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Person - Name: Fernando | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | Seite 1 von 1 | | | In Californien -> | ...rige ist. Ich weiß oftmals
gar nicht, ob ich einen Kopf habe oder nicht, und wenn ich nun gar noch für fünf fremde
Gäste zu - -«
»Aber Sennora Eulalia, es sind ja gar keine Gäste!« fiel jetzt der Ranchero in die Rede.
»Keine Gäste? Was denn, Don Fernando de Venango e Colonna?«
»Gefangene, Sennora Eulalia.«
» Gefangene? Weshalb sind sie gefangen, Don Fernando de Venango de Molynares?«
»Sie haben uns eine Kuh und drei Vaqueros getötet, meine liebe Sennora Eulalia.«
Es war wirklich interessant, mit welcher Unverfrorenheit er unsere Untaten multiplizierte.
»Eine Kuh und drei Vaqueros!« rief sie, die rußf...
...re Untaten multiplizierte.
»Eine Kuh und drei Vaqueros!« rief sie, die rußfarbenen Hände zusammenschlagend, daß
unsere Pferde erschrocken die Ohren spitzten. »Das ist ja schrecklich - gräßlich himmelschreiend! Habt Ihr sie auf der Tat ertappt, Don Fernando e Colonna de Gajalpa?«
»Nicht bloß auf einer, sondern auf allen Taten, Sennora EuIalia. Und sie haben sie nicht nur
getötet, sondern auch gebraten und verzehrt.«
Die Augen der Donna wurden noch einmal so groß.
» Gebraten und verzehrt? Die Kuh od...
...Nicht bloß auf einer, sondern auf allen Taten, Sennora EuIalia. Und sie haben sie nicht nur
getötet, sondern auch gebraten und verzehrt.«
Die Augen der Donna wurden noch einmal so groß.
» Gebraten und verzehrt? Die Kuh oder die drei Vaqueros, Don Fernando de Gajalpa y
Rostredo?«
»Zuerst die Kuh, Sennora Eulalia.«
»Zuerst! Und dann, Don Fernando Rostredo y Venango?«
»Dann? Weiter nichts, denn wir haben sie gestört und von allem Weiteren abgehalten. Wir
haben sie arretiert und herbeigeschleppt, Sennora Eulalia.«
»Arretiert und herbeigeschleppt! O, alle Welt weiß, was für ein tapferer Ritt...
...n wir haben sie gestört und von allem Weiteren abgehalten. Wir
haben sie arretiert und herbeigeschleppt, Sennora Eulalia.«
»Arretiert und herbeigeschleppt! O, alle Welt weiß, was für ein tapferer Ritter Ihr seid! Wer
sind denn diese Menschen, Don Fernando de Molynares e Colonna?«
»Diese drei Weißen sind Missionare aus der Mormonenstadt, welche nach San Francisco
wollen, um Californien zu bekehren.«
»Hilfe, Hilfe! Missionare, welche Kühe stehlen und töten und Vaqueros fressen wollen!
Weiter, Don Fernando de Rostredo y Venango!«
»Dieser Schwarze, der grad wie ein Nigger aussieht, ist ein Advokat aus - aus - aus, wo die
Feuerländer wohnen. Er will in San Francisco eine Erbschaft erschleichen, Sennora Eulalia!«
»Erschleichen! O, da ist es kein Wunde...
... aussieht, ist ein Advokat aus - aus - aus, wo die
Feuerländer wohnen. Er will in San Francisco eine Erbschaft erschleichen, Sennora Eulalia!«
»Erschleichen! O, da ist es kein Wunder, daß er auch Kühe und Vaqueros erschleicht! Und
der letzte, Don Fernando de Colonna y Gajalpa?«
»Der sieht aus grad wie eine Indiano bravo, ist aber ein Hottentott aus - aus - aus Grönland. Er
will die Missionare für Geld sehen lassen, Sennora Eulalia!«
»O! O! O! Was werdet Ihr mit diesen Leuten tun, Don Fernando de Molynares y Gajalpa e
Venango?«
»Ich werde sie aufhängen und erschießen lassen. Ruft alle meine Leute herbei, Sennora
Eulalia!«
»Alle Eure Leute? Sie sind ja alle da, außer der alten Negerin Betty, und auch die kommt dort
geschlichen. Aber, ...
...herbei, Sennora
Eulalia!«
»Alle Eure Leute? Sie sind ja alle da, außer der alten Negerin Betty, und auch die kommt dort
geschlichen. Aber, da fällt mir eben ein, daß niemand fehlt, und doch haben diese Männer drei
von Euren Vaqueros getötet, Don Fernando e Rostredo de Colonna!«
»Das wird sich schon noch finden, Sennora Eulalia. Macht alle Tore und Türen zu, Sennores,
damit die Gefangenen nicht entfliehen können! Ich werde sofort ein strenges Gericht über sie
halten.«
Es war nur ein einziges Tor ...
...llziehung dieser Befehle; durch die
Entfernung der Pferde erhielten wir den nötigen Raum, und natürlich hatten wir nicht die
mindeste Angst vor dem zu beginnenden Gerichtsverfahren.
