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Schlagwort: Tarquinier | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 1 | | | Aenderung der Verfassung - Beschraenkung der Magistratsgewalt | ...emeinde geltend gemacht werden, sondern dass der ganze Sturm sich
richtet gegen die Form der Gemeindevertretung. Nicht Begrenzung der Staats-,
sondern Begrenzung der Beamtenmacht ist der Ruf der roemischen
Fortschrittspartei von den Zeiten der Tarquinier bis auf die der Gracchen; und
auch dabei vergisst man nie, dass das Volk nicht regieren, sondern regiert
werden soll.
Dieser Kampf bewegt sich innerhalb der Buergerschaft. Ihm zur Seite
entwickelt sich eine andere Bewegung: der Ruf der Nichtb...
...ieser zwar der erste, aber auch der ohnmaechtigste
Mann im roemischen Gemeindewesen ward. Mit dem letzten Koenig wurde sein ganzes
Geschlecht verbannt - ein Beweis, welche Geschlossenheit damals noch die
gentilizischen Verbindungen hatten. Die Tarquinier siedelten darauf ueber nach
Caere, vielleicht ihrer alten Heimat, wo ihr Geschlechtsgrab kuerzlich
aufgedeckt worden ist. An die Stelle aber des einen lebenslaenglichen traten
zwei jaehrige Herrscher an die Spitze der roemischen Gemeinde.
Die...
...flich; aber auf
eine Einmischung auswaertiger Staaten in denselben deutet keine sichere Spur.
Der grosse Krieg mit Etrurien, der uebrigens wohl nur durch chronologische
Verwirrung in den roemischen Jahrbuechern so nahe an die Vertreibung der
Tarquinier gerueckt ist, kann nicht als eine Intervention Etruriens zu Gunsten
eines in Rom beeintraechtigten Landsmannes angesehen werden, aus dem sehr
zureichenden Grunde, dass die Etrusker trotz des vollstaendigen Sieges doch
weder das roemische Koeni...
...ention Etruriens zu Gunsten
eines in Rom beeintraechtigten Landsmannes angesehen werden, aus dem sehr
zureichenden Grunde, dass die Etrusker trotz des vollstaendigen Sieges doch
weder das roemische Koenigtum wiederhergestellt noch auch nur die Tarquinier
zurueckgefuehrt haben.
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^1 Die bekannte Fabel richtet groesstenteils sich selbst; zum guten Teil
ist sie aus Beinamenerklaerung (Brutus, Poplicola, Scaevola) herausgesponnen.
Aber sogar die schei...
...
Aber sogar die scheinbar geschichtlichen Bestandteile derselben zeigen bei
genauerer Erwaegung sich als erfunden. Dahin gehoert, dass Brutus
Reiterhauptmann (tribunus celerum) gewesen und als solcher den Volksschluss
ueber die Vertreibung der Tarquinier beantragt haben soll; denn es ist nach der
roemischen Verfassung ganz unmoeglich, dass ein blosser Offizier das Recht
gehabt habe, die Kurien zu berufen. Offenbar ist diese ganze Angabe zum Zweck
der Herstellung eines Rechtsbodens fuer die roe... | | |
| | Sturz der etruskischen Macht - Die Kelten | Nachdem die Entwicklung der roemischen Verfassung waehrend der zwei ersten
Jahrhunderte der Republik dargestellt ist, ruft uns die aeussere Geschichte Roms
und Italiens wieder zurueck in den Anfang dieser Epoche. Um diese Zeit, als die
Tarquinier aus Rom vertrieben wurden, stand die etruskische Macht auf ihrem
Hoehepunkt. Die Herrschaft auf der Tyrrhenischen See besassen unbestritten die
Tusker und die mit ihnen eng verbuendeten Karthager. Wenn auch Massalia unter
steten und schweren K...
...as feste Bollwerk der roemischen Macht Latium ausreichend beschirmt und die
Tibergrenze mit Erfolg gegen Etrurien behauptet. Allein als der gesamte
tuskische Bund, die Verwirrung und die Schwaeche des roemischen Staats nach der
Vertreibung der Tarquinier benutzend, jetzt unter dem Koenig Lars Porsena von
Clusium seinen Angriff maechtiger als zuvor erneuerte, fand er nicht ferner den
gewohnten Widerstand; Rom kapitulierte und trat im Frieden (angeblich 247 507)
nicht bloss alle Besitzungen am r... | | |
| | Die Unterwerfung der Latiner und Kampaner unter Rom -> | ...enige
in der roemischen und den uebrigen Gemeindeverfassungen von Latium sowie die
weitgreifende Anwendung des so eigentuemlichen Kollegialitaetsprinzips ^6
augenscheinlich einen aeusseren Zusammenhang; irgend einmal nach der Vertreibung
der Tarquinier aus Rom muessen durchaus die latinischen Gemeindeordnungen nach
dem Schema der Konsularverfassung revidiert worden sein. Es kann nun freilich
diese Ausgleichung der latinischen Verfassungen mit derjenigen der fuehrenden
Stadt moeglicherweise e...
...tte,
dieselbe Verfassungsaenderung auch den Gemeinden der latinischen
Eidgenossenschaft angesonnen und, trotz des ernsten und den Bestand des
roemisch-latinischen Bundes selbst in Frage stellenden Widerstandes, welchen
teils die vertriebenen Tarquinier, teils die koeniglichen Geschlechter und
koeniglich gesinnten Parteien der uebrigen Gemeinden Latiums geleistet zu haben
scheinen, schliesslich in ganz Latium die Adelsherrschaft eingefuehrt hat. Die
eben in diese Zeit fallende gewaltige Macht... | | |
| | Die urspruengliche Verfassung Roms -> | ...
entscheiden, doch ist die letztere Annahme wahrscheinlicher. Der Koenig leitete
die Finanzen; mit dem koeniglichen Privatvermoegen indes, das, nach den Angaben
ueber den ausgedehnten Grundbesitz des letzten roemischen Koenigsgeschlechts der
Tarquinier zu schliessen, regelmaessig bedeutend gewesen sein muss, fiel das
Staatsvermoegen nicht zusammen und namentlich der durch die Waffen gewonnene
Acker scheint stets als Staatseigentum gegolten zu haben. Ob und wie weit der
Koenig in der Verwaltu...
