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Schlagwort: Sohn | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 36 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 | | | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...tes zu druecken. Die mit diesem wegen
der Rueckgabe der parthischen Siegestrophaeen angeknuepften Verhandlungen zogen
sich ergebnislos hin, obwohl Phraates im Jahre 731 (23), um die Entlassung eines
zufaellig in die Gewalt der Roemer geratenen Sohnes zu erlangen, die Rueckgabe
zugesichert hatte.
Erst als Augustus im Jahre 734 (20) sich persoenlich nach Syrien begab und
Ernst zeigte, fuegten sich die Orientalen. In Armenien, wo eine maechtige Partei
sich gegen den Koenig Artaxes erhoben ...
...gen den Koenig Artaxes erhoben hatte, warfen sich die Insurgenten den
Roemern in die Arme und erbaten fuer des Artaxes juengeren, am kaiserlichen Hof
erzogenen und in Rom lebenden Bruder Tigranes die kaiserliche Belehnung. Als des
Kaisers Stiefsohn Tiberius Claudius Nero, damals ein 22jaehriger Juengling, mit
Heeresmacht in Armenien einrueckte, wurde Koenig Artaxes von seinen eigenen
Verwandten ermordet, und Tigranes empfing die koenigliche Tiara aus der Hand des
kaiserlichen Vertreters,...
...en Vertreters, wie sie fuenfzig Jahre frueher sein gleichnamiger
Grossvater von Pompeius empfangen hatte. Atropatene wurde wieder von Armenien
getrennt und kam unter die Herrschaft eines ebenfalls in Rom erzogenen
Herrschers, des Ariobarzanes, Sohnes des frueher erwaehnten Artavazdes; doch
scheint dieser das Land nicht als roemisches, sondern als parthisches Lehnsreich
erhalten zu haben. Ueber die Ordnung der Dinge in den Fuerstentuemern am
Kaukasus erfahren wir nichts; aber da sie spaet...
...ines geeigneten prinzlichen
Feldherrn sah die roemische Regierung einige Jahre hindurch wohl oder uebel dem
Schalten der antiroemischen Partei in Armenien unter Parthisches Schutz untaetig
zu. Endlich im Jahre 753 (1) wurde dem aelteren Adoptivsohn des Kaisers, dem
zwanzigjaehrigen Gaius Caesar, nicht bloss derselbe Auftrag erteilt, sondern es
sollte, wie der Vater hoffte, die Unterwerfung Armeniens der Anfang groesserer
Dinge sein, der Orientfeldzug des zwanzigjaehrigen Kronprinzen man ...
...gung der Reichs- und der dynastischen Politik bestrafte
sich aufs neue. Der Tod eines jungen Mannes aenderte den Gang der grossen
Politik; die so zuversichtlich dem Publikum angekuendigte arabische Expedition
fiel weg, nachdem ihr Gelingen dem Sohn des Kaisers nicht mehr den Weg zur
Nachfolge ebnen konnte. Auch an weitere Unternehmungen am Euphrat wurde nicht
mehr gedacht; das Naechste, die Besetzung Armeniens und die Wiederherstellung
der Beziehungen zu den Parthern war erreicht, wie tr...
...ch das
blosse Gewicht seiner Persoenlichkeit und seiner Stellung das Land zum Gehorsam
zurueck. Den unfaehigen Vonones liess er fallen und setzte den Armeniern, den
Wuenschen der roemisch gesinnten Vornehmen entsprechend, zum Herrscher einen
Sohn jenes Polemon, den Antonius zum Koenig im Pontus gemacht hatte, den Zenon
oder, wie er als Koenig von Armenien heisst, Artaxias; dieser war einerseits dem
kaiserlichen Hause verbunden durch seine Mutter, die Koenigin Pythodoris, eine
Enkelin d...
...lueckliches Regiment und durch vielfache, gegen die Grenzvoelker
Irans erstrittene Erfolge und ueberzeugt, dass der alte Kaiser keine Neigung
haben werde, einen schweren Krieg im Orient zu beginnen, bewog die Armenier,
seinen eigenen aeltesten Sohn, den Arsakes, zum Herrscher auszurufen, das heisst
die roemische Oberherrlichkeit mit der parthischen zu vertauschen. Ja er schien
es geradezu auf den Krieg mit Rom anzulegen; er forderte die Verlassenschaft
seines in Kilikien umgekommenen Vor...
... Armenien gedungen. Es gelang auch dem
roemischen Praetendenten, seinen Nebenbuhler durch bestochene Hofleute zu
vergiften und sich des Landes und der Hauptstadt Artaxata zu bemaechtigen.
Artabanos sandte an des Ermordeten Stelle einen anderen Sohn, Orodes, nach
Armenien und versuchte auch seinerseits transkaukasische Hilfstruppen zu
beschaffen; aber nur wenige kamen nach Armenien durch, und die parthischen
Reiterscharen waren der guten Infanterie der Kaukasusvoelker und den
gefuerchte...
...vorbereitende Bewegung.
