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Theodor Mommsen

Roemische Geschichte - 5. Buch

Schlagwort: Bibliothek


Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Bibliothekar

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Religion, Bildung, Literatur und Kunst ->
...hoehere zwiesprachige Bildung der Jugend des Reiches von Staats wegen gesorgt ward und die der praegnanteste Ausdruck des neuen Staates der Humanitaet sind; und wenn Caesar ferner die Gruendung einer oeffentlichen griechischen und lateinischen Bibliothek in der Hauptstadt beschlossen und bereits den gelehrtesten Roemer der Zeit, Marcus Varro, zum Oberbibliothekar ernannt hatte, so liegt darin unverkennbar die Absicht, mit der Weltmonarchie die Weltliteratur zu verknuepfen. Die sprachliche Entwicklung dieser Zeit knuepfte an den Gegensatz an zwischen dem klassischen Latein der gebildeten Gesellschaft...
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...e Kennerschaft hatten in diesen Hallen des Reichtums und der Wissenschaft einen unvergleichlichen Schatz von Bildwerken und Gemaelden aelterer und gleichzeitiger Meister sowie eine ebenso sorgfaeltig ausgewaehlte wie prachtvoll ausgestattete Bibliothek vereinigt und jeder Gebildete und namentlich jeder Grieche war hier willkommen - oft sah man den Hausherrn selbst mit einem seiner gelehrten Gaeste in philologischem oder philosophischem Gespraech den schoenen Saeulengang auf- und niederwandel...

...ammlungsort gebildeter Maenner. Das Lesen war zur Mode, ja zur Manie geworden; bei Tafel ward, wo nicht bereits roherer Zeitvertreib sich eingedraengt hatte, regelmaessig vorgelesen, und wer eine Reise vorhatte, vergass nicht leicht, eine Reisebibliothek einzupacken. Den Oberoffizier sah man im Lagerzelt den schluepfrigen griechischen Roman, den Staatsmann im Senat den philosophischem Traktat in der Hand. Es stand denn auch im roemischen Staate, wie es in jedem Staate gestanden hat und stehen ...
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... "dreikoepfige Ungeheuer" in Flugschriften bekaempfte, teils im ernsteren Kriege, wo wir ihn im Heere des Pompeius als Kommandanten des Jenseitigen Spaniens fanden. Als die Sache der Republik verloren war, ward Varro von seinem Ueberwinder zum Bibliothekar der neu zu schaffenden Bibliothek in der Hauptstadt bestimmt. Die Wirren der folgenden Zeit rissen den alten Mann noch einmal in ihren Strudel hinein, und erst siebzehn Jahre nach Caesars Tode, im neunundachtzigsten seines wohlausgefuellten Lebens rief der Tod ihn ab. Die aest...
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...den Spaeteren konventionell feststand, zum Abschluss gefuehrt worden ist. Die Stadtchronikenfabrik stellte aber darum ihre Taetigkeit natuerlich nicht ein, sondern fuhr fort zu der grossen, von der Langenweile fuer die Langeweile geschriebenen Bibliothek ihre Beitraege so gut in Prosa wie in Versen zu liefern, ohne dass die Buchmacher, zum Teil bereits Freigelassene, um die eigentliche Forschung irgend sich bekuemmert haetten. Was uns von diesen Schriften genannt wird - erhalten ist keine ders...
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...r vollstaendig durch, als er in der unfreiwilligen Musse seiner letzten Lebensjahre (709, 710 45, 44) sich an die eigentliche Philosophie machte und mit ebenso grosser Verdriesslichkeit wie Eilfertigkeit in ein paar Monaten eine philosophische Bibliothek zusammenschrieb. Das Rezept war sehr einfach. In roher Nachahmung der populaeren aristotelischen Schriften, in welchen die dialogische Form hauptsaechlich zur Entwicklung und Kritisierung der verschiedenen aelteren Systeme benutzt war, naehte ...
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