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Person - Name: Bancroft | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 2 1 2 | | | Kleki-petra -> | ...n gut aufzuheben. Sie können Euch später leicht von großem Nutzen sein. Und nun
wollen wir die famosen Gentlemen wecken.«
Er stand auf und schlug Lärm. Die "Gentlemen" kamen mit stieren Augen und verstörten Gesichtern hinter
ihren Büschen hervor. Bancroft wollte darüber, daß man ihn im Schlafe gestört hatte, grob werden, zeigte
sich aber höflich, als ich ihm sagte, daß Mr. White von der nächsten Sektion angekommen sei. Die Beiden
hatten sich noch nicht gesehen. Das Erste war, daß er ihm einen Beche...
... Sektion angekommen sei. Die Beiden
hatten sich noch nicht gesehen. Das Erste war, daß er ihm einen Becher Brandy anbot; aber damit kam er
an den unrechten Mann. White benutzte dieses Anerbieten sofort als Anknüpfungspunkt zu einer Strafrede,
wie Bancroft gewiß noch keine gehört oder gar selbst erhalten hatte. Dieser hörte sie, vor Erstaunen
wortlos, eine Weile an, dann fuhr er auf den Redner los, faßte ihn am Arme und schrie ihn an:
»Herr, wollt Ihr mir wohl gleich sagen, wie Ihr heißt?«
»White h...
...wollt Ihr mir wohl gleich sagen, wie Ihr heißt?«
»White heiße ich; das habt Ihr ja gehört.«
»Und was Ihr seid?«
»Oberingenieur der benachbarten Sektion.«
»Hat jemand von uns Euch dort etwas zu befehlen?«
»Ich denke, nein.«
»Nun wohl! Ich heiße Bancroft und bin Oberingenieur der hiesigen Sektion. Es hat mir kein Mensch etwas
zu befehlen, am allerwenigsten aber Ihr, Mr. White.«
»Es ist richtig, daß wir uns vollständig gleichstehen,« antwortete dieser ruhig. »Befehle von dem Andern
anzunehmen, hat...
...Betreffenden auf seinen Fehler
aufmerksam zu machen. Eure Lebensaufgabe scheint im Brandyfasse zu stecken. Ich zähle hier sechszehn
Menschen, welche alle betrunken waren, als ich vor zwei Stunden hier ankam, und so -«
»Vor zwei Stunden?« fiel ihm Bancroft in die Rede. »So lange seid Ihr schon hier?«
»Allerdings. Ich habe mir die Aufnahmen angesehen und mich darüber unterrichtet, wer sie gemacht hat.
Das ist ja das reine Schlaraffenleben hier gewesen, während ein Einziger und noch dazu der Jüngste v...
...habe mir die Aufnahmen angesehen und mich darüber unterrichtet, wer sie gemacht hat.
Das ist ja das reine Schlaraffenleben hier gewesen, während ein Einziger und noch dazu der Jüngste von
Euch allen, die ganze Arbeit zu bewältigen hatte!«
Da fuhr Bancroft zu mir herum und zischte mich an:
»Das habt Ihr gesagt, Ihr und kein Anderer! Leugnet es einmal, Ihr niederträchtiger Lügner, Ihr
heimtückischer Verräter!«
»Nein,« antwortete ihm White. »Euer junger Kollege hat als Gentleman gehandelt und nur Gut...
...ge hat als Gentleman gehandelt und nur Gutes über Euch
gesprochen. Er hat Euch in Schutz genommen, und ich rate Euch, ihn um Verzeihung zu bitten, daß Ihr ihn
einen Lügner und Verräter nanntet.«
»Um Verzeihung bitten? Fällt mir nicht ein!« lachte Bancroft höhnisch auf. »Dieses Greenhorn weiß kein
Dreieck von einem Vierecke zu unterscheiden und bildet sich trotzdem ein, Surveyor zu sein. Wir sind
nicht vorwärts gekommen, weil er alles verkehrt gemacht und uns aufgehalten hat, und wenn er nun, anstat...
