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Schlagwort: Herrschaft


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Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit ->
Unvollstaendiger als in der nur durch schmale Meere von Italien getrennten afrikanischen und makedonisch-hellenischen Landschaft entwickelte sich die roemische Herrschaft in dem dritten entfernteren Weltteil. In Vorderasien war durch die Zurueckdraengung der Seleukiden das Reich von Pergamon die erste Macht geworden. Nicht geirrt durch die Traditionen der Alexandermonarchien, einsichtig und kuehl genug, um auf d...

... den Schatz der Attaliden fiel in Rom als neuer Erisapfel unter die hadernden politischen Parteien. Aber auch in Asien entzuendete dies Koenigstestament den Buergerkrieg. Im Vertrauen auf die Abneigung der Asiaten gegen die bevorstehende Fremdherrschaft trat ein natuerlicher Sohn Eumenes' II., Aristonikos in Leukae, einer kleinen Hafenstadt zwischen Smyrna und Phokaea, als Kronpraetendent auf. Phokaea und andere Staedte fielen ihm zu; indes von den Ephesiern, die in dem festen Anschluss an Ro...

...in gutes Einverstaendnis in der gesamten Bevoelkerung herbeizufuehren. Offenbar wollte die Buergerschaft, indem sie die Roemer vor die vollendete Tatsache dieser umfassenden Ausgleichung stellte, vor dem eigentlichen Eintreten der roemischen Herrschaft sich gegen dieselbe in Verfassung setzen und den fremden Gebietern die Moeglichkeit nehmen, die Rechtsverschiedenheiten innerhalb der Bevoelkerung zur Sprengung der Gemeindefreiheit zu benutzen. ^17 Diese seltsamen "Heliopoliten" sind, nach der...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
01. Kapitel
Die Reformbewegung und Tiberius Gracchus ->
...war aus dem Orient nach Karthago gewandert und scheint durch die Karthager nach Sizilien gelangt zu sein, wo, wahrscheinlich aus diesem Grunde, die Plantagenwirtschaft frueher und vollstaendiger als in irgendeinem anderen Gebiet der roemischen Herrschaft durchgebildet auftritt 3. Die Leontinische Feldmark von etwa 30 000 Jugera urbaren Landes, die als roemische Domaene von den Zensoren verpachtet wurde, finden wir einige Dezennien nach der Gracchenzeit geteilt unter nicht mehr als 84 Paechter,...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
02. Kapitel
Die Revolution und Gaius Gracchus ->
...saemtliche Zenturien durcheinander in einer jedesmal durch das Los festzustellenden Reihenfolge stimmen. Wenn diese Bestimmungen wesentlich darauf hinzielten, durch das hauptstaedtische Proletariat dem neuen Staatsoberhaupt die vollstaendige Herrschaft ueber die Hauptstadt und damit ueber den Staat, die freieste Disposition ueber die Maschine der Komitien und die Moeglichkeit zu verschaffen, den Senat und die Beamten noetigenfalls zu terrorisieren, so fasste doch der Gesetzgeber daneben alle...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
03. Kapitel
Die Revolution und Gaius Gracchus ->
... sich lehnte auf die Menge, die von ihm eine materielle Verbesserung ihrer Lage teils erwartete, teils empfing, arbeitete er mit gleicher Energie an dem Ruin der Aristokratie. Wohl erkennend, wie unsicher jede bloss auf das Proletariat gebaute Herrschaft des Staatsoberhauptes ist, war er vor allem darauf bedacht, die Aristokratie zu spalten und einen Teil derselben in sein Interesse zu ziehen. Die Elemente einer solchen Spaltung waren vorhanden. Die Aristokratie der Reichen, die sich wie ein M...
Geschichte ->
Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
03. Kapitel
Die Restaurationsherrschaft ->
...estenlandes. Naechst Aegypten war ohne Frage Numidien der ansehnlichste unter allen roemischen Klientelstaaten. Nach Massinissas Tode (605 149) hatte Scipio unter dessen drei Soehne, die Koenige Micipsa, Gulussa und Mastanabal, die vaeterliche Herrschaft in der Art geteilt, dass der erstgeborene die Residenz und die Staatskasse, der zweite den Krieg, der dritte die Gerichtsbarkeit uebernahm. Jetzt regierte nach dem Tode seiner beiden Brueder wieder allein Massinissas aeltester Sohn Micipsa 4, ...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
04. Kapitel
Die Restaurationsherrschaft ->
...trages, von Jugurtha diktiert und von den Roemern angenommen wurden (Anfang 645 109). Dies war denn doch zu arg. Waehrend die Afrikaner jubelten und die ploetzlich eroeffnende Aussicht auf den kaum noch fuer moeglich gehaltenen Sturz der Fremdherrschaft zahlreiche Staemme der freien und halbfreien Wuestenbewohner unter die Fahnen des siegreichen Koenigs fuehrte, brauste in Italien die oeffentliche Meinung hoch auf gegen die ebenso verdorbene wie verderbliche Regierungsaristokratie und brach l...