Unzufriedene Adlige hatten schon frueher sich mit der roemischen Regierung in
Verbindung gesetzt und einen echten Arsakiden von dieser erbeten. Tiberius hatte
des Phraates einzigen ueberlebenden, dem Vater gleichnamigen Sohn und, nachdem
der alte roemisch gewoehnte Mann den Anstrengungen noch in Syrien erlegen war,
an dessen Stelle einen ebenfalls in Rom lebenden Enkel des Phraates namens
Tiridates geschickt. Der parthische Fuerst Sinnakes, der Fuehrer dieser
Ze...
...ede bald geschlossen. Artabanos erkannte nicht bloss den
Mithradates als Koenig von Armenien an, sondern brachte auch dem Bildnis des
roemischen Kaisers die Huldigung dar, die von den Lehnsmannen gefordert zu
werden pflegte, und stellte seinen Sohn Dareios den Roemern als Geisel. Darueber
war der alte Kaiser gestorben; aber diesen so unblutigen wie vollstaendigen Sieg
seiner Politik ueber die Auflehnung des Orients hat er noch erlebt.
Was die Klugheit des Greises erreicht hatte, verdarb s...
...gesetzt und angewiesen, mit Hilfe seines Bruders sich Armeniens zu
bemaechtigen. Der damals zwischen den drei Soehnen des Koenigs Artabanos III.
gefuehrte Bruderkrieg im Partherreich ebnete den Roemern den Weg. Nach der
Ermordung des aeltesten Sohnes stritten Jahre lang Gotarzes und Vardanes um den
Thron; Seleukeia, das schon dem Vater den Gehorsam aufgekuendigt hatte, trotzte
sieben Jahre hindurch ihm und nachher den Soehnen; die Voelker Turans griffen
wie immer auch in diesen Hader der...
...krieg aufs neue. Nicht einmal die Ermordung des
tapferen und im Kampf mit den Voelkern Turans siegreichen Vardanes setzte
demselben ein Ziel; die Gegenpartei wendete sich nun nach Rom und erbat sich von
der dortigen Regierung den dort lebenden Sohn des Vonones, den Prinzen
Meherdates, welcher dann auch vom Kaiser Claudius vor dem versammelten Senat den
Seinigen zur Verfuegung gestellt und nach Syrien entlassen ward mit der
Ermahnung, sein neues Reich gut und gerecht zu verwalten und der ...
...rzaehlt, gegen die Roemer Krieg zu fuehren wovon der Satrap von
Adiabene, Izates, ihn vergebens abmahnt. Josephus nennt diesen Nachfolger wohl
irrig Bardanes. Artabanos' III. unmittelbarer Nachfolger war nach Tac. ann. 11,
8 sein gleichnamiger Sohn, den nebst seinem Sohn dann Gotarzes aus dem Wege
raeumte; und dieser Artabanos IV. wird hier gemeint sein.
^29 Die Meldung des Petrus Patricius (fr. 3 Muell.), dass der Koenig
Mithradates von Iberien den Abfall von Rom geplant, aber, um den Schein der
Treue zu wah...
...n Anzeige gemacht, abgesetzt und durch den
Bruder ersetzt worden sei vertraegt sich nicht mit der gesicherten Tatsache,
dass in Iberien wenigstens vom Jahr 35 (Tac. ann. 6, 32) bis zum Jahr 60 (Tac.
ann. 14, 26) Pharasmanes, im Jahre 75 dessen Sohn Mithradates (CIL III, 6052)
geherrscht hat. Ohne Zweifel hat Petrus den Mithradates von Iberien und den
gleichnamigen Koenig des Bosporus zusammengeworfen und liegt hier die Erzaehlung
zu Grunde, welche Tacitus (ann. 12, 18) voraussetzt.
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| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ...anzuschliessen, die nur an Sapors
Uebermut gescheitert sein sollen ^106, andererseits Odaenathos' Ermordung in
Hemesa im Jahre 266/67 auf Anstiften der roemischen Regierung zurueckgefuehrt
ward ^107. Indes der eigentliche Moerder war ein Brudersohn des Odaenathos und
Beweise fuer die Beteiligung der Regierung liegen nicht vor. Auf jeden Fall
aenderte das Verbrechen in der Lage der Dinge nichts. Die Gattin des
Verstorbenen, die Koenigin Bat Zabbai oder griechisch Zenobia, eine schoene und...
...e nichts. Die Gattin des
Verstorbenen, die Koenigin Bat Zabbai oder griechisch Zenobia, eine schoene und
kluge Frau von maennlicher Tatkraft ^108, nahm kraft des erblichen
Fuerstenrechts fuer ihren und Odaenathos' noch im Knabenalter stehenden Sohn
Vaballathos oder Athenodoros ^109 - der aeltere, Herodes, war mit dem Vater
umgekommen - die Stellung des Verstorbenen in Anspruch und drang in der Tat
damit sowohl in Rom wie im Orient durch; die Regierungsjahre des Sohnes werden
gezaehlt vom Tode des Vaters. Fuer den nicht regierungsfaehigen Sohn trat die
Mutter in Rat und Tat ein ^110, und sie beschraenkte sich auch nicht darauf, den
Besitzstand zu wahren, sondern ihr Mut oder ihr Uebermut strebten nach der
Herrschaft ueber das gesamte Reichsgebiet griechischer Zunge. In dem Kommando ...
