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Ort - Fluss - Land: Alba | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 3 1 2 3 | | | Die Ansiedlungen der Latiner -> | ...Festen der latinischen Ebene sind auch die Spitzen der letzten
Auslaeufer der Sabinergebirge, wo aus solchen Gauburgen spaeter die ansehnlichen
Staedte Tibur und Praeneste hervorgingen. Auch Labici, Gabii und Nomentum in der
Ebene zwischen dem Albaner und Sabinergebirge und dem Tiber; Rom am Tiber,
Laurentum und Lavinium an der Kueste sind mehr oder minder alte Mittelpunkte
latinischer Kolonisation, um von zahlreichen andern, minder namhaften und zum
Teil fast verschollenen zu schweigen....
...titution, in dem ewigen Bunde der saemtlichen
latinischen Gaue. Die Vorstandschaft stand urspruenglich nach allgemeinem
italischen wie hellenischen Gebrauch demjenigen Gau zu, in dessen Grenzen die
Bundesstaetten lagen; es war dies der Gau von Alba, der ueberhaupt, wie gesagt;
als der aelteste und vornehmste der latinischen betrachtet ward. Der
berechtigten Gemeinden waren anfaenglich dreissig, wie denn diese Zahl als Summe
der Teile eines Gemeinwesens in Griechenland wie in Italien unge...
...nglich dreissig, wie denn diese Zahl als Summe
der Teile eines Gemeinwesens in Griechenland wie in Italien ungemein haeufig
begegnet. Welche Ortschaften zu den dreissig altlatinischen Gemeinden oder, wie
sie in Beziehung auf die Metropolrechte Albas auch wohl genannt werden, zu den
dreissig albanischen Kolonien urspruenglich gezaehlt worden sind, ist nicht
ueberliefert und nicht mehr auszumachen. Wie bei den aehnlichen
Eidgenossenschaften zum Beispiel der Boeoter und der Ionier die Pamboeotien und
Panionien, war der Mittelpunkt dieser...
...cht mehr auszumachen. Wie bei den aehnlichen
Eidgenossenschaften zum Beispiel der Boeoter und der Ionier die Pamboeotien und
Panionien, war der Mittelpunkt dieser Vereinigung das "latinische Fest" (feriae
Latinae), an welchem auf dem "Berg von Alba" (mons Albanus, Monte Cavo) an einem
alljaehrlich von dem Vorstand dafuer fest gesetzten Tage dem "latinischen Gott"
(Iuppiter Latiaris) von dem gesamten Stamm ein Stieropfer dargebracht ward. Zu
dem Opferschmaus hatte jede teilnehmende Gemeinde nach fest...
...ort bis in die spaete Zeit und sind
wohlbekannt; ueber die wichtigeren rechtlichen Wirkungen dieser Verbindung
dagegen vermoegen wir fast nur Mutmassungen aufzustellen. Seit aeltester Zeit
schlossen sich an das religioese Fest auf dem Berg von Alba auch Versammlungen
der Vertreter der einzelnen Gemeinden auf der benachbarten latinischen
Dingstaette am Quell der Ferentina (bei Marino); und ueberhaupt kann eine solche
Eidgenossenschaft nicht gedacht werden ohne eine gewisse Oberverwaltung ...
...n
dieser Zeit auch die verfehdeten Staemme einander sicheres Geleit zugestanden.
Noch weniger ist es moeglich, den Umfang der Vorrechte des fuehrenden Gaues zu
bestimmen; nur soviel laesst sich sagen, dass keine Ursache vorhanden ist, in
der albanischen Vorstandschaft eine wahre politische Hegemonie ueber Latium zu
erkennen und dass moeglicher-, ja wahrscheinlicherweise dieselbe nicht mehr in
Latium zu bedeuten hatte als die elische Ehrenvorstandschaft in Griechenland ^5.
Ueberhaupt wa...
