lord abzuholen beabsichtigte. Als von beiden Theilen nichts mehr zu sehen war, begaben wir uns zu unsern Pferden, wo wir Laub und trockene Äste sammelten, um uns ein Feuer anzumachen, an welchem Schinken und Tatzen des Bären gebraten werden sollten. Fleisch hatten wir mehr, als wir bis morgen Abend bedurften. Die Zeit der Dämmerung war hereingebrochen, und es wurde finster an unserm Lagerplatz. Das gab eine kleine ...

...en ja genug Zeit dazu. Dann legten wir uns zur Ruhe. Vorher aber wurde die Reihenfolge der Wache bestimmt. Wir hatten zwar eine Überraschung wohl kaum zu befürchten, aber Vorsicht ist in keiner Lage überflüssig, und überdies mußte der Wachende das Feuer unterhalten, denn es war hier zwischen den Bergen des Schar Dagh eine kühle Nacht zu erwarten. Am Morgen und am Mittag gab es ganz dieselbe Speisekarte wie am Abend vorher, und das Gespräch drehte sich ausschließlich wieder um das gestrige Thema....

...vor unserer Rückkehr zu verlassen. Es war nun vollständig dunkel; aber da wir die Gegend leidlich gut kannten, gelangten wir, ohne eine Störung zu erfahren, in die Nähe des Köhlerhauses. Zwischen diesem und dem bekannten Meiler brannte ein helles Feuer, an welchem Alle saßen, welche wir hier zu treffen erwartet hatten. Uns vorsichtig am Rand der kleinen Lichtung hinschleichend, erreichten wir das jenseitige Gebüsch und krochen durch dasselbe dem schmalen Weg zu, welcher von der Eiche herabkam ...

... der Richtung des Thaleinganges warfen, ließen vermuthen, daß sie das baldige Erscheinen des Alim und seines Gefangenen erwarteten. Es war auch wirklich kaum eine Viertelstunde vergangen, seit wir hier saßen, so hörten wir Pferdegetrappel. Die am Feuer Sitzenden sprangen auf. Sechs Reiter kamen. Zwei von ihnen waren auf die Pferde gebunden - der Lord und ein Anderer, jedenfalls sein Dolmetscher. Einer der andern Vier war der Alim, welcher aus dem Sattel sprang und zu den Wartenden trat. Er wurde...

...los, hob sie herab und schlang ihnen die Stricke wieder um die Füße; an den Händen waren sie auch gebunden. So wurden sie auf den Boden gelegt. Die Männer der Eskorte lehnten ihre Gewehre an die Mauer des Hauses und setzten sich gleichfalls an das Feuer.
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May, Karl ->
Der Schut
Winnetou in Fesseln ->
...e Lust hatte, mich einschüchtern zu lassen, wenn Sam Hawkens nicht so klug gewesen wäre, mir einen warnenden Blick zuzuwerfen, welcher mich zur Ruhe und Vorsicht mahnte. Ich zog es also vor, zu schweigen. Die gefesselten Apachen lagen rund um das Feuer, und es wäre am einfachsten gewesen, sie da liegen zu lassen, wo sie ohne Mühe bewacht werden konnten. Aber Tangua wollte mir zeigen, daß er sie wirklich als sein Eigentum betrachte und mit ihnen nach Belieben verfahren könne, darum gab er den Bef...

...n, daß das Blut aus dem angeschwollenen Fleische spritzen wollte. Es war ganz unmöglich, daß ein Gefangener nun aus eigener Anstrengung loskommen und entfliehen konnte, dennoch stellte Tangua Wachen rund um das Lager aus. Unser wieder angefachtes Feuer brannte, wie bereits erwähnt, am inneren Ende des sich nach dem Wasser ziehenden Grasstreifens. Wir lagerten uns um dasselbe und hatten die Absicht, keinen Kiowa bei uns zu dulden, da dies die Befreiung Winnetous und seines Vaters entweder erschwe...

...d, und wir mußten uns sagen, daß wir nur froh sein dürften, wenn es uns gelingen sollte, mit ihnen ohne einen vorherigen Zusammenstoß auseinander zu kommen. Sie brannten für sich in einer Entfernung von uns, weiter nach der Savanne hinaus, mehrere Feuer an, um welche sie sich lagerten. Dort sprachen sie miteinander nicht in dem zwischen Weißen und Roten gebräuchlichen Idiom, sondern in der Sprache ihres Volkes. Wir sollten sie nicht verstehen, was wir auch als ein für uns ungünstiges Zeichen bet...

