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Person - Name: Scipio | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 | | | Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit -> | ...glichen Stand der afrikanischen Angelegenheiten Wandel zu schaffen, zu der
ausserordentlichen Massregel, dem einzigen Mann, der bis jetzt von den libyschen
Feldern Ehre heimgebracht hatte und den sein Name selbst fuer diesen Krieg
empfahl, dem Scipio, statt der Aedilitaet, um die er eben sich bewarb, mit
Beseitigung der entgegenstehenden Gesetze vor der Zeit das Konsulat und durch
besonderen Beschluss die Fuehrung des Afrikanischen Krieges zu uebertragen. Er
traf (607 147) in Utica in eine...
...er Tore derselben gewesen, und schon war der Lagertross in der
Hoffnung auf Beute in Masse herbeigestroemt, als sie wieder auf die Klippe
zurueckgedraengt wurden und ohne Zufuhr und fast abgeschnitten in der groessten
Gefahr schwebten. So fand Scipio die Lage der Dinge. Kaum angekommen, entsandte
er die mitgebrachte Mannschaft und die Miliz von Utica zu Schiff nach dem
bedrohten Punkt, und es gelang, dessen Besatzung zu retten und die Klippe selbst
zu behaupten. Nachdem diese Gefahr abgewe...
...nehmen und nach Karthago zurueckzufuehren.
Hasdrubal aber und Bithyas benutzten seine Abwesenheit, um ihr Lager unmittelbar
an die Stadt zu ruecken und den Angriff auf die Besatzung der Klippe von Magalia
zu erneuern; indes auch jetzt erschien Scipio mit dem Vortrab der Hauptarmee
zeitig genug, um dem Posten abermals Beistand zu leisten. Danach begann von
neuem und ernstlicher die Belagerung. Vor allen Dingen saeuberte Scipio das
Lager von der Masse des Trosses und der Marketender und zog die erschlafften
Zuegel der Disziplin wieder mit Strenge an. Bald nahmen auch die militaerischen
Operationen einen lebhafteren Gang. Bei einem naechtlichen Angriff auf die
Ausse...
...auf die
Mauerzinnen bringen und sie vor den Augen des Belagerungsheeres nach grausamen
Martern in die Tiefe stuerzen liess; und als hierueber Stimmen des Tadels sich
erhoben, wurde auch gegen die Buerger die Schreckensherrschaft eingefuehrt.
Scipio inzwischen suchte, nachdem er die Stadt auf sich selber beschraenkt
hatte, ihr den Verkehr nach aussen hin voellig abzuschneiden. Er selbst nahm
sein Hauptquartier auf dem Erdruecken, durch den die karthagische Halbinsel mit
dem Festland zusam...
... Schiffe des Bithyas, der
von Nepheris am Ende des Tunesischen Sees aus jeden guenstigen Fahrwind
benutzte, um Lebensmittel nach der Stadt zu bringen; wie auch daselbst die
Buergerschaft schon litt, die Besatzung war noch hinreichend versorgt. Scipio
zog deshalb von der Landzunge zwischen See und Golf in den letzteren hinein
einen Steindamm von 96 Fuss Breite, um damit die Hafenmuendung zu sperren. Die
Stadt schien verloren, als das Gelingen dieses anfangs von den Karthagern als
unausfue...
...efern, fanden sie die Roemer
geruestet. Der Kampf verlief ohne Entscheidung; bei der Rueckfahrt aber stopften
sich die karthagischen Schiffe so sehr in und vor der Hafenmuendung, dass der
dadurch entstandene Schaden einer Niederlage gleichkam. Scipio richtete nun
seine Angriffe auf den aeusseren Hafenkai, welcher ausserhalb der Stadtmauern
lag und nur durch einen vor kurzem angelegten Erdwall notduerftig geschuetzt
war. Die Maschinen wurden auf der Landzunge aufgestellt und eine Bresche wa...
...der Landzunge aufgestellt und eine Bresche war
leicht gemacht; aber mit beispielloser Unerschrockenheit griffen die Karthager,
die Untiefen durchwatend, das Belagerungszeug an, verjagten die
Besatzungsmannschaft, welche so ins Laufen kam, dass Scipio seine eigenen Reiter
auf sie einhauen lassen musste, und zerstoerten die Maschinen. Auf diese Weise
gewannen sie Zeit, die Bresche zu schliessen. Scipio stellte indes die Maschinen
wieder her und schoss die Holztuerme der Feinde in Brand, wodurch er den Kai und
damit den Aussenhafen in seine Gewalt bekam. Ein der Stadtmauer an Hoehe
gleichkommender Wall wurde hier aufgefuehrt, und es war jetzt...
...hkommender Wall wurde hier aufgefuehrt, und es war jetzt endlich die Stadt
von der Land- wie von der Seeseite vollstaendig abgesperrt, da man nur durch den
aeusseren in den inneren Hafen gelangte. Um die Blockade vollstaendig zu
sichern, liess Scipio das Lager bei Nepheris, das jetzt Diogenes befehligte, von
Gaius Laelius angreifen; durch eine glueckliche Kriegslist ward es erobert und
die ganze dort versammelte zahllose Menschenmasse getoetet oder gefangen.
Darueber war der Winter herange...
...ei Nepheris, das jetzt Diogenes befehligte, von
Gaius Laelius angreifen; durch eine glueckliche Kriegslist ward es erobert und
die ganze dort versammelte zahllose Menschenmasse getoetet oder gefangen.
Darueber war der Winter herangekommen, und Scipio stellte die Operationen ein,
es dem Hunger und den Seuchen ueberlassend, das Begonnene zu vollenden. Wie
furchtbar die Gewaltigen des Herrn inzwischen an dem Vernichtungswerk gearbeitet
hatten, waehrend Hasdrubal freilich fortfuhr zu prahlen u...
...e Bewohner der Stadt und
auch fuer die Angreifer voll Not und Gefahr; endlich langte man vor dem steilen
Burgfelsen an, auf den sich Hasdrubal und die noch uebrige Mannschaft
zurueckgezogen hatten. Um einen breiteren Aufweg zu bekommen, befahl Scipio, die
eroberten Strassen anzuzuenden und den Schutt zu planieren, bei welcher
Veranlassung eine Menge in den Haeusern versteckter kampfunfaehiger Personen
elend umkamen. Da endlich bat der auf der Burg zusammengedraengte Rest der
Bevoelkerung...
... es nicht, dem Tode ins Auge zu
sehen; einzeln entrann er zu dem Sieger und bat kniefaellig um sein Leben. Es
ward ihm gewaehrt; aber wie seine Gattin, die mit ihren Kindern unter den
uebrigen auf dem Tempeldach sich befand, ihn zu den Fuessen Scipios erblickte,
schwoll ihr das stolze Herz ueber diese Schaendung der teuren untergehenden
Heimat und den Gemahl mit bitteren Worten erinnernd, seines Lebens sorglich zu
schonen, stuerzte sie erst die Soehne und dann sich selber in die Flammen. D...
...lischen Staedten weggefuehrte Beute diesen
zurueckgestellt, wie zum Beispiel der Stier des Phalaris den Akragantinern; das
uebrige, fiel an den roemischen Staat.
