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Person - Name: Bildad


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Bildads

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1. Teil - Kapitän Ahab ->
Wie Kapitän Peleg war auch Kapitän Bildad ein wohlhabender Walfänger im Ruhestand. Nur daß Kapitän Peleg nicht das geringste übrig hatte für das sogenannte Höhere, was er für ausgemachten Quatsch hielt. Im Gegensatz zu ihm war Kapitän Bildad nicht nur von Haus aus im strengsten Nantucketer Quäkerglauben erzogen, sondern hatte sich durch sein ganzes Seemannsleben hindurch nie auch nur einen Fingerbreit vom Tugendpfad seines ererbten Quäkertums abbringen lassen. Leider stand dieser Bildad in dem Ruf, ein unverbesserlicher alter Knauser zu sein, der in seiner Seefahrerzeit als grausamer Leuteschinder gefürchtet war. Auch der Faulste schuftete nur so unter seinen Blicken. Schon in seinem, Aussehen merkte man sein nüchternes Wesen....

...gen, ausgemergelten Körper, sein Kinn war ohne Bart, sein abgetragener, breitkrempiger Hut wirkte erbärmlich. So sah der Mann aus, den ich auf dem Heckbalken sitzen sah, als ich mit Kapitän Peleg in die Kajüte hinunterging. Da saß also der alte Bildad in dem engen Raum zwischen den Decks, bolzengerade wie es seine Gewohnheit war, da er sich nie zurücklehnte, um ja seine Rockschöße zu schonen. Sein breitkrempiger Hut lag neben ihm, die Beine hatte er steif übereinander geschlagen, den grauen R...

...lehnte, um ja seine Rockschöße zu schonen. Sein breitkrempiger Hut lag neben ihm, die Beine hatte er steif übereinander geschlagen, den grauen Rock bis unters Kinn zugeknöpft. Eine Brille auf der Nase, schien er in ein wichtiges Buch vertieft. »Bildad!« rief ihn Kapitän Peleg an. »Noch immer dahinter her, was? Seit dreißig Jahren studiert er nun die Heilige Schrift. Wie weit seid Ihr damit gekommen, BildadBildad war dergleichen lästerliche Reden von seinem alten Seekameraden offenbar gewohnt. Er schaute, ohne sich um Pelegs Frage zu kümmern, gelassen von seinem Buch auf. Als er mich sah, warf er Peleg einen fragenden Blick zu. »Er behauptet, wir könnte...

...e, ohne sich um Pelegs Frage zu kümmern, gelassen von seinem Buch auf. Als er mich sah, warf er Peleg einen fragenden Blick zu. »Er behauptet, wir könnten ihn brauchen«, erklärte Peleg, »er will anheuern.« »Willst du das wirklich?« wandte sich Bildad mit Grabesstimme an mich. »Das will ich wirklich«, gab ich unwillkürlich zurück, so überwältigt war ich von seinen Quäkertum. »Was hältst du von ihm, Bildad?« fragte Peleg. »Annehmbar«, sagte Bildad und maß mich von oben bis unten. Dann buchstabierte er in seinem Buch weiter, wobei er leise vor sich hinmurmelte. Ein so wunderlicher alter Quäker war mir doch noch nie unter die Augen gekommen. Peleg, sein Freund und alter Schiffskamerad, sch...

...t gewesen, wenn man mir in Anbetracht meiner breitschultrigen Gestalt ein Zweihundertstel angeboten hätte. Ich war aber doch vorsichtig mit meinen Erwartungen. An Land hatte ich allerlei von Kapitän Peleg und seinem unberechenbaren alten Kumpan Bildad gehört, unter anderem, daß ihnen als den Haupteigentümern der Pequod von den übrigen überall verstreut lebenden und unbedeutenden Teilhabern die gesamte Verwaltung der Schiffsgeschäfte allein überlassen wurde. Also war anzunehmen, daß der knaus...

...nter anderem, daß ihnen als den Haupteigentümern der Pequod von den übrigen überall verstreut lebenden und unbedeutenden Teilhabern die gesamte Verwaltung der Schiffsgeschäfte allein überlassen wurde. Also war anzunehmen, daß der knausrige alte Bildad beim Anheuern der Matrosen ein gewichtiges Wort mitzureden hatte. Er schien sich in der Kajüte an Bord der Pequod auch recht heimisch zu fühlen und las unbeirrt in seiner Bibel, als säße er daheim am häuslichen Kamin. Während nun Peleg mit seine...

