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Schlagwort: Monarch | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 2 von 2 1 2 | | | Brundisium, Ilerda, Pharsalos und Thapsus -> | | ...r 706 (48) bis zum
Maerz 707 (47) noetigte, seine eigentlichen Aufgaben liegen zu lassen, um mit
Juden und Beduinen gegen einen Stadtpoebel zu kaempfen. Die Folgen des
persoenlichen Regiments fingen an, sich fuehlbar zu machen. Man hatte die
Monarchie; aber ueberall herrschte die entsetzlichste Verwirrung und der Monarch
war nicht da. Ebenwie die Pompeianer waren augenblicklich auch die Caesarianer
ohne obere Leitung; es entschied ueberall die Faehigkeit der einzelnen Offiziere
und vor allen Dingen der Zufall.
In Kleinasien stand bei Caesars Abreise nach Aegy... | | |
| | Brundisium, Ilerda, Pharsalos und Thapsus -> |
Der Kampf, den Pompeius und die Republikaner gegen Caesars Monarchie
unternommen hatten, endigte also nach vierjaehriger Dauer mit dem vollstaendigen
Sieg des neuen Monarchen. Zwar die Monarchie ward nicht erst auf den
Schlachtfeldern von Pharsalos und Thapsus festgestellt; sie durfte bereits sich
datieren von dem Augenblick, wo Pompeius und Caesar im Bunde die
Gesamtherrschaft begruendet und die bisherige aristokratische Verfassung...
...e aristokratische Verfassung ueber
den Haufen geworfen hatten. Doch waren es erst jene Bluttaufen des 9. August 706
(48) und des 6. April 708 (46), die das dem Wesen der Alleinherrschaft
widerstreitende Gesamtregiment beseitigten und der neuen Monarchie festen
Bestand und foermliche Anerkennung verliehen. Praetendenteninsurrektionen und
republikanische Verschwoerungen mochten nachfolgen und neue Erschuetterungen,
vielleicht sogar neue Revolutionen und Restaurationen hervorrufen; aber die
...
... und Restaurationen hervorrufen; aber die
waehrend eines halben Jahrtausend ununterbrochene Kontinuitaet der freien
Republik war durchrissen und im ganzen Umfang des weiten Roemischen Reiches
durch die Legitimitaet der vollendeten Tatsache die Monarchie begruendet. Der
verfassungsmaessige Kampf war zu Ende; und dass er zu Ende war, das sprach
Marcus Cato aus, als er zu Utica sich in sein Schwert stuerzte. Seit vielen
Jahren war er in dem Kampfe der legitimen Republik gegen ihre Bedraenger d...
...rnd, dass auf jener Weltbuehne, darauf so
viele grosse und weise Maenner gewandelt und gehandelt hatten, der Narr bestimmt
war zu epilogieren. Auch ist er nicht umsonst gestorben. Es war ein furchtbar
schlagender Protest der Republik gegen die Monarchie, dass der letzte
Republikaner ging, als der erste Monarch kam; ein Protest, der all jene
sogenannte Verfassungsmaessigkeit, mit welcher Caesar seine Monarchie
umkleidete, wie Spinneweben zerriss und das Schibboleth der Versoehnung aller
Parteien, unter dessen Aegide das Herrentum erwuchs, in seiner ganzen
gleisnerischen Luegenhaftigkeit prostituierte. Der unerbittliche Krieg, den das
Gespenst de...
...ganzen
gleisnerischen Luegenhaftigkeit prostituierte. Der unerbittliche Krieg, den das
Gespenst der legitimen Republik Jahrhunderte lang, von Cassius und Brutus an bis
auf Thrasea und Tacitus, ja noch viel weiter hinab, gegen die Caesarische
Monarchie gefuehrt hat - dieser Krieg der Komplotte und der Literatur ist die
Erbschaft, die Cato sterbend seinem Feinde vermachte. Ihre ganze vornehme,
rhetorisch transzendentale, anspruchsvoll strenge, hoffnungslose und bis zum
Tode getreue Haltung ... | | |
| | Die alte Republik und die neue Monarchie -> | ...tgehalten worden. Caesar, von Haus aus und gleichsam schon nach
Erbrecht das Haupt der Popularpartei, hatte seit dreissig Jahren deren Schild
hoch emporgehalten, ohne je die Farbe zu wechseln oder auch nur zu decken; er
blieb Demokrat auch als Monarch. Wie er die Erbschaft seiner Partei, abgesehen
natuerlich von den catilinarischen und clodischen Verkehrtheiten, unbeschraenkt
antrat, der Aristokratie und den echten Aristokraten den bittersten, selbst
persoenlichen Hass zollte und die wesent...
