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Ort - Fluss - Land: Caere | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 3 1 2 3 | | | Die Hellenen in Italien Seeherrschaft der Tusker und Karthager -> | ... der Lehrmeister, zur Seefahrt und zur Staedtegruendung
angeleitet. Hier zuerst muss der Italiker das Floss und den Nachen mit der
phoenikischen und griechischen Rudergaleere vertauscht haben. Hier zuerst
begegnen grosse Kaufstaedte, vor allem Caere im suedlichen Etrurien und Rom am
Tiber, die, nach den italischen Namen wie nach der Lage in einiger Entfernung
vom Meere zu schliessen, eben wie die ganz gleichartigen Handelsstaedte an der
Pomuendung, Spina und Atria, und weiter suedlich Ari...
...en
zurueckgekehrt sein. Aber wohl ward in Suedetrurien, in Latium und ebenso an der
Ostkueste der friedliche Verkehr mit den fremden Kaufleuten geschuetzt und
gefoerdert, was anderswo nicht geschah. Vor allem merkwuerdig ist die Stellung
von Caere. "Die Caeriten", sagt Strabon, "galten viel bei den Hellenen wegen
ihrer Tapferkeit und Gerechtigkeit, und weil sie, so maechtig sie waren, des
Raubes sich enthielten." Nicht der Seeraub ist gemeint, den der caeritische
Kaufmann wie jeder ande...
...n viel bei den Hellenen wegen
ihrer Tapferkeit und Gerechtigkeit, und weil sie, so maechtig sie waren, des
Raubes sich enthielten." Nicht der Seeraub ist gemeint, den der caeritische
Kaufmann wie jeder andere sich gestattet haben wird; sondern Caere war eine Art
von Freihafen fuer die Phoeniker wie fuer die Griechen. Wir haben der
phoenikischen Station - spaeter Punicum genannt - und der beiden von Pyrgi und
Alsion bereits gedacht; diese Haefen waren es, die zu berauben die Caeriten sich ...
... die Griechen. Wir haben der
phoenikischen Station - spaeter Punicum genannt - und der beiden von Pyrgi und
Alsion bereits gedacht; diese Haefen waren es, die zu berauben die Caeriten sich
enthielten, und ohne Zweifel war es eben dies, wodurch Caere, das nur eine
schlechte Reede besitzt und keine Gruben in der Naehe hat, so frueh zu hoher
Bluete gelangt ist und fuer den aeltesten griechischen Handel noch groessere
Bedeutung gewonnen hat als die von der Natur zu Emporien bestimmten Staedte...
...er genannten Staedte sind
es, welche in uraltem religioesen Verkehr mit Griechenland erscheinen. Der erste
unter allen Barbaren, der den olympischen Zeus beschenkte, war der tuskische
Koenig Arimnos, vielleicht ein Herr von Ariminum. Spina und Caere hatten in dem
Tempel des delphischen Apollon wie andere mit dem Heiligtum in regelmaessigem
Verkehr stehende Gemeinden ihre eigenen Schatzhaeuser; und mit der aeltesten
caeritischen und roemischen Ueberlieferung ist das delphische Heiligtum so... | | |
| | Die Hellenen in Italien Seeherrschaft der Tusker und Karthager | ...ngeborenen, nicht um Land zu
gewinnen. Allein anders verhaelt es sich mit dem italischen Festland. Von
phoenikischen Niederlassungen daselbst ist bis jetzt nur eine einzige mit
einiger Sicherheit nachgewiesen worden, eine punische Faktorei bei Caere, deren
Andenken sich bewahrt hat teils in der Benennung der kleinen Ortschaft an der
caeritischen Kueste Punicum, teils in dem zweiten Namen der Stadt Caere selbst,
Agylla, welcher nicht, wie man fabelt, von den Pelasgern herruehrt, sondern
phoenikisch ist und die "Rundstadt" bezeichnet, wie eben vom Ufer aus gesehen
Caere sich darstellt. Dass diese Station und was von aehnlichen Gruendungen es
an den Kuesten Italiens noch sonst gegeben haben mag, auf jeden Fall weder
bedeutend noch von langem Bestande gewesen ist, beweist ihr fast spurloses
Verschwinden; aber e...
