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Schnellsuche: Clodius - Cicero - Pompeius - Titus - Annius - Leben
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Person - Name: Milo


Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
MilonMilonischeMilonischen
MilonsMilos

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Pompeius´ und Caesars Gesamtherrschaft ->
...) gegen die Kandidaten der Machthaber Quintus Metellus Scipio und Publius Plautius Hypsaeus, beide dem Pompeius persoenlich nahestehende und durchaus ergebene Maenner, der verwegenste Parteigaenger der republikanischen Opposition, Titus Annius Milo, als Gegenkandidat in die Schranken getreten waere. Milo, ausgestattet mit physischem Mut, mit einem gewissen Talent zur Intrige und zum Schuldenmachen und vor allem mit reichlich angeborener und sorgfaeltig ausgebildeter Dreistigkeit, hatte unter den politischen Industrierittern jener Tage sich ein...

...der den Ultrademokraten spielte, so ward der Hektor der Strasse selbstverstaendlich Aristokrat, und die republikanische Opposition, die jetzt mit Catilina selbst Buendnis geschlossen haben wuerde, wenn er sich ihr angetragen haette, erkannte Milo bereitwillig an als ihren rechtmaessigen Vorfechter in allen Krawallen. In der Tat waren die wenigen Erfolge, die sie auf diesem Schlachtfelde davon trug, das Werk Milos und seiner wohlgeschulten Fechterbande. So unterstuetzten denn hinwiederum Cato und die Seinigen Milos Bewerbung um das Konsulat; selbst Cicero konnte nicht umhin, seines Feindes Feind, seinen langjaehrigen Beschuetzer, zu empfehlen; und da Milo selbst weder Geld noch Gewalt sparte, um seine Wahl durchzusetzen, so schien dieselbe gesichert. Fuer die Machthaber waere sie nicht bloss eine neue empfindliche Niederlage gewesen, sondern auch eine wirkliche Gefahr; denn es war vorauszusehen...

...Hektor aufeinandertrafen und zwischen den beiderseitigen Banden eine Rauferei entstand, in welcher Clodius selbst einen Saebelhieb in die Schulter erhielt und genoetigt ward, in ein benachbartes Haus sich zu fluechten. Es war dies ohne Auftrag Milos geschehen; da die Sache aber so weit gekommen war und der Sturm nun doch einmal bestanden werden musste, so schien das ganze Verbrechen Milo wuenschenswerter und selbst minder gefaehrlich als das halbe: er befahl seinen Leuten, den Clodius aus seinem Versteck hervorzuziehen und ihn niederzumachen (13. Januar 702 52). Die Strassenfuehrer von der Partei der Machthaber, die Volkstribu...

... (13. Januar 702 52). Die Strassenfuehrer von der Partei der Machthaber, die Volkstribune Titus Munatius Plancus, Quintus Pompeius Rufus und Gaius Sallustius Crispus, sahen in diesem Vorfall einen passenden Anlass, um im Interesse ihrer Herren Milos Kandidatur zu vereiteln und Pompeius' Diktatur durchzusetzen. Die Hefe des Poebels, namentlich die Freigelassenen und Sklaven, hatten mit Clodius ihren Patron und kuenftigen Befreier eingebuesst: die erforderliche Aufregung war also leicht be...

...den gehalten worden waren, ging der Krawall los. Zum Scheiterhaufen fuer den grossen Befreier ward der Sitz der perfiden Aristokratie bestimmt: die Rotte trug den Koerper in das Rathaus und zuendete das Gebaeude an. Hierauf zog der Schwarm vor Milos Haus und hielt dasselbe belagert, bis dessen Bande die Angreifer mit Pfeilschuessen vertrieb. Weiter ging es vor das Haus des Pompeius und seiner Konsularkandidaten, von denen jener als Diktator, diese als Konsuln begruesst wurden, und von da...

...Tage lang in seiner Wohnung belagert gehalten. Aber die Unternehmer dieser skandaloesen Auftritte hatten ihre Rolle ueberspielt. Allerdings war auch ihr Herr und Meister entschlossen, diesen guenstigen Zwischenfall zu benutzen, um nicht bloss Milo zu beseitigen, sondern auch die Diktatur zu ergreifen; allein er wollte sie nicht von einem Haufen Knuettelmaenner empfangen, sondern vom Senat. Pompeius zog Truppen heran, um die in der Hauptstadt herrschende und in der Tat aller Welt unertra...
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Theodor Mommsen ->
Roemische Geschichte - 5. Buch ->
08. Kapitel
Die alte Republik und die neue Monarchie ->
...en Anklagen, ihren Sitz im Senat oder ihre buergerliche Existenz eingebuesst hatten. Nur blieben, wie billig, diejenigen, die Geaechtete fuer Geld getoetet hatten, auch ferner bescholten und ward der verwegenste Condottiere der Senatspartei, Milo, von der allgemeinen Begnadigung ausgeschlossen. Weit schwieriger als die Ordnung dieser im wesentlichen bereits der Vergangenheit anheimgefallenen Fragen war die Behandlung der im Augenblick sich gegenueberstehenden Parteien: teils des eigenen...