Indes noch stand die Stadt zum bei weitem groessten Teil. Es ist glaublich,
dass Scipio die Erhaltung derselben wuenschte; wenigstens richtete er deswegen
noch eine besondere Anfrage an den Senat. Scipio Nasica versuchte noch einmal,
die Forderungen der Vernunft und der Ehre geltend zu machen; es war vergebens.
Der Senat befahl dem Feldherrn, die Stadt Karthago und die Aussenstadt Magalia
dem Boden gleich zu machen, desgleichen alle Ortschafte...
...n, von halb verkohlten
Holzstuecken, Eisentruemmern und Schleuderkugeln erfuellten Aschenlage. Wo die
fleissigen Phoeniker ein halbes Jahrtausend geschafft und gehandelt hatten,
weideten fortan roemische Sklaven die Herden ihrer fernen Herren. Scipio aber,
den die Natur zu einer edleren als zu dieser Henkerrolle bestimmt hatte, sah
schaudernd auf sein eigenes Werk, und statt der Siegesfreude erfasste den Sieger
selber die Ahnung der solcher Untat unausbleiblich nachfolgenden Vergeltung.
E...
...idgenossenschaften auf Anstiften eines gewissen Damasippos
ermordet wurde. Weder die Kommissionen, die der Senat abordnete (590 164), noch
die nach griechischer Sitte von den Makedoniern herbeigerufenen fremden
Schiedsrichter, wie zum Beispiel Scipio Aemilianus (603 151), vermochten einen
leidlichen Zustand herzustellen. Da erschien ploetzlich in Thrakien ein junger
Mann, der sich Philippos nannte, den Sohn des Koenigs Perseus, welchem er
auffallend glich, und der syrischen Laodike. Seine ... | | |
| | Die untertaenigen Landschaften bis zu der Gracchenzeit -> | ...ne Niederlage heim. Selbst die roemische Regierung fing endlich
an einzusehen, dass man so nicht laenger fortfahren koenne; man entschloss sich,
die Bezwingung der kleinen spanischen Landstadt ausserordentlicherweise dem
ersten Feldherrn Roms, Scipio Aemilianus, zu uebertragen. Die Geldmittel zur
Kriegfuehrung wurden ihm freilich dabei mit verkehrter Kargheit zugemessen und
die verlangte Erlaubnis, Soldaten auszuheben, sogar geradezu verweigert, wobei
Koterieintrigen und die Furcht, der so...
...nzahl
von Freunden und Klienten, unter ihnen sein Bruder Maximus Aemilianus, der vor
einigen Jahren mit Auszeichnung gegen Viriathus kommandiert hatte. Gestuetzt auf
diese zuverlaessige Schar, die als Feldherrnwache konstituiert ward, begann
Scipio das tief zerruettete Heer zu reorganisieren (620 134). Vor allen Dingen
musste der Tross das Lager raeumen - es fanden sich bis 2000 Dirnen und eine
Unzahl Wahrsager und Pfaffen von allen Sorten -, und da der Soldat zum Fechten
unbrauchbar war...
...r jeden Kampf mit den Numantinern; er begnuegte sich,
die Vorraete in der Umgegend zu vernichten und die Vaccaeer, die den Numantinern
Korn verkauften, zu zuechtigen und zur Anerkennung der Oberhoheit Roms zu
zwingen. Erst gegen den Winter zog Scipio sein Heer um Numantia zusammen; ausser
dem numidischen Kontingent von Reitern, Fusssoldaten und zwoelf Elefanten unter
Anfuehrung des Prinzen Jugurtha und den zahlreichen spanischen Zuzuegen waren es
vier Legionen, ueberhaupt eine Heermasse vo...
...ichen spanischen Zuzuegen waren es
vier Legionen, ueberhaupt eine Heermasse von 60000 Mann, die eine Stadt mit
einer waffenfaehigen Buergerschaft von hoechstens 8000 Koepfen einschloss.
Dennoch boten die Belagerten oftmals den Kampf an; allein Scipio, wohl
erkennend, dass die vieljaehrige Zuchtlosigkeit nicht mit einem Schlag sich
ausrotten lasse, verweigerte jedes Gefecht, und wo es dennoch bei den Ausfaellen
der Belagerten dazu kam, rechtfertigte die feige, kaum durch das persoenliche
...
...bei den Ausfaellen
der Belagerten dazu kam, rechtfertigte die feige, kaum durch das persoenliche
Erscheinen des Feldherrn gehemmte Flucht der Legionaere diese Taktik nur zu
sehr. Nie hat ein Feldherr seine Soldaten veraechtlicher behandelt als Scipio
die numantinische Armee; und nicht bloss mit bitteren Reden, sondern vor allem
durch die Tat bewies er ihr, was er von ihr halte. Zum erstenmal fuehrten die
Roemer, wo es nur auf sie ankam, das Schwert zu brauchen, den Kampf mit Hacke
und Sp...
...hen Linien durch, und seine ruehrende Bitte, die Stammesgenossen nicht
hilflos untergehen zu lassen, war wenigstens in einer der Arevakerstaedte, in
Lutia, von grosser Wirkung. Bevor aber die Buerger von Lutia sich entschieden
hatten, erschien Scipio, benachrichtigt von den roemisch Gesinnten in der Stadt,
mit Uebermacht vor ihren Mauern und zwang die Behoerden, ihm die Fuehrer der
Bewegung, vierhundert der trefflichsten Juenglinge, auszuliefern, denen
saemtlich auf Befehl des roemischen F...
...die Behoerden, ihm die Fuehrer der
Bewegung, vierhundert der trefflichsten Juenglinge, auszuliefern, denen
saemtlich auf Befehl des roemischen Feldherrn die Haende abgehauen wurden. Die
Numantiner, also der letzten Hoffnung beraubt, sandten an Scipio, um ueber die
Unterwerfung zu verhandeln, und riefen den tapferen Mann an, der Tapferen zu
schonen; allein als die rueckkehrenden Boten meldeten, dass Scipio unbedingte
Ergebung verlange, wurden sie von der wuetenden Menge zerrissen, und eine neue
Frist verfloss, bis Hunger und Seuchen ihr Werk vollendet hatten. Endlich kam in
das roemische Hauptquartier eine zweite Botschaft, dass die Stadt jetzt ...
...Tage Frist, um denjenigen Buergern, die den Untergang der Freiheit nicht
zu ueberleben beschlossen haetten, Zeit zum Sterben zu gestatten. Sie ward ihnen
gewaehrt, und nicht wenige benutzten sie. Endlich erschien der elende Rest vor
den Toren. Scipio las fuenfzig der Ansehnlichsten aus, um sie in seinem Triumphe
aufzufuehren; die uebrigen wurden in die Sklaverei verkauft, die Stadt dem Boden
gleichgemacht, ihr Gebiet unter die Nachbarstaedte verteilt. Das geschah im
Herbst 621 (133), fuenf...
