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Schlagwort: Herrschaft | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 27 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 | | | Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit -> | ...en Poebel. Die gesamte Meute der Nachbarkoenige, Aegypten,
Armenien, Kappadokien, Pergamon, mengte unaufhoerlich sich in die
Angelegenheiten Syriens und naehrte die Erbfolgestreitigkeiten, so dass der
Buergerkrieg und die faktische Teilung der Herrschaft unter zwei oder mehr
Praetendenten fast zur stehenden Landplage ward. Die roemische Schutzmacht, wenn
sie die Nachbarn nicht aufstiftete, sah untaetig zu. Zu allem diesem draengte
von Osten her das neue Partherreich, nicht bloss mit seiner mat...
...das der Lagiden, und
einzelnen derselben mangelte es nicht an Tapferkeit und Faehigkeit; sie wiesen
auch wohl den einen oder den andern jener zahllosen Rebellen, Praetendenten und
Intervenienten in seine Schranken zurueck; aber es fehlte ihrer Herrschaft so
sehr an einer festen Grundlage, dass sie dennoch der Anarchie nicht auch nur
voruebergehend zu steuern vermochten. Das Ergebnis war denn, was es sein musste.
Die oestlichen Landschaften Syriens unter ihren unbeschuetzten oder gar
aufruehr...
...taliens
nur durch Klientel zu herrschen, ward von den leitenden Maennern der folgenden
Generation wohl begriffen und wohl die Notwendigkeit eingesehen, an die Stelle
dieses Klientelregiments eine die Gemeindefreiheiten wahrende, unmittelbare
Herrschaft Roms zu setzen. Allein statt diese neue Ordnung fest, rasch und
gleichmaessig durchzufuehren, wurden einzelne Landschaften eingezogen, wo eben
Gelegenheit, Eigensinn, Nebenvorteil und Zufall dazu fuehrten, wogegen der
groessere Teil des Klient...
... auswaertige Koenige so gewoehnlich,
dass es auffiel, als Scipio Aemilianus die im Lager vor Numantia ihm von dem
Koenig von Syrien zugekommenen Gaben in die Kriegskasse einwarf. Durchaus liess
man den alten Grundsatz fallen, dass der Lohn der Herrschaft einzig die
Herrschaft und die Herrschaft ebensosehr eine Pflicht und eine Last wie ein
Recht und ein Vorteil sei. So kam die neue Staatswirtschaft auf, welche von der
Besteuerung der Buerger absah und dagegen die Untertanenschaft als einen
nutzbaren Besitz der Gemeinde teils von Geme... | | |
| | 10. Kapitel - Syrien und das Nabataeerland -> | ...der Araber statt bei dem Lehnsherrn gegen Herodes Recht zu
suchen, diesem mit den Waffen entgegengetreten war und dass des Obodas Sohn
Harethath oder griechisch Aretas nach dem Tode des Vaters, statt die Belehnung
abzuwarten, ohne weiteres die Herrschaft angetreten hatte, war im Begriff,
diesen abzusetzen und sein Gebiet mit dem juedischen zu vereinigen; aber das
Missregiment des Herodes in seinen spaeteren Jahren hielt ihn davon zurueck, und
so wurde (um 747 7) Aretas bestaetigt. Einige Dezen...
...berius starb (37); und sein Nachfolger Gaius,
der dem Antipas nicht wohl wollte, verzieh dem Araber. Des Aretas Nachfolger
Koenig Maliku oder Malchos focht unter Nero und Vespasian in dem Juedischen
Krieg als roemischer Vasall und vererbte die Herrschaft auf seinen Sohn Rabel,
den Zeitgenossen Traians, den letzten dieser Regenten. Namentlich nach der
Einziehung des Staates von Jerusalem und der Reduzierung der ansehnlichen
Herrschaft des Herodes auf das wenig schlagfertige Koenigreich von Caesarea
Paneas war unter den syrischen Klientelstaaten der arabische der ansehnlichste,
wie er denn auch zu dem Jerusalem belagernden Roemerheere unter den koeniglichen
das staerkste Kon...
