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Schlagwort: Osten | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 24 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 | | | Die östlichen Staaten und der Zweite Makedonische Krieg -> | ...elches ihm nicht länger gestattete, die Plünderung des wehrlosen Ägyptens fortzusetzen. Die Römer, die in demselben Jahre endlich den Frieden mit Karthago auf ihre Bedingungen abgeschlossen hatten, fingen an, sich ernstlich um diese Verwicklungen im Osten zu bekümmern. Es ist oft gesagt worden, daß sie nach der Eroberung des Westens sofort daran gegangen seien, den Osten sich zu unterwerfen; eine ernstliche Erwägung wird zu einem gerechteren Urteil führen. Nur die stumpfe Unbilligkeit kann es verkennen, daß Rom in dieser Zeit noch keineswegs nach der Herrschaft über die Mittelmeerstaaten griff, sondern nichts weiter...
... Es kam hinzu, daß der Sturz Ägyptens, die Demütigung, vielleicht die Überwältigung von Rhodos auch dem sizilischen und italischen Handel tiefe Wunden geschlagen haben würden; und konnte man überhaupt ruhig zusehen, wie der italische Verkehr mit dem Osten von den beiden großen Kontinentalmächten abhängig ward? Gegen Attalos, den treuen Bundesgenossen aus dem Ersten Makedonischen Krieg, hatte Rom überdies die Ehrenpflicht zu wahren und zu hindern, daß Philippos, der ihn schon in seiner Hauptstadt bela...
...t einer solchen Kriegserklärung abhalten ließ, seine Anstalten zu treffen - schon 553 (201) erschien der Proprätor Marcus Valerius Laevinus mit der sizilischen Flotte von 38 Segeln in der östlichen See. Indes war die Regierung in Verlegenheit, einen ostensibeln Kriegsgrund ausfindig zu machen, dessen sie dem Volk gegenüber notwendig bedurfte, auch wenn sie nicht überhaupt viel zu einsichtig gewesen wäre, um die rechtliche Motivierung des Krieges in Philippos' Art gering zu schätzen. Die Unterstützung...
... eben nichts als die gewöhnlichen Frevel, wie Philippos sie gegen seine Nachbarn übte; eine Verhandlung darüber hätte im gegenwärtigen Augenblick zur Demütigung und Sühnung, aber nicht zum Kriege geführt. Mit den sämtlichen kriegführenden Mächten im Osten stand die römische Gemeinde dem Namen nach in Freundschaft und hätte ihnen Beistand gegen den Angriff gewähren können. Allein Rhodos und Pergamon, die begreiflicherweise nicht säumten, die römische Hilfe zu erbitten, waren formell die Angreifer, und...
...onien zugleich verwickelt haben, was man natürlich um so mehr zu vermeiden wünschte, als man fest entschlossen war, wenigstens in die asiatischen Angelegenheiten sich nicht zu mischen. Es blieb nichts übrig, als vorläufig eine Gesandtschaft nach dem Osten abzuordnen, um teils von Ägypten zu erlangen, was den Umständen nach nicht schwer war, daß es die Einmischung der Römer in die griechischen Angelegenheiten geschehen ließ, teils den König Antiochos zu beschwichtigen, indem man ihm Syrien preisgab, t... | | |
| | 1. Kapitel - Die Nordgrenze Italiens | Die roemische Republik hat ihr Gebiet hauptsaechlich auf den Seewegen gegen
Westen, Sueden und Osten erweitert; nach derjenigen Richtung hin, in welcher
Italien und die von ihm abhaengigen beiden Halbinseln im Westen und im Osten mit
dem grossen Kontinent Europas zusammenhaengen, war dies wenig geschehen. Das
Hinterland Makedoniens gehorchte den Roemern nicht und nicht einmal der
noerdliche Abhang der Alpen; nur das Hinterland der gallischen Suedkueste war
durch Caes...
...nitten die Dolche der Moerder ab; man musste sich
gluecklich schaetzen, dass die Daker nicht ihrerseits in Makedonien eindrangen,
und Vatinius selbst focht gegen die Dalmater ungluecklich und mit starken
Verlusten. Als dann die Republikaner im Osten ruesteten, ging das illyrische
Heer in das des Brutus ueber und die Dalmatiner blieben laengere Zeit
unangefochten. Nach der Niederwerfung der Republikaner liess Antonius, dem bei
der Teilung des Reiches Makedonien zugefallen war, im Jahre 715...