...det und anschwärzt, so - - -«
Er kam nicht weiter. Ich war monatelang geduldig gewesen und hatte diese Leute nach ihrem Belieben über
mich denken lassen. Jetzt war der Augenblick da, ihnen zu zeigen, daß sie sich in mir geirrt hatten. Ich
ergriff Bancroft beim
Arme, drückte ihn so, daß er vor Schmerz den angefangenen Satz unausgesprochen ließ, und sagte:
»Mr. Bancroft, Ihr habt zuviel Schnaps getrunken und nicht ausschlafen können. Ich nehme an, daß Ihr
noch betrunken seid, und es mag also so sein, als ob Ihr nichts gesagt hättet.«
»Ich, betrunken? Ihr seid verrückt!« antwortete er.
»Jawohl, betrunken! Denn we... | | |
| | Kleki-petra -> | ... duldet Ihr es, daß dieser Mensch sich an mir vergreift? Seid Ihr nicht hier, um uns zu
beschützen?«
Dieser Rattler war ein hoch und breit gebauter Kerl, welcher die Kraft von drei, vier Menschen zu besitzen
schien, ein rohes Subjekt und zugleich Bancrofts liebster Trinkkumpan. Er konnte mich nicht leiden und
nahm jetzt mit Freuden die Gelegenheit wahr, dem Grolle, den er gegen mich hegte, Luft machen zu
dürfen. Er trat schnell herbei, faßte mich am Arme, so wie ich Bancroft noch immer bei dem seinigen hatte,
und antwortete:
»Nein, das kann ich nicht dulden, Mr. Bancroft. Dieses Kind hat seine ersten Strümpfe noch nicht
abgelaufen und will hier erwachsenen Männern drohen, sie verschänden und verleumden. Tu' die Hand von
Mr. Bancroft weg, Junge, sonst zeige ich dir, was für ein Greenhorn du bist!«
Diese Aufforderung war an mich gerichtet. Er schüttelte mir bei derselben den Arm. Das mußte mir noch
lieber sein, denn er war ein stärkerer Gegner als der Oberingenieur. Wenn ich ih...
...n Sam Hawkens seien. Das imponierte den Gegnern. Diese wendeten sich von
mir ab, murmelten unterdrückte Flüche und Drohungen in die Bärte und beschäftigten sich dann
angelegentlich mit den beiden Gefallenen, um sie zum Bewußtsein zurückzubringen.
Bancroft hielt es für das Klügste, nach dem Zelte zu gehen und in demselben zu verschwinden. White hatte
mit großen, verwunderten Augen auf mich geblickt. Jetzt schüttelte er den Kopf und sagte im Tone
ungekünstelten Erstaunens:
»Aber, Sir, das ist ja für...
...ht mich hier bindet.«
»Pshaw! Ich verantworte es.«
»Das nutzt mir nichts, wenn ich es nicht selbst verantworten kann. Ich bin hierher geschickt worden, um
diese Sektion vermessen zu helfen, und darf nicht fort, weil wir noch nicht fertig sind.«
»Bancroft wird es mit den drei Andern fertig machen.«
»Ja, aber wann und wie! Nein, ich muß bleiben.« | | |
| | Kleki-petra -> | ...
Trotz aller vorhin erwähnten Hindernisse waren wir schließlich doch so weit gekommen, daß wir den
Anschluß an die nächste Sektion nach Verlauf von vielleicht einer Woche erreichen konnten. Um dies dort
zu melden, mußte ein Bote abgesandt werden. Bancroft erklärte, daß er diesen Ritt selbst machen und einen
der Westmänner als Führer mitnehmen wolle. Diese Absendung einer Nachricht war nicht die erste, welche
geschah, denn wir hatten sowohl mit der hinter als auch mit der vor uns liegenden Sektion i...
... sowohl mit der hinter als auch mit der vor uns liegenden Sektion in einem
immerwährenden Botenverkehr stehen müssen. Infolge dessen wußte ich, daß der vor uns befehligende
Ingenieur ein sehr tüchtiger Mann war.
Es war an einem Sonntage früh, als Bancroft aufbrechen wollte. Er hielt es für nötig, vorher einen
Abschiedstrunk zu tun, an welchem sich alle beteiligen sollten. Ich allein wurde nicht dazu eingeladen, und
Hawkens, Stone und Parker folgten der an sie ergangenen Aufforderung nicht. Der Trun...