...ht darauf, den
Besitzstand zu wahren, sondern ihr Mut oder ihr Uebermut strebten nach der
Herrschaft ueber das gesamte Reichsgebiet griechischer Zunge. In dem Kommando
ueber den Orient, welches dem Odaenathos uebertragen und von ihm auf seinen Sohn
vererbt war, mag wohl dem Rechte nach die Obergewalt ueber Kleinasien und
Aegypten mitbegriffen gewesen sein; aber tatsaechlich hatte Odaenathos nur
Syrien und Arabien und etwa noch Armenien, Kilikien, Kappadokien in der Gewalt
gehabt. Jetzt...
...reilich
hier der Osten sich vom Reiche ab, und in Ausfuehrung einer dem elenden
Gallienus durch die Not abgezwungenen Anordnung wurde dasselbe gehaelftet.
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^101 Dass Odaenathos so wie nach ihm sein Sohn Vaballathos (abgesehen
natuerlich von der Zeit nach dem Bruche mit Aurelianus) keineswegs Augusti waren
(wie die vita Gallieni 12 faelschlich angibt), zeigt sowohl das Fehlen des
Augustusnamens auf den Muenzen wie auch der nur fuer einen Unter...
...sti waren
(wie die vita Gallieni 12 faelschlich angibt), zeigt sowohl das Fehlen des
Augustusnamens auf den Muenzen wie auch der nur fuer einen Untertan moegliche
Titel v(ir) c(onsularis) = y(patikos), den wie der Vater (Anm. 91) so auch der
Sohn noch fuehrt. Die Statthalterstellung wird auf den Muenzen des Sohnes mit
im(perator) d(ux) R(omanorum) = ayt(okrat/o/r) s(trat/e/gos) bezeichnet;
uebereinstimmend damit sagen Zonaras (12, 23 und abermals 12, 24) und Synkellos
(p. 716), dass Gallienus den Odaenathos wegen eines Sieges ueber die Perser und
de...
...lienus c. 10, dass er obtinuit totius Orientis imperium.
Damit werden alle asiatischen Provinzen und Aegypten gemeint sein das
hinzugefuegte imperator = aytokrat/o/r (vgl. vit. trig. tyr. 15, 6; post reditum
de Perside - Herodes des Odaenathos Sohn - cum patre imperator est appellatus)
soll ohne Zweifel die von der gewoehnlichen statthalterlichen verschiedene,
freiere Handhabung der Gewalt ausdruecken.
Dazu tritt weiter der jetzt foermlich angenommene Titel seines Koenigs von
Palmyra (t...
... die von der gewoehnlichen statthalterlichen verschiedene,
freiere Handhabung der Gewalt ausdruecken.
Dazu tritt weiter der jetzt foermlich angenommene Titel seines Koenigs von
Palmyra (trig. tyr.15, 2: adsumpto nomine regali), welchen auch der Sohn nicht
auf den aegyptischen, aber wohl auf den syrischen Muenzen fuehrt. Dass
Odaenathos in einer im August 271, also nach seinem Tode und waehrend des
Krieges der Seinigen mit Aurelian gesetzten Inschrift wahrscheinlich melekh
malke, "Koenig...
...eramt
von einem Manne ritterlichen Ranges bekleidet wird. Der Vermutung Sachaus (ZDMG
35, 1881, S. 738), dass dieser Vorodes der "Wurud" einer Kupfermuenze aus
hiesigen Kabinetts und beide mit dem zugleich mit dem Vater umgebrachten
aelteren Sohn des Odaenathos Herodes identisch seien, stehen ernstliche Bedenken
entgegen. Herodes und Orodes sind verschiedene Namen (in der palmyrenischen
Inschrift Waddington 2610 stehen beide nebeneinander); der Sohn eines Senators
kann nicht fueglich ein Ritteramt bekleiden; ein mit seinem Bildnis muenzender
Prokurator ist selbst fuer diese exzeptionellen Verhaeltnisse nicht denkbar.
Wahrscheinlich ist die Muenze ueberhaupt nicht palmyrenisch. "Sie ist", ...
...biographien auftretenden Personen nebst allem, was daran
haengt, von dem Skribenten erfunden, auf den die Durchfaelschung dieser
Biographien zurueckgeht. Auch Zosimus (hist. 1, 59) weiss nur von einem mit der
Mutter in Gefangenschaft geratenen Sohn.
^110 Ob Zenobia fuer sich die formelle Mitregierung in Anspruch genommen
hat, ist nicht mit Sicherheit zu entscheiden. In Palmyra nennt sie sich selbst
noch nach dem Bruch mit Rom bloss basiliss/e/ (Waddington 2611, 2628). Im
uebrigen Reich ... | | |
| | Die urspruengliche Verfassung Roms | ... der durch den Tod seines Vaters in eigene Gewalt
gelangte freie Mann mit der feierlich ihm von den Priestern zu Gemeinschaft des
Wassers und des Feuers durch das heilige Salzmehl (durch Confarreatio)
angetrauten Ehefrau, mit ihren Soehnen und Sohnessoehnen und deren rechten
Frauen und ihren unverheirateten Toechtern und Sohnestoechtern nebst allem,
einem von diesen zukommenden Hab und Gut ist eine Einheit, von der dagegen die
Kinder der Toechter ausgeschlossen sind, da sie entweder, wenn sie ehelich sind,
der Familie des Mannes angehoeren, oder, wenn ausser der Eh...