...d, so glücklich, bald einzuschlafen. Später wurde ich von Sam geweckt. Damals verstand ich es noch nicht so wie später, die Zeit nach dem Stande der Sterne zu bestimmen; aber es mochte kurz nach Mitternacht sein. Unsere Gefährten schliefen und das Feuer war niedergebrannt. Die Kiowas unterhielten nur ein Feuer und hatten die andern ausgehen lassen. Wir konnten miteinander sprechen, was allerdings nur leise geschehen durfte. Parker und Stone waren auch wach. Sam flüsterte mir zu:
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May, Karl ->
Winnetou 1 ->
3. Winnetou in Fesseln
»Schöner Tag« ->
... Bemerkung, daß es drüben noch sehr lebhaft zuging. Bald aber wurde es ruhiger, und diese Stille wurde nur durch kräftige, weithin schallende Tomahawkhiebe unterbrochen. Die Roten schlugen Holz von den Bäumen; wahrscheinlich hatten sie die Absicht Feuer bis zum Morgen in der jetzigen, ungewöhnlichen Weise zu unterhalten. Dann hörten auch die Axtschläge auf. Die Sterne deuteten Mitternacht an, und ich hielt es für an der Zeit, ans Werk zu gehen. Zunächst sorgten wir dafür, daß die Pferde, welche ...

...ja jedes Geräusch zu vermeiden. Dann stieg ich mit Will Parker leise zu den Bäumen empor. Als wir die Uferhöhe erreicht hatten, legten wir uns nieder und lauschten. Es herrschte tiefste Stille ringsumher. Nun krochen wir langsam vorwärts. Die acht Feuer brannten noch immer so hoch. Ich sah, daß ganze Haufen starker Aeste in dieselben geworfen worden waren. Das machte mich stutzig. Wir rückten weiter und weiter vor und sahen keinen Menschen. Endlich überzeugten wir uns, freilich unter Beachtung a...

...n keinen Menschen. Endlich überzeugten wir uns, freilich unter Beachtung aller Vorsicht, daß das Wäldchen leer war. Es gab keinen einzigen Kiowa mehr da. »Sie sind fort, wirklich fort, heimlich fort!« sagte Parker erstaunt. »Und doch haben sie die Feuer noch so geschürt!« »Um ihren Rückzug zu maskieren. So lange die Feuer brennen, müssen wir denken, daß sie noch da sind.« »Aber wohin sind sie? Ganz fort?« »Ich vermute es, weil Sam für sie eine gute Beute ist, die sie in Sicherheit bringen wollen. Aber es ist auch möglich, daß sie eine Teufelei beabsichtigen.« »We...

... begann, setzten wir uns auf die Pferde und ritten zunächst nach unserem Lagerplatz zurück. Es war niemand dagewesen, und wir hatten uns also ohne Grund entfernt; doch das schadete nichts. Dann ging es über den Fluß nach dem Wäldchen hinüber. Die Feuer waren niedergebrannt und hatten Aschenhaufen hinterlassen als die einzigen Zeichen davon, daß es gestern hier so lebhaft zugegangen war. Nun untersuchten wir die Spuren. Von der Stelle, an welcher ich die Pferde gesehen hatte, führte die Gesamtsp...
Belletristik ->
May, Karl ->
Winnetou 1 ->
5. Schöner Tag
Über die Grenze ->
»Das ist Punks,« erklärte Old Death. »Was ist Punks?« erkundigte ich mich, indem ich mich unwissend stellte. »Das Prairiefeuerzeug. Zwei Hölzer, ein breites und ein dünnes, rundes. Das breite hat eine kleine Vertiefung, welche mit Punks, d. h. mit trockenem Moder aus hohlen, ausgefaulten Bäumen gefüllt wird. Das ist der beste Zunder, den es gibt. Das dünne Stäbchen wird d...

...Durch diese Reibung erhitzt und entzündet sich der Zunder. Seht!« Ein Flämmchen flackerte auf und ward zur großen, von einem trockenen Laubhaufen genährten Flamme. Doch bald sank sie wieder nieder, denn der Indianer duldet keinen weit leuchtenden Feuerschein. Es wurden Aststücke angelegt und zwar rund im Kreise, so daß sie mit einem Ende nach dem Mittelpunkte zeigten. Auf diesem Zentrum brannte das Feuer, welches auf diese Weise leicht zu regeln war, denn je nachdem man das Holz näher heran oder zurückschob, wurde das Feuer groß oder kleiner. Als das Laub hoch aufflammte, sah ich, wo wir uns befanden. Wir hielten unter Bäumen und waren rings von Indianern umgeben, welche ihre Waffen in den Händen hielten. Nur einige wenige hatten Gewehre, die andern waren mit Lanzen...

