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Schlagwort: Tiefe


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Vorrede
...ilen zu wissen. Dieser Anfang der Bildung wird aber zunächst dem Ernste des erfüllten Lebens Platz machen, der in die Erfahrung der Sache selbst hineinführt, und wenn auch dies noch hinzukommt, daß der Ernst des Begriffs in ihre Tiefe steigt, so wird eine solche Kenntnis und Beurteilung in der Konversation ihre schickliche Stelle behalten. Die wahre Gestalt, in welcher die Wahrheit existiert, kann allein das wissenschaftliche System derselben sein. Daran mitzuarbeiten, da&szl...

...se Genügsamkeit, die auf die Wissenschaft Verzicht tut, darauf Anspruch machen, daß solche Begeisterung und Trübheit etwas Höheres sei als die Wissenschaft. Dieses prophetische Reden meint gerade so recht im Mittelpunkte und der Tiefe zu bleiben, blickt verächtlich auf die Bestimmtheit (den Horos) und hält sich absichtlich von dem Begriffe und der Notwendigkeit entfernt, als von der Reflexion, die nur in der Endlichkeit hause. Wie es aber eine leere Breite gibt, so auch...

... blickt verächtlich auf die Bestimmtheit (den Horos) und hält sich absichtlich von dem Begriffe und der Notwendigkeit entfernt, als von der Reflexion, die nur in der Endlichkeit hause. Wie es aber eine leere Breite gibt, so auch eine leere Tiefe, wie eine Extension der Substanz, die sich in endliche Mannigfaltigkeit ergießt, ohne Kraft, sie zusammenzuhalten - so ist dies eine gehaltlose Intensität, welche als lautere Kraft ohne Ausbreitung sich haltend, dasselbe ist, was die Ober...

...sie zusammenzuhalten - so ist dies eine gehaltlose Intensität, welche als lautere Kraft ohne Ausbreitung sich haltend, dasselbe ist, was die Oberflächlichkeit. Die Kraft des Geistes ist nur so groß als ihre Äußerung, seine Tiefe nur so tief, als er in seiner Auslegung sich auszubreiten und sich zu verlieren getraut. - Zugleich wenn dies begrifflose substantielle Wissen die Eigenheit des Selbsts in dem Wesen versenkt zu haben und wahr und heilig zu philosophieren vorgibt, so...
Philosophie ->
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich ->
Phänomenologie des Geistes
3
...chrecklich, so herzlich, wie jene Mitternachts-Glocke zu mir es redet, die mehr erlebt hat als Ein Mensch: - welche schon eurer Väter Herzens-Schmerzens-Schläge abzählte - ach! ach! wie sie seufzt! wie sie im Traume lacht! die alte tiefe tiefe Mitternacht! Still! Still! Da hört sich Manches, das am Tage nicht laut werden darf; nun aber, bei kühler Luft, da auch aller Lärm eurer Herzen stille ward, - - nun redet es, nun hört es sich, nun schleicht es sich in n&aum...

...- - nun redet es, nun hört es sich, nun schleicht es sich in nächtliche überwache Seelen: ach! ach! wie sie seufzt! wie sie im Traume lacht! - hörst du's nicht, wie sie heimlich, schrecklich, herzlich zu dir redet, die alte tiefe tiefe Mitternacht? Oh Mensch, gieb Acht!
Philosophie ->
Nietzsche, Friedrich ->
Also sprach Zarathustra ->
D. Vierter und letzter Theil ->
19. Das Nachtwandler-Lied
2. Teil - Moby Dick ->
...leich aufgefischt – ganz gewiß – die Haie sind schon hinter euch her – ihr wißt schon, die Bernhardinerhunde, die den Reisenden in der Not helfen!« Lange konnte der Wal die Hetzjagd nicht durchhalten. Er stöhnte laut auf und ging brausend in die Tiefe. Knirschend liefen die drei Leinen von den Pollern ab und schnitten tiefe Rillen ein. Die Harpuniere fürchteten, daß bei diesem plötzlichen Untertauchen die Leinen gänzlich auslaufen könnten; darum gaben sie, um dem vorzubeugen, noch einige Seilschlingen zu. Der Druck auf die Seile wurde schließlich so stark, daß die ...

...aben sie, um dem vorzubeugen, noch einige Seilschlingen zu. Der Druck auf die Seile wurde schließlich so stark, daß die Boote mit dem Dollbord am Bug fast im Wasser lagen, während sie am Heck hoch in die Luft ragten. Da der Wal jetzt nicht mehr tiefer tauchte, blieben sie eine Zeitlang in dieser Lage, die durchaus nicht ungefährlich war, denn auf diese Weise war schon manches Boot hinabgerissen worden und verlorengegangen. So lagen die drei Boote auf der leise bewegten See unter dem ewig bla...