...sehnlichsten aus, um sie in seinem Triumphe
aufzufuehren; die uebrigen wurden in die Sklaverei verkauft, die Stadt dem Boden
gleichgemacht, ihr Gebiet unter die Nachbarstaedte verteilt. Das geschah im
Herbst 621 (133), fuenfzehn Monate nachdem Scipio den Oberbefehl uebernommen
hatte.
Mit Numantias Fall war die hier und da noch sich regende Opposition gegen
Rom in der Wurzel getroffen; militaerische Spaziergaenge und Geldbussen reichten
aus, um die roemische Oberherrschaft im ganzen diesse...
...vereinigt. Nach Unterwerfung der Vaccaeer, Lusitaner und Callaeker war jetzt mit
Ausnahme der Nordkueste die ganze Halbinsel wenigstens dem Namen nach den
Roemern untertan. Eine senatorische Kommission ging nach Spanien, um im
Einvernehmen mit Scipio das neugewonnene Provinzialgebiet roemisch zu ordnen,
und Scipio tat, was er konnte, um die Folgen der ehr- und kopflosen Politik
seiner Vorgaenger zu beseitigen, wie denn zum Beispiel die Kaukaner, deren
schmachvolle Misshandlung durch Lucullus er neunzehn Jahre zuvor als
Kriegstribun mit hatte ansehen mue...
...m Ergebnis, dass Rom nicht eher sicher sein werde,
als bis Karthago vom Erdboden verschwunden sei, und entwickelte nach seiner
Heimkehr diese Ansicht sofort im Senat. Dort widersetzten die freier blickenden
Maenner der Aristokratie, namentlich Scipio Nasica, sich dieser kuemmerlichen
Politik mit grossem Ernst und entwickelten die Blindheit der Besorgnisse vor
einer Kaufstadt, deren phoenikische Bewohner mehr und mehr der kriegerischen
Kuenste und Gedanken sich entwoehnten, und die vollkomm...
...hen Bauches auch im Lager pflegend, war der eitle und
schwerfaellige Mann wenig geeignet, den Helfer zu machen in einer Bedraengnis,
die vielleicht selbst Hamilkars Geist und Hannibals Arm nicht mehr haetten
abwenden koennen. Vor den Augen des Scipio Aemilianus, der, damals Kriegstribun
in der spanischen Armee, an Massinissa gesandt worden war, um seinem Feldherrn
afrikanische Elefanten zuzufuehren, und der bei dieser Gelegenheit von einem
Berge herab "wie Zeus vom Ida" der Schlacht zuscha...
...ptleuten Massinissas ihnen zugefuehrte numidische Reiter
verstaerkt und an Zahl dem Feinde ueberlegen, dennoch den kuerzeren zogen. Nach
dieser Niederlage erboten sich die Karthager gegen Massinissa zu
Gebietsabtretungen und Geldzahlungen, und Scipio versuchte auf ihr Anhalten,
einen Vertrag zustande zu bringen; allein an der Weigerung der karthagischen
Patrioten, die Ueberlaeufer auszuliefern, scheiterte das Friedensgeschaeft.
Hasdrubal aber, eng eingeschlossen von den Truppen des Gegners... | | |
| | Brundisium, Ilerda, Pharsalos und Thapsus -> | ...ht
Caesars, nach Entsendung der besten Truppen und des tapfern und zuverlaessigen
Kommandanten zu der griechischen Armee, nicht gar viel bedeuten wollte. Endlich
konnte der Sieger sich auch in das Binnenland wenden, die Legionen des Metellus
Scipio an sich liehen und versuchen, die im Binnenlande stehenden Truppen
Caesars aufzuheben. Es hatte naemlich dieser, unmittelbar nachdem der zweite
Transport bei ihm eingetroffen war, teils, um die Subsistenzmittel fuer seine
Armee herbeizuschaffe...
...ts nach Aetolien und Thessalien
entsandt, teils ein Korps von zwei Legionen unter Gnaeus Domitius Calvinus auf
der Egnatischen Chaussee gegen Makedonien vorgehen lassen, das dem auf derselben
Strasse von Thessalonike her anrueckenden Korps des Scipio den Weg verlegen und
womoeglich es einzeln schlagen sollte. Schon hatten Calvinus und Scipio sich bis
auf wenige Meilen einander genaehert, als Scipio sich ploetzlich rueckwaerts
wandte und, rasch den Haliakmon (Jadsche Karasu) ueberschreitend und dort sein
Gepaeck unter Marcus Favonius zuruecklassend, in Thessalien eindrang, um die mit
der Unterwerfung des Landes beschaeftigte Rekrutenlegio...
...schaeftigte Rekrutenlegion Caesars unter Lucius
Cassius Longinus mit Uebermacht anzugreifen. Longinus aber zog sich ueber die
Berge nach Ambrakia auf das von Caesar nach Aetolien gesandte Detachement unter
Gnaeus Calvisius Sabinus zurueck, und Scipio konnte ihn nur durch seine
thrakischen Reiter verfolgen lassen, da Calvinus seine unter Favonius am
Haliakmon zurueckgelassene Reserve mit dem gleichen Schicksale bedrohte, welches
er selbst dem Longinus zu bereiten gedachte. So trafen Calvinu...
...e ihn nur durch seine
thrakischen Reiter verfolgen lassen, da Calvinus seine unter Favonius am
Haliakmon zurueckgelassene Reserve mit dem gleichen Schicksale bedrohte, welches
er selbst dem Longinus zu bereiten gedachte. So trafen Calvinus und Scipio am
Haliakmon wieder zusammen und lagerten hier laengere Zeit einander gegenueber.
Pompeius konnte zwischen diesen Plaenen waehlen; Caesar blieb keine Wahl.
Er trat nach jenem ungluecklichen Gefechte den Rueckzug auf Apollonia an.
Pompeius fol...
...
einzustellen. Er hatte jetzt sich zu entscheiden zwischen der italischen
Expedition und dem Marsch in das Binnenland; und so raetlich und lockend auch
jene schien, so manche Stimmen auch dafuer sich erhoben, er zog es doch vor, das
Korps des Scipio nicht preiszugeben, um so mehr, als er durch diesen Marsch das
des Calvinus in die Haende zu bekommen hoffte. Calvinus stand augenblicklich auf
der Egnatischen Strasse bei Herakleia Lynkestis, zwischen Pompeius und Scipio
und, nachdem Caesar sich auf Apollonia zurueckgezogen, von diesem weiter
entfernt als von der grossen Armee des Pompeius, zu allem dem ohne Kenntnis von
den Vorgaengen bei Dyrrhachion und von seiner bedenklichen Lage, da nach den bei
Dyrrhac...
...inus aus
den Erzaehlungen der feindlichen Vorposten selbst den Stand der Dinge. Ein
rascher Aufbruch in suedlicher Richtung gegen Thessalien zu entzog ihn im
letzten Augenblick der drohenden Vernichtung; Pompeius musste sich damit
begnuegen, Scipio aus seiner gefaehrdeten Stellung befreit zu haben. Caesar war
inzwischen unangefochten nach Apollonia gelangt. Sogleich nach der Katastrophe
von Dyrrhachion hatte er sich entschlossen, wenn moeglich den Kampf von der
Kueste weg in das Binnenla...