...r Kajüte an Bord der Pequod auch recht heimisch zu fühlen und las unbeirrt in seiner Bibel, als säße er daheim am häuslichen Kamin. Während nun Peleg mit seinem Bordmesser ohne besonderen Erfolg einen Federkiel zu spitzen versuchte, schenkte uns Bildad zu meinem großen Erstaunen nicht die geringste Beachtung, obwohl er doch an unseren Verhandlungen einiges Interesse haben mußte. Aber er murmelte über seinen Folianten gebeugt: »Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten ...

...n Erstaunen nicht die geringste Beachtung, obwohl er doch an unseren Verhandlungen einiges Interesse haben mußte. Aber er murmelte über seinen Folianten gebeugt: »Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten …« »Na, Kapitän Bildad«, unterbrach ihn Peleg, »was meint Ihr? Welchen Anteil am Profit sollen wir dem jungen Mann geben?«
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1. Teil - Kapitän Ahab
1. Teil - Kapitän Ahab ->
.... »Ein Siebenhundertsiebenundsiebzigstel wäre wohl nicht zuviel – … da sie die Motten und der Rost fressen, sammelt euch aber …« Ja, sammelt euch, dachte ich, und das bei einem schäbigen Anteil von einem Siebenhundertsiebenundsiebzigstel. Alter Bildad, du willst es offenbar darauf anlegen, daß ich mir hienieden keine Schätze sammle, wo die Motten und der Rost sie fressen. Da kommt bei Gott verdammt wenig für mich heraus. Durch die hohe Zahl hätte sich eine unerfahrene Landratte auf den ersten...

... siebenhundertsiebenundsiebzig zwar eine recht ansehnliche Zahl ist, das angehängte »stel« eines Groschens aber erheblich weniger als siebenhundertsiebenundsiebzig Golddublonen ausmachen. Und das bedachte ich auch sogleich. »Zum Teufel noch mal, Bildad, alles was recht ist!« schrie Peleg. »Du willst doch den jungen Mann da nicht übers Ohr hauen. Er muß schon etwas mehr kriegen.« »Ein Siebenhundertsiebenundsiebzigstel«, wiederholte Bildad, ohne aufzublicken, und murmelte dann weiter vor sich hin: » … denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.« »Ich trage ihn für ein Dreihundertstel ein«, erklärte Peleg, »hörst du, Bildad, ein Dreihundertstel, sage ich.« Bildad legte die Bibel beiseite und wandte sich um: »Kapitän Peleg«, sagte er feierlich, »du bist sehr großzügig. Gedenke doch deiner Pflichten den Miteigentümern des Schiffes gegenüber, zumal den Witwen und Waisen. Wenn wir diesen jungen Mann allzu fr...

...egenüber, zumal den Witwen und Waisen. Wenn wir diesen jungen Mann allzu freigebig entlohnen, dann bringen wir womöglich diese Witwen und Waisen um ihr tägliches Brot. Es bleibt bei dem Siebenhundertsiebenundsiebzigstel, Kapitän Peleg.« »Mensch, Bildad«, fuhr Peleg hoch und stampfte in der Kajüte umher, »Teufelsdonnerwetter, Kapitän Bildad! Hätte ich in diesen Dingen auf dich gehört, ich schleppte schon längst ein Gewissen mit mir herum, das den größten Kap-Hoorn-Segler zum Sinken brächte.« »Kapitän Peleg«, erwiderte Bildad unerschüttert, »dein Gewissen mag zehn Zoll Wasser schöpfen oder zehn Faden, was weiß ich. Ich fürchte sehr, dein Gewissen hat ohnehin ein Leck und wird letzten Endes samt dir in den feurigen Höllenpfuhl versinken. Da du noch immer ein unbußfert...