...latinische, der griechischen entlehnte Benennung der Poener. Vielmehr fuehren
alle aeltesten Beziehungen der Italiker zu der Zivilisation des Ostens
entschieden nach Griechenland; und es laesst sich das Entstehen der
phoenikischen Faktorei bei Caere, ohne auf die vorhellenische Periode
zurueckzugehen, sehr wohl aus den spaeteren wohlbekannten Beziehungen des
caeritischen Handelsstaats zu Karthago erklaeren. In der Tat lag, wenn man sich
erinnert, dass die aelteste Schiffahrt wesentlich Ku... | | |
| | Die Etrusker -> | ...es den Veientern auf dem linken Tiberufer, aehnlich
wie auf dem rechten den Roemern das Ianiculum, als eine Art Brueckenkopf diente
und bald in den Haenden der Latiner, bald in denen der Etrusker sich befand.
Dagegen mit dem etwas entfernteren Caere war das Verhaeltnis im ganzen weit
friedlicher und freundlicher, als es sonst unter Nachbarn in solchen Zeiten
vorzukommen pflegt. Es gibt wohl schwankende und in die graueste Fernzeit
gerueckte Sagen von Kaempfen zwischen Latium und Caere, wie denn der caeritische
Koenig Mezentius ueber die Latiner grosse Siege erfochten und denselben einen
Weinzins auferlegt haben soll; aber viel bestimmter als der einstmalige
Fehdestand erhellt aus der Tradition ein vorzugsweise enges Verhael...
..." unter dem Palatin.
Auch das kann schwerlich bezweifelt werden, dass das letzte
Koenigsgeschlecht, das ueber die Roemer geherrscht hat, das der Tarquinier, aus
Etrurien entsprossen ist, sei es nun aus Tarquinii, wie die Sage will, sei es
aus Caere, wo das Familiengrab der Tarchnas vor kurzem aufgefunden worden ist;
auch der in die Sage verflochtene Frauenname Tanaquil oder Tanchvil ist
unlateinisch, dagegen in Etrurien gemein. Allein die ueberlieferte Erzaehlung,
wonach Tarquinius der S...
...r
auf Schiffahrt, Handel und Industrie scheint rascher, als es sonst in Italien
der Fall gewesen ist, hier eigentlich staedtische Gemeinwesen ins Leben gerufen
zu haben; zuerst von allen italischen Staedten wird in den griechischen
Berichten Caere genannt. Dagegen finden wir die Etrusker im ganzen minder
kriegstuechtig und kriegslustig als die Roemer und Sabeller; die unitalische
Sitte, mit Soeldnern zu fechten, begegnet hier sehr frueh. Die aelteste
Verfassung der Gemeinden muss in den... | | |
| | Die Hellenen in Italien Seeherrschaft der Tusker und Karthager -> | ...ikischen Ansiedlungen auf
Sizilien bei Lilybaeon sich festzusetzen versuchten, wurden sie durch die
Eingeborenen - Elymer von Segeste - und Phoeniker wieder von dort vertrieben.
Als die Phokaeer um 217 (537) sich in Alalia (Aleria) auf Korsika Caere
gegenueber niederliessen, erschien, um sie von dort zu vertreiben, die
vereinigte Flotte der Etrusker und der Karthager, hundertundzwanzig Segel stark;
und obwohl in dieser Seeschlacht - einer der aeltesten, die die Geschichte kennt
- die nu...
...fest, sondern schloss auch ein Waffenbuendnis (symmachia) ein,
von dessen ernstlicher Bedeutung eben jene Schlacht von Alalia zeugt.
Charakteristisch ist es fuer die Stellung der Caeriten, dass sie die
phokaeischen Gefangenen auf dem Markt von Caere steinigten und alsdann, um den
Frevel zu suehnen, den delphischen Apoll beschickten.
Latium hat dieser Fehde gegen die Hellenen sich nicht angeschlossen;
vielmehr finden sich in sehr alter Zeit freundliche Beziehungen der Roemer zu
den Phokae...
