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Person - Name: Taschtego | Übersicht - a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z | | Seite 1 von 2 1 2 | | | 2. Teil - Moby Dick -> | ... unwiderruflich
verlorengeht.
Nach diesem Bericht bitte ich den Leser, diesem ungewöhnliche
Schauspiel, das in unserem Fall beinahe ein
schlimmes Ende genommen hätte, beizuwohnen, dem Anzapfen
des Riesenfasses.
Behende wie eine Katze kletterte Taschtego auf und lief
kerzengerade auf der Großrahnock hinaus, bis er direkt
über dem aufgehängten Schädel stand. Er hatte ein leichtes
Tau bei sich, das durch einen Block lief. Diesen Block machte
er an der Rahnock fest, das eine Ende des Taus warf er
...
...er hoch. Mit äußerster Vorsicht
wurde er erneut herabgelassen und rasch in eine große
Tonne entleert. Abermals ging der Eimer nach oben und
machte seine Runde, bis der Walkopf ausgeschöpft war
und keinen Walrat mehr hergab. Gegen Ende hin mußte
Taschtego seine Stange immer tiefer und immer heftiger
hinunterstoßen, so daß sie schließlich reichlich zwanzig Fuß
lief drinnen stak.
Die Leute auf der »Pequod« hatten nun in dieser Weise
schon einige Zeit geschöpft; mehrere Tonnen waren bereits
mit dem...
...lich reichlich zwanzig Fuß
lief drinnen stak.
Die Leute auf der »Pequod« hatten nun in dieser Weise
schon einige Zeit geschöpft; mehrere Tonnen waren bereits
mit dem duftenden Walrat gefüllt; da geschah plötzlich etwas
Merkwürdiges. Sei es, daß Taschtego, der wilde Indianer,
für einen Augenblick so unvorsichtig war, das Tau
loszulassen, an dem der Walkopf hing; sei es, daß der
Boden unter seinen Füßen zu schlüpfrig und tückisch war;
sei es, daß der Teufel selbst seine Hand im Spiel hatte und
ih...
...lbst seine Hand im Spiel hatte und
ihn fallen lassen wollte; das alles läßt sich nicht mehr feststellen.
Jedenfalls kam gerade der achtzigste oder neunzigste
Eimer mit einem schmatzenden Geräusch herauf – da
stürzte, ach du lieber Gott, der arme Taschtego wie ein
zweiter Ziehbrunneneimer kopfüber hinunter in den
Riesenschädel und entschwand unseren Blicken unter
einem gräßlichen, öligen Gurgeln.
»Mann über Bord!« schrie Daggoo, der in der allgemeinen
Bestürzung als erster wieder zur Besinnung ka...
...g als erster wieder zur Besinnung kam.
»Schwingt den Eimer hierher!« Er trat mit dem einen Fuß
hinein, um nicht nur an dem glitschigen Tau Halt zu finden,
ließ sich von den Leuten an Deck hochziehen und
stand schon oben auf dem Walkopf, ehe noch Taschtego in
der Tiefe des Schädels angekommen sein konnte. Indessen
herrschte ein unbeschreiblicher Tumult. Bei einem Blick
über Bord sah man, wie der leblose Schädel über der Wasserfläche
sich regte und bewegte, als beschäftigten ihn
große Gedanken; un... | | |
| | 1. Teil - Kapitän Ahab -> | ...tück an den Mast
nagelte.
»Der weiße Wal ist es, wie ich sagte«, begann Ahab von
neuem und warf den Hammer weg. »Der weiße Wal.
Haltet die Augen offen, Leute, wo das Wasser weiß wird.
Und wer nur eine einzige Luftblase sichtet, der singe aus.«
Taschtego, Dagu und Quiqueg waren dieser Szene mit
noch größerer Spannung und Verwunderung als die
anderen gefolgt; als er die zerfurchte Stirn und das schiefe
Maul erwähnte, hatten sie aufgehorcht, als erinnerte sich
dabei jeder einzelne von ihnen an ein...
...ch größerer Spannung und Verwunderung als die
anderen gefolgt; als er die zerfurchte Stirn und das schiefe
Maul erwähnte, hatten sie aufgehorcht, als erinnerte sich
dabei jeder einzelne von ihnen an ein bestimmtes Erlebnis.