...ichste,
wie er denn auch zu dem Jerusalem belagernden Roemerheere unter den koeniglichen
das staerkste Kontingent stellte. Des Gebrauchs der griechischen Sprache hat
dieser Staat sich auch unter roemischer Oberhoheit enthalten; die unter der
Herrschaft seiner Koenige geschlagenen Muenzen tragen, von Damaskos abgesehen,
nur aramaeische Aufschrift. Aber es zeigen sich die Anfaenge geordneter
Zustaende und zivilisierten Regiments. Die Praegung selbst hat wahrscheinlich
erst begonnen, nachdem de...
...rregiments spricht teils, dass der Ethnarch des Koenigs Aretas in
Damaskos den Apostel Paulus, wie dieser im 2. Brief an die Korinther (11, 32)
schreibt, verhaften lassen wollte, teils die seit kurzem festgestellte Tatsache
(Anm. 27), dass die Herrschaft der Nabataeer nordoestlich von Damaskos noch
unter Traian fortdauerte.
Indem man umgekehrt davon ausging, dass, wenn Aretas in Damaskos herrscht,
die Stadt nicht roemisch sein kann hat man auf verschiedenen Wegen versucht,
jenen Vorgang im Le...
... Ijjar des Jahres 405 nach roemischer (d. h.
seleukidischer) Zaehlung und dem 24. Jahr des Koenigs Rabel, des letzten
nabataeischen, also aus dem Mai 94 n. Chr., hat gezeigt, dass dieser Distrikt
bis auf die Einziehung dieses Reiches unter der Herrschaft der Nabataeer
geblieben ist. Uebrigens scheinen die Herrschaftsgebiete hier geographisch
durcheinander gewuerfelt gewesen zu sein; so stritten um das Gebiet von Gamala
am See Genezareth der Tetrarch von Galilaea und der Nabataeerkoenig (Ios. ant.
Iud. 18, 5, 1).
^28 Vielleicht durch Gabinius (App. Syr. 5... | | |
| | 11. Kapitel - Judaea und die Juden -> |
Bald rissen die Wendungen der grossen Politik den juedischen Staat noch
einmal in ihre Wogen. Der Herrschaft der Antipatriden machte im folgenden Jahre
(714 40) die Invasion der Parther zunaechst ein Ende. Der Praetendent Antigonos
schlug sich zu ihnen und bemaechtigte sich Jerusalems und fast des ganzen
Gebiets. Hyrkanos ging als Gefangener zu den P...
...Teil seiner
wertvollsten Besitzungen an der syrischen Kueste und in dem aegyptisch-syrischen
Zwischengebiet, ja selbst die reichen Balsampflanzungen und Palmenhaine von
Jericho und legte ihm schwere finanzielle Lasten auf. Um den Rest seiner
Herrschaft zu behaupten, musste er die neuen syrischen Besitzungen der Koenigin
entweder selber abpackten oder fuer andere minder zahlungsfaehige Paechter
garantieren. Nach all diesen Bedraengnissen und in Erwartung noch aergerer und
ebensowenig abweisba...
...uebertrieb er in der Tat die notwendige
Vorsicht. Caesar tat, was die Politik ihn tun hiess, zumal da fuer die
beabsichtigte aegyptische Expedition die Unterstuetzung des Herodes von
Wichtigkeit war; er bestaetigte den gern Besiegten in seiner Herrschaft und
erweiterte sie teils durch die Rueckgabe der von Kleopatra ihm entrissenen
Besitzungen, teils durch weitere Gaben: die ganze Kueste von Gaza bis zum
Stratonsturm, dem spaeteren Caesarea, die zwischen Judaea und Galilaea sich
einschiebend...
