| | Vorrede zur zweiten Auflage | Ob die Bearbeitung der Erkenntnisse, die zum Vernunftgeschäfte gehören, den sicheren Gang einer Wissenschaft gehe oder nicht, das läßt sich bald aus dem Erfolg beurteilen. Wenn sie nach viel gemachten Anstalten und Zurüstungen, sobald es zum Zweck kommt, in Stecken gerät, oder, um diesen zu erreichen, öfters wieder zurückgehen und einen ...
... imgleichen wenn es nicht möglich ist, die verschiedenen Mitarbeiter in der Art, wie die gemeinschaftliche Absicht erfolgt werden soll, einhellig zu machen: so kann man immer überzeugt sein, daß ein solches Studium bei weitem noch nicht den sicheren Gang einer Wissenschaft eingeschlagen, sondern ein bloßes Herumtappen sei, und es ist schon ein Verdienst um die Vernunft, diesen Weg womöglich ausfindig zu machen, sollte auch manches als vergeblich aufgegeben werden müssen, was in dem ohne Überlegung v...
...und es ist schon ein Verdienst um die Vernunft, diesen Weg womöglich ausfindig zu machen, sollte auch manches als vergeblich aufgegeben werden müssen, was in dem ohne Überlegung vorher genommenen Zwecke enthalten war.
Daß die Logik diesen sicheren Gang schon von den ältesten Zeiten her gegangen sei, läßt sich daraus ersehen, daß sie seit dem Aristoteles keinen Schritt rückwärts hat tun dürfen, wenn man ihr nicht etwa die Wegschaffung einiger entbehrlicher Subtilitäten, oder deutlichere Bestimmung des Vorgetragenen als Verbesserungen anre...
...nach Maßgabe anderer Erkenntnisquellen als der der Vernunft.
Die Mathematik ist von den frühesten Zeiten her, wohin die Geschichte der menschlichen Vernunft reicht, in dem bewundernswürdigen Volke der Griechen den sicheren Weg einer Wissenschaft gegangen. Allein man darf nicht denken, daß es ihr so leicht geworden, wie der Logik, wo die Vernunft es nur mit sich selbst zu tun hat, jenen königlichen Weg zu treffen, oder vielmehr sich selbst zu bahnen; vielmehr glaube ich, daß es lange mit ihr (vorne...
... geblieben ist, und diese Umänderung einer Revolution zuzuschreiben sei, die der glückliche Einfall eines einzigen Mannes in einem Versuche zustande brachte, von welchem an die Bahn, die man nehmen mußte, nicht mehr zu verfehlen war, und der sichere Gang einer Wissenschaft für alle Zeiten und in unendliche Weiten eingeschlagen und vorgezeichnet war. Die Geschichte dieser Revolution der Denkart, welche viel wichtiger war, als die Entdeckung des Weges um das berühmte Vorgebirge, und des Glücklichen, d...
...aft traf, denn es sind nur etwa anderthalb Jahrhunderte, daß der Vorschlag des sinnreichen Baco von Verulam diese Entdeckung teils veranlaßte, teils, da man bereits auf der Spur derselben war, mehr belebte, welche eben sowohl durch eine schnell vorgegangene Revolution der Denkart erklärt werden kann. Ich will hier nur die Naturwissenschaft, so fern sie auf empirische Prinzipien gegründet ist, in Erwägung ziehen.
Als Galilei seine Kugeln die schiefe Fläche mit einer von ihm selbst gewählten Schwere...
...s die Vernunft selbst in die Natur hineinlegt, gemäß, dasjenige in ihr zu suchen (nicht ihr anzudichten), was sie von dieser lernen muß, und wovon sie für sich selbst nichts wissen würde. Hierdurch ist die Naturwissenschaft allererst in den sicheren Gang einer Wissenschaft gebracht worden, da sie so viel Jahrhunderte durch nichts weiter als ein bloßes Herumtappen gewesen war.
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* Ich folge hier nicht genau dem Faden de... | | |
| | Drittes Kapitel: Im leeren Sitzungssaal - Der Student - Die Kanzleien -> | ... zum Untersuchungsrichter getragen werde, auch belogen habe. Der Untersuchungsrichter würde doch nicht auf dem Dachboden sitzen und warten. Die Holztreppe erklärte nichts, so lange man sie auch ansah. Da bemerkte K. einen kleinen Zettel neben dem Aufgang, ging hinüber und las in einer kindlichen, ungeübten Schrift: »Aufgang zu den Gerichtskanzleien.« Hier auf dem Dachboden dieses Miethauses waren also die Gerichtskanzleien? Das war keine Einrichtung, die viel Achtung einzuflößen imstande war und es war für einen Angeklagten beruhigend, sich vorzustellen, wie wenig Geld...
