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Schlagwort: Ramner | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 1 | | | Die Anfaenge Roms | ...nken; an den letzteren haftet seit mindestens
dritthalbtausend Jahren der Name der Roemer. Es laesst sich natuerlich nicht
angeben, wie und wann er aufgekommen ist; sicher ist nur, dass in der aeltesten
uns bekannten Namensform die Gaugenossen Ramner (Ramnes) heissen, nicht Romaner;
und diese der aelteren Sprachperiode gelaeufige, dem Lateinischen aber in
frueher Zeit abhanden gekommene ^1 Lautverschiebung ist ein redendes Zeugnis
fuer das unvordenkliche Alter des Namens. Eine sichere Able...
...Sprachperiode gelaeufige, dem Lateinischen aber in
frueher Zeit abhanden gekommene ^1 Lautverschiebung ist ein redendes Zeugnis
fuer das unvordenkliche Alter des Namens. Eine sichere Ableitung laesst sich
nicht geben; moeglich ist es, dass die Ramner die Stromleute sind.
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^1 Aehnlichen Lautwechsel zeigen beispielsweise folgende Bildungen
saemtlich aeltester Art: pars portio, Mars mors, farreum alt statt horreum,
Fabii Fovii, Valerius Volesus, ...
...ieben nicht allein auf den Huegeln am Tiberufer. In der
Gliederung der aeltesten roemischen Buergerschaft hat sich eine Spur erhalten,
dass dieselbe hervorgegangen ist aus der Verschmelzung dreier wahrscheinlich
ehemals unabhaengiger Gaue, der Ramner, Titier und Lucerer, zu einem
einheitlichen Gemeinwesen, also aus einem Synoekismus wie derjenige war, woraus
in Attika Athen hervorging ^2. Wie uralt diese Drittelung der Gemeinde ist ^3,
zeigt wohl am deutlichsten, dass die Roemer namentlich...
...eln.
Nach Beseitigung der teils widersinnigen, teils grundlosen Hypothesen laesst
sich in wenige Worte zusammenfassen, was ueber die Nationalitaet der
komponierenden Elemente des aeltesten roemischen Gemeinwesens gesagt werden
kann. Dass die Ramner ein latinischer Stamm waren, kann nicht bezweifelt werden,
da sie dem neuen roemischen Gemeinwesen den Namen gaben, also auch die
Nationalitaet der vereinigten Gemeinde wesentlich bestimmt haben werden. Ueber
die Herkunft der Lucerer laesst si...
...sie dem neuen roemischen Gemeinwesen den Namen gaben, also auch die
Nationalitaet der vereinigten Gemeinde wesentlich bestimmt haben werden. Ueber
die Herkunft der Lucerer laesst sich nichts sagen, als dass nichts im Wege
steht, sie gleich den Ramnern dem latinischen Stamm zuzuweisen. Dagegen die
zweite dieser Gemeinden wird einstimmig aus der Sabina abgeleitet, und dies kann
wenigstens zurueckgehen auf eine in der titischen Bruederschaft bewahrte
Ueberlieferung, wonach dieses Priesterkoll...
...nueber standen als spaeter der Roemer und der Samnite, eine sabellische
Gemeinde in einen latinischen Gauverband eingetreten sein - wahrscheinlich, da
die Titier in der aelteren und glaubwuerdigen Ueberlieferung ohne Ausnahme den
Platz vor den Ramnern behaupten, in der Art, dass die eindringenden Titier den
aelteren Ramnern den Synoekismus aufnoetigten. Eine Mischung verschiedener
Nationalitaeten hat hier also allerdings stattgefunden; aber schwerlich hat sie
viel tiefer eingegriffen als zum Beispiel die einige Jahrhunderte spaeter
erfolgte Uebersiedlung des sab...
...ige Jahrhunderte spaeter
erfolgte Uebersiedlung des sabinischen Attus Clauzus oder Appius Claudius und
seiner Genossen und Klienten nach Rom. So wenig wie diese Aufnahme der Claudier
unter die Roemer berechtigt die aeltere der Titier unter die Ramner, die
Gemeinde darum den Mischvoelkern beizuzaehlen. Mit Ausnahme vielleicht
einzelner, im Ritual fortgepflanzter nationaler Institutionen lassen auch
sabellische Elemente in Rom sich nirgends nachweisen, und namentlich gibt die
latinische Sp...
...uegung einer einzelnen
Gemeinde von einem dem latinischen naechstverwandten Stamm die latinische
Nationalitaet auch nur in fuehlbarer Weise getruebt haette; wobei vor allem
nicht vergessen werden darf, dass in der Zeit, wo die Titier neben den Ramnern
sich ansaessig machten, die latinische Nationalitaet auf Latium ruhte und nicht
auf Rom. Das neue dreiteilige roemische Gemeinwesen war, trotz etwaiger
urspruenglich sabellischer Bestandteile, nichts als was die Gemeinde der Ramner
gewesen war, ein Teil der latinischen Nation.