...nbeschraenkt Herr. Der
Hausvater haelt die Seinigen nicht bloss in strengster Zucht, sondern er hat
auch das Recht und die Pflicht, ueber sie die richterliche Gewalt auszuueben und
sie nach Ermessen an Leib und Leben zu strafen. Der erwachsene Sohn kann einen
gesonderten Hausstand begruenden oder, wie die Roemer dies ausdruecken, sein
"eigenes Vieh" (peculium) vom Vater angewiesen erhalten; aber rechtlich bleibt
aller Erwerb der Seinigen, mag er durch eigene Arbeit oder durch fremde Gabe...
... Kind voellig auf gleicher
Linie mit dem Sklaven, dem die Fuehrung einer eigenen Haushaltung auch nicht
selten verstattet ward, und der mit Auftrag des Herrn gleichfalls befugt war zu
veraeussern. Ja, der Vater kann wie den Sklaven so auch den Sohn einem Dritten
zum Eigentum uebertragen; ist der Kaeufer ein Fremder, so wird der Sohn sein
Knecht; ist er ein Roemer, so wird der Sohn, da er als Roemer nicht Knecht eines
Roemers werden kann, seinem Kaeufer wenigstens an Knechtes Statt. Die
vaeterliche und eheherrliche Gewalt unterlag insofern einer Rechtsbeschraenkung
ausser der schon erwaehnten des Aussetzungsrechts, als e...
... Rechtsbeschraenkung
ausser der schon erwaehnten des Aussetzungsrechts, als einige der aergsten
Missbraeuche mit rechtlicher Ahndung wie mit dem religioesen Bannfluch belegt
wurden; so trafen diese den, der seine Ehefrau oder den verheirateten Sohn
verkauft; und durch die Familiensitte ward es durchgesetzt, dass bei der
Ausuebung der haeuslichen Gerichtsbarkeit der Vater und mehr noch der Ehemann
den Spruch ueber Kind und Frau nicht faellte, ohne vorher die naechsten
Blutsverwandten, s...
...s wesentlich unbeschraenkt und keinem auf der
Erde verantwortlich, sondern auch, so lange der Hausherr lebt, unabaenderlich
und unzerstoerlich. Nach den griechischen wie nach den deutschen Rechten ist der
erwachsene, tatsaechlich selbstaendige Sohn auch rechtlich von dem Vater frei;
die Macht des roemischen Hausvaters vermag bei dessen Lebzeiten nicht das Alter,
nicht der Wahnsinn desselben, ja nicht einmal sein eigener freier Wille
aufzuheben, nur dass die Person des Gewalthabers wechse...
... ihrem Geschlecht und Gottesschutz in das Geschlecht und den
Gottesschutz des Mannes eintretend, ihm nun untertan werden, wie sie bisher es
ihrem Vater war. Nach roemischem Recht ist es dem Knechte leichter gemacht, sich
von dem Herrn, als dem Sohne, sich von dem Vater zu loesen; die Freilassung des
ersteren ward frueh und in einfachen Formen gestattet, die Freigebung des
letzteren wurde erst viel spaeter und auf weiten Umwegen moeglich gemacht. Ja,
wenn der Herr den Knecht und der Vater...
...ch von dem Vater zu loesen; die Freilassung des
ersteren ward frueh und in einfachen Formen gestattet, die Freigebung des
letzteren wurde erst viel spaeter und auf weiten Umwegen moeglich gemacht. Ja,
wenn der Herr den Knecht und der Vater den Sohn verkauft und der Kaeufer beide
freigibt, so erlangt der Knecht die Freiheit, der Sohn aber faellt durch die
Freilassung vielmehr zurueck in die fruehere vaeterliche Gewalt. So ward durch
die unerbittliche Konsequenz, mit der die vaeterliche und eheherrliche Gewalt
von den Roemern aufgefasst wurde, dieselbe in wahres Eigentumsre... | | |
| | 9. Kapitel - Die Euphratgrenze und die Parther -> | ... Republikaner verschmaehten den Beistand der
Landesfeinde nicht. Noch bei Caesars Lebzeiten hatte Caecilius Bassus, als er
die Fahne des Aufstands in Syrien erhob, sofort die Parther herbeigerufen. Sie
waren diesem Ruf auch gefolgt; des Orodes Sohn Pakoros hatte den Statthalter
Caesars geschlagen und die von ihm in Apameia belagerte Truppe des Bassus
befreit (709 45). Sowohl aus diesem Grunde, wie um fuer Karrhae Revanche zu
nehmen, hatte Caesar beschlossen, im naechsten Fruehling persoe...