...ne Macht. Nur ein Mann wie Sie könnte es tun.« »Wieso denn ich?« fragte K. erstaunt. »Sie sind doch angeklagt«, sagte der Gerichtsdiener. »Ja«, sagte K., »aber desto mehr müßte ich doch fürchten, daß er, wenn auch vielleicht nicht Einfluß auf den Ausgang des Prozesses, so doch wahrscheinlich auf die Voruntersuchung hat.« »Ja, gewiß«, sagte der Gerichtsdiener, als sei die Ansicht K.s genau so richtig wie seine eigene. »Es werden aber bei uns in der Regel keine aussichtslosen Prozesse geführt.« »Ich b...
... wäre er fast hingefallen, denn hinter der Tür war noch eine Stufe. »Auf das Publikum nimmt man nicht viel Rücksicht«, sagte er. »Man nimmt überhaupt keine Rücksicht«, sagte der Gerichtsdiener, »sehen Sie nur hier das Wartezimmer.« Es war ein langer Gang, von dem aus roh gezimmerte Türen zu den einzelnen Abteilungen des Dachbodens führten. Obwohl kein unmittelbarer Lichtzutritt bestand, war es doch nicht vollständig dunkel, denn manche Abteilungen hatten gegen den Gang zu statt einheitlicher Bretterwände bloße, allerdings bis zur Decke reichende Holzgitter, durch die einiges Licht drang und durch die man auch einzelne Beamte sehen konnte, wie sie an Tischen schrieben oder geradezu am Gitter standen und durch die L...
...Bretterwände bloße, allerdings bis zur Decke reichende Holzgitter, durch die einiges Licht drang und durch die man auch einzelne Beamte sehen konnte, wie sie an Tischen schrieben oder geradezu am Gitter standen und durch die Lücken die Leute auf dem Gang beobachteten. Es waren, wahrscheinlich weil Sonntag war, nur wenig Leute auf dem Gang. Sie machten einen sehr bescheidenen Eindruck. In fast regelmäßigen Entfernungen voneinander saßen sie auf den zwei Reihen langer Holzbänke, die zu beiden Seiten des Ganges angebracht waren. Alle waren vernachlässigt angezogen, obwohl die meisten nach dem Gesichtsausdruck, der Haltung, der Barttracht und vielen, kaum sicherzustellenden kleinen Einzelheiten den höheren Klassen angehörten. Da keine Kleiderhaken vorhand...
...nbar hatte er diesen Anfang gewählt, um ganz genau auf die Fragestellung zu antworten, fand aber jetzt die Fortsetzung nicht. Einige der Wartenden hatten sich genähert und umstanden die Gruppe, der Gerichtsdiener sagte zu ihnen: »Weg, weg, macht den Gang frei.« Sie wichen ein wenig zurück, aber nicht bis zu ihren früheren Sitzen. Inzwischen hatte sich der Gefragte gesammelt und antwortete sogar mit einem kleinen Lächeln: »Ich habe vor einem Monat einige Beweisanträge in meiner Sache gemacht und wart... | | |
| | Drittes Kapitel: Im leeren Sitzungssaal - Der Student - Die Kanzleien -> | ...anke Ihnen beiden vielmals«, sagte K., freudig überrascht, erhob sich langsam und führte selbst die fremden Hände an die Stellen, an denen er die Stütze am meisten brauchte. »Es sieht so aus«, sagte das Mädchen leise in K.s Ohr, während sie sich dem Gang näherten, »als ob mir besonders viel daran gelegen wäre, den Auskunftgeber in ein gutes Licht zu stellen, aber man mag es glauben, ich will doch die Wahrheit sagen. Er hat kein hartes Herz. Er ist nicht verpflichtet, kranke Parteien hinauszuführen, ...
...ern helfen, aber als Gerichtsbeamte bekommen wir leicht den Anschein, als ob wir hartherzig wären und niemandem helfen wollten. Ich leide geradezu darunter.« »Wollen Sie sich nicht hier ein wenig setzen?« fragte der Auskunftgeber, sie waren schon im Gang und gerade vor dem Angeklagten, den K. früher angesprochen hatte. K. schämte sich fast vor ihm, früher war er so aufrecht vor ihm gestanden, jetzt mußten ihn zwei stützen, seinen Hut balancierte der Auskunftgeber auf den gespreizten Fingern, die Fri...