...d geradezu Waffenstillstand" (indutiae Macr. Sat.
1, 16; ekecheriai Dion. Hal. 4, 49) genannt, und es war nicht erlaubt, waehrend
desselben einen Krieg zu beginnen (Macr. a.a.O.).
^5 Die oft in alter und neuer Zeit aufgestellte Behauptung, dass Alba
einstmals in den Formen der Symmachie ueber Latium geherrscht habe, findet bei
genauerer Untersuchung nirgends ausreichende Unterstuetzung. Alle Geschichte
geht nicht von der Einigung, sondern von der Zersplitterung der Nation aus, und
es is...
...geht nicht von der Einigung, sondern von der Zersplitterung der Nation aus, und
es ist sehr wenig wahrscheinlich, dass das Problem, das Rom nach manchem
durchkaempften Jahrhundert endlich loeste, die Einigung Latiums, schon vorher
einmal durch Alba geloest worden sei. Auch ist es bemerkenswert, dass Rom
niemals als Erbin Albas eigentliche Herrschaftsansprueche gegen die latinischen
Gemeinden geltend gemacht, sondern mit einer Ehrenvorstandschaft sich begnuegt
hat, die freilich, als sie mit der materiellen Macht sich vereinigte, fuer die
hegemonischen Ansprueche Rom...
...ie
hegemonischen Ansprueche Roms eine Handhabe gewaehrte. Von eigentlichen
Zeugnissen kann bei einer Frage, wie diese ist, ueberall kaum die Rede sein; und
am wenigsten reichen Stellen wie Fest. v. praetor p. 241 und Dion. Hal. 3, 10
aus, um Alba zum latinischen Athen zu stempeln.
Diese allgemeinen Umrisse muessen genuegen; ein jeder Versuch, die Linien
schaerfer zu ziehen, wuerde das Bild nur verfaelschen. Das mannigfache Spiel,
wie die aeltesten politischen Atome, die Gaue, sich in ... | | |
| | Roms Hegemonie in Latium | ...
Freiheit rettete; um den Besitz von Fidenae, dem Brueckenkopf der Etrusker am
linken Ufer des Tiber, kaempften Latiner und Etrusker, das heisst Roemer und
Veienter mit wechselndem Erfolg. Gegen Gabii, das die Ebene zwischen dem Anio
und den Albaner Bergen innehatte, stand der Kampf lange Zeit im Gleichgewicht;
bis in die spaete Zeit hinab galt das gabinische Gewand als gleichbedeutend mit
dem Kriegskleid und der gabinische Boden als Prototyp des feindlichen Landes ^1.
Durch diese Erob...
...ngen mochte das roemische Gebiet sich auf etwa 9
Quadratmeilen erweitert haben. Aber lebendiger als diese verschollenen Kaempfe
ist, wenn auch in sagenhaftem Gewande, der Folgezeit eine andere uralte
Waffentat der Roemer im Andenken geblieben: Alba, die alte heilige Metropole
Latiums, ward von roemischen Scharen erobert und zerstoert. Wie der
Zusammenstoss entstand und wie er entschieden ward, ist nicht ueberliefert; der
Kampf der drei roemischen gegen die drei albanischen Drillingsbrueder ist nichts
als eine personifizierte Bezeichnung des Kampfes zweier maechtiger und eng
verwandter Gaue, von denen wenigstens der roemische ein dreieiniger war. Wir
wissen eben nichts weiter als die nackte Tatsache der Un...
...nichts
als eine personifizierte Bezeichnung des Kampfes zweier maechtiger und eng
verwandter Gaue, von denen wenigstens der roemische ein dreieiniger war. Wir
wissen eben nichts weiter als die nackte Tatsache der Unterwerfung und
Zerstoerung Albas durch Rom ^2.
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^1 Ebenso charakteristisch sind die Verwuenschungsformeln fuer Gabii und
Fidenae (Macr. Sat. 3, 9), waehrend doch eine wirkliche geschichtliche
Verfluchung des Stadtbodens, wi...