...ie streifenden Staemme der Wueste mit Strenge und Folgerichtigkeit
durchgefuehrt. Dadurch wurde die roemische Regierung bewogen, ihm noch weitere
Gebiete zu unterstellen, Ituraea, Trachonitis, Auranitis, Batanaea. Seitdem
erstreckte sich seine Herrschaft, wie dies schon erwaehnt ward, geschlossen
ueber das transjordanische Land bis gegen Damaskos und zum Hermongebirge; soviel
wir erkennen koennen, hat es nach jenen weiteren Zuweisungen in dem ganzen
bezeichneten Gebiet keine Freistadt und kein...
...d, geschlossen
ueber das transjordanische Land bis gegen Damaskos und zum Hermongebirge; soviel
wir erkennen koennen, hat es nach jenen weiteren Zuweisungen in dem ganzen
bezeichneten Gebiet keine Freistadt und keine von Herodes unabhaengige
Herrschaft mehr gegeben. Die Grenzverteidigung selbst traf mehr den arabischen
Koenig als den der Juden; aber soweit sie ihm oblag, bewirkte die Reihe
wohlversehener Grenzkastelle auch hier einen Landfrieden, wie man ihn bisher in
diesen Gegenden nicht g...
...ut wie ausschliesslich die Masse, und wenn bisher die Furcht des Herrn
einigermassen niedergehalten war durch die Furcht vor dem ruecksichtslos
energischen Koenig, so stand doch der Sinn der grossen Majoritaet der Juden
darauf, unter der Schirmherrschaft Roms das reine gottselige Priesterregiment
wieder herzustellen, wie es einst die persischen Beamten eingerichtet hatten.
Unmittelbar nach dem Tode des alten Koenigs hatten die Massen in Jerusalem sich
zusammengerottet, um die Beseitigung des v...
...r ganzen Schwaechlichkeit, welche er namentlich in spaeteren Jahren
so oft bewies, wies Augustus allerdings die Vertreter jener fanatischen Massen
mit ihrem Begehren ab, uebergab aber, im wesentlichen das Testament des Herodes
ausfuehrend, die Herrschaft in Jerusalem dem Archelaos, gemindert um den
koeniglichen Titel, den Augustus dem unerprobten jungen Mann zur Zeit nicht
zugestehen mochte, ferner gemindert um die noerdlichen Gebiete und mit der
Abnahme der Grenzverteidigung auch in der milit... | | |
| | Der Osten und Koenig Mithradates | ...den Nebenlaendern Kyrene
und Kypros loeste mit dem Tode Euergetes II. (637 117) teils rechtlich, teils
tatsaechlich sich auf. Kyrene kam an den natuerlichen Sohn desselben, Ptolemaeos
Apion, und trennte sich auf immer von dem Hauptland. Um die Herrschaft in diesem
haderten die Witwe des letzten Koenigs, Kleopatra (+ 665 89), und dessen beide
Soehne Soter II. Lathyros (+ 673 81) und Alexander I. (+ 666 88), was die
Ursache ward, dass auch Kypros auf laengere Zeit von Aegypten sich schied. Die
...
...liche oder Sophene, das Reich der Zariadriden,
geteilt gewesen war, wurde durch den Artaxiaden Tigranes (regierte seit 660 94)
zum erstenmal zu einem Koenigreich vereinigt, und teils diese Machtverdoppelung,
teils die Schwaeche der parthischen Herrschaft machten es dem neuen Koenig von
ganz Armenien moeglich, nicht bloss aus der Klientel der Parther sich zu loesen
und die frueher an sie abgetretenen Landschaften zurueckzugewinnen, sondern
sogar das Oberkoenigtum von Asien, wie es von den Achae...
...e Bithynien, Kappadokien, Pontus, der Fuerstentuemer
Paphlagoniens und Galatiens, der zahlreichen Staedtebuende und Freistaedte, war
eine aeusserliche Aenderung zunaechst nicht wahrzunehmen. Innerlich hatte
dagegen der Charakter der roemischen Herrschaft allerdings ueberall sich
wesentlich umgestaltet. Teils durch die bei jedem tyrannischen Regiment
naturgemaess eintretende stetige Steigerung des Druckes, teils durch die
mittelbare Einwirkung der roemischen Revolution - man erinnere sich an di...