...r von wesentlicher Bedeutung, dass sie jetzt unter die italischen Gemeinden
gleichberechtigt eingereiht wurden.
Der Dakerkrieg sollte folgen; aber der Buergerkrieg ging zum zweitenmal ihm
vor. Statt nach Illyricum rief er den Herrscher in den Osten; und der grosse
Entscheidungskampf zwischen Caesar und Antonius warf seine Wellen bis in das
ferne Donaugebiet. Das durch den Koenig Burebista geeinigte und gereinigte Volk
der Daker, jetzt unter dem Koenig Cotiso, sah sich von beiden Gegnern ...
...ker im Hinblick auf die von dem Vater geplante, von dem Sohn durch die
Befestigung Siscias eingeleitete Invasion sich auf Antonius' Seite schlug, ist
begreiflich; und haette er ausgefuehrt, was man in Rom besorgte, waere er,
waehrend Caesar im Osten focht, vom Norden her in das wehrlose Italien
eingedrungen, oder haette Antonius nach dem Vorschlag der Daker die Entscheidung
statt in Epirus vielmehr in Makedonien gesucht und dort die dakischen Scharen an
sich gezogen, so waeren die Wuerfel... | | |
| | Karthago | Der semitische Stamm steht inmitten und doch auch außerhalb der Völker der alten klassischen Welt. Der Schwerpunkt liegt für jenen im Osten, für diese am Mittelmeer, und wie auch Krieg und Wanderung die Grenze verschoben und die Stämme durcheinanderwarfen, immer schied und scheidet ein tiefes Gefühl der Fremdartigkeit die indogermanischen Völker von den syrischen, israelitischen, arabis...
...iner ganzen Großartigkeit dem Menschen aufgegangen ist. Was Mut, Scharfsinn und Begeisterung vermögen, haben die Phöniker aufgeboten, um dem Handel und was aus ihm folgt, der Schiffahrt, Fabrikation, Kolonisierung, die volle Entwicklung zu geben und Osten und Westen zu vermitteln. In unglaublich früher Zeit finden wir sie in Kypros und Ägypten, in Griechenland und Sizilien, in Afrika und Spanien, ja sogar auf dem Atlantischen Meer und der Nordsee. Ihr Handelsgebiet reicht von Sierra Leone und Cornwal...
...henland und Sizilien, in Afrika und Spanien, ja sogar auf dem Atlantischen Meer und der Nordsee. Ihr Handelsgebiet reicht von Sierra Leone und Cornwall im Westen bis östlich zur malabarischen Küste; durch ihre Hände gehen das Gold und die Perlen des Ostens, der tyrische Purpur, die Sklaven, das Elfenbein, die Löwen- und Pardelfelle aus dem inneren Afrika, der arabische Weihrauch, das Linnen Ägyptens, Griechenlands Tongeschirr und edle Weine, das kyprische Kupfer, das spanische Silber, das englische Z...
... welche auf dem geistigen Gebiete innerhalb des aramäischen Stammes entstanden sind, gehören nicht zunächst den Phönikern an; wenn Glauben und Wissen in gewissem Sinn den aramäischen Nationen vor allen anderen eigen und den Indogermanen erst aus dem Osten zugekommen sind, so hat doch weder die phönikische Religion noch die phönikische Wissenschaft und Kunst, soviel wir sehen, jemals unter den aramäischen einen selbständigen Rang eingenommen. Die religiösen Vorstellungen der Phöniker sind formlos und ...
...m Nil herrschenden Mächte und bald den Assyrern, bald den Ägyptern untertan. Mit der halben Macht hätten hellenische Städte sich unabhängig gemacht; aber die vorsichtigen sidonischen Männer, berechnend, daß die Sperrung der Karawanenstraßen nach dem Osten oder der ägyptischen Häfen ihnen weit höher zu stehen komme als der schwerste Tribut, zahlten lieber pünktlich ihre Steuern, wie es fiel nach Ninive oder nach Memphis, und fochten sogar, wenn es nicht anders sein konnte, mit ihren Schiffen die Schla... | | |
| | Einleitung -> | ...