...bar und hoechst
unwahrscheinlich ist. Vermutlich waren alte Bannfluchformulare auf diese beiden
verhassten Staedte gestellt und wurden von spaeteren Antiquaren fuer
geschichtliche Urkunden gehalten.
^2 Aber zu bezweifeln, dass die Zerstoerung Albas in der Tat von Rom
ausgegangen sei wie es neulich von achtbarer Seite geschehen ist, scheint kein
Grund vorhanden. Es ist wohl richtig, dass der Bericht ueber Albas Zerstoerung
in seinen Einzelheiten eine Kette von Unwahrscheinlichkeiten und
Unmoeglichkeiten ist; aber das gilt eben von jeder in Sagen eingesponnenen
historischen Tatsache. Auf die Frage, wie sich das uebrige Latium zu dem Kampfe
zwischen...
... Zerstoerung
in seinen Einzelheiten eine Kette von Unwahrscheinlichkeiten und
Unmoeglichkeiten ist; aber das gilt eben von jeder in Sagen eingesponnenen
historischen Tatsache. Auf die Frage, wie sich das uebrige Latium zu dem Kampfe
zwischen Alba und Rom verhielt, haben wir freilich keine Antwort; aber die Frage
selbst ist falsch gestellt, denn es ist unerwiesen, dass die latinische
Bundesverfassung einen Sonderkrieg zweier latinischer Gemeinden schlechterdings
untersagte. Noch weniger...
...unerwiesen, dass die latinische
Bundesverfassung einen Sonderkrieg zweier latinischer Gemeinden schlechterdings
untersagte. Noch weniger widerspricht die Aufnahme einer Anzahl albischer
Familien in den roemischen Buergerverband der Zerstoerung Albas durch die
Roemer; warum soll es nicht in Alba eben wie in Capua eine roemische Partei
gegeben haben? Entscheidend duerfte aber der Umstand sein, dass Rom in
religioeser wie in politischer Hinsicht als Rechtsnachfolgerin von Alba
auftritt; welcher Anspruch nicht auf die Uebersiedelung einzelner Geschlechter,
sondern nur auf die Eroberung der Stadt sich gruenden konnte und gegruendet
ward.
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| | Roms Hegemonie in Latium -> | ...en hier noch weit energischer durchgefuehrten System zu
danken.
Wenn also die Eroberungen Roms in Latium im wesentlichen als gleichartige,
unmittelbare Gebiets- und Gemeindeerweiterungen betrachtet werden duerfen, so
kommt doch derjenigen von Alba noch eine besondere Bedeutung zu. Es sind nicht
bloss die problematische Groesse und der etwaige Reichtum der Stadt, welche die
Sage bestimmt haben, die Entnahme Albas in so besonderer Weise hervorzuheben.
Alba galt als die Metropole der latinischen Eidgenossenschaft und hatte die
Vorstandschaft unter den dreissig berechtigten Gemeinden. Die Zerstoerung Albas
hob natuerlich den Bund selbst so wenig auf wie die Zerstoerung Thebens die
boeotische Genossenschaft ^5; vielmehr nahm, dem streng privatrechtlichen
Charakter des latinischen Kriegsrechts vollkommen entsprechend, Rom jetzt als
Rechtsnachfo...
...uerlich den Bund selbst so wenig auf wie die Zerstoerung Thebens die
boeotische Genossenschaft ^5; vielmehr nahm, dem streng privatrechtlichen
Charakter des latinischen Kriegsrechts vollkommen entsprechend, Rom jetzt als
Rechtsnachfolgerin von Alba dessen Bundesvorstandschaft in Anspruch. Ob und
welche Krisen der Anerkennung dieses Anspruchs vorhergingen oder nachfolgten,
vermoegen wir nicht anzugeben; im ganzen scheint man die roemische Hegemonie
ueber Latium bald und durchgaengig anerk...