...inziehung des Bodeneigentums in der Provinz Asien durch Gaius Gracchus, an die
roemischen Zehnten und Zoelle und an die Menschenjagden, die die Zoellner
daselbst nebenbei betrieben - lastete die schon von Haus aus schwer ertraegliche
roemische Herrschaft in einer Weise auf Asien, dass weder die Koenigskrone noch
die Bauernhuette daselbst mehr sicher war vor Konfiskation, dass jeder Halm fuer
den roemischen Zehntherrn zu wachsen, jedes Kind freier Eltern fuer die
roemischen Sklavenzwinger gebor... | | |
| | Die Unterwerfung der Latiner und Kampaner unter Rom -> | ... die Eroberungsbahn der
letzteren bei weitem ausgedehnter und glaenzender als die der Roemer. Aber der
Charakter der Eroberungen war ein wesentlich verschiedener. Von dem festen
staedtischen Mittelpunkt aus, den Latium im Rom besass, dehnt die Herrschaft
dieses Stammes langsam nach allen Seiten sich aus, zwar in verhaeltnismaessig
engen Grenzen, aber festen Fuss fassend, wo sie hintritt, teils durch Gruendung
von befestigten Staedten roemischer Art mit abhaengigem Bundesrecht, teils durch
Ro...
...fort, ja selbst auf dem platten Lande und in den kleineren Staedten
werden die Hellenen geduldet, und Kyme zum Beispiel, Poseidonia, Laos, Hipponion
blieben, wie die erwaehnte Kuestenbeschreibung und die Muenzen lehren, auch
unter samnitischer Herrschaft noch Griechenstaedte. So entstanden gemischte
Bevoelkerungen, wie denn namentlich die zwiesprachigen Brettier ausser
samnitischen auch hellenische Elemente und selbst wohl Ueberreste der alten
Autochthonen in sich aufnahmen; aber auch in Lucan...
...onien nur die alten
Volskerstaedte Velitrae, Antium und Tarracina sich an der Auflehnung
beteiligten. Dass die Capuaner, ungeachtet der eben erst freiwillig den Roemern
angetragenen Unterwerfung, dennoch die erste Gelegenheit, der roemischen
Herrschaft wieder ledig zu werden, bereitwillig ergriffen und, trotz des
Widerstandes der an dem Vertrag mit Rom festhaltenden Optimatenpartei, die
Gemeinde gemeinschaftliche Sache mit der latinischen Eidgenossenschaft machte,
ist erklaerlich; wogegen di...
...am Konsulat gefordert hatten, erhoben sich gegen Rom in Gemeinschaft mit
den Sidicinern, die vergeblich den Roemern die Unterwerfung angetragen hatten
und vor den Samniten sich nicht zu retten wussten, und mit den Kampanern, die
der roemischen Herrschaft bereits muede waren. Nur die Laurenter in Latium und
die kampanischen Ritter hielten zu den Roemern, welche ihrerseits Unterstuetzung
fanden bei den Paelignern und den Samniten. Das latinische Heer ueberfiel
Samnium; das roemisch-samnitische s... | | |
| | Das Gemeinwesen und seine Oekonomie -> | ...n ein Ueberschuss, welcher es moeglich machte, die Staats- und Stadtbauten
reichlich zu bestreiten und einen Notpfennig aufzusammeln; aber auch die fuer
diese Betraege vorkommenden Ziffern, zusammengehalten mit dem weiten Gebiet der
roemischen Herrschaft, sprechen fuer die Geringfuegigkeit des Reinertrags der
roemischen Steuern. In gewissem Sinne hat also der alte, ebenso ehrenwerte wie
verstaendige Grundsatz: die politische Hegemonie nicht als nutzbares Recht zu
behandeln, ebenwie die roemisc...