... zu schlagen und darum baldmoeglichst und
auf dem moeglichst bequemen Wege an ihn zu kommen. Cato uebernahm das Kommando
in Dyrrhachion, wo eine Besatzung von achtzehn Kohorten, und in Kerkyra, wo 300
Kriegsschiffe zurueckblieben: Pompeius und Scipio begaben sich, jener wie es
scheint die Egnatische Chaussee bis Pella verfolgend und dann die grosse Strasse
nach Sueden einschlagend, dieser vom Haliakmon aus durch die Paesse des Olymp,
an den unteren Peneios und trafen bei Larisa zusammen. C...
...o warf er jetzt, da er die Legionen ueber den Bach zurueckweichen
sah, die verhaengnisvolle Feldherrnschaerpe von sich und ritt auf dem naechsten
Weg dem Meere zu, um dort ein Schiff sich zu suchen. Seine Armee, entmutigt und
fuehrerlos - denn Scipio, obwohl von Pompeius als Kollege im Oberkommando
anerkannt, war doch nur dem Namen nach Oberfeldherr -, hoffte hinter den
Lagerwaellen Schutz zu finden; aber Caesar gestattete ihr keine Rast: rasch
wurde die hartnaeckige Gegenwehr der roemisch... | | |
| | Der Hannibalische Krieg von Cannae bis Zama -> |
Publius Scipio ging nach Spanien 544/45 (210/09) ab, begleitet von dem Proprätor Marcus Silanus, der an Neros Stelle treten und dem jungen Oberfeldherrn als Beistand und Rat dienen sollte, und von seinem Flottenführer und Vertrauten Gaius Laelius, ausgerüstet aber...
...an der Mündung des Tajo, Mago an den Säulen des Herakles; der nächste von ihnen um zehn Tagemärsche entfernt von der phönikischen Hauptstadt Neukarthago. Plötzlich im Frühjahr 545 (209), ehe noch die feindlichen Heere sich in Bewegung setzten, brach Scipio gegen diese Stadt, die er von der Ebromündung aus in wenigen Tagen auf dem Küstenweg erreichen konnte, mit seiner ganzen Armee von ungefähr 30000 Mann und der Flotte auf und überraschte die nicht über 1000 Mann starke phönikische Besatzung mit einem...
... auf der Landseite begannen. Heftig drängten die Stürmenden auf dem schmalen Landweg gegen die Stadt; immer neue Kolonnen lösten die ermüdeten ab; die schwache Besatzung war aufs äußerste erschöpft, aber einen Erfolg hatten die Römer nicht gewonnen. Scipio hatte auch keinen erwartet; der Sturm hatte bloß den Zweck, die Besatzung von der Hafenseite wegzuziehen, wo er, unterrichtet davon, daß ein Teil des Hafens zur Ebbezeit trocken liege, einen zweiten Angriff beabsichtigte. Während an der Landseite de...
...artet; der Sturm hatte bloß den Zweck, die Besatzung von der Hafenseite wegzuziehen, wo er, unterrichtet davon, daß ein Teil des Hafens zur Ebbezeit trocken liege, einen zweiten Angriff beabsichtigte. Während an der Landseite der Sturm tobte, sandte Scipio eine Abteilung mit Leitern über das Watt, "wo Neptun ihnen selbst den Weg zeige", und sie hatte in der Tat das Glück, die Mauern hier unverteidigt zu finden. So war am ersten Tage die Stadt gewonnen, worauf Mago in der Burg kapitulierte. Mit der kar...
...nde Getreidevorräte, die Kriegskasse von 600 Talenten (über 1 Million Taler), zehntausend Gefangene, darunter achtzehn karthagische Gerusiasten oder Richter, und die Geiseln der sämtlichen spanischen Bundesgenossen Karthagos in die Gewalt der Römer. Scipio verhieß den Geiseln die Erlaubnis zur Heimkehr, sowie die Gemeinde eines jeden mit Rom in Bündnis getreten sein würde, und nutzte die Hilfsmittel, die die Stadt ihm darbot, sein Heer zu verstärken und in besseren Stand zu bringen, indem er die neuka...
... gegen das Versprechen der Freiheit bei der Beendigung des Krieges, und aus der übrigen Menge die fähigen Leute zum Ruderdienst auf den Schiffen auslas. Die Stadtbürger aber wurden geschont und ihnen die Freiheit und die bisherige Stellung gelassen; Scipio kannte die Phöniker und wußte, daß sie gehorchen würden, und es war wichtig, die Stadt mit dem einzigen vortrefflichen Hafen an der Ostküste und den reichen Silberbergwerken nicht bloß durch eine Besatzung zu sichern.
So war die verwegene Unternehm...
...gehorchen würden, und es war wichtig, die Stadt mit dem einzigen vortrefflichen Hafen an der Ostküste und den reichen Silberbergwerken nicht bloß durch eine Besatzung zu sichern.
So war die verwegene Unternehmung gelungen, verwegen deshalb, weil es Scipio nicht unbekannt war, daß Hasdrubal Barkas von seiner Regierung den Befehl erhalten hatte, nach Gallien vorzudringen, und diesen auszuführen beschäftigt war, und weil die schwache, am Ebro zurückgelassene Abteilung unmöglich imstande war, ihm dies er...
...ß Hasdrubal Barkas von seiner Regierung den Befehl erhalten hatte, nach Gallien vorzudringen, und diesen auszuführen beschäftigt war, und weil die schwache, am Ebro zurückgelassene Abteilung unmöglich imstande war, ihm dies ernstlich zu wehren, wenn Scipios Rückkehr sich auch nur verzögerte. Indes er war zurück in Tarraco, ehe Hasdrubal sich am Ebro gezeigt hatte; das gefährliche Spiel, das der junge Feldherr spielte, als er seine nächste Aufgabe im Stich ließ, um einen lockenden Streich auszuführen, ...
...arraco, ehe Hasdrubal sich am Ebro gezeigt hatte; das gefährliche Spiel, das der junge Feldherr spielte, als er seine nächste Aufgabe im Stich ließ, um einen lockenden Streich auszuführen, ward verdeckt durch den fabelhaften Erfolg, den Neptunus und Scipio gemeinschaftlich gewonnen hatten. Die wunderhafte Einnahme der phönikischen Hauptstadt rechtfertigte so über die Maßen alles, was man daheim von dem wunderbaren Jüngling sich versprochen hatte, daß jedes andere Urteil verstummen mußte. Scipios Kommando wurde auf unbestimmte Zeit verlängert; er selber beschloß, sich nicht mehr auf die dürftige Aufgabe zu beschränken, der Hüter der Pyrenäenpässe zu sein. Schon hatten infolge des Falles von Neukarthago nicht bloß die diesseitigen Spanier si...