... müssen das nicht so sehr entschuldigen«, sagte der Auskunftgeber, »Ihre Sorgsamkeit ist ja ganz lobenswert, Sie nehmen hier zwar unnötigerweise den Platz weg, aber ich will Sie trotzdem, solange es mir nicht lästig wird, durchaus nicht hindern, den Gang Ihrer Angelegenheit genau zu verfolgen. Wenn man Leute gesehen hat, die ihre Pflicht schändlich vernachlässigten, lernt man es, mit Leuten, wie Sie sind, Geduld zu haben. Setzen Sie sich.« »Wie er mit den Parteien zu reden versteht«, flüsterte das M...
...« »Nein«, sagte K., »ich will mich nicht ausruhen.« Er hatte das mit möglichstes Bestimmtheit gesagt, in Wirklichkeit hätte es ihm sehr wohlgetan, sich niederzusetzen. Er war wie seekrank. Er glaubte auf einem Schiff zu sein, das sich in schwerem Seegang befand. Es war ihm, als stürze das Wasser gegen die Holzwände, als komme aus der Tiefe des Ganges ein Brausen her, wie von überschlagendem Wasser, als schaukle der Gang in der Quere und als würden die wartenden Parteien zu beiden Seiten gesenkt und gehoben. Desto unbegreiflicher war die Ruhe des Mädchens und des Mannes, die ihn führten. Er war ihnen ausgeliefert, ließen sie ihn los, so mußte er hinfallen wie ein Br...
...nn auch für ihn unverständlich, gesprochen hatten. Da kam endlich, als wäre die Wand vor ihm durchrissen, ein frischer Luftzug ihm entgegen, und er hörte neben sich sagen: »Zuerst will er weg, dann aber kann man ihm hundertmal sagen, daß hier der Ausgang ist, und er rührt sich nicht.« K. merkte, daß er vor der Ausgangstür stand, die das Mädchen geöffnet hatte. Ihm war, als wären alle seine Kräfte mit einemmal zurückgekehrt, um einen Vorgeschmack der Freiheit zu gewinnen, trat er gleich auf eine Treppenstufe und verabschiedete sich von dort aus von seinen Begleite... | | |
| | Dritter Abschnitt. Von den Beweisgründen der spekulativen Vernunft, auf das Dasein eines höchsten Wesens zu schließen | ...das gegeben ist, zum Unbedingten, zu suchen, das zwar an sich und seinem bloßen Begriff nach nicht als wirklich gegeben ist, welches aber allein die Reihe der zu ihren Gründen hinausgeführten Bedingungen vollenden kann. Dieses ist nun der natürliche Gang, den jede menschliche Vernunft, selbst die gemeinste, nimmt, obgleich nicht eine jede in demselben aushält. Sie fängt nicht von Begriffen, sondern von der gemeinen Erfahrung an, und legt also etwas Existierendes zum Grunde. Dieser Boden aber sinkt, ...
...endigen Wesens nicht in den Wind schlagen dürfen; geben wir sie aber zu, doch in dem ganzen Felde der Möglichkeit nichts finden können, was auf einen solchen Vorzug im Dasein einen gegründeteren Anspruch machen könnte.
So ist also der natürliche Gang der menschlichen Vernunft beschaffen. Zuerst überzeugt sie sich vom Dasein irgendeines notwendigen Wesens. In diesem erkennt sie eine unbedingte Existenz. Nun sucht sie den Begriff des Unabhängigen von aller Bedingung, und findet ihn in dem, was sel...
...ter hinauszugehen. Daher sehen wir bei allen Völkern durch ihre blindeste Vielgötterei doch einige Funken des Monotheismus durchschimmern, wozu nicht Nachdenken und tiefe Spekulation, sondern nur ein nach und nach verständlich gewordener natürlicher Gang des gemeinen Verstandes geführt hat.
Es sind nur drei Beweisarten vom Dasein Gottes aus spekulativer Vernunft möglich.