»Kapitän Ahab, begann Taschtego, »das muß doch der
weiße Wal sein, den manche Moby Dick nennen.«
»Moby Dick?« fuhr Ahab auf. »Kennst du etwa den
weißen Wal, Taschtego?«
»Fächert er nicht etwas eigenartig mit dem Schwanz, Sir,
bevor er untersucht?« fragte der Gay-Head-Indianer weiter.
»Und er bläst auch so merkwürdig«, fügte Dagu hinzu,
»für einen Pottwal sehr buschig und ziemlich rasch hintereinander,
nicht ...
... Hand herumschraubte, als entkorke
er eine Flasche.
»Korkenzieher, jawohl!« ergänzte Ahab. »Wie du sagst,
Quiqueg. Die Harpunen in seinem Leib sind alle verdreht
und verbogen. Ganz recht, Dagu, seinen Strahl bläst er breit
wie eine Weizengarbe. Taschtego, richtig, sein Schwanz fächert wie ein zerfetzter Klüver im Sturmwind. Tod und
Teufel, Männer, es ist wahrhaftig Moby Dick, den ihr gesehen
habt. Moby Dick!«
»Kapitän Ahab«, fing nun Starbuck an, der ebenso wie
Stubb und Flask seinen Kommandeur ... | | |
| | 2. Teil - Moby Dick -> | ...Kupferbeschlag bis weit
hinunter blinken sehen konnte; alles hielt den Atem an, als
man durch den dichten Sprühregen hindurch Daggoo sah,
der bald hoch über den Köpfen schwebte, bald tief unten
über der Wasserfläche schaukelte, während der arme
Taschtego, lebendig begraben, rasch auf den Meeresgrund
hinabsank. Aber kaum hatte sich der Dunst verzogen, da
sah man wie einen Schatten eine nackte Gestalt mit einem
Messer in der Hand über die Bordwand setzen. Ein lautes
Aufklatschen verriet, daß mein ...
...aggoo, und man hörte, wie er sich freute. Und bald
darauf sahen wir Quiqueg, der mit der einen Hand kühn
die Wogen teilte und mit der anderen das lange Haar des
Indianers umfaßt hielt. Sie wurden in das Boot gezogen
und schnell an Bord gebracht. Taschtego und Quiqueg sahen
mitgenommen aus.
Ja, wie war diese prächtige Rettungstat gelungen? Nun,
Quiqueg war dem langsam absinkenden Kopf nachgetaucht
und hatte ihn mit seinem scharfen Messer von unten
her aufgeschnitten. Dann hatte er sein Messer fal...
...uer
des Gay-Headers mancher Landratte unglaublich erscheinen
wird, und doch hört man auch an Land nicht
selten, daß einer in einen Brunnen fällt, obwohl dort der
Boden weit weniger schlüpfrig ist als am Rand eines Pottwalschädels.
Nun, und wenn Taschtego in dem Kopf sein Ende gefunden
hätte, dann wäre es ein sehr prächtiges Ende geworden;
er wäre erstickt im allerfeinsten, schneeweißen,
duftenden Walrat, eingesargt und begraben in der innersten
Geheimkammer, im Allerheiligsten des Wals. Es
gibt... | | |
| | 1. Teil - Kapitän Ahab -> | ... besteht, so ist es nur recht
und billig, daß ich hier berichte, wer die Harpuniere auf der
Pequod waren und zu welchem Bootsführer sie gehörten.
Da war als erster Quiqueg, den sich Starbuck, der Erste
Steuermann, auserkoren hatte.
Nach ihm kam Taschtego, eine reinblütige Rothaut aus
Gay Head, dem westlichsten Vorgebirge von Marthas
Vineyard. Dort hatte sich noch der letzte Rest eines Indianerdorfes
erhalten, das der Nachbarinsel Nantucket seit
langer Zeit die kühnsten Harpuniere lieferte. Unter...