...nius hatte wohl die Absicht, des Diktators Plaene auszufuehren, aber
zunaechst mit der Ordnung des Orients genug zu tun. Der Zusammenstoss konnte
nicht ausbleiben; der Angreifende war diesmal der Partherkoenig. Als im Jahre
713 (41) Caesar der Sohn in Italien mit den Feldherren und der Gemahlin des
Antonius schlug und dieser in Aegypten bei der Koenigin Kleopatra untaetig
verweilte, entsprach Orodes dem Draengen eines bei ihm im Exil lebenden Roemers,
des Quintus Labienus, und sandte die...
... mit den Feldherren und der Gemahlin des
Antonius schlug und dieser in Aegypten bei der Koenigin Kleopatra untaetig
verweilte, entsprach Orodes dem Draengen eines bei ihm im Exil lebenden Roemers,
des Quintus Labienus, und sandte diesen, einen Sohn des erbitterten Gegners des
Diktators Titus Labienus und ehemaligen Offizier im Heere des Brutus, sowie (713
41) seinen Sohn Pakoros mit einer starken Armee ueber die Grenze. Der
Statthalter Syriens, Decidius Saxa, unterlag dem unvermuteten Angriff; die
roemischen Besatzungen, grossenteils gebildet aus alten Soldaten der
republikanischen Armee, stellten sich unter d...
...egfuehrung seines Herrschaftsgenossen und neuen
Schwagers. Die Katastrophe von Gindaros hatte bei den Parthern eine schwere
dynastische Krise hervorgerufen. Koenig Orodes legte, tief erschuettert durch
den Tod seines aeltesten und tuechtigsten Sohnes, das Regiment zu Gunsten seines
zweitgeborenen, Phraates, nieder. Dieser fuehrte, um sich den Thron besser zu
sichern, ein Regiment des Schreckens, dem seine zahlreichen Brueder und der alte
Vater selbst so wie eine Anzahl der hohen Adligen ...
...ufrichtung eines asiatischen
Grosskoenigtums nach dem Muster Alexanders ins Auge. Wie Crassus vor seinem
Einruecken verkuendigt hatte, dass er die roemische Herrschaft bis nach Baktrien
und Indien ausdehnen werde, so nannte Antonius den ersten Sohn, den die
aegyptische Koenigin ihm gebar, mit dem Namen Alexanders. Er scheint geradezu
beabsichtigt zu haben, einerseits mit Ausschluss der vollstaendig hellenisierten
Provinzen Bithynien und Asia das gesamte Reichsgebiet im Osten, so weit es ...
...macht hatte, so erhielt ihr Bastard von Caesar, Caesarion, schon frueher
anerkannt als Mitherrscher in Aegypten ^22, die Anwartschaft auf das alte
Ptolemaeerreich, die auf Syrien ihr Bastard von Antonius, Ptolemaeos
Philadelphos. Einem anderen Sohn, den sie dem Antonius geboren hatte, dem schon
erwaehnten Alexander, ward fuer jetzt Armenien zugeteilt als Abschlagzahlung auf
die ihm weiter zugedachte Herrschaft des Ostens. Mit diesem nach orientalischer
Art geordneten Grosskoenigtum ^23 d...
...nd den Soldaten gegenueber nur diejenigen Titel gefuehrt, die auch
Caesar zukamen. Aber auf Reichsmuenzen mit lateinischer Aufschrift heisst
Kleopatra Koenigin der Koenige, ihre Soehne von Antonius wenigstens Koenige; den
Kopf seines aeltesten Sohnes zeigen die Muenzen neben dem des Vaters, als
verstaende die Erblichkeit sich von selbst; die Ehe und die Erbfolge der echten
und der Bastardkinder wird von ihm behandelt, wie es bei den Grosskoenigen des
Ostens Gebrauch ist oder, wie er selb...
...ll verleugnet; auch die Kinder des Antonius
von der Kleopatra, wo freilich nichts zu verleugnen war, sind wohl als Glieder
des kaiserlichen Hauses betrachtet, aber nie foermlich als Kinder des Antonius
anerkannt worden. Im Gegenteil heisst der Sohn der Tochter des Antonius von
Kleopatra, der spaetere Koenig von Mauretanien Ptolemaeos in der athenischen
Inschrift CIA III, 555 Enkel des Ptolemaeos; denn Ptolemaioy ekgonos kann in
diesem Zusammenhang nicht wohl anders gefasst werden. Man er...
...emaeos zu bezeichnen, etwa dem im Jahre 712 gestorbenen letzten
Lagiden das Leben zu verlaengern, oder ob man sich begnuegte, im allgemeinen den
Vater zu fingieren, ist nicht zu entscheiden. Aber auch darin hielt man die
Fiktion fest, dass der Sohn der Tochter des Antonius den Namen des fiktiven
Grossvaters erhielt. Dass dabei der Herkunft von den Lagiden vor derjenigen von
Massinissa der Vorzug gegeben ward, mag wohl mehr durch die Ruecksicht auf das
kaiserliche Haus herbeigefuehrt sein... | | |
| | 7. Kapitel - Das griechische Europa -> | | ...Bart und nur einer beides
geschoren, was ihm als Zeichen serviler Haltung gegen die Roemer verdacht wird.
Also ein Jahrhundert spaeter sah es dort ganz so aus, wie Ovidius Tomis
schildert.