...schaftlich mit den Zakynthiern eine Pflanzstadt in Spanien, das spaetere
Saguntum gegruendet haben. Doch haben die Latiner noch viel weniger sich auf die
Seite der Hellenen gestellt; dafuer buergen sowohl die engen Beziehungen
zwischen Rom und Caere als auch die Spuren alten Verkehrs zwischen den Latinern
und den Karthagern. Der Stamm der Kanaaniten ist den Roemern durch Vermittlung
der Hellenen bekannt geworden, da sie, wie wir sahen, ihn stets mit dem
griechischen Namen genannt haben; a... | | |
| | Ackerbau, Gewerbe und Verkehr -> | ...ster Zeit das Kupfer, dessen sie notwendig
bedurften, von den Etruskern gegen Vieh oder Sklaven eintauschen, wie denn der
uralte Vertrieb der letzteren auf das rechte Tiberufer schon erwaehnt ward;
dagegen musste die tuskische Handelsbilanz in Caere wie in Populonia, in Capua
wie in Spina sich notwendig guenstig stellen. Daher der schnell entwickelte
Wohlstand dieser Gegenden und ihre maechtige Handelsstellung, waehrend Latium
vorwiegend eine ackerbauende Landschaft bleibt. Es wiederholt ...
...hrend Latium
vorwiegend eine ackerbauende Landschaft bleibt. Es wiederholt sich dies in allen
einzelnen Beziehungen: die aeltesten nach griechischer Art, nur mit
ungriechischer Verschwendung gebauten und ausgestatteten Graeber finden sich in
Caere, waehrend mit Ausnahme von Praeneste, das eine Sonderstellung gehabt zu
haben und mit Falerii und dem suedlichen Etrurien in besonders enger Verbindung
gewesen zu sein scheint, die latinische Landschaft nur geringen Totenschmuck
auslaendischer...
...st. Dass ausserdem, und seit der Entwicklung der
karthagisch-etruskischen Seeallianz vielleicht vorzugsweise, die Etrusker mit
den Karthagern verkehrten, ward gleichfalls schon erwaehnt; es ist
beachtenswert, dass in den aeltesten Graebern von Caere ausser einheimischem
Bronze- und Silbergeraet vorwiegend orientalische Waren sich gefunden haben,
welche allerdings auch von griechischen Kaufleuten herruehren koennen,
wahrscheinlicher aber doch von phoenikischen Handelsmaennern eingefuehrt w... | | |
| | Kunst und Wissenschaft -> | ...zu kaufen, statt sie zu formen.
Aber auch innerhalb Etruriens erscheint ein weiterer bemerkenswerter
Gegensatz in der kuenstlerischen Entwicklung der suedlichen und der noerdlichen
Landschaft. Es ist Suedetrurien, hauptsaechlich die Bezirke von Caere,
Tarquinii, Volci, die die gewaltigen Prunkschaetze besonders von Wandgemaelden,
Tempeldekorationen, Goldschmuck und gemalten Tongefaessen bewahren; das
noerdliche Etrurien steht weit dahinter zurueck, und es hat zum Beispiel sich
kein gemal...
...Tempeldekorationen, Goldschmuck und gemalten Tongefaessen bewahren; das
noerdliche Etrurien steht weit dahinter zurueck, und es hat zum Beispiel sich
kein gemaltes Grab noerdlich von Chiusi gefunden. Die suedlichsten etruskischen
Staedte Veii, Caere, Tarquinii sind es, die der roemischen Tradition als die Ur-
und Hauptsitze der etruskischen Kunst gelten; die noerdlichste Stadt Volaterrae,
mit dem groessten Gebiet unter allen etruskischen Gemeinden, steht von allen
auch der Kunst am fernst...
...teils in der verschiedenartigen, in
Suedetrurien wahrscheinlich stark mit nicht etruskischen Elementen gemischten
Nationalitaet, teils in der verschiedenen Maechtigkeit des hellenischen
Einflusses zu suchen sein, welcher letztere namentlich in Caere sich sehr
entschieden geltend gemacht haben muss; die Tatsache selbst ist nicht zu
bezweifeln. Um so mehr musste die fruehe Unterjochung der suedlichen Haelfte
Etruriens durch die Roemer und die sehr zeitig hier beginnende Romanisierung der
... | | |
| | Sturz der etruskischen Macht - Die Kelten -> | ...) und Nepete (381 373). Mit raschen
Schritten ging dieser fruchtbare und mit roemischen Kolonisten bedeckte
Landstrich der vollstaendigen Romanisierung entgegen. Um 396 (358) versuchten
zwar die naechstliegenden etruskischen Staedte Tarquinii, Caere, Falerii sich
gegen die roemischen Uebergriffe aufzulehnen, und wie tief die Erbitterung war,
die dieselben in Etrurien erweckt hatten, zeigt die Niedermetzlung der
saemtlichen, im ersten Feldzug gemachten roemischen Gefangenen,
dreihundertu...