... als mit der unbedingten Unterwerfung und der Hinrichtung des verwegenen Klientelfuersten; was auch in der Tat der einzige Ausgang war, der den Roemern genuegen konnte. Jugurtha galt seit dem Sieg ueber Albinus als der Erloeser Libyens von der Herrschaft der verhassten Fremden; ruecksichtslos und schlau, wie er, und unbeholfen, wie die roemische Regierung war, konnte er jederzeit auch nach dem Frieden wieder in seiner Heimat den Krieg entzuenden; die Ruhe war nicht eher gesichert und die Ent...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
04. Kapitel
Die Voelker des Nordens
...aselbst die Haeduer (um Autun) um die Hegemonie als ungleiche Rivalen; waehrend in dem nordoestlichen Gallien die Koenige der Suessionen (um Soissons) den bis nach Britannien hinueber sich erstreckenden Voelkerbund der Belgen unter ihrer Schutzherrschaft vereinigten. Griechische Reisende jener Zeit wussten viel zu erzaehlen von der prachtvollen Hofhaltung des Arvernerkoenigs Luerius, wie derselbe, umgeben von seinem glaenzenden Clangefolge, den Jaegern mit der gekoppelten Meute und der wandern...

...tus Fabius Maximus, um in Verbindung mit Ahenobarbus dem drohenden Sturm zu begegnen. An der suedlichen Grenze des allobrogischen Kantons, am Einfluss der Isere in die Rhone, ward am 8. August 633 (121) die Schlacht geschlagen, die ueber die Herrschaft im suedlichen Gallien entschied. Koenig Betuitus, wie er die zahllosen Haufen der abhaengigen Clans auf der ueber die Rhone geschlagenen Schiffbruecke an sich vorueberziehen und gegen sie die dreimal schwaecheren Roemer sich aufstellen sah, so...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
05. Kapitel
Die Voelker des Nordens ->
... jene geloest. Mit der Anlage von Aquileia (571 183) kam die Istrische Halbinsel in den Besitz der Roemer; in Epirus und dem ehemaligen Gebiet des Herrn von Skodra geboten sie zum Teil bereits geraume Zeit frueher. Allein nirgends reichte ihre Herrschaft ins Binnenland hinein, und selbst an der Kueste beherrschten sie kaum dem Namen nach den unwirtlichen Ufersaum zwischen Istrien und Epirus, der in seinen wildverschlungenen, weder von Flusstaelern noch von Kuestenebenen unterbrochenen, schuppe...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
05. Kapitel
Revolutionsversuch des Marius und Reformversuch des Drusus ->
... von Buergerkolonisten zu bestimmen; endlich ging er gegen die italischen Bundesgenossen die bestimmtesten Verpflichtungen ein, ihnen das roemische Buergerrecht zu verschaffen. So erschienen denn hier von aristokratischer Seite ebendieselben Herrschaftsstuetzen und ebendieselben Reformgedanken, auf denen Gaius Gracchus' Verfassung beruht hatte - ein seltsames und doch sehr begreifliches Zusammentreffen. Es war nur in der Ordnung, dass, wie die Tyrannis gegen die Oligarchie, so diese gegen di...

...jenigen Reformmassregeln, die, ohne die Oberhauptsfrage zu beruehren, nur darauf abzweckten, die alten Schaeden des Staats auszuheilen. In der Emigrations- und Kolonisationsfrage konnte man zwar so weit nicht gehen wie die Demokratie, da die Herrschaft der Oligarchie wesentlich beruhte auf dem freien Schalten ueber die Provinzen und durch jedes dauernde militaerische Kommando gefaehrdet ward; die Gedanken, Italien und die Provinzen gleichzustellen und jenseits der Alpen zu erobern, vertrugen...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
06. Kapitel
Die Empoerung der italischen Untertanen und die Sulpicische Revolution
...ten, deren Gehorsam nicht weiter reicht als ihre Furcht, das unverhohlene Gewaltverhaeltnis sich offenbart. Bis zu der Empoerung und Schleifung von Fregellae im Jahre 629 (125), die gleichsam offiziell den veraenderten Charakter der roemischen Herrschaft konstatierte, trug die Gaerung unter den Italikern nicht eigentlich einen revolutionaeren Charakter. Das Begehren nach Gleichberechtigung hatte allmaehlich sich gesteigert von stillem Wunsch zu lauter Bitte, nur um, je bestimmter es auftrat, ...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 4. Buch ->
07. Kapitel

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