Tyrrhenischen Meere bespuelt wird. Ueberdies schliesst, wie an Griechenland der
Peloponnes, so an Italien die Insel Sizilien sich an, die schoenste und groesste
des Mittelmeers, deren gebirgiges und zum Teil oedes Innere ringsum, vor allem
im Osten und Sueden, mit einem breiten Saume des herrlichsten, grossenteils
vulkanischen Kuestenlandes umguertet ist; und wie geographisch die sizilischen
Gebirge die kaum durch den schmalen "Riss" (R/e/gion) der Meerenge unterbrochene
Fortsetzung des ...
...n schoenes
Land, das die Taetigkeit des Menschen anstrengt und belohnt und dem unruhigen
Streben die Bahnen in die Ferne, dem ruhigen die Wege zu friedlichem Gewinn
daheim in gleicher Weise eroeffnet. Aber wenn die griechische Halbinsel nach
Osten gewendet ist, so ist es die italische nach Westen. Wie das epirotische und
akarnanische Gestade fuer Hellas, so sind die apulischen und messapischen
Kuesten fuer Italien von untergeordneter Bedeutung; und wenn dort diejenigen
Landschaften, auf...
...d
akarnanische Gestade fuer Hellas, so sind die apulischen und messapischen
Kuesten fuer Italien von untergeordneter Bedeutung; und wenn dort diejenigen
Landschaften, auf denen die geschichtliche Entwicklung ruht, Attika und
Makedonien, nach Osten schauen, so sehen Etrurien, Latium und Kampanien nach
Westen. So stehen die beiden so eng benachbarten und fast verschwisterten
Halbinseln gleichsam voneinander abgewendet; obwohl das unbewaffnete Auge von
Otranto aus die akrokeraunischen Berg...
... Meer. Es war auch hier wie so oft in den
Bodenverhaeltnissen der geschichtliche Beruf der Voelker vorgezeichnet: die
beiden grossen Staemme, auf denen die Zivilisation der Alten Welt erwuchs,
warfen ihre Schatten wie ihren Samen der eine nach Osten, der andere nach
Westen.
Es ist die Geschichte Italiens, die hier erzaehlt werden soll, nicht die
Geschichte der Stadt Rom. Wenn auch nach formalem Staatsrecht die Stadtgemeinde
von Rom es war, die die Herrschaft erst ueber Italien, dann uebe... | | |
| | Crassus´ Tod - Der Bruch der Gesamtherrscher -> | ...eckweg nach
Syrien zu finden. Von ueber 40000 roemischen Legionaeren, die den Euphrat
ueberschritten hatten, kam nicht der vierte Mann zurueck; die Haelfte war
umgekommen; gegen 10000 roemische Gefangene wurden von den Siegern im
aeussersten Osten ihres Reiches, in der Oase von Merv, nach parthischer Art als
heerpflichtige Leibeigene angesiedelt. Zum ersten Male, seit die Adler die
Legionen fuehrten, waren dieselben in diesem Jahre zu Siegeszeichen in den
Haenden fremder Nationen, fast ...
...rt als
heerpflichtige Leibeigene angesiedelt. Zum ersten Male, seit die Adler die
Legionen fuehrten, waren dieselben in diesem Jahre zu Siegeszeichen in den
Haenden fremder Nationen, fast gleichzeitig eines deutschen Stammes im Westen
und im Osten der Parther geworden. Von dem Eindruck, den die Niederlage der
Roemer im Osten machte, ist uns leider keine ausreichende Kunde geworden; aber
tief und bleibend muss er gewesen sein. Koenig Orodes richtete eben die Hochzeit
seines Sohnes Pakoros mit der Schwester seines neuen Verbuendeten, des Koenigs
Artavasdes von Armen...
...hr der abgehauene Kopf des
Crassus. Schon war die Tafel aufgehoben; eine der wandernden kleinasiatischen
Schauspielertruppen, wie sie in jener Zeit zahlreich bestanden und die
hellenische Poesie und die hellenische Buehnenkunst bis tief in den Osten
hineintrugen, fuehrten eben vor dem versammelten Hofe Euripides' 'Bakchen' auf.