...rt hatte sich noch der letzte Rest eines Indianerdorfes
erhalten, das der Nachbarinsel Nantucket seit
langer Zeit die kühnsten Harpuniere lieferte. Unter Walfängern
werden sie nach ihrer Abstammung einfach mit
dem Namen »Gay Headers« bezeichnet. Taschtegos lange
pechschwarze Haarsträhnen, seine hervorstehenden
Backenknochen, die geschweiften, dunklen, eiskalt glitzernden
Augen, all das verriet ihn als echten Abkömmling jener
stolzen Krieger und Jäger, die in den Urwäldern des Festlandes,
in Neue...
...
Backenknochen, die geschweiften, dunklen, eiskalt glitzernden
Augen, all das verriet ihn als echten Abkömmling jener
stolzen Krieger und Jäger, die in den Urwäldern des Festlandes,
in Neuengland, dem Elch mit Pfeil und Bogen nachgestellt hatten. Taschtego diente Stubb, dem Zweiten Steuermann,
als Harpunier.
Der dritte war Dagu, ein hünenhafter kohlschwarzer
Neger mit dem Gang eines Raubtiers. An den Ohren baumelten
ihm zwei goldene Reifen mit so großem Durchmesser,
daß die Matrosen sie für Ringb... | | |
| | 2. Teil - Moby Dick -> | ...»Auf Lee, zwei Meilen ab! Ein ganzes Rudel!« Im Nu
war alles in Bewegung.
Der Pottwal bläst so unerschütterlich gleichmäßig, wie
ein Uhrwerk tickt. Daran unterscheiden ihn die Waljäger
von anderen Arten seiner Gattung.
»Sie wenden!« kam der Ruf Taschtegos von oben, und
die Wale verschwanden.
»Rasch, Junge«, rief Ahab, »sieh nach der Uhr!«
Der Junge eilte hinunter, sah nach der Uhr und meldete
Ahab die genaue Zeit.
Das Schiff wurde nun in den Wind gedreht und begann
sanft zu rollen. Taschtego meldete, daß die Wale leewärts
abgeschwommen seien. Wir warteten zuversichtlich. Sie
mußten hart vor unserem Bug wieder auftauchen, denn für
die List, die der Pottwal gelegentlich anwendet, nämlich
nach einer bestimmten Richtung davonzutauchen u...
...serem Bug wieder auftauchen, denn für
die List, die der Pottwal gelegentlich anwendet, nämlich
nach einer bestimmten Richtung davonzutauchen und unter
Wasser kehrtzumachen, war im Augenblick kein Anlaß.
Es war nicht anzunehmen, daß die Wale, die Taschtego entdeckt
hatte, von uns aufgescheucht oder beunruhigt
worden waren. Einer der Männer, die nicht mit in die Boote
sollten, löste den Indianer irrt Ausguck ab. Die Leinen
wurden festgemacht, die Krane ausgeschwungen, die
Großrah wurde backgebraßt... | | |
| | 2. Teil - Moby Dick -> | ...hwebte, schwamm er mit dem Kopf über Wasser und
schob eine gewaltige Gischtwelle vor sich her.
»So, Leute, es geht los. Nur nicht zu schnell. Wir haben
genug Zeit«, rief Stubb und ließ beim Sprechen den Rauch
aus seinem Mund quellen. »Los jetzt! Taschtego, hol weit
aus. Tash, mein Junge, halt dich bereit. Aber ruhig Blut, nur
ruhig. Auf ihn wie Tod und Teufel! Auf ihn!«
»Wuhuh! Wahie!« schrie der Gay-Header und stieß den
alten Kriegsruf seines Volkes aus. Alle Mann im Boot fielen
unwillkürlich b...
...n die drei Kiele die See. Stubbs Boot
lag noch immer weit vorn. Er feuerte seine Leute unermüdlich
an, ließ aber dabei seine Pfeife nicht ausgehen. Wie die
Wilden rissen sie an den Riemen und plagten sich, bis endlich
der ersehnte Ruf kam: »Auf, Taschtego! Gib’s ihm!« Die
Männer stoppten, und da zischte es ihnen schon heiß über
die Handgelenke, die Zauberleine. Einen Atemzug zuvor
hatte Stubb schnell noch zwei zusätzliche Windungen um
den Poller gelegt, von dem jetzt bei dem rasenden Auslaufen
d... | | |
| | 2. Teil - Moby Dick -> |
Gegen Mittag wurden Wale gesichtet. Doch kaum fuhr
das Schiff auf sie, zu, da wandten sie sich und flohen in
wilder Panik davon.