^63 Ganz gewoehnlich heisst der Vater skythisch, der Sohn griechisch, oder
auch umgekehrt; zum Beispiel verzeichnet eine unter oder nach Traian gesetzte
Inschrift von Olbia (CIG 2074) sechs Strategen: M. Ulpius Pyrrhus Sohn des
Arseuaches, Demetrios Sohn des Xessagaros, Zoilos Sohn des Arsakes, Badakes Sohn
des Radanpson, Epikrates Sohn des Koxuros, Ariston Sohn des Vargadakes.
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| | 3. Teil - Die Jagd -> | ...l gehört? Zwei gottesfürchtige Walfänger hinter
einem Fangboot her, das der Teufel geholt hat? Jetzt,
mitten in der besten Fangzeit? Schau doch, wie bleich er ist,
bleich bis in das Weiß der Augen – schau doch – das war
nicht sein Rock -«
»Mein Sohn, mein eigener Sohn ist dabei. Um Gottes
Willen, ich bitte Euch, ich beschwöre Euch!« flehte der
fremde Kapitän. Ahab hörte ihm mit eisigem Gesicht zu.
»Ich chartere Euer Schiff für 48 Stunden; ich zahl’ Euch
gern dafür, und ich zahl’ Euch gut dafür, wenn es sein
...
...pitän. Ahab hörte ihm mit eisigem Gesicht zu.
»Ich chartere Euer Schiff für 48 Stunden; ich zahl’ Euch
gern dafür, und ich zahl’ Euch gut dafür, wenn es sein
muß; nur für 48 Stunden, nur dies, und Ihr müßt es tun –
und Ihr werdet es tun!«
»Sein Sohn!« schrie Stubb. »Er hat seinen Sohn verloren!
Das mit dem Rock und der Uhr nehme ich zurück. Und
was sagt Ahab dazu?
Wir müssen den Jungen retten.«
»Der ist in dieser Nacht mit den anderen ertrunken«,
sagte der Alte aus Man, der hinter ihnen stand. »Ich hab’s
gehört; ihr alle ha...
...ken«,
sagte der Alte aus Man, der hinter ihnen stand. »Ich hab’s
gehört; ihr alle habt sie klagen hören.«
Der Zwischenfall, der der »Rahel« zugestoßen war,
erwies sich deshalb als besonders folgenschwer, nicht nur
weil in dem vermißten Boot ein Sohn des Kapitäns gesessen
hatte, sondern ein zweiter Sohn noch in einem der anderen
Boote war, die gleichzeitig nach der anderen Seite vom
Schiff abgekommen waren. Der unglückliche Vater war
deshalb in den qualvollsten Zwiespalt geraten.
Der erste Steuermann griff dann ein und entschied, daß
nach allg... | | |
| | 8. Kapitel | ...ouml;tigt sind.«
»Gewiß,« sagte der Gehülfe, »und wer widersteht dem Strome seiner Umgebungen? Die Zeit rückt fort, und in ihr Gesinnungen, Meinungen, Vorurteile und Liebhabereien. Fällt die Jugend eines Sohnes gerade in die Zeit der Umwendung, so kann man versichert sein, daß er mit seinem Vater nichts gemein haben wird. Wenn dieser in einer Periode lebte, wo man Lust hatte, sich manches zuzueignen, dieses Eigentum zu sichern, zu beschränken,...
... von der Welt seinen Genuß zu befestigen, so wird jener sodann sich auszudehnen suchen, mitteilen, verbreiten und das Verschlossene eröffnen.«
»Ganze Zeiträume« versetzte Charlotte, »gleichen diesem Vater und Sohn, den Sie schildern. Von jenen Zuständen, da jede kleine Stadt ihre Mauern und Gräben haben mußte, da man jeden Edelhof noch in einen Sumpf baute und die geringsten Schlösser nur durch eine Zugbrücke zugänglich waren, d...
...en. Daraus entsteht nach und nach eine neue Ansicht der Dinge. Das Nützliche erhält wieder die Oberhand, und selbst der Vielbesitzende meint zuletzt auch, das alles nutzen zu müssen. Glauben Sie mir, es ist möglich, daß Ihr Sohn die sämtlichen Parkanlagen vernachlässigt und sich wieder hinter die ernsten Mauern und unter die hohen Linden seines Großvaters zurückzieht.«
Charlotte war im Stillen erfreut, sich einen Sohn verkündigt zu hören, und verzieh dem Gehülfen deshalb die etwas unfreundliche Prophezeiung, wie es dereinst ihrem lieben schönen Park ergehen könne. Sie versetzte deshalb ganz freundlich: »Wir sind beide noch nicht alt...
...teren Personen klagen gehört, Länder und Städte mit in die Betrachtung aufnimmt, so möchte wohl gegen die Bemerkung nichts einzuwenden sein. Sollte man denn aber einem solchen Naturgang nichts entgegensetzen, sollte man Vater und Sohn, Eltern und Kinder nicht in Übereinstimmung bringen können? Sie haben mir freundlich einen Knaben geweissagt; müßte denn der gerade mit seinem Vater im Widerspruch stehen? zerstören, was seine Eltern erbaut haben, anstatt e...