Der Schauspieler, der die Rolle der Agaue spielte, welche in wahnsinnig
dionysischer Begeisterung ihren Sohn zerrissen hat und nun das Haupt desselben
auf dem Th... | | |
| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...eispiellose, indes
unter den obwaltenden Umstaenden wohl erklaerliche Ausnahmestellung: er wurde
als Erbfuerst oder, wie er jetzt heisst, Koenig von Palmyra zugleich zwar nicht
Mitherrscher, aber selbstaendiger Statthalter des Kaisers fuer den Osten ^101.
Die oertliche Verwaltung von Palmyra fuehrte unter ihm ein anderer Palmyrener,
zugleich als kaiserlicher Prokurator und als sein Stellvertreter ^102. Somit lag
die gesamte Reichsgewalt, soweit sie ueberhaupt im Osten noch bestand, in der
Hand des "Barbaren", und so rasch wie glaenzend stellte dieser mit seinen
Palmyrenern, welche durch die Truemmer der roemischen Heerkoerper und das
Aufgebot des Landes verstaerkt wurden, die Herrschaft Roms wieder her. Asi...
...aft ihrer Koenigin zur Geltung zu bringen. Alles dies geschah, ohne
dass die Palmyrener der roemischen Regierung absagten, ja wahrscheinlich in der
Weise, dass das von der roemischen Regierung dem Fuersten von Palmyra
uebertragene Regiment des Ostens auf diese Weise verwirklicht ward und man die
roemischen Offiziere, die sich der Ausdehnung der palmyrenischen Herrschaft
widersetzten, der Auflehnung gegen die kaiserlichen Anordnungen zieh; die in
Alexandreia geschlagenen Muenzen nennen Aur...
...widersetzten, der Auflehnung gegen die kaiserlichen Anordnungen zieh; die in
Alexandreia geschlagenen Muenzen nennen Aurelianus und Vaballathos nebeneinander
und geben nur dem ersteren den Augustustitel. Der Sache nach loeste freilich
hier der Osten sich vom Reiche ab, und in Ausfuehrung einer dem elenden
Gallienus durch die Not abgezwungenen Anordnung wurde dasselbe gehaelftet.
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^101 Dass Odaenathos so wie nach ihm sein Sohn Vaballathos (abgese...
...ter dasjenige zu verstehen,
weshalb Odaenaths Vater das "Haupt von Thadmor" heisst (Anm. 89): der fuer das
Kriegsrecht wie fuer die Rechtspflege kompetente Einzelvorsteher von Palmyra;
nur dass, seit der erweiterten Stellung Odaenaths, dieser Posten als Unteramt
von einem Manne ritterlichen Ranges bekleidet wird. Der Vermutung Sachaus (ZDMG
35, 1881, S. 738), dass dieser Vorodes der "Wurud" einer Kupfermuenze aus
hiesigen Kabinetts und beide mit dem zugleich mit dem Vater umgebrachten
a...
...nathos' Tode ein auf Gallienus'
Geheiss gegen die Perser agierender Feldherr, Heraclianus von Zenobia,
angegriffen und ueberwunden ward (vita Gall. 13, 5), ist an sich nicht
unmoeglich, da ja die Fuersten von Palmyra das Oberkommando im ganzen Osten von
Rechts wegen besassen und eine solche Aktion, auch wenn sie von Gallienus
veranlasst war, behandelt werden konnte als dagegen verstossend, und es wuerde
dies das gespannte Verhaeltnis deutlich bezeichnen; aber der Gewaehrsmann ist so
sch... | | |
| | »Schöner Tag« -> | ... Winnetou
besprochen. Wir reiten mit dir, er und ich, und dreißig Krieger werden uns begleiten. Das ist genug, dich
während deiner Arbeit zu beschützen und dir bei derselben behilflich zu sein. Dann bringen uns diese
dreißig Mann so weit nach dem Osten, bis wir sichere Pfade finden und mit dem Kanoe des Dampfes nach
St. Louis fahren können.«
»Was sagt mein roter Bruder? Habe ich ihn richtig verstanden? Er will nach dem Osten?«
»Ja, mit dir, ich, Winnetou und Nscho-tschi.«
»Nscho-tschi auch?«
»Meine Tochter auch. Sie möchte gern die großen Wohnplätze der Bleichgesichter sehen und so lange
dortbleiben, bis sie ganz so geworden ist wie eine weiße Squaw.«
Ich mochte wo...