Trotzdem nahmen die Boote die Verfolgung auf. Stubbs
Boot lag an der Spitze. Nach großer Anstrengung gelang es
Taschtego endlich, sein Eisen in einen Wal zu pflanzen.
Doch das getroffene Tier, anstatt zu tauchen, jagte in wilder
Flucht auf dem Wasser dahin. Bei solch ununterbrochener
Anspannung muß das Eisen über kurz oder lang unweigerlich
wieder ausreißen. Es ga...
...
das Herz des Wals. Bebend blieb sie stecken. Rotes Blut
stieg auf statt des glitzernden Atemstrahls.
»Den hast du angezapft!« schrie Stubb. »Heute soll Wein
aus allen Fässer fließen, heut ist ein Feiertag. Wenn’s nur
alter Whisky wäre! Mensch, Taschtego, dann könntest du
die Becher drunter halten, und wir hätten was zu saufen.
Das würde für den Rest unseres Lebens reichen.« Und
immer wieder, während er so daherredete, wiederholte er
den Wurf mit der Lanze, die an der Leine zu ihrem Herrn
zurüc... | | |
| | 3. Teil - Die Jagd -> | ...n war, enterten die Leute an Deck in die Wanten, um
den berüchtigten Wal zu sehen, hinter dem sie so lange her
gewesen waren. Ahab hatte indessen seinen Platz oben eingenommen,
einige Fuß hoch über den anderen Ausguckposten. Genau unter ihm stand Taschtego in seinem Korb, so
daß der Kopf des Indianers fast auf gleicher Höhe mit
Ahabs Knochenbein war. Von dort oben erkannten sie, daß
der Wal etwa eine Meile voraus war; bei jeder anrollenden
Woge leuchtete sein Buckel auf, und regelmäßig stieg sein
...
...schen und Indischen Ozean
gesehen hatten.
»Und keiner hat ihn vor mir gesehen?« rief Ahab den
Leuten zu, die rings um ihn in den Wanten hingen.
»Ich habe ihn fast gleichzeitig mit Euch gesehen, Sir,
und dann habe ich ihn ausgesungen«, erwiderte Taschtego.
»Nein, nicht gleichzeitig, nicht ganz gleichzeitig – nein, die
Dublone gehört mir, das Schicksal hat sie mir zugesprochen.
Nur ich, kein anderer konnte den weißen Wal als
erster ausmachen. Dort bläst er! Dort bläst er! Und wieder!
Und wieder!«... | | |
| | 3. Teil - Die Jagd -> |
Er sah hinauf und erkannte Taschtego, Quiqueg und Daggoo,
wie sie eilig in die Toppen aufenterten; und er sah, wie
die Mannschaften in den aufgezogenen, schwankenden
Booten standen, um sie so schnell wie möglich wieder auszubessern.
Er sah im Vorübergleiten einen nach dem
anderen,...
...flüchtigen Eindrücke auf sich wirken
ließ und daneben auch das Schlagen der Hämmer in den
zerbrochenen Booten hörte, war es ihm, als schnüre ihm
einer das Herz ab. Aber er bezwang sich. Da entdeckte er,
daß die Flagge am Großmast fehlte. Er rief Taschtego, der
gerade oben angelangt war, zu, noch einmal herunterzusteigen
und eine neue Flagge, dazu Hammer und Nägel zu
holen, um sie festzumachen.
War der weiße Wal nun nach dieser dreitägigen Hetzjagd
am Ende seiner Kräfte oder hinderte ihn das Bünd... | | |
| | 2. Teil - Moby Dick -> | | ...vertieft, als mich plötzlich
ein Laut aufschreckte, so seltsam langgezogen, von
einer ganz unirdischen, wilden Musikalität, daß ich wie gebannt
nach oben starrte, woher der Laut wie auf Flügeln
herabgeschwebt war. Hoch oben in den Salings stand
Taschtego, der wilde Gay-Header, den Körper vorgebeugt,
die Hand weit ausgestreckt wie einen Zauberstab; in kurzen
Abständen ließ er den gleichen Ruf ertönen. | | |
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