..., die andern waren mit Lanzen, Pfeilen und Bogen bewaffnet. Alle aber trugen Tomahawks, jenes fürchterliche Kriegsbeil der Indianer, welches in der Hand eines geübten Kriegers eine weit gefährlichere Waffe ist, als man gewöhnlich annimmt. Als das Feuer geregelt war, erhielten wir die Weisung, abzusteigen. Man führte unsere Pferde fort, und nun befanden wir uns in der Gewalt der Roten, denn ohne Pferde war in dieser Gegend nichts zu machen. Zwar hatte man uns die Waffen nicht abverlangt, aber fü...

...ferde fort, und nun befanden wir uns in der Gewalt der Roten, denn ohne Pferde war in dieser Gegend nichts zu machen. Zwar hatte man uns die Waffen nicht abverlangt, aber fünf gegen hundert ist kein sehr erquickliches Verhältnis. Wir durften zum Feuer treten, an welchem ein einzelner Krieger saß. Man konnte ihm nicht ansehen, ob er jung oder alt war, denn auch sein Gesicht war über und über gefärbt und zwar ganz in denselben Farben und in derselben Weise wie dasjenige des Kundschafters. Sein Ha...

...ch wir Häuptlinge sind. Setzt euch also auch, und laßt mich reden!« Er setzte sich dem Häuptlinge gegenüber, und wir taten dasselbe. Nur Sam blieb stehen, denn er wußte, daß er als Schwarzer sein Leben wage, wenn er den Vorzug der Häuptlinge, am Feuer zu sitzen, auch für sich in Anspruch nehme. »Uff!« rief der Indianer zornig, und stieß noch mehrere Worte hervor, welche ich indessen nicht verstand. »Verstehst du die Sprache der Bleichgesichter?« fragte Old Death den Indsman. »Avat-vila verste...
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May, Karl ->
Winnetou 2 ->
3. Über die Grenze
Durch die Mapirni ->
»Das laßt bleiben, Sir! Wir müssen es uns verbitten!« »Warum?« fragte Gibson zornig. »Darf man nicht einmal das Feuer schüren?« »Nein. Wenn da oben die Eule schreit, so antwortet man nicht hier unten mit diesem vorher verabredeten Zeichen.« »Ein Zeichen? Seid Ihr denn toll?« »Ja, ich bin so toll, daß ich einem jeden, der es wagt, noch einmal in dieser Weise in ...

...ren?« »Nein. Wenn da oben die Eule schreit, so antwortet man nicht hier unten mit diesem vorher verabredeten Zeichen.« »Ein Zeichen? Seid Ihr denn toll?« »Ja, ich bin so toll, daß ich einem jeden, der es wagt, noch einmal in dieser Weise in das Feuer zu stoßen, sofort eine Kugel durch den Kopf jagen werde!« »Verdammt! Ihr gebärdet Euch ganz so, als ob Ihr hier der Herr wäret!« »Der bin ich auch, und Ihr seid mein Gefangener, mit dem ich verteufelt kurzen Prozeß machen werde, wenn mir Eure Phy...

...ssen. Aber sobald ihr nur die Hand nach einem Messer streckt, ist es aus mit dem Schutze, in welchem ihr noch steht.« Da ertönte das Gekreisch und der Eulenruf abermals, hoch, grad wie vom Himmel herab. Die Hand Gibsons zuckte, als ob er nach dem Feuer greifen wolle; aber er wagte doch nicht, es zu tun. Nun wiederholte der Häuptling seine vorher unterbrochene Frage an die Topias. »Wissen meine Brüder ganz genau, daß Winnetou sich jenseits des Conchos befindet?« »Ja, sie wissen es, « antwortete ...

... wirkliche Eule.« »Und Old Death weiß, daß Winnetou die Stimmen vieler Tiere so getreu und genau nachahmt, daß man sie von den wirklichen nicht zu unterscheiden vermag. Ich bitte dich, vorsichtig zu sein! Warum schlug dieses Bleichgesicht in das Feuer? Es war ein verabredetes Zeichen, welches zu geben er beauftragt war.« »So müßte er es mit den Apachen verabredet haben, und er kann doch mit ihnen nicht zusammengetroffen sein!« »So hat es ein Anderer mit ihnen verabredet, und dieses Bleichgesi...