...nt überrascht zu sein. Hat er vielleicht etwas dagegen, daß wir ihn
begleiten? Er mag es aufrichtig sagen!«
»Etwas dagegen? Wie könnte ich! Ich freue mich im Gegenteil außerordentlich darüber! Unter eurer
Begleitung komme ich ohne Gefahr nach dem Osten zurück; schon deshalb muß dieselbe mir willkommen
sein. Dazu ist noch zu rechnen, daß die, welche ich so liebgewonnen habe, bei mir bleiben.«
»Howgh!« nickte er befriedigt. »Du wirst deine Arbeit vollenden, und dann geht es nach dem Osten. Wird
Nscho-tschi dort Leute finden, bei denen sie wohnen und lernen kann?«
»Ja. Ich werde das sehr gern besorgen. Aber der Häuptling der Apachen muß dabei in Betracht ziehen, daß
die Bleichgesichter nicht die Gastfreundschaft der roten Männer au... | | |
| | Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit -> | ...der
Buergerkrieg und die faktische Teilung der Herrschaft unter zwei oder mehr
Praetendenten fast zur stehenden Landplage ward. Die roemische Schutzmacht, wenn
sie die Nachbarn nicht aufstiftete, sah untaetig zu. Zu allem diesem draengte
von Osten her das neue Partherreich, nicht bloss mit seiner materiellen Macht,
sondern auch mit dem ganzen Uebergewicht seiner nationalen Sprache und Religion,
seiner nationalen Heer- und Staatsverfassung auf die Fremdlinge ein. Es ist hier
noch nicht d...
...em den Einfaellen der turanischen
Steppenvoelker in dessen oestliche Landschaften..
Diese Umwandlung der Voelkerverhaeltnisse im inneren Asien ist der
Wendepunkt in der Geschichte des Altertums. Auf die Voelkerflut, die bisher von
Westen nach Osten sich ergossen und in dem grossen Alexander ihren letzten und
hoechsten Ausdruck gefunden hatte, folgt die Ebbe. Seit der Partherstaat
besteht, ist nicht bloss verloren, was in Baktrien und am Indus etwa noch von
hellenischen Elementen sich erh...
...ige
Unterdrueckung des Seeraubs. Mit Notwendigkeit fiel diese Rom zu als der
fuehrenden Macht im Mittelmeer. Wie ein Jahrhundert zuvor die Roemer eben hierin
mit besonderer und wohltaetiger Entschiedenheit aufgetreten waren und namentlich
im Osten ihre Suprematie zunaechst eingefuehrt hatten durch die zum allgemeinen
Besten energisch gehandhabte Seepolizei, ebenso bestimmt bezeichnet die
vollstaendige Nichtigkeit derselben schon im Beginn dieser Periode den furchtbar
raschen Verfall des...
...tuerlich zu
Freistaetten der Korsaren; und an solchen fehlte es namentlich in Asien nicht.
Am aergsten sah es in dieser Hinsicht aus auf Kreta, das durch eine glueckliche
Lage und die Schwaeche oder Schlaffheit der Grossstaaten des Westens und Ostens
allein unter allen griechischen Ansiedlungen seine Unabhaengigkeit bewahrt
hatte; die roemischen Kommissionen kamen und gingen freilich auch auf dieser
Insel, aber richteten hier noch weniger aus als selbst in Syrien und Aegypten.
Fast schi... | | |
| | Der Osten und Koenig Mithradates -> | ...sich militaerisch zu einer
Grossmacht entwickelte, die ueber hunderttausend Bewaffnete gebot; dass er in
die engste Verbindung trat mit dem neuen, zum Teil durch seine Hilfe an die
Spitze der innerasiatischen Staaten gestellten Grosskoenig des Ostens; dass er
die benachbarten asiatischen Koenigreiche und Fuerstentuemer unter Vorwaenden
einzog, die fast wie ein Hohn auf die schlecht berichtete und weit entfernte
Schutzmacht klangen; dass er endlich sogar in Europa sich festsetzte und als
...