...kt hatten, zeigt die Niedermetzlung der
saemtlichen, im ersten Feldzug gemachten roemischen Gefangenen,
dreihundertundsieben an der Zahl, auf dem Marktplatz von Tarquinii; allein es
war die Erbitterung der Ohnmacht. Im Frieden (403 351) musste Caere, das, als
den Roemern zunaechst gelegen, am schwersten buesste, die halbe Landmark an Rom
abtreten und mit dem geschmaelerten Gebiet, das ihm blieb, aus dem etruskischen
Bunde aus- und in das Untertanenverhaeltnis zu Rom treten, welches inzwis... | | |
| | Die Unterwerfung der Latiner und Kampaner unter Rom -> | | ... 32 Orelli, Orelli
2786, 5157, 6086), Compitum (Orelli 3324), Nomentum (Orelli 208, 6138, 7032;
vgl. W. Henzen in Bullettino dell' Istituto 1858, S. 169) und Aricia (Orelli
1455). Dazu kommt der aehnliche Diktator in der civitas sine suffragio Caere
(Orelli 3787, 5772; auch Garrucci, Diss. arch. Bd. 1, S. 31, obwohl irrig nach
Sutrium gesetzt); ferner die gleichnamigen Beamten von Fidenae (Orelli 112).
Alle diese Aemter oder aus Aemtern hervorgegangenen Priestertuemer (der Diktator
von Caere ist zu erklaeren nach Liv. 9, 43: Anagninis - magistratibus praeter
quam sacrorum curatione interdictum) sind jaehrig (Orelli 208). Auch der Bericht
Macers und der aus ihm schoepfenden Annalisten, dass Alba schon zur Zeit seines
Falls nicht me... | | |
| | Koenig Pyrrhos gegen Rom und die Einigung Italiens -> | ...r, ohne den Begriff eines staedtischen Gemeinwesens fuer die
roemische Kommune voellig aufzugeben. Das alte Buergergebiet war bis dahin
hauptsaechlich durch Einzelassignation in der Weise erweitert worden, dass das
suedliche Etrurien bis gegen Caere und Falerii, die den Hernikern entrissenen
Strecken am Sacco und am Anio, der groesste Teil der sabinischen Landschaft und
grosse Striche der ehemals volskischen, besonders die pomptinische Ebene in
roemisches Bauernland umgewandelt und meiste...
...b der roemischen Vollbuergerschaft
bestehenden Sondergemeinwesen und damit im Laufe der Zeit die roemische
Munizipalordnung herausgebildet. Hiernach wird die roemische Vollbuergerschaft
am Ende dieser Epoche sich noerdlich bis in die Naehe von Caere, oestlich bis an
den Apennin, suedlich bis nach Tarracina erstreckt haben, obwohl freilich von
einer eigentlichen Grenze hier nicht die Rede sein kann und teils eine Anzahl
Bundesstaedte latinischen Rechts, wie Tibur, Praeneste, Signia, Norba,... | | |
| | Die umbrisch-sabellischen Staemme - Anfaenge der Samniten | | ... und Sprache zwar auch mit dem Etruskischen
Beruehrungspunkte hat, aber doch im allgemeinen dem Latinischen analog ist ^1.
Auch der Lokalkult zeigt sabellische Spuren; in denselben Kreis gehoeren die
uralten, auch sakralen Beziehungen zwischen Caere und Rom. Wahrscheinlich haben
die Etrusker diese suedlichen Striche bedeutend spaeter als die Landschaft
nordwaerts vom Ciminischen Wald den Umbrern entrissen und hat sogar noch nach
der tuskischen Eroberung umbrische Bevoelkerung sich hier ge... | | |
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