...aesarische Senat ihn seines Amtes entsetzte. Es war eben die Zeit vor der Pharsalischen Schlacht, und die Waagschale in dem grossen Kampfe schien sich auf die Seite der Pompeianer zu neigen; Rufus trat mit dem alten senatorischen Bandenfuehrer Milo in Verbindung und beide stifteten eine Konterrevolution an, die teils die republikanische Verfassung, teils Kassation der Forderungen und Freierklaerung der Sklaven auf ihr Panier schrieb. Milo verliess seinen Verbannungsort Massalia und rief in der Gegend von Thurii die Pompeianer und die Hirtensklaven unter die Waffen; Rufus machte Anstalt, sich durch bewaffnete Sklaven der Stadt Capua zu bemaechtigen. Allein der letztere Plan wa...
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Roemische Geschichte - 5. Buch ->
11. Kapitel
Pompeius´ und Caesars Gesamtherrschaft ->
...ichtsstaette selbst Wache auf. Der Plan zur Wiederbelebung der Zensur scheiterte daran, dass unter der servilen Senatsmajoritaet niemand sittlichen Mut und Autoritaet genug besass, um sich um ein solches Amt auch nur zu bewerben. Dagegen ward Milo von den Geschworenen verurteilt (8. April 702 52), Catos Bewerbung um das Konsulat fuer 703 (51) vereitelt. Die Reden- und Pamphletenopposition erhielt durch die neue Prozessordnung einen Schlag, von dem sie sich nicht wieder erholt hat; die ...

...handhaben und das in den Gerichten dieser Zeit hergebrachte Spektakeln seinen Anhaengern so gut wie den Gegnern unmoeglich zu machen. Diese Neutralitaet des Regenten sah man den Urteilen des Spezialhofes an. Die Geschworenen wagten zwar nicht, Milo selbst freizusprechen; aber die meisten untergeordneten Angeklagten von der Partei der republikanischen Opposition gingen frei aus, waehrend die Verurteilung unnachsichtlich diejenigen traf, die in dem letzten Krawall fuer Clodius, das heisst ...
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08. Kapitel
Die alte Republik und die neue Monarchie ->
...en: Caesar schuldete um 692 (62) nach Abzug seiner Aktiva 25 Mill. Sesterzen (1900000 Taler), Marcus Antonius als Vierundzwanzigjaehriger 6 Mill. Sesterzen (460000 Taler), vierzehn Jahre spaeter 40 (3 Mill. Taler), Curio 60 (4« Mill. Taler), Milo 70 Mill. (5« Mill. Taler). Wie durchgaengig jenes verschwenderische Leben und Treiben der vornehmen roemischen Welt auf Kredit beruhte, davon zeugt die Tatsache, dass durch die Anleihen der verschiedenen Konkurrenten um das Konsulat einmal in ...

...s irgend ging, verschleppt; statt seine Habe, namentlich seine Grundstuecke zu verkaufen, fuhr er fort, zu borgen und den Scheinreichen weiter zu spielen, bis denn der Krach nur um so aerger kam und Konkurse ausbrachen wie zum Beispiel der des Milo, bei dem die Glaeubiger etwas ueber vier vom Hundert der liquidierten Summen erhielten. Es gewann bei diesem rasend schnellen Umschlagen vom Reichtum zum Bankrott und diesem systematischen Schwindel natuerlich niemand als der kuehle Bankier, d...
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11. Kapitel
Pompeius´ und Caesars Gesamtherrschaft
...m Beispiel Clodius nacheinander fuer die herrschende Demokratie, fuer den Senat und fuer Crassus gefochten oder zu fechten vorgegeben hat. Farbe hielten die Bandenfuehrer nur insofern, als sie ihre persoenlichen Feinde, wie Clodius den Cicero, Milo den Clodius, unerbittlich verfolgten, wogegen die Parteistellung ihnen nur als Schachzug in diesen Personenfehden diente. Man koennte ebensogut ein Charivari auf Noten setzen als die Geschichte dieses politischen Hexensabbaths schreiben wollen...
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08. Kapitel
Pompeius´ und Caesars Gesamtherrschaft ->
...it wahr, wie Ciceros Verbannung eine Demonstration gegen den Senat gewesen war, so seine Rueckkehr zu republikanischen Demonstrationen zu benutzen. In moeglichst feierlicher Weise, uebrigens gegen die Clodianer durch die Bande des Titus Annius Milo geschuetzt, brachten beide Konsuln nach vorgaengigem Senatsbeschluss einen Antrag an die Buergerschaft, dem Konsular Cicero die Rueckkehr zu gestatten, und der Senat rief saemtliche verfassungstreue Buerger auf, bei der Abstimmung nicht zu f...
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