...wogegen
in der Schrift 'De viris illustribus' 1 Celer selbst centurio genannt wird.
Ferner soll Brutus bei Vertreibung der Koenige tribunus celerum gewesen sein
(Liv. 1, 59), nach Dionysios (4, 71) sogar kraft dieses Amtes die Verbannung der
Tarquinier beantragt haben. Endlich identifizieren Pomponius (dig. 1, 2, 2, 15;
19) und aehnlich, zum Teil wohl aus ihm schoepfend, Lydus (mag. 1, 14; 37) den
tribunus celerum mit dem Celer des Antias, dem magister equitum des
republikanischen Diktators,... | | |
| | Die Etrusker -> | ...genparallelismus sich abgaben. Auf etruskische Ansiedlungen in Rom
deutet weiter das "Tuskerquartier" unter dem Palatin.
Auch das kann schwerlich bezweifelt werden, dass das letzte
Koenigsgeschlecht, das ueber die Roemer geherrscht hat, das der Tarquinier, aus
Etrurien entsprossen ist, sei es nun aus Tarquinii, wie die Sage will, sei es
aus Caere, wo das Familiengrab der Tarchnas vor kurzem aufgefunden worden ist;
auch der in die Sage verflochtene Frauenname Tanaquil oder Tanchvil ist
unlatei...
...r einer
tuskischen Gemeinde ueber Rom, noch umgekehrt als die Herrschaft Roms ueber
Suedetrurien gefasst werden darf. In der Tat ist weder fuer die eine noch fuer
die andere Annahme irgendein ausreichender Grund vorhanden; die Geschichte der
Tarquinier spielt in Latium, nicht in Etrurien, und soweit wir sehen, hat
waehrend der ganzen Koenigszeit Etrurien auf Rom weder in der Sprache noch in
Gebraeuchen einen wesentlichen Einfluss geuebt oder gar die ebenmaessige
Entwicklung des roemischen St... | | |
| | Aenderung der Verfassung - Beschraenkung der Magistratsgewalt -> | | ...aupt konservativ sein kann, ist diese es
gewesen und keines der konstitutiven Elemente des Gemeinwesens durch sie
eigentlich ueber den Haufen geworfen worden. Es war das bezeichnend fuer den
Charakter der gesamten Bewegung. Die Vertreibung der Tarquinier war nicht, wie
die klaeglichen, tief verfaelschten Berichte sie darstellen, das Werk eines von
Mitleid und Freiheitsenthusiasmus berauschten Volkes, sondern das Werk zweier
grosser, bereits im Ringen begriffener und der stetigen Fortdauer ihre... | | |
| | Die Unterwerfung der Latiner und Kampaner unter Rom -> | | ...inander
schlossen, war das sichere Vorzeichen des herannahenden und mit der Krise
innerhalb der latinischen Nation in drohender Weise sich verschlingenden Kampfes
um die Oberherrschaft Italiens.
Die samnitische Nation, die, als man in Rom die Tarquinier austrieb, ohne
Zweifel schon seit laengerer Zeit im Besitz des zwischen der apulischen und der
kampanischen Ebene aufsteigenden und beide beherrschenden Huegellandes gewesen
war, war bisher auf der einen Seite durch die Daunier - Arpis Macht u... | | |
| | Roms Hegemonie in Latium -> | | ...oenigszeit eine energische
Machtentfaltung nach aussen hin stattgefunden haben muss. Gewiss sind grosse
Taten, ungemeine Erfolge hier verschollen; aber der Glanz derselben ruht auf der
Koenigszeit Roms, vor allem auf dem koeniglichen Hause der Tarquinier, wie ein
fernes Abendrot, in dem die Umrisse verschwimmen. | | |
| | Recht, Religion, Kriegswesen, Volkswirtschaft, Nationalitaet -> | | ...ueckung der Grabgemaecher zu dienen und ueber
dessen merkantilische Verhaeltnisse wir zufaellig besser als ueber irgendeinen
anderen ueberseeischen Handelsartikel unterrichtet sind. Der Anfang dieser
Einfuhr mag um die Zeit der Vertreibung der Tarquinier fallen, denn die noch
sehr sparsam in Italien vorkommenden Gefaesse des aeltesten Stils duerften in
der zweiten Haelfte des dritten Jahrhunderts der Stadt (500-450) gemalt sein,
waehrend die zahlreicheren des strengen Stils der ersten (450-400... | | |
| | Recht, Religion, Kriegswesen, Volkswirtschaft, Nationalitaet -> | | ...rf ihn darum noch
nicht unbedingt einen Demokraten nennen, noch ihn jener Oppositionspartei
beizaehlen, die in Manius Curius ihren Vertreter fand; in ihm war vielmehr der
Geist der alten und neuen patrizischen Koenige maechtig, der Geist der
Tarquinier und der Caesaren, zwischen denen er in dem fuenfhundertjaehrigen
Interregnum ausserordentlicher Taten und gewoehnlicher Maenner die Verbindung
macht. Solange Appius Claudius an dem oeffentlichen Leben taetigen Anteil nahm,
trat er in seiner Am... | | |
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