Alle Wege, die man in dieser Absicht einschlagen mag, fangen entweder von der bestimmten Erfahrung und der dadurch erkannt... | | |
| | Von der Unmöglichkeit einer skeptischen Befriedigung der mit sich selbst veruneinigten reinen Vernunft | ... unserer Vernunft bestimmen können; ehe aber dieses geschehen ist, sind alle Behauptungen der letzten blindlings gewagt. Und auf solche Weise wäre ein durchgängiger Zweifel an aller dogmatischen Philosophie, die ohne Kritik der Vernunft selbst ihren Gang geht, ganz wohl gegründet; allein darum könnte doch der Vernunft nicht ein solcher Fortgang, wenn er durch bessere Grundlegung vorbereitet und gesichert würde, gänzlich abgesprochen werden. Denn, einmal liegen alle Begriffe, ja alle Fragen, welche uns die reine Vernunft vorlegt, nicht etwa in der Erfahrung, sondern selbst wiederum nur in d...
... sie also Rechenschaft zu geben gehalten ist.
Alles skeptische Polemisieren ist eigentlich nur wider den Dogmatiker gekehrt, der, ohne ein Mißtrauen auf seine ursprünglichen objektiven Prinzipien zu setzen, d. i. ohne Kritik, gravitätisch seinen Gang fortsetzt, bloß um ihm das Konzept zu verrücken und ihn zur Selbsterkenntnis zu bringen. An sich macht sie in Ansehung dessen, was wir wissen und was wir dagegen nicht wissen können, ganz und gar nichts aus. Alle fehlgeschlagenen dogmatischen Versuc...
...leicht der geistreichste unter allen Skeptikern, und ohne Widerrede der vorzüglichste in Ansehung des Einflusses ist, den das skeptische Verfahren auf die Erweckung einer gründlichen Vernunftprüfung haben kann, so verlohnt es sich wohl der Mühe, den Gang seiner Schlüsse und die Verirrungen eines so einsehenden und schätzbaren Mannes, die doch auf der Spur der Wahrheit angefangen haben, so weit es zu meiner Absicht schicklich ist, vorstellig zu machen.
Hume hatte es vielleicht in Gedanken, wiewoh...
...riori, aber in Beziehung auf ein drittes, nämlich mögliche Erfahrung, also doch a priori, das Gesetz der Verknüpfung mit anderen Dingen erkennen können. Wenn also vorher fest gewesenes Wachs schmilzt, so kann ich a priori erkennen, daß etwas vorausgegangen sein müsse, (z. B. Sonnenwärme,) worauf dieses nach einem beständigen Gesetze gefolgt ist, ob ich zwar, ohne Erfahrung, aus der Wirkung weder die Ursache noch aus der Ursache, die Wirkung, a priori und ohne Belehrung der Erfahrung bestimmt erkenne... | | |
| | Der Schut -> | ..., in denen ich die
Schnur noch hielt.
»Zurück! Schnell zurück!« schrie ich schreckensbleich. »Es gibt eine Explosion!«
Die Dorfleute standen wie erstarrt. Meine drei Gefährten besaßen mehr Geistesgegenwart; sie
verschwanden augenblicklich in dem Gang, durch welchen wir gekommen waren. Ich folgte ihnen,
und nun rannten auch die Andern nach. Da ging es auch schon los, hinter und über uns.
Zuerst hörten wir einen dumpfen Krach. Die Wände des Ganges, in welchem wir vorwärts eilten,
schienen zu wanken, und von der Decke fielen Steine herab. Dann folgte ein donnerartiges Rollen,
von mehreren Schlägen unterbrochen, und endlich ein Knall, hoch, hoch über uns, bei welchem
aber doch der Boden un...
...
sind! Was thun wir nun?«
»Wir warten noch ein Weilchen und versuchen dann, ob es möglich ist, ohne Gefahr in den
Schacht zu gelangen.«
Als einige Minuten verstrichen waren, ohne daß wir etwas Weiteres gehört hatten, kehrte ich mit
Halef in den Gang zurück. Viele Steine lagen auf dem Boden, ihrer wurden desto mehr, je weiter
wir kamen. Die Wände hatten bedrohliche Risse; dennoch drangen wir behutsam vor, bis wir nicht
weiter konnten. Wir hatten eine Stelle erreicht, an welcher der Gang vollständig verschüttet war,
und kehrten nun wieder um. Warum sollten wir uns unnütz in Gefahr stürzen. Die Gefangenen
waren befreit, und das Übrige ging uns nichts an. Es blieb uns nur noch übrig, an die Oberwelt
zurückzukehren.