...und wenn diese roemischen Hebungen
dadurch die Pflichtigen schwerer trafen als die aeltere Besteuerung, dass sie
grossenteils im Ausland verausgabt wurden, so schloss dagegen die Ersetzung der
vielen kleinen Herren und Heere durch eine einzige Herrschaft und eine
zentralisierte Militaerverwaltung eine sehr ansehnliche oekonomische Ersparnis
ein. Aber freilich erscheint dieser Grundsatz einer besseren Vorzeit in der
Provinzialorganisation doch von vornherein innerlich zerstoert und durchloecher...
...hat so wie diese
dazu beigetragen, den roemischen Namen besonders im Osten widerwaertig und
gehaessig zu machen. Als dann aber Gaius Gracchus und diejenige Partei an das
Regiment kam, die sich in Rom die populaere nannte, ward die politische
Herrschaft unumwunden fuer ein Recht erklaert, das jedem der Teilhaber Anspruch
gab auf eine Anzahl Scheffel Korn, ward die Hegemonie geradezu in Bodeneigentum
verwandelt, das vollstaendige Exploitierungssystem nicht bloss eingefuehrt,
sondern mit unvers...
...esus nach verschiedenen
Richtungen bis an die Reichsgrenze - alles Anlagen, ueber deren Entstehung in
der truemmerhaften Ueberlieferung dieser Epoche keine Angabe zu finden ist, die
aber nichtsdestoweniger mit der Konsolidierung der roemischen Herrschaft in
Gallien, Dalmatien, Makedonien und Kleinasien unzweifelhaft in Zusammenhang
standen und fuer die Zentralisierung des Staats und die Zivilisierung der
unterworfenen barbarischen Distrikte von der groessten Bedeutung geworden sind.
Wie fuer ... | | |
| | Koenig Pyrrhos gegen Rom und die Einigung Italiens -> | ...dem tuechtigsten Fremden vorzog, die unvernuenftige Widerspenstigkeit der
makedonischen Truppen gegen jeden nicht makedonischen Fuehrer, welcher der
groesste Feldherr aus Alexanders Schule, der Kardianer Eumenes erlegen war,
bereitete auch der Herrschaft des epeirotischen Fuersten ein schnelles Ende.
Pyrrhos, der die Herrschaft ueber Makedonien mit dem Willen der Makedonier nicht
fuehren konnte, und zu machtlos, vielleicht auch zu hochherzig war, um sich dem
Volke gegen dessen Willen aufzudraengen, ueberliess schon nach siebenmonatlicher
Herrschaft das Land seiner einheimischen Missregierung und ging heim zu seinen
treuen Epeiroten (467 287). Aber der Mann, der Alexanders Krone getragen hatte,
der Schwager des Demetrios, der Schwiegersohn des Lagiden und des Agathokles von
Syrakus, der h...
...hre frueher Pyrrhos'
Verwandter, seines Vaters Vetter Alexander von Epeiros, und eben erst sein
Schwiegervater Agathokles beabsichtigt hatten; und so entschloss sich Pyrrhos,
auf seine makedonischen Plaene zu verzichten und im Westen eine neue Herrschaft
fuer sich und fuer die hellenische Nation zu gruenden. | | |
| | 6. Kapitel - Die Donaulaender und die Kriege an der Donau -> |
Wenden wir uns von der Uebersicht der roemischen Herrschaft, wie sie seit
Augustus in den Laendern am rechten Ufer der Donau sich gestaltet hatte, zu den
Verhaeltnissen und den Anwohnern des linken, so ist, was ueber die westliche
Landschaft zu bemerken waere, im wesentlichen schon bei der Schilderung ...
...oenig selbst ist als vertriebener
Mann auf roemischer Erde gestorben. Die Markomannen und ihre stammverwandten
oestlichen Nachbarn, die Quaden in Maehren, gerieten insofern in roemische
Klientel, als hier, ungefaehr wie in Armenien, die um die Herrschaft streitenden
Praetendenten sich teilweise auf die Roemer stuetzten und diese das
Belehnungsrecht in Anspruch nahmen und je nach Umstaenden auch ausuebten. Der
Gotonenfuerst Catualda, der zunaechst den Maroboduus gestuerzt hatte, konnte als
de...