...nd gleich darauf erzitterte die stille Luft von dem vielstimmigen Kriegsgeheul der Apachen. Wer dasselbe auch nur ein einzigesmal vernommen hat, der kann es nie, nie wieder vergessen. Kaum war dieses Geschrei erschollen, so sprangen alle Weißen am Feuer auf. »Dort stehen die Hunde,« rief der Offizier, indem er auf uns deutete. »Drauf auf sie!« »Ja drauf!« kreischte Gibson. »Schlagt sie tot!« Wir standen im Dunkeln, so daß sie ein sehr unsicheres Zielen hatten. Darum zogen sie es vor, nicht zu ...
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Winnetou 2 ->
4. Durch die Mapirni
Durch die Mapirni ->
...den Apachen gehalten?« »Ja,« antwortete der Gefragte wimmernd. »Ihr wußtet, daß wir in dieser Nacht überfallen werden sollten?« »Ja. Die beiden Topias hatten die Comanchen zu diesem Zwecke hierher geführt.« »Und Gibson sollte das Zeichen mit dem Feuer geben?« »Ja, Sir. Eigentlich mußte er so oft in das Feuer schlagen, als es hundert Comanchen waren. Dann hätte Winnetou sie nicht heute, sondern erst morgen an einem andern Orte angegriffen, weil er heute nur hundert Mann bei sich hatte. Morgen aber stoßen die Übrigen zu ihm.« »Dachte es mir. Daß ich Gi...

... Dann hätte Winnetou sie nicht heute, sondern erst morgen an einem andern Orte angegriffen, weil er heute nur hundert Mann bei sich hatte. Morgen aber stoßen die Übrigen zu ihm.« »Dachte es mir. Daß ich Gibson verhindert habe, noch viermal in das Feuer zu stöbern, hat die Apachen veranlaßt, uns jetzt schon zu überfallen. Nun aber haben sie die Ausgänge besetzt. Wir können nicht fort, und morgen wird sich dieses Tal zu einem offenen Grabe gestalten, in welchem wir langsam abgeschlachtet werden.«...

... jetzt Kriegsrat halten. Die Krieger der Comanchen haben nicht Lust, zu warten, bis die Hunde der Apachen in Menge herbeigekommen sind. Wir können noch heut in der Nacht durch den Ausgang dringen.« Er setzte sich mit seinen Unteranführern an dem Feuer nieder. Old Death mußte auch teilnehmen. Ich saß mit Lange, dessen Sohn und dem Neger so weit vom Feuer entfernt, daß ich nichts hören konnte, da die Verhandlung in unterdrücktem Tone geführt wurde. Doch ersah ich aus den Zügen und lebhaften Handbewegungen des Scout, daß dieser nicht der Meinung der Indianer war. Er schien die seinige lebhaft zu ve...
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4. Durch die Mapirni
Am Deklil-to ->
...Tusahga Saritsch, Tokeichun und Tangua, die vier Oberhäuptlinge, sodann die beiden Medizinmänner der Kiowas und der Komantschen und außerdem fünf Unterhäuptlinge von jedem der vier Stämme. Auch einige gewöhnliche Krieger sind dabei, um das nötige Feuerholz und Tangua zu tragen, der nicht gehen kann. Jeder Stamm wird sein eigenes Beratungsfeuer brennen. Das Feuer für alle aber wird auf dem Altare angezündet, der die Medizinen der Oberhäuptlinge zu empfangen hat, bis das, was die Beratung ergeben hat, auch ausgeführt worden ist.» «So können wir also annehmen», fuhr ich nun fort, «daß wenigstens dreißig Pers...

... nur der Altar, um den sie sich versammeln werden.» «So verstecken wir uns oben!» rief das Herzle. «Mit Hilfe der Leiter! In den Nischen, in den Luftlöchern, in den Fenstervertiefungen!» «Ganz recht!» nickte ich. «Aber denkst du dabei auch an die Feuer?» «Soll ich das? Wozu?» «Wozu? Welche Frage! Um nicht zu ersticken oder durch immerwährendes Räuspern und Husten dich wenigstens zu verraten! Es werden fünf Feuer brennen, vier Stammes- und ein Altarfeuer. Diese Feuer werden mit Holz, Reisig usw. genährt. Das gibt, zumal wenn dieses Material nicht ganz trocken ist, einen so bedeutenden Rauch und Qualm, daß es da oben, wohin du steigen willst, gar nicht auszuhalten ist, außer wir finden einen Platz, wo dieser Q...

...ffnungen stehen offen. Es wird also Luftzug mehr als genug vorhanden sein. Aber nach welcher Seite geht er? Ich schlage vor, das wir probieren! Wir haben fast noch eine Viertelstunde Zeit, ehe es Abend wird. Gehen wir schnell nach dem Haus, um ein Feuer anzuzünden und zu sehen, wohin der Rauch entweicht.» «Und dabei erwischt zu werden!» warnte Pappermann.
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5. Am Deklil-to

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