Stojko mußte ge...
...hat mich aus Deiner Mördergrube entkommen lassen.
Dafür aber ist nun Deine Stunde da. Du sollst heulen unter den Qualen, welche ich Dir bereiten
werde!«
»Ja,« fiel Galingré ein, »er soll hundertfach büßen, was er an uns und an so vielen Andern
begangen hat.« | | |
| | Der Sieg -> | ...ale Lücke frei, welche vorsichtig zu untersuchen war, wie weit und wohin sie führte.
Das zu tun, unternahmen die beiden Medizinmänner, denen es infolge der durchnäßten Feuerzeuge nur
schwer gelang, eine Fackel anzuzünden. Die Lücke erwies sich als gangbar; aber kaum war sie passiert,
und die beiden Führer wollten zurückkehren, um die ihrigen zu benachrichtigen, so tat es einen neuen,
donnerähnlichen Krach; die Erde bebte und die ganze Umgebung schien in Bewegung zu sein und
zusammenbrechen zu w...
...ndete. Es galt, Arbeiter mit Hacken, Schaufeln, Lichtern und
allen andern Dingen zu holen, die sich als nötig erwiesen. Wir zwangen also die Medizinmänner, die
partout sitzen bleiben wollten, aufzustehen und mit uns zu gehen, und kehrten durch den Gang ins Freie
zurück, zur Teufelskanzel, wo es dem Ingenieur und seinen Leuten inzwischen gelungen war, eine neue,
wenn auch keine brillante, aber doch genügende Beleuchtung herbeizuschaffen. Die Medizinmänner faßte
ich, hüben und drüben einen, an de...
...r an Empörung. Sie waren schnell bereit, in die Höhle niederzusteigen und einen
Weg durch die niedergestürzten Massen zu bahnen. Da zeigte sich nun das elektrische Licht von hohem
Wert. Es konnte mit Hilfe der vorhandenen Drähte ganz bequem in den Gang geleitet werden, so daß die
düster brennenden und rauchenden Fackeln vollständig überflüssig wurden. Die Arbeit begann. Sie war
eine sehr schwere und nicht ungefährliche. Es galt, ganz gewaltige Gesteinsmassen zu beseitigen. In
welcher Zeit dies ...
...innere und äußere Geschick von viertausend
Menschen Beschluß zu fassen, für ihre Unterbringung und Ernährung zu sorgen und sie womöglich aus
Feinden in Freunde zu verwandeln. Diese Verwandlung der Feinde in Freunde war übrigens schon recht
gut im Gang, nicht nur unten, bei den Untergebenen, sondern noch viel mehr auch oben, bei den
Vorgesetzten. Das bemerkte ich zu meiner Freude, als ich während dieser Nacht einmal zu Old Surehand
und Apanatschka trat, die mit ihren Söhnen im Gespräch beieinand... | | |
| | Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit -> | ...ende inzwischen sich geaendert haetten, die Belagerung fort. Dabei
war er als Soldat gerade so schlecht wie als Buerger; nachdem er so lange vor
der grossen und festen Stadt gelegen hatte, bis ihm in dem rauhen feindlichen
Land die Zufuhr ausgegangen war, musste er mit Zuruecklassung aller Verwundeten
und Kranken den Rueckzug beginnen, auf dem die verfolgenden Pallantiner die
Haelfte seiner Soldaten aufrieben und, wenn sie die Verfolgung nicht zu frueh
abgebrochen haetten, das schon in v...
...chaft, dass die Stadt jetzt bereit
sei, auf Gnade und Ungnade sich zu unterwerfen. Als demnach die Buergerschaft
angewiesen wurde, am folgenden Tag vor den Toren zu erscheinen, bat sie um
einige Tage Frist, um denjenigen Buergern, die den Untergang der Freiheit nicht
zu ueberleben beschlossen haetten, Zeit zum Sterben zu gestatten. Sie ward ihnen
gewaehrt, und nicht wenige benutzten sie. Endlich erschien der elende Rest vor
den Toren. Scipio las fuenfzig der Ansehnlichsten aus, um sie in...
...eben oder durch Entwicklung einer imponierenden
materiellen Ueberlegenheit die Beherrschten zur Resignation zu noetigen. Der
roemische Senat tat keines von beidem. Von allen Seiten angerufen und bestuermt,
griff der Senat bestaendig ein in den Gang der afrikanischen, hellenischen,
asiatischen, aegyptischen Angelegenheiten, allein in einer so unsteten und
schlaffen Weise, dass durch diese Schlichtungsversuche die Verwirrung
gewoehnlich nur noch aerger ward. Es war die Zeit der Kommissione...