...ese Weise war schon manches Boot hinabgerissen worden und verlorengegangen. So lagen die drei Boote auf der leise bewegten See unter dem ewig blauen Mittagshimmel. Kein Stöhnen, kein Schrei, nichts, kein Wellengekräusel, keine Blase kam aus der Tiefe. Welche Landratte hätte gedacht, daß tief unten das gewaltigste Ungeheuer des Meeres sich im Todeskampf wand? »Achtung, Leute, er rührt sich«, rief Stubb, als sich die Leinen plötzlich regten und die letzten Zuckungen des Wales aus der Tiefe meldeten, so daß jeder Mann am Ruder sie wahrnehmen konnte. Sogleich ließ auch der Druck auf den Bug nach. Die drei Boote schnellten unvermittelt empor wie ein Eisfeld, wenn ein Rudel Eisbären in plötzlichem Schrecken ins Meer flieht. »Hol ein!...
Belletristik ->
Melville, Herman ->
Moby Dick ->
2. Teil - Moby Dick
Der Schut ->
...elchen ich erreichen wollte, und der über einen Meter höher lag, als derjenige, an welchem ich mich hüben befand. Das brave, unvergleichliche Thier setzte an und schoß hoch empor. Einen halben Augenblick lang befand ich mich über der grauenhaften Tiefe. Ich ließ die Zügel schießen und warf mich nach hinten, so gefährlich und unsinnig dies auch erscheinen mag. Ich mußte das thun, um das Vordertheil des Pferdes zu entlasten und nicht abgeworfen zu werden. Hätte ich mich nicht nach hinten geworfen...

...rlich nur eine, nur zwei Sekunden gedauert. Ich raffte mich auf und blickte zurück. Da setzte eben der Rappe des Schut an. Er erreichte die diesseitige Kante nicht einmal. Ein Schrei, ein bluterstarrender Schrei, und Roß und Reiter stürzten in die Tiefe. Mein ganzer Körper war wie Eis. Ich trat an den Spalt heran. Himmel! Er war wenigstens fünf Meter breit! So schätzte ich ihn, doch ist es bekanntlich nicht leicht, die Breite eines Wassers oder eines tiefen Risses genau abzuschätzen. Man irrt da sehr leicht. Und seine Tiefe war so bedeutend, daß ich den Grund gar nicht sehen konnte. Es lag eine dichte, schwarze Finsterniß da unten. Das war ein gerechtes Gericht! Er hatte genau denselben Tod gefunden, welchen er Andern bereiten wollte. Denn todt war er - er und sein ...