...om die Latiner ihre Kuesten
gegen Karthager, Hellenen und Etrusker schirmen und ihre Landgrenze gegen die
unruhigen Nachbarn sabellischen Stammes behaupten und erweitern koennen. Ob der
materielle Zuwachs, den Rom durch die Ueberwaeltigung von Alba erhielt, groesser
war als die durch die Einnahme von Antemnae oder Collatia erlangte
Machtvermehrung, laesst sich nicht ausmachen; es ist sehr moeglich, dass Rom
nicht erst durch die Eroberung Albas die maechtigste latinische Gemeinde ward,
sondern schon lange vorher es war; aber was dadurch gewonnen ward, war die
Vorstandschaft bei dem latinischen Feste und damit die Grundlage der kuenftigen
Hegemonie der roemischen Gemeinde ueber die g...
... Es ist wichtig, diese entscheidenden Verhaeltnisse so
bestimmt wie moeglich zu bezeichnen.
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^5 Es scheint sogar aus einem Teile der albischen Mark die Gemeinde
Bovillae gebildet und diese an Albas Platz unter die autonomen latinischen
Staedte eingetreten zu sein. Ihren albischen Ursprung bezeugt der Iulierkult und
der Name Albani Longani Bovillenses (Orelli-Henzen 119, 2252, 6019); ihre
Autonomie Dionysios (5, 61) und Cicero (Planc. 9, 23).
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| | Die Unterwerfung der Latiner und Kampaner unter Rom -> | ...sen.
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^6 Regelmaessig stehen bekanntlich die latinischen Gemeinden unter zwei
Praetoren. Daneben kommen in einer Reihe von Gemeinden auch Einzelbeamte vor,
welche dann den Diktatortitel fuehren - so in Alba (Orelli-Henzen 2293),
Tusculum, Lanuvium (Cic. Mil. 10, 27;17, 45; Ascon. Mil. p. 32 Orelli, Orelli
2786, 5157, 6086), Compitum (Orelli 3324), Nomentum (Orelli 208, 6138, 7032;
vgl. W. Henzen in Bullettino dell' Istituto 1858, S. 169) und Aric...
...en Priestertuemer (der Diktator
von Caere ist zu erklaeren nach Liv. 9, 43: Anagninis - magistratibus praeter
quam sacrorum curatione interdictum) sind jaehrig (Orelli 208). Auch der Bericht
Macers und der aus ihm schoepfenden Annalisten, dass Alba schon zur Zeit seines
Falls nicht mehr unter Koenigen, sondern unter Jahresdiktatoren gestanden habe
(Dion. Hal. 5, 74; Plut. Rom. 27; Liv. 1, 23), ist vermutlich bloss eine
Folgerung aus der ihm bekannten Institution der ohne Zweifel gleich d...
...nter Koenigen, sondern unter Jahresdiktatoren gestanden habe
(Dion. Hal. 5, 74; Plut. Rom. 27; Liv. 1, 23), ist vermutlich bloss eine
Folgerung aus der ihm bekannten Institution der ohne Zweifel gleich der
nomentanischen jaehrigen sacerdotalen albanischen Diktatur, bei welcher
Darstellung ueberdies die demokratische Parteistellung ihres Urhebers mit im
Spiel gewesen sein wird. Es steht dahin, ob der Schluss gueltig ist und nicht,
auch wenn Alba zur Zeit seiner Aufloesung unter lebenslaenglichen Herrschern
stand, die Abschaffung des Koenigtums in Rom nachtraeglich die Verwandlung der
albanischen Diktatur in ein Jahramt herbeifuehren konnte.