... ich werde Euch … ich werde Euch … Bei Gott, ich fresse einen lebendigen Ziegenbock mit Haut und Haar. ’raus mit dir, du scheinheiliges, Mutloses Gestell von einem Heuchler! Hau ab, aber mit Schwung!« Mit diesem Donnerwetter stürzte er sich auf Bildad, doch der glitt erstaunlich behend zur Seite und entwischte ihm für dieses Mal. Bestürzt über diesen unerfreulichen Auftritt zwischen den beiden verantwortlichen Eigentümern, verlor ich beinahe die Lust, mich auf ein Schiff, das so fragwürdigen...

...schte ihm für dieses Mal. Bestürzt über diesen unerfreulichen Auftritt zwischen den beiden verantwortlichen Eigentümern, verlor ich beinahe die Lust, mich auf ein Schiff, das so fragwürdigen Reedern gehörte, zu verheuern. Ich trat zur Seite, um Bildad die Tür freizugeben, der es offenbar sehr eilig hatte, sich vor dem erbosten Peleg in Sicherheit zu bringen. Doch zu meiner Überraschung setzte er sich wieder seelenruhig auf den Balken und dachte gar nicht daran, das Schlachtfeld zu räumen. Ve...

...och etwas mit den Händen, als wären seine Nerven noch nicht ganz beruhigt. Mit einem langgezogenen Pfiff durch die Zähne erklärte er aufatmend: »Ich glaube, das Wetter hat sich seewärts verzogen. Du warst uns doch immer im Lanzenschleifen über, Bildad, schneide mir doch bitte diesen Gänsekiel zurecht. Mein Bordmesser hier hat Sehnsucht nach einem Schleifstein. So ist’s recht; ich danke dir schön, Bildad. Also dann, junger Mann – Ismael ist dein Name, hast du gesagt? Schön. Also hier trage ich dich ein für einen Dreihundertstelanteit an der Beute.« »Kapitän Peleg«, sagte ich, »ich bin mit einem Freund zusammen, der ebenfalls anheuern möchte. So...

...t an der Beute.« »Kapitän Peleg«, sagte ich, »ich bin mit einem Freund zusammen, der ebenfalls anheuern möchte. Soll ich ihn morgen herbringen?« »Gut, bring ihn her. Wir werden ihn uns ansehen.« »Den wievielten Anteil verlangt nun der?« ächzte Bildad. »Überlaß das mir, Bildad. War er schon einmal auf Walfang?« wandte Peleg sich an mich. »Er hat mehr Wale erlegt, als ich zählen kann, Kapitän Peleg.« »Na, dann bring ihn her.« Nachdem ich die Papiere unterschrieben hatte, machte ich, daß ich fortkam. Es bestand kein Zw...
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1. Teil - Kapitän Ahab
1. Teil - Kapitän Ahab ->
...h die fürsorgliche Carita in einem Beiboot absetzen lassen. Sie hatte für ihren Schwager Stubb, den Zweiten Steuermann, noch eine Nachtmütze und für den Proviantmeister eine Reservebibel gebracht. Nun war es soweit: Die beiden Kapitäne Peleg und Bildad traten aus der Kajüte, und Peleg wandte sich an den Ersten Steuermann mit der Frage: »Also, Mr. Starbuck, alles klar? Kapitän Ahab ist auch soweit, ich habe eben mit ihm gesprochen. Nichts vergessen an Land? Schön, dann rufen Sie alle Mann acht...

...mit der Frage: »Also, Mr. Starbuck, alles klar? Kapitän Ahab ist auch soweit, ich habe eben mit ihm gesprochen. Nichts vergessen an Land? Schön, dann rufen Sie alle Mann achteraus zusammen, die ganze verdammte Bande.« »Auch wenn’s eilt«, sagte Bildad, »zu fluchen brauchst du nicht. Doch los nun, Freund Starbuck, laßt die Leute antreten.« Nanu, jetzt, unmittelbar vor der Ausfahrt, kommandierten immer noch Kapitän Peleg und Kapitän Bildad auf dem Achterdeck herum, als wollten sie wie bisher im Hafen auch auf hoher See gemeinsam den Befehl fahren. Von Kapitän Ahab war nichts zu sehen. Es hieß lediglich, er sei in seiner Kajüte. Allem Anschein nach war seine Gegenwart beim Segelse...