...g eine dichte, schwarze Finsterniß da unten. Das war ein gerechtes Gericht! Er hatte genau denselben Tod gefunden, welchen er Andern bereiten wollte. Denn todt war er - er und sein Pferd. Es war gar keine Möglichkeit, daß Beide lebendig in dieser Tiefe angekommen sein konnten. Dennoch lauschte ich einige Zeit und rief auch hinab; aber es war keine Antwort, kein Laut zu hören. Nun ging ich zu Rih. Er war umgekehrt und dorthin gelaufen, wo der Sattel lag. Ich legte ihm die Arme um den Hals und dr...
Belletristik ->
May, Karl ->
Der Schut
Das lebendige Kunstwerk
...gen daher nur dies im Allgemeinen zurück, daß sie das Volk ihres Gottes sind; er erwirbt ihnen nur ihr Bestehen und einfache Substanz überhaupt, nicht aber ihr wirkliches Selbst, das vielmehr verworfen ist. Denn sie verehren ihren Gott als die leere Tiefe, nicht als Geist. Der Kultus aber der Kunstreligion entbehrt andererseits jener abstrakten Einfachheit des Wesens, und daher der Tiefe desselben. Das Wesen aber, das mit dem Selbst unmittelbar geeinigt ist, ist an sich der Geist und die wissende Wahrheit, obzwar noch nicht die gewußte, oder die sich selbst in ihrer Tiefe wissende. Weil das Wesen also hier das Selbst an ihm hat, so ist seine Erscheinung dem Bewußtsein freundlich, und im Kultus erhält dieses nicht nur die allgemeine Berechtigung seines Bestehens, sondern auch sein in ihm selbst bewußtes Dasein; so wie...
Philosophie ->
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich ->
Phänomenologie des Geistes ->
VII. Die Religion ->
B. Die Kunst-Religion ->
b. Das lebendige Kunstwerk
... Stufe, daß er anfängt. Das Geisterreich, das auf diese Weise sich in dem Dasein gebildet, macht eine Aufeinanderfolge aus, worin einer den andern ablöste und jeder das Reich der Welt von dem vorhergehenden übernahm. Ihr Ziel ist die Offenbarung der Tiefe, und diese ist der absolute Begriff, diese Offenbarung ist hiemit das Aufheben seiner Tiefe oder seine Ausdehnung, die Negativität dieses insichseienden Ich, welche seine Entäußerung oder Substanz ist, - und seine Zeit, daß diese Entäußerung sich an ihr selbst entäußert und so in ihrer Ausdehnung ebenso in ihrer Tiefe, dem Selbst ist. Das Ziel, das absolute Wissen, oder der sich als Geist wissende Geist hat zu seinem Wege die Erinnerung der Geister, wie sie an ihnen selbst sind und die Organisation ihres Reiches vollbringen. Ihre Aufbewahrung nach der Seite ihres...
Philosophie ->
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich ->
Phänomenologie des Geistes ->
VIII. Das absolute Wissen
Von grossen Ereignissen
...esehn, wahrlich! barfuss bis zum Halse. Was es mit dem Feuerhund auf sich hat, weiss ich nun; und insgleichen mit all den Auswurf- und Umsturz-Teufeln, vor denen sich nicht nur alte Weibchen fürchten. Heraus mit dir, Feuerhund, aus deiner Tiefe! rief ich, und bekenne, wie tief diese Tiefe ist! Woher ist das, was du da heraufschnaubst? Du trinkst reichlich am Meere: das verräth deine versalzte Beredsamkeit! Fürwahr, für einen Hund der Tiefe nimmst du deine Nahrung zu sehr von der Oberfläche! Höchstens für den Bauchredner der Erde halt' ich dich: und immer, wenn ich Umsturz- und Auswurf-Teufel reden hörte, fand ich sie gleich dir: gesalzen, lügnerisch und fla...
Philosophie ->
Nietzsche, Friedrich ->
Also sprach Zarathustra ->
B. Zweiter Theil ->
18. Von grossen Ereignissen
3
Eins! Oh Mensch! Gieb Acht! Zwei! Was spricht die tiefe Mitternacht? Drei! "Ich schlief, ich schlief -, Vier! "Auf tiefen Traum bin ich erwacht:- Fünf! "Die Welt ist tief, Sechs! "Und tiefer als der Tag gedacht. Sieben! "Tief ist ihr Weh -, Acht! "Lust - tiefer noch als Herzeleid: Neun! "Weh spricht: Vergeh! Zehn! "Doch alle Lust will Ewigkeit -, Elf! "- will tiefe, tiefe Ewigkeit! Zwölf!
Philosophie ->
Nietzsche, Friedrich ->
Also sprach Zarathustra ->
C. Dritter Theil ->
15. Das andere Tanzlied
12
... so singt mir nun meinen Rundgesang! Singt mir nun selber das Lied, dess Name ist "Noch ein Mal'', dess Sinn ist "in alle Ewigkeit!'', singt, ihr höheren Menschen, Zarathustra's Rundgesang! Oh Mensch! Gieb Acht! Was spricht die tiefe Mitternacht? "Ich schlief, ich schlief -, "Aus tiefem Traum bin ich erwacht: - "Die Welt ist tief, "Und tiefer als der Tag gedacht. "Tief ist ihr Weh -, "Lust - tiefer noch als Herzeleid: "Weh spricht: Vergeh! "Doch alle Lust will Ewigkeit "will tiefe, tiefe Ewigkeit!''
Philosophie ->
Nietzsche, Friedrich ->
Also sprach Zarathustra ->
D. Vierter und letzter Theil ->
19. Das Nachtwandler-Lied
Der Schut ->
...ar. »Wir nähern uns wahrscheinlich dem Spalt, von welchem der Alim gesprochen hat,« bemerkte ich. »Jetzt müssen wir doppelt vorsichtig sein.« Nach nur wenigen Schritten gähnte uns eine breite Spalte an, welche quer über den Stollen schnitt. Ihre Tiefe war nicht zu erkennen und ihre Höhe ebenso wenig. Bretter führten hinüber, eins vor das andere gelegt, nur anderthalb Fuß breit. »Das ist der Ort, an welchem das Verderben wartet,« meinte der Khandschy. »Herr, untersuche den Steg genau!« »Gebt d...

...Balken hinübergelegt, je einer zur rechten und linken Seite und der dritte in der Mitte. Auf dem mittleren Balken lag das Brett. Zwischen diesem und den beiden Seitenbalken blieb ein mehr als fußbreiter leerer Raum, aus welchem die kalte grausige Tiefe gähnte. Warum das? Warum lagen die Balken nicht eng beisammen? So fragte ich mich. In dieser Construction des gefährlichen Steges mußte die Hinterlist liegen, welcher der Unberufene zum Opfer fallen sollte. Nach sechs oder acht Schritten, währen...

...hse, sicher gehen. Sobald man aber weiter schritt, neigte sich der vorwärts liegende Theil der Brücke nach dem Abgrund hinab, während der rückwärts liegende Theil emporstieg; dann mußten Alle, welche sich auf dem Steg befanden, in die grauenhafte Tiefe stürzen und dort jedenfalls zerschellen. Daß dieses auch mir geschehen würde, darauf hatte der Alim gerechnet. Ich wendete mich um und theilte den Dreien dieses Ergebniß meiner Untersuchung mit. »So können wir also gar nicht hinüber?« fragte der ...
Belletristik ->
May, Karl ->
Der Schut

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