...er der Pyrenäenpässe zu sein. Schon hatten infolge des Falles von Neukarthago nicht bloß die diesseitigen Spanier sich völlig unterworfen, sondern auch jenseits des Ebro die mächtigsten Fürsten die karthagische Klientel mit der römischen vertauscht. Scipio nutzte den Winter 545/46 (209/08) dazu, seine Flotte aufzulösen und mit den dadurch gewonnenen Leuten sein Landheer so zu vermehren, daß er zugleich den Norden bewachen und im Süden die Offensive nachdrücklicher als bisher ergreifen könne, und marsc...
...r sich durch an die spanische Nordküste, erreichte am Ozean hinziehend die westlichen, wie es scheint, nicht besetzten Pyrenäenpässe und stand noch vor dem Eintritt der schlechten Jahreszeit in Gallien, wo er Winterquartier nahm. Es zeigte sich, daß Scipios Entschluß, mit der ihm aufgetragenen Defensive die Offensive zu verbinden, unüberlegt und unweise gewesen war; der nächsten Aufgabe des spanischen Heeres, die nicht bloß Scipios Vater und Oheim, sondern selbst Gaius Marcius und Gaius Nero mit viel geringeren Mitteln gelöst hatten, hatte der siegreiche Feldherr an der Spitze einer starken Armee in seinem Übermut nicht genügt, und wesentlich er verschuldete die äußerst gefäh... | | |
| | Die Reformbewegung und Tiberius Gracchus -> | ...b denn hier nicht zu
helfen und zu bessern sei. Es fehlte an solchen in Rom nicht; aber keiner schien
mehr berufen zu dem grossen Werk der politischen und sozialen Reform als der
Lieblingssohn des Aemilius Paullus, der Adoptivenkel des grossen Scipio, der
dessen glorreichen Afrikanernamen nicht bloss kraft Erb-, sondern auch kraft
eigenen Rechtes trug, Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus (570-625
184-129). Gleich seinem Vater war er ein massvoller, durch und durch gesunder
Mann, nie krank am Koerper und nie unsicher ueber den naechsten und notwendigen
Entschluss. Schon in seiner Jugend hatte er sich fernge...
...uerger mit eigener Lebensgefahr erteilt zu werden pflegte, und
beendete den Krieg als Feldherr, den er als Offizier begonnen hatte; an wirklich
schwierigen Aufgaben sein Feldherrngeschick zu erproben, boten die Umstaende ihm
keine Gelegenheit. Scipio war so wenig wie sein Vater eine geniale Natur - davon
zeugt schon seine Vorliebe fuer Xenophon, den nuechternen Militaer und korrekten
Schriftsteller -, aber ein rechter und echter Mann, der vor andern berufen
schien, dem beginnenden Verfall ...
...er niemand, und
er selber am wenigsten, konnte es verkennen, dass die Verschaerfung der
Rechtspflege und das vereinzelte Dazwischenfahren nicht einmal Anfaenge waren
zur Heilung der organischen Uebel, an denen der Staat krankte. An diese hat
Scipio nicht geruehrt. Gaius Laelius (Konsul 614 140), Scipios aelterer Freund
und sein politischer Lehrmeister und Vertrauter, hatte den Plan gefasst, die
Einziehung des unvergebenen, aber vorlaeufig okkupierten italischen
Domaniallandes vorzuschlagen und durch dessen Aufteilung der zusehends
verfalle...
...gen und durch dessen Aufteilung der zusehends
verfallenden italischen Bauernschaft Hilfe zu bringen; allein er stand von dem
Vorschlag ab, als er sah, welchen Sturm er zu erregen im Begriff war, und ward
fortan "der Verstaendige" genannt. Auch Scipio dachte also. Er war von der
Groesse des Uebels voellig durchdrungen und griff, wo er nur sich selber wagte,
mit ehrenwertem Mut ohne Ansehen der Person ruecksichtslos an und durch; allein
er hatte sich auch ueberzeugt, dass dem Lande nur zu he...
...n Parteien, bald als Vormann der Aristokratie, bald als Beguenstiger
der Reform. Bis auf seine Zeit hatten die Zensoren bei der Niederlegung ihres
Amtes die Goetter angerufen, dem Staat groessere Macht und Herrlichkeit zu
verleihen; der Zensor Scipio betete, dass sie geneigen moechten, den Staat zu
erhalten. Sein ganzes Glaubensbekenntnis liegt in dem schmerzlichen Ausruf.
Aber wo der Mann verzagte, der zweimal das roemische Heer aus tiefem
Verfall zum Siege gefuehrt hatte, da getraute sich...
...ckung der abhaengigen Gemeinden zuwege gebrachte Pracht seiner
aedilizischen Spiele hatte ihm schweren und verdienten Tadel vom Senat
zugezogen, waehrend er durch sein Einschreiten in dem leidigen Prozess gegen die
persoenlich ihm verfeindeten Scipionen sein ritterliches und wohl auch sein
Standesgefuehl, durch sein energisches Auftreten gegen die Freigelassenen in
seiner Zensur seine konservative Gesinnung betaetigte und als Statthalter der
Ebroprovinz durch Tapferkeit und vor allem durch...
...ere von den beiden Soehnen, Tiberius, war eine
gute und sittliche Natur, sanften Blicks und ruhigen Wesens, wie es schien, zu
allem andern eher bestimmt als zum Agitator der Massen. Mit allen seinen
Beziehungen und Anschauungen gehoerte er dem Scipionischen Kreise an, dessen
feine griechische und nationale Durchbildung er und seine Geschwister teilten.
Scipio Aemilianus war zugleich sein Vetter und seiner Schwester Gemahl; unter
ihm hatte Tiberius als Achtzehnjaehriger die Erstuermung Karthagos mitgemacht
und durch seine Tapferkeit das Lob des strengen Feldherrn und kriegerische
Auszeichnungen erwo...
... schwach. Appius Claudius, der gewesene Konsul (611
143) und Zensor (618 136), einer der angesehensten Maenner des Senats, tadelte
mit all der gewaltsamen Leidenschaftlichkeit, die in dem Geschlecht der Claudier
erblich war und blieb, dass der Scipionische Kreis den Plan der
Domaenenaufteilung so rasch wieder habe fallen lassen; um so bitterer, wie es
scheint, weil er mit Scipio Aemilianus bei der Bewerbung um die Zensur in
persoenliche Konflikte gekommen war. Ebenso sprach Publius Crassus Mucianus sich
aus, der derzeitige Oberpontifex, als Mensch und Rechtsgelehrter im Senat wie in
der Buergerschaft allgemein verehrt... | | |
| | Brundisium, Ilerda, Pharsalos und Thapsus -> | ...
Dort fanden die Truemmer der bei Pharsalos zersprengten Armee, die
Besatzungstruppen von Dyrrhachion, Kerkyra und dem Peloponnes, die Reste der
illyrischen Flotte sich allmaehlich zusammen; es trafen dort ein der zweite
Oberfeldherr Metellus Scipio, die beiden Soehne des Pompeius, Gnaeus und Sextus,
der politische Fuehrer der Republikaner Marcus Cato, die tuechtigen Offiziere
Labienus, Afranius, Petreius, Octavius und andere. Wenn die Kraefte der
Emigration verringert waren, so hatte dag...