...der beiden verbannten Koenige, das auf dem
rechten Donauufer nicht bleiben durfte, verschaffte Tiberius Sitze auf dem
linken im Marchtal ^7 und dem Vannius die Anerkennung von Seiten der mit Rom
befreundeten Hermunduren. Nach dreissigjaehriger Herrschaft wurde dieser im
Jahre 50 gestuerzt durch seine beiden Schwestersoehne Vangio und Sido, die sich
gegen ihn auflehnten und die Nachbarvoelker, die Hermunduren im Fraenkischen,
die Lugier in Schlesien, fuer sich gewannen. Die roemische Regierung,...
...
Vannius um Unterstuetzung anging, blieb der Politik des Tiberius getreu: sie
gewaehrte dem gestuerzten Koenig das Asylrecht, intervenierte aber nicht, da
zumal die Nachfolger, die das Gebiet unter sich teilten, bereitwillig die
roemische Oberherrschaft anerkannten. Der neue Suebenfuerst Sido und sein
Mitherrscher Italicus, vielleicht der Nachfolger Vangios, fochten in der
Schlacht, die zwischen Vitellius und Vespasian entschied, mit der roemischen
Donauarmee auf der Seite der Flavianer. In d...
... Sido und sein
Mitherrscher Italicus, vielleicht der Nachfolger Vangios, fochten in der
Schlacht, die zwischen Vitellius und Vespasian entschied, mit der roemischen
Donauarmee auf der Seite der Flavianer. In den grossen Krisen der roemischen
Herrschaft an der Donau unter Domitian und Marcus werden wir ihren Nachfolgern
wieder begegnen. Zum Roemischen Reich haben die Donausueben nicht gehoert; die
wahrscheinlich von denselben geschlagenen Muenzen zeigen wohl lateinische
Aufschriften, aber nic... | | |
| | 7. Kapitel - Das griechische Europa -> | ...
(Sevastopol), am oestlichen das Fuerstenrum von Pantikapaeon oder Bosporus
(Kertsch). Koenig Mithradates hatte auf der Hoehe seiner Macht beide vereinigt
und hier sich ein zweites Nordreich gegruendet, das dann nach dem Zusammenbruch
seiner Herrschaft als einziger Ueberrest derselben seinem Sohn und Moerder
Pharnakes verblieb. Als dieser waehrend des Krieges zwischen Caesar und Pompeius
versuchte, die vaeterliche Herrschaft in Kleinasien wieder zu gewinnen, hatte
Caesar ihn besiegt und ihn auch des Bosporanischen Reiches verlustig erklaert.
In diesem hatte inzwischen der von Pharnakes daselbst zurueckgelassene
Statthalter Asandros dem Koenig den Gehorsam aufgekue...
...es Lehnsherrn fehlte, sich
den Koenigsnamen beizulegen, und begnuegte sich mit dem auch von den aelteren
Fuersten von Pantikapaeon gefuehrten Archontentitel; aber bald, wahrscheinlich
noch von Caesar selbst, erwirkte er die Bestaetigung seiner Herrschaft und den
koeniglichen Titel ^64. Bei seinem Tode (737/38 17/16) hinterliess er sein Reich
der Gemahlin Dynamis. So stark war immer noch die Macht der Erbfolge und des
Mithradatischen Namens, dass sowohl ein gewisser Scribonianus, der zunaechst ...
...ge und des
Mithradatischen Namens, dass sowohl ein gewisser Scribonianus, der zunaechst
Asandros' Stelle einzunehmen versuchte, wie nach ihm der Koenig Polemon von
Pontus, dem Augustus das Bosporanische Reich zusprach, mit der Uebernahme der
Herrschaft ein Ehebuendnis mit der Dynamis verbanden; ueberdies behauptete
jener, selber ein Enkel des Mithradates zu sein, waehrend Koenig Polemon bald
nach dem Tode der Dynamis eine Enkelin des Antonius und somit eine Verwandte des
Kaiserhauses heirate...