...wandlung Karthagos in eine roemische Provinzialstadt waere ausfuehrbar,
ja, verglichen mit dem gegenwaertigen Zustand, den Phoenikern selbst vielleicht
nicht unwillkommen gewesen. Indes Cato wollte eben nicht die Unterwerfung,
sondern den Untergang der verhassten Stadt. Seine Politik fand, wie es scheint,
Bundesgenossen teils an den Staatsmaennern, die geneigt waren, die
ueberseeischen Gebiete in unmittelbare Abhaengigkeit von Rom zu bringen, teils
und vor allem an dem maechtigen Einflus...
...rwerfung zu beschwoeren. Der Senat beschied
sie, dass Rom bereit sei, der karthagischen Gemeinde ihr Gebiet, ihre
staedtische Freiheit und ihr Landrecht, ihr Gemeinde- und Privatvermoegen zu
garantieren, wofern sie den soeben nach Sizilien abgegangenen Konsuln binnen
Monatsfrist in Lilybaeon 300 Geiseln aus den Kindern der regierenden Familien
stellen und die weiteren Befehle erfuellen wuerden, die ihnen die Konsuln nach
ihrer Instruktion wuerden zugehen lassen. Man hat den Bescheid zwei...
...ios genau uebereinstimmenden Ueberreste gezeigt haben,
aus einer Aussenmauer von 6« Fuss Dicke und an diese hinterwaerts,
wahrscheinlich in ihrer ganzen Ausdehnung, angelehnten ungeheuren Kasematten,
welche durch einen 6 Fuss breiten bedeckten Gang von der Aussenmauer getrennt
waren und, die jede reichlich 3 Fuss breiten Vorder- und Hintermauern nicht
gerechnet, eine Tiefe von 11 Fuss hatten 4. Dieser ungeheure, durchaus aus
maechtigen Quadern zusammengefuegte Wall erhob sich in zwei Sto... | | |
| | Pompeius und der Osten | ...hiffe, unter denen auch diesmal die rhodischen sich auszeichneten, frueh
im Jahr in See und reinigte zunaechst die sizilischen, afrikanischen und
sardischen Gewaesser, um vor allem die Getreidezufuhr aus diesen Provinzen nach
Italien wieder in Gang zu bringen. Fuer die Saeuberung der spanischen und
gallischen Kuesten sorgten inzwischen die Unterfeldherren. Es war bei dieser
Gelegenheit, dass der Konsul Gaius Piso von Rom aus die Aushebungen zu hemmen
versuchte, welche Pompeius' Legat Mar...
... 90 eigentliche Kriegsfahrzeuge,
wurden teils von Pompeius genommen, teils ihm ausgeliefert; im ganzen sollen an
1300 Piratenfahrzeuge zugrunde gerichtet und ausserdem die reichgefuellten
Arsenale und Zeughaeuser der Flibustier in Flammen aufgegangen sein. Von den
Seeraeubern waren gegen 10000 umgekommen, ueber 20000 dem Sieger lebend in die
Haende gefallen, wogegen Publius Clodius, der Flottenfuehrer der in Kilikien
stehenden roemischen Armee, und eine Menge anderer von den Piraten
we...
...nderer von den Piraten
weggefuehrter, zum Teil daheim laengst tot geglaubter Individuen durch Pompeius
ihre Freiheit wiedererlangten. Im Sommer 687 (67), drei Monate nach dem Beginn
des Feldzugs, gingen Handel und Wandel wieder ihren gewohnten Gang und anstatt
der frueheren Hungersnot herrschte in Italien Ueberfluss.
Ein verdriessliches Zwischenspiel auf der Insel Kreta truebte indes
einigermassen diesen erfreulichen Erfolg der roemischen Waffen. Dort stand schon
im zweiten Jahre Quintu... | | |
| | 9 | | ...pen des Übermenschen.
Den Einsiedlern werde ich mein Lied singen und den Zweisiedlern; und wer noch Ohren hat für Unerhörtes, dem will ich sein Herz schwer machen mit meinem Glücke.
Zu meinem Ziele will ich, ich gehe meinen Gang; über die Zögernden und Saumseligen werde ich hinwegspringen. Also sei mein Gang ihr Untergang!
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