...iel es sich herausnahm, roemisches Silbergeld
mit seinem Namen und Wappen zu schlagen, ja sogar den Anspruch erhob, allein im
Lager den Purpur zu fuehren und den roemischen Heerfuehrern ansann, den
purpurnen Feldherrnmantel abzulegen. Metellus Scipio ferner forderte den
Oberbefehl fuer sich, weil Pompeius ihn, mehr aus schwiegersoehnlichen als aus
militaerischen Ruecksichten, im thessalischen Feldzug als sich gleichberechtigt
anerkannt hatte. Die gleiche Forderung erhob Varus als - freilic...
...so war es doch unendlich besser, einen Nichtmilitaer, der
sich zu bescheiden und seine Unterfeldherrn handeln zu lassen verstand, als
einen Offizier von unerprobter Faehigkeit, wie Varus, oder gar einen von
erprobter Unfaehigkeit, wie Metellus Scipio, zum Oberfeldherrn zu bestellen.
Indes die Entscheidung fiel schliesslich auf ebendiesen Scipio, und Cato selbst
war es, der sie im wesentlichen bestimmte. Es geschah dies nicht, weil er jener
Aufgabe sich nicht gewachsen fuehlte oder weil seine Eitelkeit bei dem
Ausschlagen mehr ihre Rechnung fand als bei dem Annehmen; noch weniger, wei...
...ato selbst
war es, der sie im wesentlichen bestimmte. Es geschah dies nicht, weil er jener
Aufgabe sich nicht gewachsen fuehlte oder weil seine Eitelkeit bei dem
Ausschlagen mehr ihre Rechnung fand als bei dem Annehmen; noch weniger, weil er
Scipio liebte oder achtete, mit dem er vielmehr persoenlich verfeindet war und
der ueberall bei seiner notorischen Untuechtigkeit einzig durch seine
Schwiegervaterschaft zu einer gewissen Bedeutung gelangt war; sondern einzig und
allein, weil sein ve...
...htigen Maenner zum Erstaunen gebracht. Die gleichen Prinzipien wurden hier
geritten, wo etwas mehr darauf ankam; Cato erwog die Frage, wem die
Oberfeldherrnstelle gebuehre, als handelte es sich um ein Ackerfeld bei
Tusculum, und sprach sie dem Scipio zu. Durch diesen Ausspruch wurde seine
eigene und die Kandidatur des Varus beseitigt. Er war es aber auch, und er
allein, der mit Energie den Anspruechen des Koenigs Juba entgegentrat und es ihn
fuehlen liess, dass der roemische Adel zu ihm ni...
...stand zu suchen, sondern
befehlend und von dem Untertan Beistand fordernd. Bei dem gegenwaertigen Stande
der roemischen Streitkraefte in Afrika konnte Juba nicht umhin, etwas gelindere
Saiten aufzuziehen, obgleich er freilich bei dem schwachen Scipio es dennoch
durchsetzte, dass die Besoldung seiner Truppen der roemischen Kasse aufgebuerdet
und fuer den Fall des Sieges ihm die Abtretung der Provinz Afrika zugesichert
ward. | | |
| | Brundisium, Ilerda, Pharsalos und Thapsus -> | ...Pompeius. Die leichten Truppen des Feindes blieben, aller
Anstrengungen Caesars ungeachtet, den seinigen so unermesslich ueberlegen, dass
es fast unmoeglich schien, die Offensive in das Binnenland hinein auch mit
Veteranen durchzufuehren. Wenn Scipio zurueckwich und die Kuestenstaedte
preisgab, so konnte er vielleicht einen Sieg erfechten wie die, welche des
Orodes Wesir ueber Crassus, Juba ueber Curio davongetragen hatten, wenigstens
aber den Krieg ins unendliche hinausziehen. Diesen Feld...
...leich mit einem Korps nach Italien ueberzufahren und
dort die Republikaner unter die Waffen zu rufen, was bei der gruendlichen
Verwirrung daselbst gar wohl Erfolg haben konnte. Allein Cato konnte nur raten,
nicht befehlen; der Oberbefehlshaber Scipio entschied, dass der Krieg in der
Kuestenlandschaft gefuehrt werden solle. Es war dies nicht bloss insofern
verkehrt, als man damit einen sicheren Erfolg verheissenden Kriegsplan fahren
liess, sondern auch insofern, als die Landschaft, in die m...
... gesteigert. Die afrikanischen Staedte erklaerten, wo sie
irgend es wagen konnten, sich fuer Caesar; unter den Gaetulern und den Libyern,
die unter den leichten Truppen und selbst in den Legionen in Menge dienten, riss
die Desertion ein. Indes Scipio beharrte mit aller dem Unverstand eigenen
Hartnaeckigkeit auf seinem Plan, zog mit gesamter Heeresmacht von Utica her vor
die von Caesar besetzten Staedte Ruspina und Klein-Leptis, belegte noerdlich
davon Hadrumetum, suedlich Thapsus (am Vorge...
...n Truppen gleichfalls vor Ruspina
erschien, zu wiederholten Malen dem Feinde die Schlacht an. Aber Caesar war
entschlossen, seine Veteranenlegionen zu erwarten. Als diese dann nach und nach
eintrafen und auf dem Kampfplatz erschienen, verloren Scipio und Juba die Lust,
eine Feldschlacht zu wagen, und Caesar hatte kein Mittel, sie bei ihrer
ausserordentlichen Ueberlegenheit an leichter Reiterei zu einer solchen zu
zwingen. Ueber Maersche und Scharmuetzel in der Umgegend von Ruspina und
Th...
...aschen Feldherrn nicht wieder und
wurden fast irre an dieser im Zoegern wie im Zuschlagen sich gleichbleibenden
Meisterschaft. Endlich wandte Caesar, nachdem er seine letzten Verstaerkungen an
sich gezogen hatte, sich seitwaerts gegen Thapsus. Scipio hatte diese Stadt, wie
gesagt, stark besetzt und damit den Fehler begangen, seinem Gegner ein leicht zu
fassendes Angriffsobjekt darzubieten; zu dem ersten fuegte er bald den zweiten,
noch minder verzeihlichen hinzu, die von Caesar gewuenschte...
...ese Stadt, wie
gesagt, stark besetzt und damit den Fehler begangen, seinem Gegner ein leicht zu
fassendes Angriffsobjekt darzubieten; zu dem ersten fuegte er bald den zweiten,
noch minder verzeihlichen hinzu, die von Caesar gewuenschte und von Scipio mit
Recht bisher verweigerte Feldschlacht jetzt zur Rettung von Thapsus auf einem
Terrain zu liefern, das die Entscheidung in die Haende der Linieninfanterie gab.
Unmittelbar am Strande, Caesars Lager gegenueber, traten Scipios und Jubas
Legionen an, die vorderen Reihen kampffertig, die hinteren beschaeftigt, ein
verschanztes Lager zu schlagen; zugleich bereitete die Besatzung von Thapsus
einen Ausfall vor. Den letzteren zurueckzuweisen, genuegten Caesars Lagerwache...