...ldner, die ueberseeische
Kolonisation, die allmaehliche Nivellierung der unter den Klassen der
Staatsangehoerigen bestehenden Rechtsverschiedenheiten, die Emanzipierung der
exekutiven Gewalt vom Senat, unveraendert festhielt, so war auch seine Monarchie
so wenig mit der Demokratie im Widerspruch, dass vielmehr diese erst durch jene
zur Vollendung und Erfuellung gelangte. Denn diese Monarchie war nicht die
orientalische Despotie von Gottes Gnaden, sondern die Monarchie, wie Gaius
Gracchus sie gruenden wollte, wie Perikles und Cromwell sie gruendeten: die
Vertretung der Nation durch ihren hoechsten und unumschraenkten Vertrauensmann.
Es waren insofern die Gedanken, die dem Werke Caesars zu Grunde lagen, nic...
...hl von Buergern Spielraum laesst, unendlich
mehr als der genialste und humanste Absolutismus; denn jene ist der Entwicklung
faehig, also lebendig, dieser ist was er ist, also tot. Dieses Naturgesetz hat
auch an der roemischen absoluten Militaermonarchie sich bewaehrt und nur um so
vollstaendiger sich bewaehrt, als sie, unter dem genialen Impuls ihres
Schoepfers und bei der Abwesenheit aller wesentlichen Verwicklungen mit dem
Ausland, sich reiner und freier als irgendein aehnlicher Staat ges...
...r republikanisch-konstitutionellen Vertretung voellig abgewandten
Volksorganisation und gegenueber der legitimen, in der Entwicklung eines halben
Jahrtausends zum oligarchischen Absolutismus herangereiften Stadtverfassung, die
absolute Militaermonarchie der logisch notwendige Schlussstein und das geringste
Uebel war. Wenn einmal in Virginien und den Carolinas die
Sklavenhalteraristokratie es so weit gebracht haben wird wie ihre Wahlverwandten
in dem sullanischen Rom, so wird dort auch der C... | | |
| | Die alte Republik und die neue Monarchie -> | ...ten den Herrn mit einer ohne Zweifel ihm selbst widerwaertigen Fuelle von
Vertrauensdekreten und Ehrengesetzen ueberschuettete, nicht leicht
festzustellen, welche definitive Formulierung Caesar im Sinne gehabt hat. Am
wenigsten konnte die neue Monarchie an das Konsulat anknuepfen, schon wegen der
von diesem Amt nicht wohl zu trennenden Kollegialitaet, es hat auch Caesar
offenbar darauf hingearbeitet, dieses bisher hoechste Amt zum leeren Titel
herabzusetzen und spaeterhin, wenn er es uebern...
...ervor,
aber wahrscheinlich nur, weil Caesar sie als das benutzen wollte, was sie von
alters her im Verfassungsorganismus bedeutet hatte, als ausserordentliche
Vorstandschaft zur Ueberwindung ausserordentlicher Krisen. Als Traegerin der
neuen Monarchie dagegen empfahl sie sich wenig, da Exzeptionalitaet und
Unpopularitaet diesem Amte einmal anhafteten und es dem Vertreter der Demokratie
kaum zugetraut werden kann, diejenige Form, die der genialste Vorfechter der
Gegenpartei fuer seine Zwec...
...em Vertreter der Demokratie
kaum zugetraut werden kann, diejenige Form, die der genialste Vorfechter der
Gegenpartei fuer seine Zwecke geschaffen hatte, fuer die dauernde Organisation
zu waehlen. Bei weitem geeigneter fuer die Formulierung der Monarchie erscheint
der neue Imperatorenname, schon darum, weil er in dieser Verwendung ^8 neu ist
und kein bestimmter aeusserer Anlass zur Einfuehrung desselben erhellt. Der neue
Wein durfte nicht in alte Schlaeuche gefuellt werden: hier ist zu der n...