All diese latinischen Magistraturen kommen in der Sache wie besonders auch
in den Namen wesentlich mit der in Rom durch die Revolution festgestellten
Ordnung in einer Weise ueberein, die durc... | | |
| | Die Italiker gegen Rom -> | ...unterwarfen sich in fuenfzig Tagen; das gesamte Gebiet mit Ausnahme
des engen und rauhen Bergtals, das noch heute den alten Volksnamen traegt
(Cicolano), wurde roemischer Besitz und hier am Nordrand des Fuciner Sees im
Jahre darauf die Festung Alba mit einer Besatzung von 6000 Mann gegruendet,
fortan die Vormauer gegen die streitbaren Marser und die Zwingburg
Mittelitaliens; ebenso zwei Jahre darauf am oberen Turano, naeher an Rom,
Carsioli, beide als Bundesgemeinden latinischen Rechts.
...
...lum nach Narnia, wie die Roemer
die alte umbrische Feste Nequinum umnannten, als sie dort eine Militaerkolonie
anlegten (455 299). Die suedliche, die spaetere Valerische, lief an den Fuciner
See ueber die eben erwaehnten Festungen Carsioli und Alba. Die kleinen
Voelkerschaften, in deren Gebiet diese Anlagen stattfanden, die Umbrer, die
Nequinum hartnaeckig verteidigten, die Aequer, die noch einmal Alba, die Marser,
die Carsioli ueberfielen, konnten Rom in seinem Gang nicht aufhalten; fast
ungehindert schoben jene beiden maechtigen Riegel sich zwischen Samnium und
Etrurien. Der grossen Strassen- und Festungsanlagen zur bleibenden Sicherung
... | | |
| | Die Empoerung der italischen Untertanen und die Sulpicische Revolution -> | ...erste Sturm traf selbstverstaendlich die in den insurgierten
Landschaften zu Rom haltenden Festungen, die schleunigst ihre Tore schlossen und
die bewegliche Habe vom Lande hereinschafften. Silo warf sich auf die Zwingburg
der Marser, das feste Alba, Mutilus auf die im Herzen Samniums angelegte
Latinerstadt Aesernia: dort wie hier trafen sie auf den entschlossensten
Widerstand. Aehnliche Kaempfe moegen im Norden um Firmum, Hatria, Pinna, im
Sueden um Luceria, Benevent, Nola, Paestum getob...
...nter dem Konsul Lupus sich auf an der Grenze des latinischen und des marsischen
Gebietes, wo an der Valerischen und der Salarischen Chaussee der Feind der
Hauptstadt am naechsten stand; der kleine Fluss Tolenus (Turano), der zwischen
Tibur und Alba die Valerische Strasse schneidet und bei Rieti in den Velino
faellt, schied die beiden Heere. Ungeduldig draengte der Konsul Lupus zur
Entscheidung und ueberhoerte den unbequemen Rat des Marius, die des Dienstes
ungewohnte Mannschaft erst im k... | | |
| | Die Unterwerfung der Latiner und Kampaner unter Rom -> | ...aft um das Jahr 370 (384) folgender Art. Von
altlatinischen Ortschaften waren, ausser einigen jetzt verschollenen oder doch
der Lage nach unbekannten, noch autonom und stimmberechtigt zwischen Tiber und
Anio Nomentum, zwischen dem Anio und dem Albaner Gebirg Tibur, Gabii, Scaptia,
Labici ^12, Pedum und Praeneste, am Albaner Gebirg Corbio, Tusculum, Bovillae,
Aricia, Corioli und Lanuvium, in den volskischen Bergen Cora, endlich in der
Kuestenebene Laurentum. Dazu kamen die von Rom und dem latinischen Bunde
angelegten Kolonien: Ardea im ehemaligen Rutulergebiet ...