...s und wurden von ihnen
niedergehauen oder gefangen; ihre Fuehrer Afranius und Faustus wurden an Caesar
ausgeliefert und, da dieser sie nicht sogleich hinrichten liess, von dessen
Veteranen in einem Auflauf erschlagen. Der Oberfeldherr Metellus Scipio geriet
mit der Flotte der geschlagenen Partei in die Gewalt der Kreuzer des Sittius und
durchbohrte sich selbst, da man Hand an ihn legen wollte. Koenig Juba, nicht
unvorbereitet auf einen solchen Ausgang, hatte fuer diesen Fall beschlossen, z... | | |
| | Der Hannibalische Krieg von Cannae bis Zama -> | ... Andalusien wandten. Allein Marcus Silanus schlug Magos und Hannos vereinigte Heere und nahm den letzteren selbst gefangen. Hasdrubal gab darauf die Behauptung des offenen Feldes auf und verteilte seine Truppen in die andalusischen Städte, von denen Scipio in diesem Jahr nur noch eine, Oringis, erstürmen konnte. Die Phöniker schienen überwältigt; aber dennoch vermochten sie das Jahr darauf (548 206) wieder ein gewaltiges Heer ins Feld zu senden, 32 Elefanten, 4000 Mann zu Pferde, 70000 zu Fuß, freilic...
...Mann zu Pferde, 70000 zu Fuß, freilich zum allergrößten Teil zusammengeraffte spanische Landwehr. Wieder bei Baecula kam es zur Schlacht. Das römische Heer zählte wenig mehr als die Hälfte des feindlichen und auch von ihm war ein guter Teil Spanier. Scipio stellte, wie Wellington in gleichem Fall, seine Spanier so auf, daß sie nicht zum Schlagen kamen - die einzige Möglichkeit, ihr Ausreißen zu verhindern -, während er umgekehrt seine römischen Truppen zuerst auf die Spanier warf. Der Tag war dennoch ...
...flösung desselben - einzeln retteten sich Hasdrubal und Mago nach Gades. Die Römer standen jetzt ohne Nebenbuhler auf der Halbinsel; die wenigen nicht gutwillig sich fügenden Städte wurden einzeln bezwungen und zum Teil mit grausamer Härte bestraft. Scipio konnte sogar auf der afrikanischen Küste dem Syphax einen Besuch abstatten und mit ihm, ja selbst mit Massinissa für den Fall einer Expedition nach Afrika Verbindungen einleiten - ein tollkühnes Wagstück, das durch keinen entsprechenden Zweck gerech...
... Römer ausbrechen würde, bei welcher die bisherigen Verbündeten Roms vorangingen. Die Erkrankung des römischen Feldherrn und die Meuterei eines seiner Korps, veranlaßt durch den seit vielen Jahren rückständigen Sold, begünstigten den Aufstand. Indes Scipio genas schneller als man gemeint hatte und dämpfte mit Gewandtheit den Soldatentumult; worauf auch die Gemeinden, die bei der Nationalerhebung vorangegangen waren, alsbald niedergeworfen wurden, ehe die Insurrektion Boden gewann. Da es also auch dami...
... damit nichts und Gades doch auf die Länge nicht zu halten war, befahl die karthagische Regierung dem Mago zusammenzuraffen, was dort an Schiffen, Truppen und Geld sich vorfinde, und damit womöglich dem Krieg in Italien eine andere Wendung zu geben. Scipio konnte dies nicht wehren - es rächte sich jetzt, daß er seine Flotte aufgelöst hatte - und mußte zum zweitenmal die ihm anvertraute Beschirmung der Heimat gegen neue Invasion seinen Göttern anheimstellen. Unbehindert verließ der letzte von Hamilkars...
...einer karthagischen in eine römische Provinz verwandelt worden, in der zwar noch jahrhundertelang die stets besiegte und nie überwundene Insurrektion den Kampf gegen die Römer fortführte, aber doch im Augenblick kein Feind den Römern gegenüberstand. Scipio ergriff den ersten Moment der Scheinruhe, um sein Kommando abzugeben (Ende 548 206) und in Rom persönlich von den erfochtenen Siegen und den gewonnenen Landschaften zu berichten.
Während also Marcellus in Sizilien, Publius Sulpicius in Griechenland...
...rgriff den ersten Moment der Scheinruhe, um sein Kommando abzugeben (Ende 548 206) und in Rom persönlich von den erfochtenen Siegen und den gewonnenen Landschaften zu berichten.
Während also Marcellus in Sizilien, Publius Sulpicius in Griechenland, Scipio in Spanien den Krieg beendigten, ging auf der italischen Halbinsel der gewaltige Kampf ununterbrochen weiter. Hier standen, nachdem die Cannensische Schlacht geschlagen war und deren Folgen an Verlust und Gewinn sich allmählich übersehen ließen, im ... | | |
| | Der Hannibalische Krieg von Cannae bis Zama -> |
Ein anderer Mann als Scipio hätte vielleicht erklärt, daß die afrikanische Expedition entweder mit anderen Mitteln oder gar nicht unternommen werden müsse; allein Scipios Zuversicht ging auf die Bedingungen ein, wie sie immer waren, um nur zu dem heißersehnten Kommando zu gelangen. Sorgfältig vermied er, soweit es anging, das Volk unmittelbar zu belästigen, um nicht der Popularität der Expedition zu schaden. Die Kos...
...uferlegte Kriegssteuer, teils auf die sizilischen Städte gelegt; in vierzig Tagen war die Flotte segelfertig. Die Mannschaft verstärkten Freiwillige, deren bis siebentausend aus allen Teilen Italiens dem Rufe des geliebten Offiziers folgten. So ging Scipio im Frühjahr 550 (204) mit zwei starken Veteranenlegionen (etwa 30000 Mann), 40 Kriegs- und 400 Transportschiffen nach Afrika unter Segel und landete glücklich, ohne den geringsten Widerstand zu finden, am Schönen Vorgebirge in der Nähe von Utica.
D...
... Hauptstadt, unter der Führung des in Spanien erprobten Feldherrn Hasdrubal, Gisgons Sohn; im Hafen lag eine starke Flotte. Ein makedonisches Korps unter Sopater und eine Sendung keltiberischer Söldner wurden demnächst erwartet.
Auf das Gerücht von Scipios Landung traf Massinissa sofort in dem Lager des Feldherrn ein, dem er vor nicht langem in Spanien als Feind gegenübergestanden hatte; allein der länderlose Fürst brachte zunächst den Römern nichts als seine persönliche Tüchtigkeit, und die Libyer, ...
...achte zunächst den Römern nichts als seine persönliche Tüchtigkeit, und die Libyer, obwohl der Aushebungen und Steuern herzlich müde, hatten doch in ähnlichen Fällen zu bittere Erfahrungen gemacht, um sich sofort für die Römer zu erklären. So begann Scipio den Feldzug. Solange er nur die schwächere karthagische Armee gegen sich hatte, war er im Vorteil und konnte nach einigen glücklichen Reitergefechten zur Belagerung von Utica schreiten; allein als Syphax eintraf, angeblich mit 50000 Mann zu Fuß und ...