... alle beteiligen sollten. Ich allein wurde nicht dazu eingeladen, und
Hawkens, Stone und Parker folgten der an sie ergangenen Aufforderung nicht. Der Trunk zog sich, wie ich
gleich geahnt hatte, so sehr in die Länge, daß er erst dann aufhörte, als Bancroft kaum mehr lallen konnte.
Seine Zechgenossen hatten gleichen Schritt mit ihm gehalten und waren nicht minder betrunken als er. Von
dem beabsichtigten Ritte konnte für jetzt keine Rede sein. Die Kerls taten, was sie in diesem Zustande stets
getan h... | | |
| | Kleki-petra | ...hr weit her war; sie warfen mir die schwierigsten Arbeiten zu und machten
sich das Leben so leicht wie möglich. Dagegen hatte ich nichts einzuwenden, denn ich bin stets der Ansicht
gewesen, daß man um so stärker wird, je mehr man leisten muß.
Mr. Bancroft, der Oberingenieur, war der unterrichtetste von ihnen; leider aber stellte es
sich heraus, daß er den Branntwein liebte. Es waren einige Fäßchen dieses verderblichen
Getränkes aus Santa Fé gebracht worden, und seitdem beschäftigte er sich weit meh...
... Hilfeleistungen betraf, so konnte ich mit vollem Rechte behaupten, daß hier die zwölf größten
Faulenzer der Vereinigten Staaten sich ein Stelldichein gegeben hatten.
Wie traurig mußte es unter solchen Umständen mit der Disziplin beschaffen sein!
Bancroft war dem Namen und dem Auftrage nach der Kommandierende, und er gebärdete sich auch ganz
so, es zu sein, doch kein Mensch gehorchte ihm. Wenn er einen Befehl erteilte, so lachte man ihn aus; dann
fluchte er, wie ich selten einen Menschen habe fluch... | | |
| | Kleki-petra -> | ...ger schweifen. Als er die Schläfer hinter den Büschen und dann auch
das Branntweinfaß erblickte, ging ein verständnisvolles, aber keineswegs freundliches Lächeln über sein
Gesicht.
»Sind wohl betrunken?« fragte er.
Ich nickte.
»Alle?«
»Ja. Mr. Bancroft wollte zu Euch, und da hat es einen kleinen Abschiedstrunk gegeben. Ich werde ihn
wecken und - - -«
»Halt!« fiel er mir in die Rede. »Laßt sie schlafen! Es ist mir lieb, daß ich mit Euch reden kann, ohne daß
sie es hören. Gehen wir zur Seite, und...
...serer Sektion fertig, Ihr mit der Eurigen noch nicht.«
»Daran tragen die Schwierigkeiten des Terrains die Schuld, und ich will - - -«
»Weiß, weiß!« unterbrach er mich. »Weiß leider alles. Wenn Ihr Euch nicht dreifach angestrengt hättet, so
stände Bancroft noch da, wo er angefangen hat.«
»Das ist keineswegs der Fall, Mr. White. Ich weiß zwar nicht, wie Ihr zu der irrtümlichen Ansicht
gekommen seid, daß ich allein fleißig gewesen sein soll, doch ist es meine Pflicht - - -«
»Still, Sir, still! Es sin... | | |
| | Kleki-petra -> | ...o gefunden, daß es mich nicht gelüsten kann, länger, als notwendig ist,
hier zu bleiben.«
»Aber etwas essen müßt Ihr doch, ehe Ihr aufbrecht, Sir?«
»Ist nicht nötig. Wir haben in unsern Satteltaschen, was wir brauchen.«
»Wollt Ihr Euch nicht von Bancroft verabschieden?«
»Habe keine Lust dazu.«
»Aber Ihr seid doch wohl gekommen, um Geschäftliches mit ihm zu besprechen!«
»Allerdings. Doch kann ich Euch das auch sagen. Bei Euch findet es sogar besseres Verständnis als bei
ihm. Vor allen Dingen woll...
... aber es war Sonntag, der Tag des Herrn, an welchem jeder Christ,
selbst wenn er sich in der Wildnis befindet, sich sammeln und mit seinen geistlichen Pflichten beschäftigen
soll. Dazu hatte ich wohl einmal einen Ruhetag verdient. Ich ging also zu Bancroft in das Zelt und sagte
ihm, daß ich heut nicht arbeiten, sondern White mit Sam Hawkens ein Stück begleiten würde.