...em einzigen, das wir besitzen, werden genannt die
Ardeaten, Ariciner, Bovillaner, Bubentaner (unbekannter Lage), Corner (vielmehr
Coraner), Carventaner (unbekannter Lage), Circeienser, Coriolaner, Corbinter,
Cabaner (vielleicht die Cabenser am Albaner Berg, Bullettino dell' Istituto
1861, S. 205), Fortineer (unbekannt), Gabiner, Laurenter, Lanuviner, Lavinaten,
Labicaner, Nomentaner, Norbaner, Praenestiner, Pedaner, Querquetulaner
(unbekannter Lage), Satricaner, Scaptiner, Senner, Tiburt...
...ndzwanzig Namen nennt, hinter S/E/TIN/O/N
ausgefallen ist SIGNIN/O/N. Im vollkommenen Einklang hiermit mangeln in diesem
Verzeichnis ebenso alle nach dem Jahre 372 (382) gegruendeten latinischen
Kolonien wie alle Orte, die wie Ostia, Antemnae, Alba vor dem Jahre 370 (384)
der roemischen Gemeinde inkorporiert wurden, wogegen die spaeter einverleibten,
wie Tusculum, Lanuvium, Velitrae, in demselben stehen geblieben sind.
Was das von Plinius mitgeteilte Verzeichnis von zweiunddreissig zu Pli...
... Gemeinde inkorporiert wurden, wogegen die spaeter einverleibten,
wie Tusculum, Lanuvium, Velitrae, in demselben stehen geblieben sind.
Was das von Plinius mitgeteilte Verzeichnis von zweiunddreissig zu Plinius'
Zeit untergegangenen, ehemals am Albanischen Fest beteiligten Ortschaften
betrifft, so bleiben nach Abzug von sieben, die auch bei Dionysios stehen (denn
die Cusuetaner des Plinius scheinen die Dionysischen Carventaner zu sein) noch
fuenfundzwanzig, meistenteils ganz unbekannte Or...
...nen die Dionysischen Carventaner zu sein) noch
fuenfundzwanzig, meistenteils ganz unbekannte Ortschaften ohne Zweifel teils
jene siebzehn nicht stimmenden Gemeinden, groesstenteils wohl eben die
aeltesten, spaeter zurueckgestellten Glieder der albanischen Festgenossenschaft,
teils eine Anzahl anderer untergegangener oder ausgestossener Bundesglieder, zu
welchen letzteren vor allem der alte, auch von Plinius genannte Vorort Alba
gehoert.
^12 Allerdings berichtet Livius (4, 47), dass Labici im Jahre 336 (418)
Kolonie geworden sei. Allein abgesehen davon, dass Diodor (13, 6) hierueber
schweigt, kann Labici weder eine Buergerkolonie geworden sein, da die Stadt
teils n... | | |
| | Marcus Lepidus und Quintus Sertorius -> | | ... auf dem Marsfelde, hart unter den Mauern der Stadt,
wurde die entscheidende Schlacht geschlagen. Allein Catulus siegte; Lepidus
musste zurueckweichen nach Etrurien, waehrend eine andere Abteilung unter
Lepidus' Sohn Scipio sich in die Festung Alba warf. Damit war der Aufstand im
wesentlichen zu Ende. Mutina ergab sich an Pompeius; Brutus wurde trotz des ihm
zugestandenen sicheren Geleits nachtraeglich auf Befehl des Pompeius getoetet.
Ebenso ward Alba nach langer Belagerung durch Hunger bezwungen und der Fuehrer
gleichfalls hingerichtet. Lepidus, durch Catulus und Pompeius von zwei Seiten
gedraengt, lieferte am etrurischen Gestade noch ein Treffen, um nur den Rueckzug
sich zu ermoeglichen, ... | | |
| | Die Ansiedlungen der Latiner -> | ...taatlichen Einheiten der Ausgangspunkt der italischen
Geschichte. Indes wo und in welchem Umfang innerhalb Latiums dergleichen Gaue
sich bildeten, ist weder mit Bestimmtheit auszumachen noch von besonderem
historischen Interesse. Das isolierte Albaner Gebirge, das den Ansiedlern die
gesundeste Luft, die frischesten Quellen und die am meisten gesicherte Lage
darbot, diese natuerliche Burg Latiums, ist ohne Zweifel von den Ankoemmlingen
zuerst besetzt worden. Hier lag denn auch auf der sch...