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^2 Eine wirkliche Zusammensiedlung ist mit dem Synoekismus nicht notwendig
verbunden, sondern es wohnt jeder wie bisher auf de... | | |
| | Die Nichtbuerger und die reformierte Verfassung | ...n
grosser Synoekismus: schon das aelteste Rom, von dem wir Kunde haben, ist ein
dreieiniges, und erst mit der voelligen Erstarrung des Roemerrums endigen die
aehnlichen Inkorporationen. Abgesehen von jenem aeltesten Verschmelzungsprozess
der Ramner, Titier und Lucerer, von dem fast nur die nackte Tatsache bekannt
ist, ist der frueheste derartige Inkorporationsakt derjenige, durch den die
Huegelbuergerschaft aufging in dem palatinischen Rom. Die Ordnung der beiden
Gemeinden wird, als sie ...
...de Pflegschaft eine Quote der
Neubuerger zugewiesen erhielt, in diesen Abteilungen aber die Neu- mit den
Altbuergern nicht vollstaendig verschmolzen; vielmehr treten fortan jene Teile
doppelgliedrig auf und scheiden sich die Titier, ebenso die Ramner und die
Lucerer in sich wieder in erste und zweite (priores, posteriores). Eben damit
haengt wahrscheinlich die in den organischen Institutionen der Gemeinde ueberall
hervortretende paarweise Anordnung zusammen. So werden die drei Paare der
...
...tinische eine wahre Unterordnung der ersteren gewesen ist. Wenn wir
mit Recht angenommen haben, dass der Gegensatz zwischen den palatinischen Alt-
und den quirinalischen Neubuergern zusammenfiel mit dem zwischen den ersten und
zweiten Titiern, Ramnern und Lucerern, so sind die Geschlechter der
Quirinalstadt die "zweiten" oder die "minderen" gewesen. Indes war der
Unterschied sicherlich mehr ein Ehren- als ein Rechtsvorzug. Bei den
Abstimmungen im Rat wurden die aus den alten Geschlechtern ...
...inischen, die
quirinalischen Springer und Woelfe hinter denen vom Palatin. Sonach bezeichnet
der Synoekismus, durch den die palatinische Gemeinde die quirinalische in sich
aufnahm, eine Mittelstufe zwischen dem aeltesten, durch den die Titier, Ramner
und Lucerer miteinander verwuchsen, und allen spaeteren: einen eigenen Teil zwar
durfte die zutretende Gemeinde in dem neuen Ganzen nicht mehr bilden, wohl aber
noch wenigstens einen Teil in jedem Teile, und ihre sakralen Institutionen liess
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| | Die Anfaenge Roms -> |
Ein Verhaeltnis dieser allmaehlich erwachsenen staedtischen Ansiedlungen zu
den drei Gemeinden, in die die roemische staatsrechtlich seit unvordenklich
frueher Zeit zerfiel, ist nicht zu ersehen. Da die Ramner, Titier und Lucerer
urspruenglich selbstaendige Gemeinden gewesen zu sein scheinen, muessen sie
freilich auch urspruenglich jede fuer sich gesiedelt haben; aber auf den sieben
Huegeln selbst haben sie sicherlich nicht in getrennten Umwallungen...
...ahin stellen, wo das anmutige Maerchen von der Tarpeia und die
Schlacht am Palatin ihren Platz finden. Vielmehr werden schon die beiden
Quartiere der aeltesten Stadt, Subura und Palatin und ebenso das vorstaedtische
jedes in die drei Teile der Ramner, Titier und Lucerer zerfallen sein; womit es
zusammenhaengen kann, dass spaeterhin sowohl in dem suburanischen und
palatinischen wie in jedem der nachher hinzugefuegten Stadtteile es drei Paare
Argeerkapellen gab. Eine Geschichte hat die palat... | | |
| | Die Ausgleichung der Staende und die neue Aristokratie -> | | ...r roemische Geschlechtsadel
ging natuerlich darum keineswegs unter, weil er zum leeren Namen geworden war.
Je weniger der Adel bedeutete und vermochte, desto reiner und ausschliesslicher
entwickelte sich der junkerhafte Geist. Die Hoffart der "Ramner" hat das letzte
ihrer Standesprivilegien um Jahrhunderte ueberlebt; nachdem man standhaft
gerungen hatte, "das Konsulat aus dem plebejischen Kote zu ziehen", und sich
endlich widerwillig von der Unmoeglichkeit dieser Leistung hatte ueberzeugen... | | |
| | Die Anfaenge Roms -> | |
Lange bevor eine staedtische Ansiedlung am Tiber entstand, moegen jene
Ramner, Titier, Lucerer erst vereinzelt, spaeter vereinigt auf den roemischen
Huegeln ihre Burg gehabt und von den umliegenden Doerfern aus ihre Aecker
bestellt haben. Eine Ueberlieferung aus diesen uraeltesten Zeiten mag das
"Wolfsfest" sein, das da... | | |
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