...erhieven. »Klar zum Hieven! Herrgott, Donnerwetter, wird’s bald!« erscholl es nun, und die Mannschaft stürzte an die Spillspaken. Nun hat der Lotse, während der Anker gehievt wird, meistens seinen Posten auf dem Vorschiff. Hier stand denn auch Bildad, der, ebenso wie Peleg, neben seinen übrigen Ämtern auch das eines konzessionierten Hafenlotsen innehatte, wobei man ihn im Verdacht hatte, sich das Lotsenpatent erworben zu haben, um für die Schiffe, an denen er beteiligt war, das Lotsengeld zu...

...enso wie Peleg, neben seinen übrigen Ämtern auch das eines konzessionierten Hafenlotsen innehatte, wobei man ihn im Verdacht hatte, sich das Lotsenpatent erworben zu haben, um für die Schiffe, an denen er beteiligt war, das Lotsengeld zu sparen. Bildad also stand vorschiffs und hielt eifrig Ausschau nach dem aufkommenden Anker. Kapitän Peleg, der achtern die Arbeit beaufsichtigte, donnerte und fluchte unterdessen kräftig. Ich befürchtete schon, er werde noch das Schiff zum Sinken bringen, ehe...

...lt ich mich an der Spillspake fest und forderte auch Quiqueg dazu auf, denn ich dachte an all die Gefahren, die uns drohten, wenn wir mit einem solchen Satan von Lotsen die Reise antraten. Indessen tröstete ich mich mit dem Gedanken, der fromme Bildad bilde vielleicht ein heilsames Gegengewicht, trotz des Siebenhundertsiebenundsiebzigstelanteils, auf den er mich setzen wollte. Da spürte ich plötzlich einen heftigen Tritt an meinem Hintern, und als ich mich umdrehte, gewahrte ich zu meinem Ent...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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...ckte uns bald mit einem blanken Panzer aus Eis. Die ganze Reling entlang glitzerten die langen Reihen der Zähne im Mondlicht, und wie die weißen Stoßzähne eines Riesenelefanten bogen sich vom Bug herab mächtige geschweifte Eiszapfen. Der hagere Bildad übernahm die erste Lotsenwache, und während das alte Segelschiff in die grünen Wogentäler hinabtauchte und immer wieder ein eisiger Sprühregen darüber hinfegte, der Wind heulte und die Takelage sirrte und summte, erklang über all dem Bildads unerschütterlicher Choral: »Jenseits der Flut ein Honigland Blüht auf in grüner Herrlichkeit Wie Kanaan an Jordans Strand Den Juden einst vor langer Zeit.« Nie haben auf mich diese Worte einen solchen Eindruck gemacht wie damals. Wieviel Verh...

...eht wie im Hochsommer. Inzwischen hatten wir die offene See gewonnen, so daß wir die beiden Lotsen nicht mehr benötigten. Der stämmige Kutter, der uns begleitet hatte, kam längsseits. Es war eigenartig und unerwartet zu sehen, wie nah Peleg und Bildad dieser Augenblick der Trennung ging. Besonders Kapitän Bildad fiel der Abschied schwer. Er konnte sich kaum von diesem Schiff trennen, das eine so lange Fahrt voller Gefahren antrat. Er hatte einige Tausende von seinen schwerverdienten Dollar da angelegt, und nun sollte sein Kamerad, der beinahe so alt war...

...hin und her, bald gab es unten noch etwas zu besprechen, bald oben mit Starbuck, dem Ersten Steuermann. Zu guter Letzt aber, nachdem er seinen Blick noch einmal über das Ganze hatte schweifen lassen, wandte er sich seinem Kameraden zu: »Kapitän Bildad, alter Seekamerad, komm, wir müssen von Bord. Ihr da, Großtopp backgebraßt! Boot ahoi! Achtung, kommt längsseits. Vorsicht! Vorsicht! – Komm, Bildad, alter Junge, verabschiede dich und mach’s kurz. Gut Glück, Starbuck, gut Glück. Stubb, gut Glück. Gut Glück, Flask. Auf Wiedersehen, lebt alle wohl, Jungen. Und heute in drei Jahren dampft bei mir daheim in unserem Nantucket für euch ein heißes...