..., die frischesten Quellen und die am meisten gesicherte Lage
darbot, diese natuerliche Burg Latiums, ist ohne Zweifel von den Ankoemmlingen
zuerst besetzt worden. Hier lag denn auch auf der schmalen Hochflaeche oberhalb
Palazzuola zwischen dem Albanischen See (Lago di Castello) und dem Albanischen
Berg (Monte Cavo) lang hingestreckt Alba, das durchaus als Ursitz des
latinischen Stammes und Mutterort Roms sowie aller uebrigen altlatinischen
Gemeinden galt; hier an den Abhaengen die uralten latinischen Ortschaften
Lanuvium, Aricia und Tusculum. Hier finden sich auch von jenen ur...
...erken, welche die Anfaenge der Zivilisation zu bezeichnen pflegen und
gleichsam der Nachwelt zum Zeugnis dastehen davon, dass Pallas Athene in der
Tat, wenn sie erscheint, erwachsen in die Welt tritt: so die Abschroffung der
Felswand unterhalb Alba nach Palazzuola zu, welche den durch die steilen
Abhaenge des Monte Cavo nach Sueden zu von Natur unzugaenglichen Ort von Norden
her ebenso unnahbar macht und nur die beiden schmalen, leicht zu verteidigenden
Zugaenge von Osten und Westen her ...
...n, leicht zu verteidigenden
Zugaenge von Osten und Westen her fuer den Verkehr frei laesst; und vor allem
der gewaltige, in die harte, sechstausend Fuss maechtige Lavawand mannshoch
gebrochene Stollen, durch welchen der in dem alten Krater des Albaner Gebirges
entstandene See bis auf seine jetzige Tiefe abgelassen und fuer den Ackerbau auf
dem Berge selbst ein bedeutender Raum gewonnen worden ist. | | |
| | Die Anfaenge Roms -> | ...elenkt haben koenne, sondern dass die Not oder vielmehr irgendein
besonderer Grund die Anlage dieser Stadt veranlasst haben muesse. Schon die
Legende hat diese Seltsamkeit empfunden; das Geschichtchen von der Anlage Roms
durch Ausgetretene von Alba unter Fuehrung der albanischen Fuerstensoehne
Romulus und Remus ist nichts als ein naiver Versuch der aeltesten Quasihistorie,
die seltsame Entstehung des Orts an so unguenstiger Staette zu erklaeren und
zugleich den Ursprung Roms an die allgemeine Metropole Latiums ...
..., zum Teil keine deutsche Meile von dem Servianischen Mauerring entfernt,
und muss die Gaugrenze hart vor den Stadttoren gewesen sein. Gegen Sueden trifft
man in einem Abstand von drei deutschen Meilen auf die maechtigen Gemeinden
Tusculum und Alba und es scheint das roemische Stadtgebiet hier nicht weiter
gereicht zu haben als bis zum cluilischen Graben, eine deutsche Meile von Rom.
Ebenso war in suedwestlicher Richtung die Grenze zwischen Rom und Lavinium
bereits am sechsten Milienstei...
...iesem Sinn mag denn Rom allerdings, wie auch die Sage annimmt, mehr eine
geschaffene als eine gewordene Stadt und unter den latinischen eher die juengste
als die aelteste sein. Ohne Zweifel war die Landschaft schon einigermassen
bebaut und das Albanische Gebirge sowie manche andere Hoehe der Campagna mit
Burgen besetzt, als das latinische Grenzemporium am Tiber entstand. Ob ein
Beschluss der latinischen Eidgenossenschaft, ob der geniale Blick eines
verschollenen Stadtgruenders oder die n... | | |
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