Es wurden aber drei Stühle gebracht. Auf dem mittelsten nahm Don Fernando Platz, und ihm
zur Seite setzten sich Sennora Eulalia und Sennorita Alma in ihren vorhin beschriebenen
amtsrichterlichen Talaren nieder. Wir selbst hatten uns in eine Gruppe zusammengezogen und
wurden von den Vaqueros in das Zentrum genommen.
»I... | | |
| | In Californien -> | ...n den Kopf, daß er lautlos niederstürzte.
»Ist diese Faust nicht eine Schmetterhand?«
»Halte mich, Alma; ich falle in Ohnmacht; ich habe die Vapeurs; ich bekomme den
Starrkrampf!« rief Sennora Eulalia, breitete die Arme aus und sank dem guten Don Fernando
an das Herz.
Dieser wollte aufspringen, konnte sich aber seiner süßen Bürde, die ihn fest gepackt hielt,
nicht entledigen. Er schrie Zeter und Mord, und Sennorita Alma stimmte kräftig ein. Der
Mexikaner ist zu Pferde ein sehr guter, zu Fuße aber...
...und verlegen war.
»Schöne Donna, Ihr habt gewißlich gehört von den cours d'amour, von den Liebeshöfen
früherer Zeiten, in welchen die bewundertste der Damen zu Gerichte saß und ein jeder sich
ihrem Ausspruche fügen mußte. Das Gericht, welches Don Fernando über uns halten will,
kann kein gerechtes sein, da er selbst Partei ist. Wir bitten ihn, seine Gewalt in Eure zarten
Hände zu legen, und sind überzeugt, daß Euer Urteil nur den wirklichen Missetäter treffen
wird!«
»Ist das wirklich Euer Wunsch, ...
...en im wilden Westen; aber die Güte ist ja der schönste Schmuck des weiblichen
Geschlechtes, und so hoffen wir, daß Ihr unsere Bitte erhören werdet!«
»Seid Ihr wirklich die Männer, deren Namen Ihr Euch gegeben habt?«
»Wirklich!«
»Hört Ihr es, Don Fernando de Venango y Gajalpa? Diese berühmten Sennores haben mich
zur Richterin über sie gesetzt. Ihr wißt, daß ich keinen Widerstand dulde. Seid Ihr's
zufrieden?«
Er machte eine sehr saure Miene, schien aber seiner Donna keineswegs gewachsen zu sein
un...
...ene, schien aber seiner Donna keineswegs gewachsen zu sein
und war wohl auch froh, wieder freien Atem schöpfen zu können.
»Übernehmt das Amt, Sennora Eulalia! Ich bin überzeugt, daß Ihr die Bursche hängen
werdet.«
»Je nach ihren Verdiensten, Don Fernando de Colonna e Molynares!«
Dann wandte sie sich zu mir:
»Sprecht, Sennor; ich gebe Euch das Wort!«
Ach setze den Fall, Donna Eulalia, Ihr wäret ein hungriger, müder Reisender und fändet in der
Savanne eine Kuh, deren Fleisch Euren Hunger stillen k...
...Ihr diese Kuh töten,
wenn Ihr das Fell derselben Ihrem Besitzer lassen wolltet?«
»Natürlich; so ist es ja überall der Brauch!«
»Nein, so ist es nicht überall der - - -« wollte der Ranchero einfallen; sie aber unterbrach ihn
schnell:
»Still, Don Fernando! Ich habe jetzt hier zu befehlen, und Ihr dürft nur dann sprechen, wenn
ich Euch dazu auffordere!«
Er legte sich mit Resignation in den Stuhl zurück. Auch aus den Mienen der Vaqueros ließ
sich schließen, daß Sennora Eulalia die eigentliche Gebiet... | | |
| | In Californien -> | ...ebt? O, die müßt Ihr uns erzählen! Aber, wie
kommt es, daß Ihr ein Mormone seid, und Euer Bruder nicht?«
»Wir sind keine Mormonen, Donna Eulalia! Wir machten nur einen Scherz.«
Schnell drehte sich die Dame zu dem Ranchero herum.
»Hört Ihr's, Don Fernando de Venango e Gajalpa, sie sind keine Mormonen und keine Räuber
und Mörder! Ich spreche sie frei. Sie werden unsere Gäste sein und bei uns bleiben, solange
es ihnen gefällt. Alma, laufe schnell in die Küche und hole die Flasche mit Basilikjulep! Wi...
...aus, als ob sie Lunel vor sich hätten. Winnetou genoß nicht einen Tropfen, wie er
überhaupt niemals ›Feuerwasser‹ trank. Der Ranchero schenkte sich jedoch so lange ein, bis
ihm seine resolute Wirtschafterin die Flasche entriß.
»Nicht zu viel, Don Fernando de Venango c Rostredo y Colonna! Ihr wißt, daß ich nur noch
zwei Flaschen von dieser Sorte habe. Führt die Sennores in das Zimmer. Die Damen werden
zunächst Toilette machen und dann den Hunger stillen, den ihr Alle gewiß haben werdet.
