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  Roemische Geschichte - 5. Buch
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Theodor Mommsen

Roemische Geschichte - 5. Buch


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Dies sind die Ordnungen, durch die Caesar versuchte, die italische Volkswirtschaft zu reformieren. Es ist leicht, sowohl ihre Unzulaenglichkeit darzutun, indem auch sie noch eine Menge von Uebelstaenden bestehen liessen, als auch nachzuweisen, dass sie vielfach schaedlich wirkten, indem sie die Verkehrsfreiheit zum Teil sehr empfindlich beschraenkten. Es ist noch leichter nachzuweisen, dass die Schaeden der italischen Volkswirtschaft ueberhaupt unheilbarer Art waren. Aber trotzdem wird der praktische Staatsmann das Werk wie den Meister bewundern. Es war schon etwas, dass da, wo ein Mann wie Sulla, an Abhilfe verzweifelnd, mit einer bloss formalen Reorganisation sich begnuegt hatte, das Uebel an seinem eigentlichen Sitze angefasst und hier mit ihm gerungen ward; und wir duerfen wohl urteilen, dass Caesar mit seinen Reformen dem Masse des Moeglichen so nahe kam, als zu kommen dem Staatsmann und dem Roemer gegeben war. Die Verjuengung Italiens hat auch er von ihnen nicht erwarten koennen noch erwartet, sondern diese vielmehr auf einem sehr verschiedenen Wege zu erreichen gesucht, den darzulegen es noetig wird, zunaechst die Lage der Provinzen, wie Caesar sie vorfand, ins Auge zu fassen. Die Provinzen, welche Caesar vorfand, waren vierzehn an der Zahl; sieben europaeische: das Jenseitige und das Diesseitige Spanien; das Transalpinische Gallien; das Italische Gallien mit Illyricum; Makedonien mit Griechenland; Sizilien; Sardinien mit Korsika; fuenf asiatische: Asia; Bithynien und Pontus; Kilikien mit Kypros; Syrien; Kreta; und zwei afrikanische: Kyrene und Afrika; wozu Caesar durch die Einrichtung der beiden neuen Statthalterschaften des Lugdunensischen Galliens und Belgiens und durch Konstituierung Illyricums als einer eigenen Provinz noch drei neue Sprengel hinzufuegte ^27.

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^27 Da nach Caesars Ordnung jaehrlich sechzehn Propraetoren und zwei Prokonsuln in die Statthalterschaften sich teilten und die letzteren zwei Jahre im Amt blieben, so moechte man schliessen dass er die Zahl der Provinzen insgesamt auf zwanzig zu bringen beabsichtigte. Zu einer Gewissheit ist indes hier um so weniger zu gelangen, als Caesar vielleicht absichtlich weniger Aemter einrichtete als Kandidaturen.

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