...llenden und zu erheben, wenn er in demselben Sinne fortfährt?«
»Dazu gibt es auch wohl ein vernünftiges Mittel,« versetzte der Gehülfe, »das aber von den Menschen selten angewandt wird. Der Vater erhebe seinen Sohn zum Mitbesitzer, er lasse ihn mitbauen, -pflanzen, und erlaube ihm, wie sich selbst, eine unschädliche Willkür. Eine Tätigkeit läßt sich in die andre verweben, keine an die andre anstückeln. Ein junger Zweig verbindet ...
...d, für Eduarden sich auch noch ferner auf das dienstlichste zu bemühen, aber sie sah nicht ein, wie es möglich werden wollte. Nichts konnte sie vor völliger Verworrenheit retten, als daß sie jeden Tag ihre Pflicht tat.
Ein Sohn war glücklich zur Welt gekommen, und die Frauen versicherten sämtlich, es sei der ganze leibhafte Vater. Nur Ottilie konnte es im Stillen nicht finden, als sie der Wöchnerin Glück wünschte und das Kind auf das herzlichste be...
...ck wünschte und das Kind auf das herzlichste begrüßte. Schon bei den Anstalten zur Verheiratung ihrer Tochter war Charlotten die Abwesenheit ihres Gemahls höchst fühlbar gewesen; nun sollte der Vater auch bei der Geburt des Sohnes nicht gegenwärtig sein; er sollte den Namen nicht bestimmen, bei dem man ihn künftig rufen würde.
Der erste von allen Freunden, die sich glückwünschend sehen ließen, war Mittler, der seine Kundschaftet ausgestellt h... | | |
| | Der Hannibalische Krieg von Cannae bis Zama -> | ...Barkas, selbst mit dem Kern der spanischen Truppen nach Afrika ging. Vermutlich durch ihn trat dort eine Wendung ein; der König Gala in der heutigen Provinz Constantine, seit langem der Rival des Syphax, erklärte sich für Karthago, und sein tapferer Sohn Massinissa schlug den Syphax und nötigte ihn zum Frieden. Überliefert ist übrigens von diesem libyschen Krieg wenig mehr als die Erzählung der grausamen Rache, die Karthago, wie es pflegte, nach Massinissas Siege an den Aufständischen nahm.
Diese W...
...en angegriffen, daß sie entweder hinter den Ebro zurückweichen oder die Spanier aufbieten mußten. Sie wählten das letztere und nahmen 20000 Keltiberer in Sold, worauf sie dann, um den drei feindlichen Armeen unter Hasdrubal Barkas, Hasdrubal Gisgons Sohn, und Mago besser zu begegnen, ihr Heer teilten und nicht einmal ihre römischen Truppen zusammenhielten. Damit bereiteten sie sich den Untergang. Während Gnaeus mit seinem Korps, einem Drittel der römischen und den sämtlichen spanischen Truppen, Hasd...
...ldherrn blieb nichts übrig, als in möglichster Eile seinen Rückzug zu beginnen, wobei der Feind ihm auf dem Fuße folgte. Mittlerweile sah sich das zweite römische Korps unter Publius von den beiden anderen phönikischen Armeen unter Hasdrubal Gisgons Sohn und Mago lebhaft angegriffen, und Massinissas kecke Reiterscharen setzten die Karthager in entschiedenen Vorteil. Schon war das römische Lager fast eingeschlossen; wenn noch die bereits im Anzuge begriffenen spanischen Hilfstruppen eintrafen, waren ...
...en Ernennung man dem Volke anheimzugeben für gut fand. Lange Zeit - so lautet der Bericht - meldete sich niemand zur Übernahme des verwickelten und gefährlichen Geschäfts, bis endlich ein junger siebenundzwanzigjähriger Offizier, Publius Scipio, der Sohn des in Spanien gefallenen gleichnamigen Generals, gewesener Kriegstribun und Ädil, als Bewerber auftrat. Es ist ebenso unglaublich, daß der römische Senat in diesen von ihm veranlaßten Komitien eine Wahl von solchem Belang dem Zufall anheimgestellt ...
...ner mangelnden Qualifikation zuzulassen und zugleich ihn und die ohne Zweifel sehr unpopuläre spanische Expedition bei der Menge beliebt machen mußte. War der Effekt dieser angeblich improvisierten Kandidatur berechnet, so gelang er vollständig. Der Sohn, der den Tod des Vaters zu rächen ging, dem er neun Jahre zuvor am Ticinus das Leben gerettet hatte, der männlich schöne junge Mann mit den langen Locken, der bescheiden errötend in Ermangelung eines Besseren sich darbot für den Posten der Gefahr, d... | | |
| | Der Dritte Makedonische Krieg -> | ...ne Untertanen freilich und die unschuldigen Gegenstände des Haders, wie das unglückliche Maroneia, büßten schwer den verhaltenen Groll. Schon im Jahre 571 (183) schien der Krieg ausbrechen zu müssen; aber auf Philippos' Geheiß bewirkte sein jüngerer Sohn Demetrios eine Ausgleichung des Vaters mit Rom, wo er einige Jahre als Geisel gelebt hatte und sehr beliebt war. Der Senat, namentlich Flamininus, der die griechischen Angelegenheiten leitete, suchte in Makedonien eine römische Partei zu bilden, die...