Komm, Alma!... | | |
| | In Californien -> | ...Gras oder Moos
ausgebreitet, welches ein permanenter Aufenthaltsort von Skorpionen, Spinnen,
Tausendfüßen und anderem Gewürm ist und des Nachts als Unterbett gebraucht wird. Der
Poncho dient dabei als Decke.
So war es auch in unserem Rancho. Don Fernando de Venango, Sennora Eulalia, Sennorita
Alma, die alte Negerin, sämtliche Vaqueros und endlich auch wir lagen dicht nebeneinander
wie in einer deutschen Herberge, in welcher man für drei Pfennige das Recht erhält, auf der
Streu zu schlafen und sic...
...m andern Morgen brachen wir auf, gefolgt von den freundlichen Wünschen aller Bewohner
des Rancho; selbst der Vaquero, welchen ich niedergeschlagen hatte, mußte uns - Sennora
Eulalia zu Gefallen - wohl oder übel eine glückliche Reise wünschen.
Don Fernando de Venango e Colonna de Molynares de Gajalpa y Rostredo begleitete uns eine
bedeutende Strecke Weges zu Pferde und kehrte erst gegen Mittag wieder um. Er schien die
Mormonenmissionare ungern scheiden zu sehen, trotzdem er durch sie um seinen ganze... | | |
| | Über die Grenze -> | | ...iesen, daß wir bei dem Tausche sehr im Vorteile gewesen waren. Schon drohte es, dunkel
zu werden, als wir zu unserem Erstaunen sahen, daß die Fährte plötzlich ihre bisherige
Richtung änderte. Vor ungefähr einer Viertelstunde hatten wir den von San Fernando nach
Baya führenden Reitweg durchschnitten; jetzt brach die Spur nach Südwesten ab. Warum? Es
mußte ein Grund dazu vorhanden gewesen sein. Old Death erklärte es uns. Man sah aus den
Hufeindrücken, daß die Comanchen hier gehalten hatten. Grad von ... | | |
| | In Californien -> | | ...
»Well, werden uns also den Spaß machen!«
Er wandte sich wieder zu dem Mexikaner:
»Wollt Ihr Euch wirklich wegen solcher Kleinigkeiten mit uns belästigen, Sennor?«
»Ich bin kein Sennor; ich bin ein Don; ich bin ein Grande, und man nennt mich Don Fernando
de Venango e Colonna de Molynares de Gajalpa y Rostredo; merkt Euch das!« . | | |
| | In Californien -> | | ...lches vor Jahren vielleicht
einmal weiß gewesen war, nun aber aussah, als sei es zum Ausputzen des Kamins benutzt
worden.
Also sie kamen aus der Tür heraus geschossen und starrten uns mit weit aufgerissenem
Munde an.
»Wen bringt Ihr uns da, Don Fernando de Venango e Colonna?« kreischte die ältere der
beiden Frauen. »Was wird das für Arbeit geben, wenn fünf stockfremde Gäste essen, trinken,
spielen, rauchen und schlafen wollen! Das kann ich nicht leiden; das kann ich nicht dulden;
lieber laufe ic... | | |
| | In Californien -> | | ...e Namen meiner Gäste. Das gehört zum Ressort der Sennora.«
»Ist diese zu sprechen?«
»Weiß auch nicht. Müßt einmal eins der Mädchen fragen!«
Damit wandte er sich ab. Er schien zur Sennora in ganz demselben Verhältnisse zu stehen,
wie der Ranchero Fernando de Venango zu Donna Eulalia, ihrer Schwester. Ich erhob mich
also und steuerte derjenigen Himmelsrichtung zu, aus welcher sich ein höchst einladender
Bratenduft über das ganze Etablissement verbreitete. Dabei traf ich wirklich auf eine kleine,
sc... | | |
| | In Californien -> | | ...fort.«
»Es war ein Älterer und ein Jüngerer?«
»Allerdings. Sie schienen Vater und Sohn zu sein. Sie waren mir von meiner Schwester
empfohlen, bei welcher sie Gastfreundschaft genossen hatten.«
Ich nickte und sagte:
»Ihr meint den Rancho von Don Fernando de Venango e Colonna de Molynares de Gajalpa y
Rostredo!«
»Was, Ihr kennt diesen Mann?«
»Sehr gut, und ebenso auch Eure Schwester Donna Eulalia, bei welcher wir gewesen sind,
ohne daß ich sie gebeten habe, mir einen Brief als Legitimation mitzug... | | |
| | In Californien -> | |
»Hurra, hier ist Old Shatterhand!« rief ich.
Der Lasso sauste; mein Pferd warf sich herum und galoppierte rückwärts; ich fühlte einen
starken Ruck, doch lange nicht so stark wie damals bei der Büffelkuh des ehrenwerten Don
Fernando de Venango e Colonna de Molynares de Gajalpa y Rostredo, und blickte um mich.
Die Schlinge hatte ihm beide Arme an den Leib gezogen und riß ihn hinter mir her. Zu
gleicher Zeit sah ich, daß auch Sam mit den beiden Andern den Platz erreicht hatte. ... | | |
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