»Geht in des Teufels Namen, und laßt euch von ihm die Hälse brechen!« antwortete er, und ich dachte
nicht, daß dieser rohe Wunsch in ... | | |
| | Kleki-petra -> | ... auf keinen Baum; das laßt Euch nur gesagt sein!
Daß Ihr hingeht, dagegen habe ich nichts, erwarte aber, daß Ihr es nur Eures toten Kameraden wegen tut,
den Ihr begraben mögt. So liegen lassen dürft Ihr ihn doch nicht.«
»Es ist einer tot?« fragte Bancroft erschrocken.
»Ja, Rollins,« antwortete Rattler. »Dieser arme Teufel hat auch nur wegen der Dummheit eines Andern sein
Leben lassen müssen, sonst hätte er sich retten können.«
»Wieso? Wessen Dummheit?«
»Nun, er machte es grad so wie wir und spran...
...ern hielt mein Auge auf Rattlers Kameraden gerichtet. Sie waren
sichtlich wütend, aber es wagte keiner, mit mir anzubinden. Sie murrten und fluchten unter sich; aber das
war auch alles, was sie taten.
»Nehmt Rattler doch einmal ernstlich vor, Mr. Bancroft,« forderte ich den Oberingenieur auf. »Ich habe
ihm nichts getan, und doch sucht er sich stets an mir zu reiben. Ich fürchte, es kommt noch Mord und
Totschlag hier im Lager vor. Lohnt ihn ab, und wenn Euch das nicht beliebt, nun, so kann ich ja ge... | | |
| | Kleki-petra -> | ...sie gar einen langen, langen Weg bauen, auf dem ihr Feuerroß laufen soll. Auf
diesem Wege kommen dann immer mehr Bleichgesichter, welche über uns herfallen und uns auch noch das
Wenige nehmen, was man uns gelassen hat. Was werden wir dazu sagen?«
Bancroft schwieg.
»Haben wir etwa weniger Recht als ihr? Ihr nennt euch Christen und sprecht immerfort von Liebe. Dabei
aber sagt ihr: ihr könnt uns bestehlen und berauben; wir aber müssen ehrlich gegen euch sein. Ist das
Liebe? Ihr sagt, euer Gott sei de...
...erkehrungen und Trugschlüsse. Als ihm der Häuptling wieder antwortete und
ihn in die Enge trieb, wendete er sich an mich:
»Aber, Sir, hört Ihr denn nicht, wovon gesprochen wird? Nehmt Euch doch der Sache an, und redet auch
ein Wort!«
»Danke, Mr. Bancroft; ich bin als Surveyor hier, nicht aber als Advokat. Macht mit und aus der Sache, was
Ihr wollt. Ich habe zu messen, nicht aber Reden zu halten.«
Da bemerkte der Häuptling im entscheidenden Tone:
»Es ist nicht nötig, daß fernere Reden gehalten wer... | | |
| | Kleki-petra -> | | ...er Pferd fertig; wir reiten aus.«
»Spazieren? Da geht die Arbeit vor!«
»Pshaw! Habt Euch genug geplagt. Ich denke übrigens, daß wir schon zu Mittag zurück sein werden. Dann
könnt Ihr meinetwegen messen und rechnen, so viel Ihr wollt.«
Ich machte Bancroft die nötige Mitteilung, und dann ritten wir fort. Sam tat unterwegs sehr geheimnisvoll,
und ich sagte ihm nicht, daß ich seine Absicht bereits kannte. Der Ritt ging auf der von uns vermessenen
Strecke zurück, bis wir die Prairie erreichten, welche ... | | |
| | Kleki-petra -> | | ...r uns in den Weg treten werde. Es gab überhaupt
keine Zeit, das Gespräch fortzuführen, denn wir waren jetzt bei dem Lager angelangt. Man hatte es eine
ziemliche Strecke vorgeschoben, weil dieselbe während unserer Abwesenheit vermessen worden war.
Bancroft hatte sich mit den drei Surveyors außerordentlich ins Zeug gelegt, um endlich auch einmal zu
zeigen, was er leisten konnte. Wir erregten Aufsehen.
»Ein Maultier, ein Maultier!« wurde gerufen. »Wo habt Ihr es her, Hawkens, woher?«
»Direkt geschick... | | |
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