...ur war es uebel, dass man, statt ein Heer zu senden, den Statthalter von
Kilikien, Lucius Sulla, mit der Handvoll Leute, die er daselbst gegen die
Raeuber und Piraten kommandierte, anwies, in Kappadokien zu intervenieren. Zum
Glueck vertrat im Osten die Erinnerung an die ehemalige Energie der Roemer
besser ihr Interesse als ihr gegenwaertiges Regiment und ergaenzte die Energie
und Gewandtheit des Statthalters, was der Senat an beiden vermissen liess.
Mithradates hielt sich zurueck und beg...
..., welche letztere infolge der Spannung zwischen
ihnen und Tigranes Ursache hatten, den Roemern sich zu naehern. Beiderseits
schien man zu fuehlen, dass etwas darauf ankam bei dieser ersten Beruehrung der
beiden Grossmaechte des Westens und des Ostens, dem Anspruch auf die Herrschaft
der Welt nichts zu vergeben; aber Sulla, kecker als der parthische Bote, nahm
und behauptete in der Zusammenkunft den Ehrenplatz zwischen dem Koenig von
Kappadokien und dem parthischen Abgesandten. Mehr als du...
... die Herrschaft
der Welt nichts zu vergeben; aber Sulla, kecker als der parthische Bote, nahm
und behauptete in der Zusammenkunft den Ehrenplatz zwischen dem Koenig von
Kappadokien und dem parthischen Abgesandten. Mehr als durch seine Siege im Osten
mehrte Sullas Ruhm sich durch diese vielgefeierte Konferenz am Euphrat; der
parthische Gesandte buesste spaeter seinem Herrn dafuer mit dem Kopfe. Indes
fuer den Augenblick hatte diese Beruehrung keine weitere Folge. Nikomedes
unterliess es ...
...trauen auf die Gunst der Roemer, Paphlagonien zu raeumen;
aber die gegen Mithradates gefassten Senatsbeschluesse wurden ferner vollzogen,
die Wiederherstellung der skythischen Haeuptlinge von ihm wenigstens zugesagt;
der fruehere Status quo im Osten schien wiederhergestellt (662 92).
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6 Ein vor kurzem in dem Dorfe Aresli suedlich von Synnada gefundener
Senatsbeschluss vom Jahre 638 (116) (Viereck, sermo Graecus quo senatus Romanus
usus sit, S... | | |
| | Marcus Lepidus und Quintus Sertorius -> | ...efaehrlichkeit steigern zu wollen
schien. Ebendamals ward auf allen Meeren mit den Flibustierflotten, ward in
Italien mit den aufstaendischen Sklaven, in Makedonien mit den Voelkerschaften
an der unteren Donau gefochten, und entschloss sich im Osten Koenig Mithradates,
mitbestimmt durch die Erfolge der spanischen Insurrektion, das Glueck der Waffen
noch einmal zu versuchen. Dass Sertorius mit den italischen und makedonischen
Feinden Roms Verbindungen angeknuepft hat, laesst sich nicht bes...
... versprach, der Koenig dagegen ihm 40 Schiffe und
3000 Talente (4« Mill. Taler) zu ueberweisen sich anheischig machte. Schon
erinnerten die klugen Politiker in der Hauptstadt an die Zeit, als Italien sich
durch Philippos und durch Hannibal von Osten und von Westen aus bedroht sah; der
neue Hannibal, meinte man, koenne, nachdem er, wie sein Vorfahr, Spanien durch
sich selbst bezwungen, eben wie dieser mit den Steilkraeften Spaniens in Italien
gar leicht frueher als Pompeius eintreffen, um,...
... und
Versoehnung. Sertorius durfte nicht rueckwaerts noch seitwaerts; unvermeidlich
musste er weiter auf der einmal betretenen Bahn, wie sie auch schmaler und
schwindelnder ward.
Pompeius' Vorstellungen in Rom, denen Mithradates' Auftreten im Osten
Nachdruck gab, hatten Erfolg. Er erhielt vom Senat die noetigen Gelder zugesandt
und Verstaerkung durch zwei frische Legionen. So gingen die beiden Feldherren im
Fruehjahr 680 (74) wieder an die Arbeit und ueberschritten aufs neue den Ebro.
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