...lager geschlagen werden. Hier verging dem römischen General der Winter 550/51 (204/03). Aus der ziemlich unbequemen Lage, in der das Frühjahr ihn fand, befreite er sich durch einen glücklichen Handstreich. Die Afrikaner, eingeschläfert durch die von Scipio mehr listig als ehrlich angesponnenen Friedensverhandlungen, ließen sich in einer und derselben Nacht in ihren beiden Lagern überfallen: die Rohrhütten der Numidier loderten in Flammen auf, und als die Karthager eilten zu helfen, traf ihr eigenes La...
...tändigen, Mago und Hannibal zurückzurufen. Eben jetzt waren die erwarteten keltiberischen und makedonischen Hilfstruppen angelangt; man beschloß, auf den "großen Feldern", fünf Tagemärsche von Utica, noch einmal die offene Feldschlacht zu versuchen. Scipio eilte, sie anzunehmen; mit leichter Mühe zerstreuten seine Veteranen und Freiwilligen die zusammengerafften karthagischen und numidischen Schwärme und auch die Keltiberer, die bei Scipio auf Gnade nicht rechnen durften, wurden nach hartnäckiger Gegenwehr zusammengehauen. Die Afrikaner konnten nach dieser doppelten Niederlage nirgend mehr das Feld halten. Ein Angriff auf das römische Schiffslager, den die karthagische Flotte versucht...
... mehr das Feld halten. Ein Angriff auf das römische Schiffslager, den die karthagische Flotte versuchte, lieferte zwar kein ungünstiges, aber doch auch kein entscheidendes Resultat und ward weit aufgewogen durch die Gefangennahme des Syphax, die dem Scipio sein beispielloser Glücksstern zuwarf und durch welche Massinissa das für die Römer ward, was anfangs Syphax den Karthagern gewesen war. | | |
| | Der Hannibalische Krieg von Cannae bis Zama -> | ...sehr unvollkommenen und namentlich in der Zeitrechnung tiefzerrütteten Überlieferung nicht wohl möglich, von einem also geführten Kriege eine befriedigende Darstellung zu geben.
Die beiden Statthalter der Römer auf der Halbinsel, Gnaeus und Publius Scipio, beide, namentlich Gnaeus, gute Generale und vortreffliche Verwalter, vollzogen ihre Aufgabe mit dem glänzendsten Erfolg. Nicht bloß war der Riegel der Pyrenäen durchstehend behauptet und der Versuch, die gesprengte Landverbindung zwischen dem feind...
...ichen Spanien aus und sicherten endlich durch die Wiedergewinnung und Wiederherstellung von Sagunt sich eine wichtige Station auf der Linie vom Ebro nach Cartagena, indem sie zugleich eine alte Schuld der Nation soweit möglich bezahlten. Während die Scipionen so die Karthager aus Spanien fast verdrängten, wußten sie ihnen im westlichen Afrika selbst einen gefährlichen Feind zu erwecken an dem mächtigen westafrikanischen Fürsten Syphax in den heutigen Provinzen Oran und Algier, welcher mit den Römern i...
...n den Aufständischen nahm.
Diese Wendung der Dinge in Afrika ward auch folgenreich für den spanischen Krieg. Hasdrubal konnte abermals nach Spanien sich wenden (543 211), wohin bald beträchtliche Verstärkungen und Massinissa selbst ihm folgten. Die Scipionen, die während der Abwesenheit des feindlichen Oberfeldherrn (541 542 213 212) im karthagischen Gebiet Beute und Propaganda zu machen fortgefahren hatten, sahen sich unerwartet von so überlegenen Streitkräften angegriffen, daß sie entweder hinter d...
...g. Er war ein tüchtiger Offizier, aber ein harter auffahrender unpopulärer Mann, wenig geschickt, die alten Verbindungen wieder anzuknüpfen und neue einzuleiten und Vorteil zu ziehen aus der Unbill und dem Übermut, womit die Punier nach dem Tode der Scipionen Freund und Feind im Jenseitigen Spanien behandelt und alle gegen sich erbittert hatten. Der Senat, der die Bedeutung und die Eigentümlichkeit des Spanischen Krieges richtig beurteilte und durch die von der römischen Flotte gefangen eingebrachten ...
...Ranges, dessen Ernennung man dem Volke anheimzugeben für gut fand. Lange Zeit - so lautet der Bericht - meldete sich niemand zur Übernahme des verwickelten und gefährlichen Geschäfts, bis endlich ein junger siebenundzwanzigjähriger Offizier, Publius Scipio, der Sohn des in Spanien gefallenen gleichnamigen Generals, gewesener Kriegstribun und Ädil, als Bewerber auftrat. Es ist ebenso unglaublich, daß der römische Senat in diesen von ihm veranlaßten Komitien eine Wahl von solchem Belang dem Zufall anhei...
...en der Gefahr, der einfache Kriegstribun, den nun auf einmal die Stimmen der Zenturien zu der höchsten Amtstaffel erhoben - das alles machte auf die römischen Bürger und Bauern einen wunderbaren und unauslöschlichen Eindruck. Und in der Tat, Publius Scipio war eine begeisterte und begeisternde Natur. Er ist keiner jener wenigen, die mit ihrem eisernen Willen die Welt auf Jahrhunderte hinaus durch Menschenkraft in neue Gleise zwingen; oder die doch auf Jahre dem Schicksal in die Zügel fallen, bis die R...
...ernde Natur. Er ist keiner jener wenigen, die mit ihrem eisernen Willen die Welt auf Jahrhunderte hinaus durch Menschenkraft in neue Gleise zwingen; oder die doch auf Jahre dem Schicksal in die Zügel fallen, bis die Räder über sie hinrollen. Publius Scipio hat im Auftrag des Senats Schlachten gewonnen und Länder eroberter hat mit Hilfe seiner militärischen Lorbeeren auch als Staatsmann in Rom eine hervorragende Stellung eingenommen; aber es ist weit von da bis zu Alexander und Caesar. Als Offizier ist...
...tik sich deutlich bewußt zu sein, seinem Lande mindestens ebensoviel geschadet, als er ihm durch seine Feldherrngaben genutzt hat. Dennoch ruht ein besonderer Zauber auf dieser anmutigen Heldengestalt; von der heiteren und sicheren Begeisterung, die Scipio halb gläubig halb geschickt vor sich hertrug, ist sie durchaus wie von einer blendenden Aureole umflossen. Mit gerade genug Schwärmerei, um die Herzen zu erwärmen, und genug Berechnung, um das Verständige überall entscheiden und das Gemeine nicht au...
...eidig verzieh; ein vorzüglicher Offizier und feingebildeter Diplomat, ohne das abstoßende Sondergepräge dieses oder jenes Berufs, hellenische Bildung einigend mit dem vollsten römischen Nationalgefühl, redegewandt und anmutiger Sitte, gewann Publius Scipio die Herzen der Soldaten und der Frauen, seiner Landsleute und der Spanier, seiner Nebenbuhler im Senat und seines größeren karthagischen Gegners. Bald war sein Name auf allen Lippen und er der Stern, der seinem Lande Sieg und Frieden zu bringen best... | | |
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