...edersehen, lebt alle wohl, Jungen. Und heute in drei Jahren dampft bei mir daheim in unserem Nantucket für euch ein heißes Abendessen. Hurra, und nun los!« »Der Herr segne euch, Leute, und halte euch in seiner heiligen Obhut«, murmelte der alte Bildad und stockte. »Hoffentlich kommt bald gutes Wetter, dann kann Kapitän Ahab zu euch an Deck. Ein bißchen warme Sonne ist alles, was er braucht, und davon werdet ihr in den Tropen genug kriegen. Und Vorsicht bei der Jagd, Steuerleute. Paßt auf, Ha...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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...tän Ahab? Wer ist das, Sir?« »Aha, dachte ich mir’s doch. Ahab ist der Kapitän dieses Schiffes.« »Dann habe ich mich geirrt. Ich dachte, ich spräche mit dem Kapitän selbst.« »Du sprichst mit Kapitän Peleg, damit du’s weißt, junger Mann. Kapitän Bildad und ich haben dafür zu sorgen, daß die Pequod für die Reise ausgerüstet ist mit allem nötigen Zubehör, einschließlich der Mannschaft. Wir sind nämlich Mitreeder und zugleich Makler hier. Doch was ich sagen wollte: Wenn du wissen willst, wie es a...

...ich unterschreiben«, setzte er hinzu, »komm mal mit.« Damit ging er voraus unter Deck in die Kajüte. Da saß nun auf dem Heckbalken eine höchst ungewöhnlich aussehende Gestalt, die mich in Erstaunen setzte. Wie sich herausstellte, war es Kapitän Bildad, der wie Kapitän Peleg einen bedeutenden Anteil an der Pequod besaß. Die übrigen Anteile befanden sich, wie das in diesen Häfen zuweilen üblich ist, in den Händen einer Anzahl Rentner, Witwen, Halbwaisen und Mündel, von denen jeder etwa den Wer...

... jeder etwa den Wert eines Spantkopfes, einer fußbreiten Planke oder ein paar lumpiger Nägel am Schiff sein eigen nannte. Auf Nantucket legen die Leute ihr Geld in Walfängern an wie anderswo in mündelsicheren, hochverzinslischen Staatspapieren. Bildad, wie Peleg und überhaupt viele andere Leute auf Nantucket, war Quäker, da die Insel urprünglich von dieser Sekte besiedelt worden war. Und bis auf den heutigen Tag haben ihre Bewohner die Eigenart der Quäker bewahrt. Trotzdem sind einige von die...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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Es war ein seltsames Bild, als diese Frau am Tage unserer Abfahrt mit einer langen Trankelle in der einen und einer noch längeren Walfischlanze in der anderen Hand an Bord kam. Doch auch Bildad selber und Kapitän Peleg waren mit vollem Einsatz bei der Sache. Bildad trug eine lange Liste aller benötigten Gegenstände mit sich herum, und wenn wieder etwas eintraf, setzte er Häkchen neben den betreffenden Posten. Peleg kam von Zeit zu Zeit aus seiner Fischbeinhöhle gehumpelt, wetterte in die Luken hinunter, d...

...ueg und ich oft an Bord, und jedes Mal erkundigte ich mich nach Kapitän Ahab, wie es ihm gehe und wann er wohl an Bord käme. Ich erhielt zur Antwort, es ginge ihm besser und man erwarte ihn täglich. Bis dahin würden die beiden Kapitäne Peleg und Bildad für alles sorgen, um das Schiff fahrtklar zu machen. Hätte ich mir damals mehr Gedanken gemacht, wäre mir klargeworden, daß ich eine so lange Fahrt eigentlich gar nicht gern antreten wollte, ohne vorher den Mann gesehen zu haben, der während die...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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...hat Wunder geschaut, tiefer als das Meer, und hat mit seiner feurigen Lanze schon gewaltigere, unheimlichere Feinde durchbohrt als den Wal. Seine Lanze! Die schärfste und treffsicherste auf der ganzen Insel. Das ist ein anderer Kerl als Kapitän Bildad, ja, auch als Kapitän Peleg. Er ist Ahab, mein Junge, und Ahab war bekanntlich einst ein gekrönter König.« »Und zwar ein höchst verruchter. Als jener gottlose König erschlagen wurde, haben da nicht Hunde sein Blut geleckt?« »Komm hierher zu mi...