...bezeichnet, und spaeter finden sich wieder die alten
Geschlechtsnamen (alle bosporanischen Koenige sind Tiberii Iulii) und die alten
Beinamen wie Sauromates und Rhaskuporis. Im ganzen genommen sind die alten
Traditionen wie die roemische Schutzherrschaft auch damals hier noch
festgehalten worden.
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| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...lisierten und halb fremdartigen Distrikt herstammende
Herrschergeschlecht und dessen naechstes Gefolge, dieser Gegensatz, den die
roemischen Schriftsteller nicht ungern von den persischen Nachbarn uebernahmen,
hat allerdings die ganze Arsakidenherrschaft hindurch bestanden und gegaert, bis
er schliesslich ihren Sturz herbeifuehrte. Darum aber darf die Herrschaft der
Arsakiden noch nicht als Fremdherrschaft gefasst werden. Dem parthischen Stamm
und der parthischen Landschaft wurden keine Vorrechte eingeraeumt. Als Residenz
der Arsakiden wird zwar auch die parthische Stadt Hekatompylos genannt; aber
hauptsaechlich verweilten sie im Sommer in Ekbat...
...s
sie sein wollten; und sie selber betrachteten und gaben sich durchaus als die
Nachfolger des Kyros und des Dareios. Wie die sieben persischen Stammfuersten
den falschen Achaemeniden beseitigt und durch die Erhebung des Dareios die
legitime Herrschaft wiederhergestellt hatten, so mussten andere sieben die
makedonische Fremdherrschaft gestuerzt und den Koenig Arsakes auf den Thron
gesetzt haben. Mit dieser patriotischen Fiktion wird weiter zusammenhaengen,
dass dem ersten Arsakes statt der skythischen die baktrische Heimat beigelegt
ward. Die Tracht und die Etikette am Hof ...
...patriotischen Fiktion wird weiter zusammenhaengen,
dass dem ersten Arsakes statt der skythischen die baktrische Heimat beigelegt
ward. Die Tracht und die Etikette am Hof der Arsakiden war die des persischen;
nachdem Koenig Mithradates I. seine Herrschaft bis zum Indus und Tigris
ausgedehnt hatte, vertauschte die Dynastie den einfachen Koenigstitel mit dem
des Koenigs der Koenige, wie ihn die Achaemeniden gefuehrt hatten, und die
spitze skythische Kappe mit der hohen perlengeschmueckten Tiara; ...
...ung, wie sie durch den ersten Mithradates festgestellt
wurde, ist dementsprechend wesentlich diejenige der Achaemeniden. Das Geschlecht
des Begruenders der Dynastie ist mit allem Glanz und mit aller Weihe
angestammter und goettlich verordneter Herrschaft umkleidet: sein Name
uebertraegt sich von Rechts wegen auf jeden seiner Nachfolger, und es wird ihm
goettliche Ehre erwiesen; seine Nachfolger heissen darum auch Gottessoehne ^3
und ausserdem "Brueder des Sonnengottes und der Mondgoettin", wie...
...s Blut eines Gliedes des
Koenigsgeschlechts auch nur durch Zufall zu vergiessen, ist ein Sakrilegium -
alles Ordnungen, die mit wenigen Abminderungen bei den roemischen Caesaren
wiederkehren und vielleicht zum Teil von diesen der aelteren Grossherrschaft
entlehnt sind.
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^3 Die Unterkoenige der Persis heissen in der Titulatur stehend "Zag
Alohin" (wenigstens sollen die aramaeischen Zeichen diesen vermutlich in der
Aussprache persisch ausgedrueckten W... | | |
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| Häufige Suchbegriffe: | | buecher (1) | | | | | | |
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