... in der Hand eines vom
Senat unabhaengigen Volkshauptes. Auch begegnet auf Caesars Muenzen, namentlich
auf denen der letzten Zeit, neben der Diktatur vorwiegend der Imperatorentitel
und scheint in Caesars Gesetz ueber politische Verbrechen der Monarch mit diesem
Ausdruck bezeichnet worden zu sein. Es hat denn auch die Folgezeit, wenngleich
nicht unmittelbar, die Monarchie an den Imperatornamen geknuepft. Um diesem
neuen Amt zugleich die demokratische und die religioese Weihe zu verleihen,
beabsichtigte Caesar wahrscheinlich, mit demselben teils die tribunizische
Gewalt, teils das Oberpontifikat ein fuer allem... | | |
| | Die alte Republik und die neue Monarchie -> | ...gen in der zeitlichen und oertlichen Begrenzung der Gewalt, in der
Kollegialitaet und der fuer gewisse Faelle notwendigen Mitwirkung des Rats oder
der Gemeinde waren es ja, die den Konsul vom Koenig unterschieden. Es ist kaum
ein Zug der neuen Monarchie, der nicht in der alten sich wiederfaende: die
Vereinigung der hoechsten militaerischen, richterlichen und administrativen
Gewalt in der Hand des Fuersten; eine religioese Vorstandschaft ueber das
Gemeinwesen; das Recht, Verordnungen mit bin...
...sen; das Recht, Verordnungen mit bindender Kraft zu erlassen; die
Herabdrueckung des Senats zum Staatsrat; die Wiedererweckung des Patriziats und
der Stadtpraefektur. Aber schlagender noch als diese Analogien ist die innere
Gleichartigkeit der Monarchie des Servius Tullius und der Monarchie Caesars:
wenn jene alten Koenige vor. Rom bei all ihrer Vollgewalt doch Herrn einer
freien Gemeinde und eben sie die Schutzmaenner des gemeinen Mannes gegen den
Adel gewesen waren, so war auch Caesar nicht gekommen, um die Freiheit
aufzulo...
...als der lebendige und
persoenliche Ausdruck des Volkes gestellt ward. In der fuer die politischen Eide
ueblichen Formel ward zu dem Jovis und den Penaten des roemischen Volkes der
Genius des Imperator hinzugefuegt. Das aeussere Kennzeichen der Monarchie war
nach der im ganzen Altertum verbreiteten Ansicht das Bild des Monarchen auf den
Muenzen: seit dem Jahre 710 (44) erscheint auf denen des roemischen Staats der
Kopf Caesars. Man konnte hiernach wenigstens darueber sich nicht beschweren,
dass Caesar das Publikum ueber die Auffassung seiner Stellung im dunkeln lies...
...chen Staats der
Kopf Caesars. Man konnte hiernach wenigstens darueber sich nicht beschweren,
dass Caesar das Publikum ueber die Auffassung seiner Stellung im dunkeln liess;
so bestimmt und so foermlich wie moeglich trat er auf, nicht bloss als Monarch,
sondern eben als Koenig von Rom. Moeglich ist es sogar, obwohl nicht gerade
wahrscheinlich und auf jeden Fall von untergeordneter Bedeutung, dass er im
Sinne gehabt hat, seine Amtsgewalt nicht mit dem neuen Imperatoren-, sondern
geradezu mi... | | |
| | Die alte Republik und die neue Monarchie -> | | ...en Durchstich des Isthmus die gefaehrliche Umschiffung des
Peloponnes abzuschneiden und den ganzen italisch-asiatischen Verkehr durch den
Korinthisch-Saronischen Meerbusen zu leiten. Endlich rief selbst in dem
entlegenen hellenischen Osten der Monarch italische Ansiedlungen ins Leben: so
am Schwarzen Meer in Herakleia und in Sinope, welche Staedte die italischen
Kolonisten aehnlich wie Emporiae mit den alten Bewohnern teilten; so an der
syrischen Kueste in dem wichtigen Hafen von Berytos, d... | | |
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