...alysieren imstande wäre, und hatte zu deren Haupt, ja vielleicht zum künftigen König Makedoniens, den jüngeren, leidenschaftlich an Rom hängenden Prinzen ausersehen. Man gab mit absichtlicher Deutlichkeit zu verstehen, daß der Senat dem Vater um des Sohnes willen verzeihe; wovon natürlich die Folge war, daß im königlichen Hause selbst Zwistigkeiten entstanden und namentlich des Königs älterer und vom Vater zum Nachfolger bestimmter, aber in ungleicher Ehe erzeugter Sohn Perseus in seinem Bruder den künftigen Nebenbuhler zu verderben suchte. Es scheint nicht, daß Demetrios sich in die römischen Intrigen einließ; erst der falsche Verdacht des Verbrechens zwang ihn, schuldig zu werden, und auch da beabsichtigte er, wi...
...wie es scheint, nichts weiter als die Flucht nach Rom. Indes Perseus sorgte dafür, daß der Vater diese Absicht auf die rechte Weise erfuhr; ein untergeschobener Brief von Flamininus an Demetrios tat das übrige und lockte dem Vater den Befehl ab, den Sohn aus dem Wege zu räumen. Zu spät erfuhr Philippos die Ränke, die Perseus gesponnen hatte, und der Tod ereilte ihn über der Absicht, den Brudermörder zu strafen und von der Thronfolge auszuschließen. Er starb im Jahre 575 (179) in Demetrias, im neunun...
...arb im Jahre 575 (179) in Demetrias, im neunundfünfzigsten Lebensjahre. Das Reich hinterließ er zerschmettert, das Haus zerrüttet, und gebrochenen Herzens gestand er sich ein, daß all seine Mühsal und all seine Frevel vergeblich gewesen waren.
Sein Sohn Perseus trat darauf die Regierung an, ohne in Makedonien oder bei dem römischen Senat Widerspruch zu finden. Er war ein stattlicher Mann, in allen Leibesübungen wohl erfahren, im Lager aufgewachsen und des Befehlens gewohnt, gleich seinem Vater herr...
...ür den Römerkrieg und als die Römer im Lande standen, vermochte er nicht von seinen Goldstücken sich zu trennen. Es ist bezeichnend, daß nach der Niederlage der Vater zuerst eilte, die kompromittierenden Papiere in seinem Kabinett zu vernichten, der Sohn dagegen seine Kassen nahm und sich einschiffte. In gewöhnlichen Zeiten hätte er einen König vom Dutzendschlag so gut und besser wie mancher andere abgeben können; aber er war nicht geschaffen, ein Unternehmen zu leiten, das von Haus aus verloren war... | | |
| | Das Urteil - | ...r eine Hand hielt er leicht an den Plafond. "Du wolltest
mich zudecken, das weiß ich, mein Früchtchen, aber zugedeckt bin ich noch
nicht. Und ist es auch die letzte Kraft, genug für dich, zuviel für dich. Wohl
kenne ich deinen Freund. Er wäre ein Sohn nach meinem Herzen. Darum hast
du ihn auch betrogen die ganzen Jahre lang. Warum sonst? Glaubst du, ich habe
nicht um ihn geweint? Darum doch sperrst du dich in dein Bureau, niemand soll
stören, der Chef ist beschäftigt-nur damit du deine falsche...
... ich habe
nicht um ihn geweint? Darum doch sperrst du dich in dein Bureau, niemand soll
stören, der Chef ist beschäftigt-nur damit du deine falschen Briefchen nach
Rußland schreiben kannst. Aber den Vater muß glücklicherweise niemand lehren,
den Sohn zu durchschauen. Wie du jetzt geglaubt hast, du hättest ihn untergekriegt,
so untergekriegt, daß du dich mit deinem Hintern auf ihn setzen
kannst und er rührt sich nicht, da hat sich mein Herr Sohn zum Heiraten entschlossen!"
Georg sah zum Schreckbild seines Vaters auf. Der Petersburger Freund, den der
Vater plötzlich so gut kannte, ergriff ihn, wie noch nie. Verloren im weiten
Rußland sah er ihn. An der Türe des leeren, ausgeraubten Geschä...
...Augen erstarrt-in seine Zunge, daß er vor
Schmerz einknickte.
"Ja, freilich habe ich Komödie gespielt! Komödie! Gutes Wort! Welcher andere
Trost blieb dem alten verwitweten Vater? Sag'-und für den Augenblick der
Antwort sei du noch mein lebender Sohn-, was blieb mir übrig, in meinem Hinterzimmer,
verfolgt vom ungetreuen Personal, alt bis in die Knochen? Und mein
Sohn ging im Jubel durch die Welt, schloß Geschäfte ab, die ich vorbereitet
hatte, uberpurzelte sich vor Vergnügen und ging vor seinem Vater mit dem verschlossenen
Gesicht eines Ehrenmannes davon! Glaubst du, ich hätte dich nicht
geliebt, ich, von dem... | | |
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