...köpfe werden dir vielleicht dasselbe vorplappern. Laß dich warnen. Es ist eine Lüge. Ich kenne Kapitän Ahab genau, schon vor Jahren bin ich mit ihm als Steuermann gefahren. Ich weiß, daß er ein guter Mensch ist, kein Frömmler und Leisetreter wie Bildad, sondern ein fluchender ganzer Kerl, eher wie ich – nur ist an ihm viel mehr dran. Ja, ja, gewiß, er war nie ein fideles Haus, und es stimmt auch, daß er auf der Heimreise eine Weile nicht recht bei Sinnen war. Das kam von den mörderischen Schm...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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...en Sie damit sagen, Kapitän Peleg?« fragte ich und sprang mit einem Satz über die Verschanzung. Meinen Kameraden ließ ich am Kai stehen. »Ich will damit sagen, daß ich seine Papiere sehen will.« »Allerdings«, bestätigte mit Grabesstimme Kapitän Bildad, der hinter Peleg den Kopf aus dem Wigwam streckte. »Er muß beweisen, daß er getauft ist. – Sohn der Finsternis «, wandte er sich an Quiqueg, »gehörst du gegenwärtig irgendeiner christlichen Kirche an?« »Ja«, sagte ich, »er gehört zur Ersten Fre...

...igwam streckte. »Er muß beweisen, daß er getauft ist. – Sohn der Finsternis «, wandte er sich an Quiqueg, »gehörst du gegenwärtig irgendeiner christlichen Kirche an?« »Ja«, sagte ich, »er gehört zur Ersten Freien Gemeinde.« »Junger Mann«, sagte Bildad in strengem Ton, »du willst mich wohl foppen. Erkläre dich näher. Von welcher Kirche sprichst du eigentlich? « Derart in die Enge getrieben, erwiderte ich: »Ich meine die eine uralte, allumfassende Kirche, der wir alle angehören, Sie und ich und...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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»Kapitän, Sie dorrrt auf Wasserrr Tropfen Teer sehen? Dorrrt weit? Wie Auge von Walfisch? Aufpassen, Sie!« Er zielte genau, schleuderte das Eisen haarscharf glatt über des alten Bildads breitkrempigen Hut hinweg und brachte den schimmernden Teerflecken durch seinen Volltreffer zum Verschwinden. »So«, sagte Quiqueg seelenruhig, während er die Leine einholte, »wenn Fleck Auge von Walfisch, Walfisch kaputt.« »Rasch, Bildad«, sagte Peleg zu seinem Teilhaber, der vor der haarscharf vorüberzischenden Harpune bis zur Kajütentreppe zurückgewichen war, »rasch, Bildad, die Musterrolle her, Quiekhog, ich meine Quohog, der muß in eins von unseren Booten. Hör mal, Quohog, den neunzigsten Anteil sollst du haben, und das hat noch nie ein Harpunier von uns gekriegt, wenn er kein Nantucketer war.« Wir gingen in die...
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1. Teil - Kapitän Ahab
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...pt sowie Rollen von Segeltuch und Tauwerk, kurz, alles deutete darauf hin, daß die Vorbereitungen zur Ausfahrt sich dem Abschluß näherten. Kapitän Peleg blieb fast immer an Bord, saß in seinem Wigwam und behielt die Schauerleute scharf im Auge. Bildad besorgte die Einkäufe der Vorräte, und die Stauer und Takler schufteten bis spät in die Nacht. Am Tage nach Quiquegs Anmusterung wurde in allen Matrosenherbergen bekanntgegeben, sämtliche Seekisten müßten vor Einbruch der Nacht an Bord sein, da ...

...t, Trinkwasser sowie Brennholz, Faßreifen und Dauben. Doch, wie schon erwähnt, herrschte noch immer ein ständiges Hin und Her, große und kleine Sachen wurden bis zur Abfahrt an Bord gebracht, und das Tragen und Schleppen nahm kein Ende. Kapitän Bildads Schwester, eine hagere, schon betagte Dame, unermüdlich und energisch, im Grunde aber sehr gütig, half eifrig bei den Vorbereitungen. Sie war offenbar entschlossen, alles zu tun, was in ihren Kräften stand, damit es der Pequod auf ihrer Fahrt a...
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